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Jubiläums-"Römerfest": Hoch zu Ross in den Kampf

Die 20. Ausgabe des grössten "Römerfestes" der Schweiz erlebte dieses Wochenende einen riesigen Publikumsandrang. Der Grossanlass in Augusta Raurica wartete mit einer besonderen Darbietung auf.
Augst, 30. August 2015

Während der römische Kavallerist mit der einen linken Hand die Zügel seines galoppierenden Pferdes festhält, schleudert mit einem kraftvollen Schwung aus seinem anderen Arm den hölzernen Speer mit der Eisenspitze ins Ziel: Volltreffer! Zum Glück hat die Übungswaffe bloss einen Strohballen durchbohrt – vor rund 2'000 Jahren hätte dieser Wurf für den Gegner in der Schlacht wohl tödlich geendet.

Kampftruppe als Attraktion

Zum 20. Jubiläum des Römerfestes in den Ruinen von Augusta Raurica hatten sich die Veranstalter dieses Jahr etwas Besonderes einfallen lassen. Die Truppe "Timetrotters" reiste eigens aus Hannover mit vier Camargue-Pferden sowie einem spanischen Hengst an.

Unter der Leitung von Michael Theren demonstrierten die Reiter und eine Reiterin, wie im ersten Jahrhundert in der römischen Armee der Krieg zu Pferd vermutlich geübt wurde. Detailgetreu wurden Sättel und das reichverzierte Reitzubehör aus Silber, Bronze und Eisen nach archäologischen Funden und wissenschaftlichen Erkenntnissen originalgetreu nachgebildet. Auch die schweren Uniformen sind nach historischen Vorbildern hergestellt worden. Allein das Kettenhemd wiegt acht Kilogramm.

Während unter Kaiser Julius Caesar die Legionäre noch vorwiegend zu Fuss marschierten, erkannten seine Nachfolger die unschlagbaren Vorteile von Pferden und bauten eine mächtige Kavallerie auf. Ab dem dritten Jahrhundert umfasste eine Legion bis zu tausend Pferde, wobei jedem Kavalleristen vier Pferde sowie zwei Helfer (Calones) zur Verfügung standen. Vor allem reiterfahrene Kelten standen als Söldner im Dienste der römischen Armee.

Auch in der Arena waren Pferde vertreten. Einen Eindruck davon zeigten die beiden Gladiatoren Flavius und Titus in einem abgezäunten Sägemehl-Oval. Zuerst mit Lanzen, dann mit Holzschwertern dreschten die Kontrahenten unter den anfeuernden Rufen des Publikums unerbittlich aufeinander ein.

Das römische Alltagsleben

Wer es weniger kriegerischer mochte, fand am Römerfest an rund hundert Marktständen von 450 Schaustellern ein vielfältiges Angebot an allerlei römischen Gegenständen und Repliken wie Schmuckstücken, Münzen, Mosaiken, Schuhen, Öllampen und kulinarischen Genüssen. Besonders beliebt bei Familien waren die über 30 Workshops, an denen Kinder, aber auch Erwachsene, beispielsweise Fibeln schmieden, Münzen prägen oder sich schminken lassen konnten.

Das grösste "Römerfest der Schweiz zog aus dieses Jahr 17'000 Besucherinnen und Besucher aus dem Inland sowie aus der badischen und elsässischen Nachbarschaft an.



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"Die Sprecherin der Swiss Indoors antwortete nicht auf die Anfrage dieser Zeitung."

BZ Basel
vom 27. November 2017
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Auf unsere Medienanfrage zu einem Gerichtsfall hat die Sprecherin auch nicht geantwortet. Die Swiss Indoors-Schweigerin.

"Und übrigens ..."

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