© Foto by Chiristof Wamister, OnlineReports.ch


Ungenützte Räume – Gartenbad St. Jakob wird totalsaniert

Im Basler Gartenbad St. Jakob steht seit Jahrzehnten das Obergeschoss des grossen Garderobengebäudees leer. Es ist eines der Probleme bei einer Gesamtsanierung, deren Termin allerdings noch nicht feststeht.
Basel, 18. September 2014

Die Badesaison ging in den Gartenbädern der Stadt Basel Mitte September zu Ende. Dennoch herrschte auch in der dritten Septemberwoche im Gartenbad St. Jakob bei spätsommerlichem Wetter noch munterer Betrieb – zumindest in der ersten Wochenhälfte. Denn das geheizte Sportbad ist noch bis zum 5. Oktober geöffnet. Und wer an der Sonne sitzen oder liegen will, dem stehen die noch nicht abgesperrten Rasenflächen und die Cafeteria zur Verfügung.

Das "Kästligebäude"

Auch die Sportlehrer der Basler Schulen führten ihre Klassen noch einmal zum Schwimmunterricht, was in den engen Garderoben beim Sportbecken zeitweise zu einem Gedränge führte. Die grossen Garderoben für beide Geschlechter werden mit Ende des Hauptbetriebs ebenfalls geschlossen. Sie befinden sich in einem über 60 Meter langen Gebäude zwischen dem Haupteingang und dem zweiten, ungeheizten 50-Meter-Schwimmbecken.

Dieses sogenannte "Kästligebäude" ist "seit Jahrzehnten ein Sorgenkind", wie Marc Keller, Sprecher des Bau- und Verkehrsdepartementes, gegenüber OnlineREeports bestätigt. Denn das ganze obere Stockwerk, in dem sich früher Garderoben befanden, steht leer und ist abgesperrt (Bild). Überdies befindet es sich in einem baulich schlechten Zustand. Die Risse und Betonschäden sind nicht zu übersehen. Der Zustand der Garderoben und Duschen im Erdgeschoss ist dagegen ordentlich, abgesehen von den engen und besprayten Umkleidekabinen in der Männerabteilung, um welche sich bei grossem Andrang die halbwüchsigen Schüler balgen.

Ungenutzter Raum

Das Obergeschoss steht leer, weil dafür bis jetzt keine neue Nutzung gefunden wurde. Ältere Besucher des "Joggeli" (Umgangssprache) erinnern sich noch daran, dass sich hier einst ebenfalls Umkleideräume befanden. Aber die Gewohnheiten haben sich geändert, und die Garderoben im Parterre genügen meist – ausser es herrscht Grossandrang, wie das dieses Jahr nur an Pfingsten der Fall war.

Das Baudepartementes betont, dass die Sicherheit der Gebäudehülle von einem Ingenieurbüro periodisch geprüft wird. Falls notwendig würde man Massnahmen ergreifen. Denn immerhin befinden sich in dem Gebäude auch technische Anlagen für die Badwasser-Aufbereitung. Eine Gesamtsanierung des Sportbades ist vorgesehen, sagt Keller weiter, aber ein Termin steht noch nicht fest. "Im Moment läuft für die Bäder, einzelne Objekte und für die Badwassertechnik die Zustandserfassung und der Projektbeschrieb für die Ausschreibung." Im vergangenen Winter wurden bereits der Sprungturm und die Einfassung des Sportbades saniert.

Denkmalpflege Baselland redet mit 

Für den Betrieb der Gartenbäder ist das Sportamt im Erziehungsdepartement zuständig. Es muss sich im Hinblick auf die bevorstehende Gesamtsanierung überlegen, wie das erste Obergeschoss in Zukunft genutzt werden könnte. Das Gebäude kann indes nicht einfach um eine Etage gekürzt werden. Da sich das Gartenbad auf Boden der Gemeinde Münchenstein befindet, steht es im Bauinventar der basellandschaftlichen Denkmalpflege, die bei baulichen Änderungen begrüsst wird. Gebaut wurde es im Stil der klassischen Moderne 1955 nach Plänen der Architekten Rasser und Vadi, deren berühmtestes Gebäude in Basel das Domus-Haus (1959) im Pfluggässlein ist.

Die beiden andern Basler Gartenbäder, Bachgraben (zur Hälfte auf Allschwiler Boden) und Eglisee, sind im Inventar der schützenswerten Bauten der Basler Denkmalpflege registriert. Im Gartenbad Bachgraben (1960) stellen sich ähnliche Probleme mit zu gross konzipierten Garderobengebäuden. Sie wurden zum Teil zu Wohnungen und Schulräumen umfunktioniert.  



 Ihre Meinung zu dieser News
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)

www.onlinereports.ch - Das unabhängige News-Portal der Nordwestschweiz

© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigene Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

Auf dieser Website gibt es Links zu Websites Dritter. Sobald Sie diese anklicken, verlassen Sie unseren Einflussbereich. Für fremde Websites, zu welchen von dieser Website aus ein Link besteht, übernimmt OnlineReports keine inhaltliche oder rechtliche Verantwortung. Dasselbe gilt für Websites Dritter, die auf OnlineReports verlinken.

fileadmin/templates/pics/gesehen.gif
BZ Basel
vom 17. April 2019
über Regula Rytz
fileadmin/templates/pics/gesehen.gif

Sie regularisiert einfach zuviel.

RückSpiegel


Die Nachrichtenagentur SDA nahm die OnlineReports-News über die Berufung im Fall des pädophilen Sekundarlehrers auf.

Die OnlineReports-Nachricht des Todes von Hannes Bertschi wurde von der Basler Zeitung, für die der Verstorbene auch gearbeitet hat, aufgenommen.

Die BZ Basel, Telebasel, das Regionaljournal, die SDA und die Basler Zeitung zogen die OnlineReports-Recherche über den Verzicht auf den Bau eines Forschungszentrums beim Basler Augenspital nach.

Telebasel, das Regionaljournal, die Basler Zeitung und die BZ Basel nahmen den OnlineReports-Primeur über die Massenkündigung von Mietern der Hochhäuser am Basler Schorenweg auf.

In einer Buchbesprechung über LSD zitierte die Basler Zeitung aus einem OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2006.

La Liberté zitiert in einer Vorschau Peter Knechtli zur geplanten Fusion der öffentlichen Spitäler in der Region Basel.

In ihrem Bericht über den Verkauf der "Winkler Livecom" durch die MCH Group zitiert die Basler Zeitung einen OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2007.

In ihrer Analyse über die Zukunft der Basler Medienlandschaft ging die BZ Basel auch auf OnlineReports ein.

Die BZ Basel schrieb OnlineReports eine Meldung über eine Baselbieter Richter-Karriere ab.

Die Basler Zeitung und Telebasel griffen die OnlineReports-Recherche über die aggressive Mietzins-Erhöhung der Schweizerischen Rheinhäfen gegenüber dem privaten Sportboot-Hafen auf.

Telebasel zitierte zur Einleitung des "Sonntalks" über Prämienverbilligungen aus dem OnlineReports-Kommentar "Anton Lauber muss sozialer werden".

Die NZZ nimmt in ihren Hintergrund-Artikel über "Basel in der Abseitsfalle" auf einen OnlineReports-Leitartikel Bezug.

Eine Kolumne in der Basler Zeitung erinnert daran, dass OnlineReports über die Verlegung der Tram-Haltestelle vom Spalentor in die Spalenvorstadt berichtet hat.

Die Basler Zeitung publiziert aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von OnlineReports ein ausführliches Porträt zur Entwicklungsgeschichte.

Prime News führte aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von OnlineReports ein ausführliches Interview mit Chefredaktor Peter Knechtli.

In ihrem Bericht über einen hartnäckigen Streit um das Basler Restaurant "Löwenzorn" nimmt die Basler Zeitung auf einen früheren OnlineReports-Bericht Bezug.

Die Nachrichtenagentur SDA erwähnt OnlineReports und seine schwarzen Zahlen seit zwanzig Jahren im Zusammenhang mit der Einstellung der "Tageswoche".

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Der Arzt, Uni-Dozent, LDP-Grossrat, Meister E.E. Zunft zum Goldenen Stern und Aktivfasnächtler Raoul Furlano ist neuer Obersperber des Basler Sperber-Kollegiums.

• Eine Baselbieter Rentnerin übergab einem "falschen Polizisten" Schmuck im Wert von mehreren 10'000 Franken.

• Bei einem budgetierten Gewinn von 3 Millionen Franken schloss die Baselbieter Staatsrechnung mit einem Überschuss von 56 Millionen Franken.

• Die "Starke Schule Baselland" hat den Rückzug der Initiative "Niveaugetrennter Unterricht in Promotionsfächern" bekanntgegeben.

• Ein Referendums-Komitee hat am 30. März 5’000 Unterschriften für das Referendum gegen die "Lautsprecher-Beschallung" in Basel der Staatskanzlei übergeben.

• Die Rechnung 2018 des Kantons Basel-Stadt schliesst mit einem Überschuss von 283 Millionen Franken ab und liegt damit um 150 Millionen Franken über dem Budget.

• Die Universität Basel vergibt den Auftrag zur Realisierung des Ersatzneubaus Departement Biomedizin an das Basler Architekturbüro Burckhardt+Partner.

• Der Ständerat hat am 7. März einstimmig die Aufnahme der Projektierungskosten für die Durchmesserstrecke Herzstück in den Bahnausbauschritt 2035 beschlossen.

Michael Wilke wird neuer Leiter der Fachstelle Diversität und Integration in der Kantons- und Stadtentwicklung Basel-Stadt und Nachfolger von Andreas Räss, der neuer Leiter des Baselbieter Amts für Migration und Bürgerrechte wird.

• Die Einführung von Mitarbeitergesprächen und einer leistungsabhängigen Lohnentwicklung bei den Baselbieter Kantonsangestellten führt dazu, dass die "Liga der Baselbieter Steuerzahler" ihre Verfassungsinitiative "Für eine vernünftige staatliche Personalpolitik" zurückzieht.

• Die Basler Regierung spricht sich im Rahmen der Konsultation zum Entwurf des institutionellen Abkommens Schweiz-EU für eine Unterstützung des vorliegenden Abkommens aus.

• Die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) haben mit fast 128 Millionen Fahrgästen letztes Jahr 2,2 Prozent weniger Fahrgäste befördert – dies vor allem wegen Gleiserneuerungs-Arbeiten.

• Das von SVP- und FDP-Kreisen getragene Komitee gegen das vom Grossen Rat beschlossene Neubauprojekt "Naturhistorisches Museum / Staatsarchiv" hat fristgerecht das Referendum mit über 2'700 Unterschriften eingereicht.

• Das Basler Tiefbauamt erteilt Gabriel Pellicanò und Alfredo Ogi den Zuschlag für den Betrieb des Gastro-Kiosks "Hamburgeria Pellicano" an der Feldbergstrasse, der ab Frühjahr in Betrieb gehen soll.

• Mit 18'000 Besuchenden, davon 14'000 Kindern und Jugendlichen und über 300 Schulklassen verzeichnet die "tunBasel" einen Besucherrekord, der sogar das Spitzenjahr 2017 übertraf.

• Die Juso Basel-Stadt haben ihre Nationalrats-Bewerbenden nominiert: Seyran Dilekci (20), Nicolas Eichenberger (28), Livia Kläui (21), Nino Russano (18) und Lucas Wirz (29).

Jochen Kirsch wird neuer Direktor der "Mission 21" und somit Nachfolger von Claudia Bandixen, die Ende August in Pension geht.

• Die Grünliberalen Frauen Schweiz haben die bisherige Vizepräsidentin, die Oberwilerin Tanja Haller, zu ihrer neuen Präsidentin gewählt.