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© Foto by Peter Knechtli, OnlineReports.ch


Merian Iselin Klinik steigt ins Orthopädie-Notfallgeschäft ein

Seit gestern Montag betreibt die Basler Privatklinik Merian Iselin einen eigenen Notfalldienst im Bereich Orthopädie und Traumatologie. Eine neue Positionierung im sich verschärfenden Wettbewerb zwischen privaten und öffentlichen Anbietern.
Basel, 6. Februar 2018

Die Basler Privatspitäler bauen aus. Das Claraspital investierte soeben 42 Millionen in die Sanierung und Erweiterung der Nordseite. Auch die Hirslanden-Klinik "Birshof" in Münchenstein hat einen Ausbau hinter sich.

Die Merian Iselin Klinik, die sich ebenfalls auf den Orthopädie-Bereich spezialisiert hat, bietet ihren privatversicherten Patienten unter der Marke "Premium Gold" neue ambitionierte Räume und Dienstleistungen. Und seit gestern Montag ist an der Föhrenstrasse eine neue orthopädische und traumatologische Notfall-Station in Betrieb als Ersatz für das Angebot, welches das Claraspital zuvor aufgegeben hatte. Die Investitionskosten beliefen sich auf 1,2 Millionen Franken.

Sehr rasche Behandlungsfristen

Wo sich früher eine internistische Doppelpraxis befand, sind heute fünf hochmodern eingerichtete Kojen und ein Eingriffsraum anzutreffen. Nach Sport- und Unfallverletzungen erfolgen hier die Aufnahme, die Schmerzlinderung, die Diagnose und die ersten Behandlungen. Rund 35 der 60 Belegärze der Klinik teilen sich in den Notfalldienst. Ärztlicher Leiter der Station ist der Anästhesist und Judoka Eckehart Schöll (Bild), früher Oberarzt am Universitätsspital Basel.

Direktor Stephan Fricker betonte an einem Medienrundgang heute Dienstagmorgen, einer der Vorteile des neuen Angebots sei die sehr schnelle Behandlung der Patienten. Das neue Angebot sei sowohl eine Konkurrenz wie auch eine Entlastung der Notfall-Abteilung des Universitätsspitals, wo unter Umständen längere Wartezeiten in Kauf genommen werden müssen. In der monodisziplinären Notabteilung werden Probleme und Verletzungen am Stütz- und Bewegungsapparat, Rückenschmerzen und Nierenkoliken behandelt.

Frequentierung noch ungewiss

In Betrieb steht der "Ortho-Notfall" im Rahmen der Spitalbewilligung sieben Tage die Woche von 8 bis 22 Uhr. Zeige sich nach einer Anlauffrist, dass ein zusätzliches Bedürfnis bestehe, könnte auch ein 24-Stunden-Betrieb Thema werden. Wie der Liestaler Belegarzt Matthias Klein ausführte, hat der Patient die freie Arztwahl.

Die Vorstellungen darüber, wie gut die neue Einrichtung frequentiert wird, gehen sehr weit auseinander. Während Schöll von 9'000 jährlich eintretenden Patienten spricht, geht Fricker vorsichtig von 2'000 bis 3'000 aus. Nachfragen von OnlineReports ergaben, dass im "Birshof", der seit zehn Jahren ein Notfallangebot rund um die Uhr anbietet, letztes Jahr 4'275 Patienten behandelt wurden. Davon mussten rund zwei Prozent zeitnah operiert werden.

Neue Akquisitionsquelle für Orthopäden

Direktor Fricker vermochte seine Enttäuschung darüber nicht verbergen, dass sein Spital – nachdem anfänglich positive Signale ausgesandt wurden – vom Kanton Basel-Stadt keinen Leistungsauftrag und damit keine Entschädigung zugesichert erhielt, weil der Staat eine Mengenausweitung verhindern will. So habe sich das Merian Iselin eben auf eigenes Risiko für "diese Dienstleistung zugunsten der regionalen Bevölkerung" entschieden. Fricker: "Wir haben nicht nur Geld zu verdienen."

Der "Ortho-Notfall" ist aber nicht nur eine gemeinnützige Dienstleistung, sondern ebenso ein neues geschicktes Marketing-Instrument des Privatspitals und eine neue Akquisitionsquelle für orthopädische Chirurgen. Sie müssen diesen Vorteil jedoch damit bezahlen, dass sie sich wieder ans "Dienste-Schieben" (Klein) gewöhnen müssen.




Weiterführende Links:
- Merian Iselin Klinik: Mehr Premium für Privat-Patienten
- Claraspital-Entrée erstrahlt in neuem Glanz
- Birshof: Zwei Titularprofessoren und Klinik-Ausbau


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RückSpiegel


Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über den Einbürgerungs-Streit der drei baselstädtischen Bürgergemeinden mit dem Kanton Basel-Stadt und den Gang ans Bundesgericht nach.

Die Schweiz am Sonntag schrieb eine OnlineReports-Nachricht über die rechtlichen Schritte der Wirtschaftskammer Baselland gegen die "Basler Zeitung" ab.

In ihrem Artikel über Markus Ritters Abgang aus dem Basler Präsidialdepartement bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

20 Minuten, die BZ Basel, theworldnews.net, die Basler Zeitung, die Tageswoche, die Bauernzeitung und Telebasel nahmen die OnlineReports-Story über das gescheiterte Projekt von "Urban Farmers" in Basel auf.

Die BZ Basel, die Basler Zeitung und das Regionaljournal zogen die OnlineReports-Meldung über die Schliessung der Basler Buchhandlung "Narrenschiff" nach.

Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-Nachricht vom Tode des früheren BLKB-Bankrats-Präsidenten Werner Degen auf.

In ihrem Bericht über die "FDP Baselland auf seltsamen Wegen" (Schlagzeile) nimmt die Basler Zeitung zentral auf einen OnlineReports-Primeur über den neu auftauchenden Namen Daniel Recher Bezug.

Die Kommentar-Plattform Infosperber geht auf die Berichterstattung von OnlineReports zum Mord an Martin Wagner ein.

In ihrem Kommentar zu "Lukas Engelberger, der Pressezensor" nimmt die Basler Zeitung eine Metapher ("medienrechtliche Namesburka") von OnlineReports auf.

InsideParadeplatz.ch empfahl den Lesern die Lektüre des OnlineReports Porträts des getöteten Medienanwalts Martin Wagner.

Die OnlineReports-Erstnachricht über den gewaltsamen Tod des Basler Wirtschaftsanwalts Martin Wagner in Rünenberg haben unter anderen der Tages-Anzeiger, BZ Basel, Le Temps, Tageswoche, 20 Minuten, Watson, Telebasel, die Volksstimme, der Blick und nau.ch aufgenommen.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• An der 1. Mai-Feier in Liestal wird etwas Ständerats-Vorwahlkampf spürbar, indem die grüne Nationalrätin Maya Graf und SP-Nationalrat Eric Nussbaumer mit als Hauptredner auftreten.

• Die Grünen Baselland nominieren im Hinblick auf die Delegiertenversammlung vom 5. Mai in Olten Landrätin Florence Brenzikofer als Vizepräsidentin der Grünen Schweiz.

• Der Gemeinderat von Birsfelden hat auf einen Vorstoss von Désirée Jaun (SP)beschlossen, als erste Gemeinde in der Nordwestschweiz die Auszeichnung als "Fair Trade Town" anzustreben.

• In der Amtsperiode 2018-2022 bilden die Grünliberalen (GLP) im Einwohnerrat Riehen gemeinsam mit dem parteilosen David Moor eine Fraktion.

• Die Basler Badesaison beginnt im beheizten Sportbad St. Jakob (28. April), in den unbeheizten Becken des Gartenbads St. Jakob (12. Mai), im Gartenbad Eglisee (19. Mai) und im Gartenbad Bachgraben infolge Sanierungsarbeiten (2. Juni 2018).

• Die SP Muttenz hat an ihrer Generalversammlung Kathrin Schweizer einstimmig als Regierungsrats-Kandidatin der SP Baselland nominiert.

• Nach fast zwanzig Jahren Tätigkeit verlässt Moderatorin Tamara Wernli Telebasel, weil sie sich künftig aufs Schreiben konzentrieren will.

• Die Gemeinde Riehen ist laut der Einschätzung des Gemeinderates "weiterhin kein Hotspot für kriminelle Aktivitäten".

Heidi Mück und Tonja Zürcher bleiben laut Wahl durch die Mitglieder für weitere zwei Jahre Co-Präsidentinnen von "Basta".

• Der frühere Basler Grossrat und FDP-Nationalrat Urs Schweizer tritt per 15. Mai 2018 nach 15 Jahren als Präsident des ACS beider Basel zurück.

• Nach den Kontrollen an der vergangenen Basler Fasnacht bleiben Pferde von Chaisen und Vorreitern weiterhin erlaubt.

• Die 43-jährige Elisabeth Heer Dietrich wurde mit 82 von 84 Stimmen glanzvoll zur neuen Baselbieter Landschreiberin gewählt.

• Die Revitalisierung der unteren Wiese hat sich aufgrund der vielen Hochwasser um den Jahreswechsel so stark verzögert, dass das Basler Tiefbaumt sie nicht rechtzeitig vor der Fischschonzeit abschliessen konnte und bis Ende Mai pausieren muss.

• Die Rechnung 2017 des Kantons Basel-Stadt schliesst mit einem Überschuss von 251 Millionen Franken ab und liegt damit 108 Millionen Franken über dem Budget.

Matthias Hubeli, Leiter des Polizeistützpunkts Liestal und stellvertretender Leiter der Sicherheitsabteilung Ost, wird Geschäftsführer des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests 2022 in Pratteln.

• Der von der Wirtschaftskammer Baselland eingereichten Gesetzesinitiative "Für eine faire steuerliche Behandlung der Wohnkosten" (Wohnkosten-Initiative) stellt die Regierung einen Gegenvorschlag gegenüber.

Naomi Reichlin und Florian Sennhauser gehören neu dem Vorstand der FDP-Sektion Liestal an.

Melchior Buchs (FDP) ist neuer Gemeindepräsident von Reinach, indem er mit 2'544 Stimmen die CVP-Kandidatin Béatrix von Sury (CVP) mit 2'452 Stimmen knapp schlug.

• Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2022 findet laut Beschluss des Eidgenössischen Schwingerverbands definitiv in Pratteln statt.

• Die Universität Basel erhält fünf von 39 neuen Förderungsprofessuren, die der Schweizerische Nationalfonds (SNF) dieses Jahr vergeben hat.

• Der Frauenanteil in den Aufsichtsgremien von staatsnahen baselstädtischen Betrieben liegt per 1. Januar 2018 bei 40,9 Prozent und übertrifft somit die geforderten 33,3 Prozent deutlich.

• Da SP-Landrat Hannes Schweizer per 31. März als Präsident der Bau- und Planungskommission zurückritt, schlägt die SP-Fraktion als seinen Nachfolger den Frenkendörfer Urs Kaufmann vor.

• Die SP Pratteln-Augst-Giebenach lanciert eine Petition zur Erhaltung des Schalters der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) in Pratteln.

BaselArea.swiss wird ab März im Mandat die Geschäftsführung des Switzerland Innovation Park Basel Area AG übernehmen.

Thomas Kessler, der frühere Basler Stadt- und Kantonsentwickler, wird Leiter eines von den AZ Medien für die "BZ Basel" ins Leben gerufenen Publizistischen Beirats.

• Nach Vandalenakten und einer Einbruchserie fordert die Riehener CVP von den Behörden "endlich die wirksame Umsetzung längst bekannter Forderungen" zur Erhöhung der Sicherheit.