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"Sex im Asylheim": Presserat und Strafanzeige gegen BaZ

Die Artikel-Serie der "Basler Zeitung" (BaZ) über "Sex mit Minderjährigen" im Reinacher Asylheim hat Folgen: Der Schweizer Presserat hiess eine Beschwerde weitgehend gut und Gemeindepräsident Urs Hintermann reichte eine Strafanzeige gegen den BaZ-Redaktor ein.
Reinach, 10. Juli 2017

Mit ihren Artikeln "Sex mit Minderjährigen in Reinacher Asylheim" und "Strafuntersuchung zu Sex in Reinacher Asylheim" habe die Zeitung die Wahrheitspflicht ebenso verletzt wie die Unschuldsvermutung, heisst es im eben veröffentlichten Entscheid des Presserates. Die spektakulären Schlagzeilen seien "nicht durch Fakten gestützt" und unbelegt. Ob es zu sexuellen Kontakten einer Betreuerin mit einem minderjährigen Asylbewerber gekommen sei, wie die Artikel insinuieren, bleibe offen.

Sex war nicht belegt

Indem die Schlagzeilen der beiden Artikel suggerieren, es sei erwiesenermassen zu einer "Sex-Affäre" gekommen, obwohl dafür keine Beweise vorlagen, habe die BaZ auch die Unschuldsvermutung verletzt, hält der Presserat fest. Nicht folgen kann das Medienethik-Gremium dem Vorwurf der Gemeinde, die Artikel hätten Gemeindepräsident Urs Hintermann mit einer irreführenden Kombination von Text und Bild mit der Affäre in Zusammenhang gebracht.

Direkte Folgen ausser einem Glaubwürdigkeitsverlust haben die Feststellungen des Presserates nicht. Hingegen hat Hintermann "in Absprache mit dem Gemeinderat" gegen den BaZ-Redaktor eine Strafanzeige "wegen diverser Ehrverletzungs-Delikte" eingereicht, wie es in einer Medienmitteilung der Gemeinde Reinach von heute Montagmorgen heisst. Dem Gemeindepräsidenten war von der BaZ vorgeworfen worden, er habe die Affäre "vertuschen" und die Asylheim-Untersuchung "behindern" wollen.

BaZ: Presserats-Rüge "absurd"

Gegenüber OnlineReports bezeichnete BaZ-Autor Joël Hoffmann die Presserats-Rüge als "absurd", Sex hätte nicht als Tatsache dargestellt werden dürfen. Die Staatsanwaltschaft habe die Sex-Affäre schon damals bestätigt. Durch die Strafanzeige, so Hoffmann weiter, lasse er sich "nicht beunruhigen oder einschüchtern".




Weiterführende Links:
- Wegen Sex-Artikel: Reinach gegen BaZ an Presserat
- Gemeinde Reinach gibt BaZ-Journalist keine Auskunft mehr
- Asylheim: Intime, aber nicht strafbare Beziehung


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"Das Schlimme ist der Glaubwürdigkeitsverlust"

Gegenüber OnlineReports bezeichnete BaZ-Lokal-Journalist Joël Hoffmann die Presseratsrüge als "absurd". Eine solche Aussage zeigt natürlich einerseits das Niveau von Schreiberlingen, die dauernd der Meinung sind, ein "neues Watergate" aufdecken zu müssen. Andererseits kommt hier eine Hybris zutage, welche die Frage aufwirft, wo haben solche "Schurnalisten" ihr Handwerk gelernt?

Das eigentlich Schlimme an derartigen Berichterstattungen in der BaZ, Hoffmann ist nicht der einzige, ist der Glaubwürdigkeitsverlust für eine Zeitung, aber das scheint Chefredaktor Markus Somm nicht zu stören, die Leser schon.


Albert Augustin, Gelterkinden




"Was sich die BaZ erlaubt hat, ist verwerflich"

Schandbar ist ein etwas "alt" wirkendes Wort. Hier passt es. Was sich die BaZ da wieder erlaubt hat, ist verwerflich. Auf Kosten von jungen Menschen und auf Kosten eines Gemeindepräsidenten und bei genauerem Nachlesen auf Kosten des Gesamtgemeinderates hat ein Journalist eine Verbindung von Asylheim und Sex herbeigetitelt. Er wusste natürlich ganz genau, dass er einen Grau- und Grenzbereich mit ungeklärten Hauptaussagen verschmiert hat. Der Presserat sagt dazu alles in aller Deutlichkeit.

Diesem Journalisten und dem sommschen Journalismus spielt eine Überlegung wie der Schutz eines Jugendlichen oder allenfalls von zwei Jugendlichen, welche ein Gemeindepräsident, eine Lehrperson, Pfarrer usw. zu gewährleisten haben, keine Rolle. Hauptsache, man hetzt ein wenig gegen "die Asylanten" und gleich auch noch gegen "Asylantenhelferinnen".

Ist das nicht wirklich eine Schande? Ich meine, es ist schandbar.


Alois-Karl Hürlimann, Barcelona



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"Weinstein setzte Spione auf Opfer ab"

BZ Basel
vom 8. November 2017
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... nachdem er sie zu Miniaturen erniedrigt hatte.

RückSpiegel


Der Tages-Anzeiger und 20 Minuten nahmen in ihren Berichten über den gefährlichen Zwischenfall mit einem Intercity-Zuges der SBB in Stein-Säckingen auf OnlineReports Bezug.

In ihrem Interview mit der neuen BVB-Präsidentin Yvonne Hunkeler nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung nahm den OnlineReports-Feature über den Einbruch im Restaurant "Dalbestübli" auf.

Die Volksstimme zitierte in ihrer Presseschau über die Säuli-Metzgete in Sissach aus der OnlineReports-Reportage.

Im Bericht über Rechtsprobleme des Bordells an der Basler Amerbachstrasse zitiert Barfi aus OnlineReports.

Ausführlich geht die Basler Zeitung auf einen kritischen OnlineReports-Gastkommentar über den Eigenmietwert-Steuerfall um Rösly M. ein.

In seinem Beitrag über "Die Basler Sinnkrise" zitiert der Tages-Anzeiger aus dem OnlineReports-Leitartikel "Willkommen im Baselbiet: Nichts geht mehr", in dem es um einen "Kanton in der Sinn-Krise" geht.

barfi, die BZ Basel, die Tageswoche, die Badische Zeitung und das Baublatt haben die OnlineReports-Story über den Abbruch des "Rostbalkens" und die geplanten Hochhäuser beim Basler Bahnhof SBB aufgenommen.
 
Infosperber.ch geht in einem Kommentar über das "Dauer-Bashing" der Behörden durch die Medien auf die Konter-Position von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Berichterstattung über den "Fall Wessels" auf einen OnlineReports-Kommentar Bezug.

Die Basler Zeitung, die BZ Basel, die SDA und die Badische Zeitung gingen auf den OnlineReports-Primeur über die Berufung des türkischen Basler Polizei-Assistenten gegen den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ein.

20 Minuten online nahm die OnlineReports-News über die Basler verkehrs-Betriebe (BVB) an der Grenze ihrer Belastung auf.

Die BZ Basel und das Regionaljournal gingen aktuell auf die OnlineReports-Recherche über einen Manipulations-Versuch der BVB-Direktion im Vorfeld der Wahlen in die Personalkommission ein.

Barfi zog die OnlineReports-Story über die umstrittene Umnutzung des "FKK-Clubs" in ein Bordell an der Amerbachstrasse in Basel nach.

Der Landbote nahm die OnlineReports-Story über den Stromeinkauf der Gemeinde Muttenz beim Stadtwerk Winterthur auf.

Die OnlineReports-News über den Personalabbau auf der Basler Hauptpost wurde durch Telebasel aufgenommen.

Telebasel online ging in seinem Bericht über die SP-Prämieninitiative auf einen Kommentar von OnlineReports ein. 

Die Weltwoche zitierte in ihrem Bericht über den Basler Scharia-Befürworter Aziz Osmanoglu aus einem Gerichts-Bericht von OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Das Basler Energieunternehmen IWB plant, im Februar 2018 elf neue Ladesäulen für Elektrofahrzeuge in Quartierstrassen auf Allmend zu installieren.

• Entgegen der Parole der kantonalen CVP sagte der CVP-Wahlreis Liestal Nein zum "8. Generellen Leistungsauftrag für den öffentlichen Verkehr" und damit Ja zum "Läufelfingerli".

Raymond Cron wird als Nachfolger von Andreas Büttiker ab 1. Januar 2018 neues Verwaltungsratsmitglied des EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg.

• Der Basler Grosse Rat hat die Standesinitiative der SP gegen der Schliessung von Quartier-Poststellen überwiesen.

• Die bürgerlichen Jungparteien von Basel-Stadt ziehen ihre Zweirad-Initiative zurück, da sie mit dem vom Grossen Rat beschlossenen Gegenvorschlag ihre Hauptforderungen als erfüllt betrachten.

• Die Baselbieter Wahlen des Landrats und des Regierungsrats für die Amtsperiode vom 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2023 finden am 31. März 2019 statt.

• Weil mit dem als Gegenvorschlag verabschiedeten neuen Bürgerrechtsgesetz und den Anpassungen auf Bundesebene die Anliegen der Initianten erfüllt sind, zieht die SVP Basel-Stadt ihre Volksinitiative "Keine Einbürgerung von Kriminellen und Sozialhilfeempfängern" zurück.

• Mit der Gründung der Sektion Waldenburg wollen die Grünen Baselland im Wahlkreis Waldenburg den verlorenen Landratssitz zurück erobern.

• Der Binninger Mike Keller ist neuer Präsident des Trinationalen Eurodistricts Basel (TEB) bis Frühjahr 2019 und somit Nachfolger des neuen Basler Stadtentwickers Lukas Ott, der alle politischen Ämter niederlegt.

• Der an der Harvard-Universität arbeitende Forscher Professor Alexander F. Schier wird ab 2018 neuer Leiter des Biozentrums der Universität Basel.

• Das Unternehmerpaar Marc Friedrichsen und Julia Reidemeister übernahm Mitte Oktober die "Boutique Danoise" an der Aeschenvorstadt in Basel im 50. Jahr ihres Bestehens von Thomas und Astrid Bachmann.

Hoffmann-La Roche will bis ins Jahr 2020 den Wasserverbrauch pro Mitarbeitenden um zehn Prozent senken.

• Da die Prämien der obligatorischen Krankenversicherung in Basel-Stadt im kommenden Jahr um durchschnittlich 4,5 Prozent ansteigen, passt die Regierung die Prämienbeiträge des Kantons für Haushalte mit bescheidenem Einkommen im gleichen Umfang an.

• Für den 9. Basler Pop-Preis sind folgende Bands nominiert: Alma Negra (Electronic World Music, Basel), Audio Dope (Electronic Music, Basel), Schammasch (Avantgarde Metal, Liestal), We Invented Paris (Indie-Pop, Liestal) und
Zeal & Ardor (Black Metal/Gospel, Basel.

• Weil sich FDP und SVP nicht auf eine gemeinsame Kandidatur für die Ersatzwahl in den Stadtrat von Liestal einigen konnten und "alle offiziell Kandidierenden wählbar" sind, verzichtet die CVP auf eine Wahlempfehlung.

• Die Wettbewerbs-Kommission hat entschieden, den geplanten Zusammenschluss zwischen dem Universitätsspital Basel und dem Kantonsspital Baselland ohne Auflagen zu genehmigen.