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Literaturagent Dieter Hagenbach 73-jährig gestorben

Basel, 22. August 2016

Dieter A. Hagenbach (Bild) ist tot. Der vielseitige Basler hat sich vor wenigen Tagen mit 73 und nach kurzer Krankheit in eine andere Dimension verabschiedet. Mit Dimensionen aller Art befasste sich der studierte Architekt sein Leben lang.

Bald einmal war er Buchhändler, dann ab 1975 Verleger des zukunftsweisenden Sphinx-Verlags und dessen Sphinx-Magazins und der Sphinx-Buchhandlung am Spalenberg, in dem sich eine ganze Generation mit Büchern über Psychologie, Philosophie, Bewusstseins-Zustände, indigene Völker, Spiritualität und Esoterik eindeckte. So wurden beispielsweise der Zen- und Daoismus-Philosoph Alan Watts, die New Age-Wegbereiterin Marilyn Ferguson mit "Die sanfte Verschwörung" oder der Physiker Fritjof Capra mit seinem Werk "Das Tao der Physik" oder das ein neues Paradigma beschwörende Buch "Wendezeit" einer breiteren Leserschaft zum Begriff.

Später betätigte sich Dieter Hagenbach als Literaturagent und gründete die Gaia Media-Stiftung, die unter anderem mit ihrem Mail-Versand den täglichen Schreckensmeldungen positive Nachrichten aus Alltag und Forschung entgegensetzte.

Dieter Hagenbach, stets in Weiss gekleidet, war entschlossen, sich nicht die Lebensfreude nehmen zu lassen. Gleichzeitig propagierte er die "absolute Selbstverantwortung, ohne Autoritätsabhängigkeit und in welcher Form auch immer", wie er einmal gegenüber OnlineReports ausführte. Dies sei "nach der Liebe und der Symbiose mit der Natur das Wichtigste für unsere Evolution".

Er wehrte sich bis zuletzt für das bewusstseinserweiternde LSD, zu dessen Erfinder Albert Hofmann er eine tiefe Freundschaft pflegte. Daraus resultierte nach dessen Tod das Buch "Albert Hofmann und sein LSD", das Hagenbach mit seinem Freund Lucius Werthmüller verfasste. Die beiden organisierten zum 100. Geburtstag Hofmanns das Symposium "LSD - Sorgenkind und Wunderdroge", zu dem Hunderte aus aller Welt nach Basel strömten.

Dieter A. Hagenbach arbeitete bis zuletzt, und er befasste sich kritisch und umfassend mit den globalen Entwicklungen, ohne je seinen Glauben an die Verwirklichung einer gerechteren und besseren Welt zu verlieren. Wenn er sprach, mit seinen Händen die wohl gewählten Worte unterstrich und lachte, was er gerne tat, dann schien es, als sei er unsterblich.

Der Tod schien ihm, der sich sein Leben lang mit parallelen Realitäten auseinandersetzte, lediglich eine noch zu erkundende Dimension zu sein. Am 24. Juli hat Dieter A. Hagenbach im Diesseits seinen letzten Geburtstag gefeiert.




Weiterführende Links:
- Sinnsuchender, Bücherfinder und Brückenbauer
- "Über Basel schwebt der sakrale Geist des LSD"
- Albert Hofmann erlebte seinen ersten LSD-Trip auf dem Fahrrad


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Weitere RückSpiegel

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"Da war zunächst der Schock eines Kunden, ja, er erbleichte gar, als er seine leer geräumte und offensichtlich aufgebrochene Kassette ans Tageslicht befördern liess."

Basler Zeitung
vom 21. Dezember 2018
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Fantasievoll: Erst der Schock, dann das "gar Erbleichen".

In einem Satz


Anna Ott gibt das Amt als Vizepräsidentin der Grünen Baselland aufgrund ihres Masterstudiums in Nordeuropa ab; eine Nachfolge steht noch nicht fest.

• Das von der Fondation Franz Weber massgeblich unterstützte Referendum gegen ein Ozeanium auf der Basler "Heuwaage" ist mit 4'649 Unterschriften zustande gekommen.

• Der Reinacher Gemeinderat hat beschlossen, ab Februar 2019 mit einem neuen TV-Sendeformat zu starten, das wöchentliche Fernsehsendungen mit Inhalten aus Gemeinde und Vereinen bietet.

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Henriette Götz wird am 1. Mai 2019 die Nachfolge von Danièle Gross als Kaufmännische Direktorin am Theater Basel antreten.

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• Der EuroAirport begrüsste am 4. Dezember seinen 8 Millionsten Passagier und erzielte damit die höchste Jahres-Frequenz seit Gründung im Jahr 1946.

Erik Rummer (48) ist seit 2002 bei den IWB, seit 2016 als Leiter Public Relations, übernimmt auf Jahresbeginn die Leitung des Bereichs Kommunikation & Marketing und folgt damit auf Lars Knuchel, der sich selbstständig macht.

• Die Baselbieter Regierung will bei der Staatssteuer den Vergütungszins für das Jahr 2019 bei 0,2 Prozent belassen, ebenso bleibt der Verzugszins bei 6 Prozent.

• Die Bau- und Raumplanungs-Kommission des Basler Grossen Rates spricht sich für den Neubau von Staatsarchiv und Naturhistorischem Museum im St. Johann-Quartier aus.

Matthias Gysin, heute Verwaltungsleiter in der Gemeinde Aesch, wird ab 1. April 2019 neuer Geschäftsführer des "Verbandes Basellandschaftlicher Gemeinden" (VBLG) und Nachfolger von Ueli O. Kräuchi.

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• Das Basler Komitee gegen die kantonale Vorlage zur "Steuervorlage 17", das sich aus linken Parteien und Gewerkschaften rekrutiert, hat 3'300 Unterschriften für das Referendum gesammelt.

Andreas Häner, von 2009 bis 2015 schon Vorstandsmitglied, wird neuer Geschäftsführer des Basler Heimatschutzes und damit Nachfolger von Paul Dilitz, der nach elfjähriger Tätigkeit in den Ruhestand tritt.