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"Drakonische Massnahme": Instant-Aufgebot am freiene Wochenende

Immer mehr BVB-Arbeitsausfälle: 67 krankgeschrieben

Eine halbes Dutzend Fahrdiest-Mitarbeitende musste deshalb am freien Wochenende zur Arbeit antreten


Von Peter Knechtli


Immer mehr Personal-Ausfälle wegen Krankheit führen bei den Basler Verkehrsbetrieben (BVB) dazu, dass Tramführer und Bus-Chauffeure kurzfristig einspringen müssen – so wie letztes Wochenende.


Die überdurchschnittlichen krankheitsbedingten Absenzen bei den Basler Verkehrsbetrieben nehmen weiter zu. Nach Informationen von OnlineReports.ch waren letzten Montag 67 Mitarbeitende krank gemeldet, wie BVB-Sprecherin Claudia Demel heute bestätigte. Langzeitkranke sind dabei inbegriffen.

Arbeitsaufgebot von heute auf morgen

Dies war auch der Grund dafür, dass letzten Freitagnachmittag sechs Fahrdienst-Angestellte zur Arbeit auf Samstag aufgeboten wurden, die an jenem Tag frei hatten. Das kurzfristige Aufgebot, so die Sprecherin weiter, sei unter anderem für Extrafahrten erfolgt. Unter den spontan Aufgebotenen befand sich auch die Mutter eines betreuungspflichtigen sechsjährigen Kindes.

Solche Zwangsfahrten sind im Personal extrem unbeliebt, vor allem wenn sie auf ein arbeitsfreies Wochenende fallen. Die BVB-Sprecherin erklärte gegenüber OnlineReports.ch, der Verwaltungsrat könne von den für das BVB-Personal geltenden kantonalen Anstellungsbestimmungen "im Einvernehmen mit der Personalkommission ergänzende oder abweichende Regelungen erlassen". Dies sei mit dem seit letztem Juli eingeführten Fahrdienst-Arbeitszeit-Reglement konkretisiert worden. Laut dessen Ziffer 9 können die BVB Überstunden im Fahrdienst anordnen.

Umstrittene "Konsequenzen"

Die "drakonische Massnahme" (so eine erfahrene BVB-Quelle) vom vergangenen Wochenende widerspreche Aussagen, die der Personaleinsatz-Leiter an Informations-Veranstaltungen im Juni gemacht habe, wonach niemand zu einem Dienst gezwungen werden könne.

OnlineReports hörte von mehreren Informanten überdies, dass den auf letzten Samstag kurzfristig aufgebotenen Mitarbeitenden im Weigerungsfall Konsequenzen angedroht worden seien. Claudia Demel wies diese Behauptung entschieden zurück: "Das ist nach dem geltenden Personalreglement des Kantons Basel-Stadt nicht zulässig." Aus der Belegschaft jedoch wird entgegnet, dass dieser Sachverhalt in den Funkaufzeichnungen überprüft werden könne.

"Flurschaden wird noch zunehmen"

Im kürzlichen Interview mit OnlineReports.ch hatte BVB-Direktor Erich Lagler die weit über dem Branchendurchschnitt liegende Zahl an Krankheitsfällen kritisiert und erklärt, bei den BVB habe es "über lange Jahre zu einem Stück Kultur" gehört, "krankmachen zu dürfen". Fahrdienst-Mitarbeiter betonen dagegen, dass die hohen krankheitsbedingten Absenzen "auch auf das schlechte Betriebsklima zurückzuführen" seien. Ein Insider sprach gegenüber OnlineReports.ch von einem "Flurschaden, der bis Ende Jahr noch zunehmen wird".

11. August 2017

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"Rentenmassaker auf Kosten der Staatsangestellten"

Juso Baselland
Betreff einer Medienmitteilung
vom 31. Mai 2018
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