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"Keines funktioniert": Rechnungs-Problem am Basler Kantonsspital

Basler Kantonsspital krankt an Fakturierungs-Trauma

Grosse Start-Probleme bei neuer Tarmed-Leistungserfassung seit Jahresbeginn


Von Peter Knechtli


"Massive Probleme" und "grosse Unruhe" melden Ärzte aus dem Basler Kantonsspital seit Einführung der Tarmed-Leistungserfassung Anfang Jahr: Laut diesen Informationen werden Leistungen erbracht, die nicht auf den Rechnungen erscheinen. Digitale Erfassungsgeräte funktionieren nicht, es kam zu Systemabstürzen.


Für die Informatiker des Basler Kantonsspitals war der Jahreswechsel keine geruhsame Zeit. Bis morgens um vier Uhr waren sie in der ersten Arbeitswoche nach Neujahr schon an der Arbeit, um das zentrale Informatiksystem zum Laufen zu bringen: Die korrekte Erfassung der erbrachten Leistungen und ihre ebenso korrekte Verrechnung.

"Erfassungsgeräte funktionieren nicht"

Hier, so ein Arzt zu OnlineReports, steht es derzeit nicht zum Besten: "Das Hauptproblem ist, dass Leistungen erbracht werden, die nicht auf der Rechnung erscheinen." Massive Probleme verursachen auch die digitalen Endgeräte in der Art eines Handhelds, mit denen Ärzte ihre Leistungen detailliert erfassen sollten. "In unserer Abteilung gibt es knapp ein Dutzend solcher Endgeräte, aber keines funktioniert." Wenn diese technischen Probleme nicht sauber behoben werden können, könnte sogar die Forderung nach Personalabbau die Folge sein, glaubt der Mediziner.

Grund der Probleme sind grundsätzliche Umstellungen des Abrechnungssystems: Seit Jahresbeginn wird nicht nur das neue und hochkomplexe "Tarmed"-Tarifsystem mit tausenden Abrechnungspositionen angewendet, sondern auch seine interne Verknüpfung durch die Intranet-Software "Webmed". Die Synchron-Einführung von "Tarmed" und "Webmed" habe dazu geführt, dass in den ersten zehn Tagen "praktisch gar nichts funktionierte". Ein Insider zu OnlineReports: "Wir gaben Leistungen ein, die im Archiv auftauchten, auf den Rechnungen aber nicht ersichtlich waren." Möglicherweise seien die technischen Schwierigkeiten "unterschätzt" oder die Systeme "zu spät getestet" worden.

Spitalleitung trotz Systemausfall nicht überrascht

Die Leitung des Kantonsspitals schätzt die Informatik-Probleme weit weniger gravierend ein. Sprecher Andreas Bitterlin räumt "einige informationstechnologische Schwierigkeiten" ein. Wie andere Spitäler habe auch das Basler Kantonsspital "innert kürzester vorgeschriebener Frist einen hochkomplexen Kraftakt erbringen" müssen, der alle vor "riesige Probleme" stelle. Dass es zu Schwierigkeiten und Fehlern komme, sei nicht überraschend, sondern durch eine externe Firma vorausgesagt worden. So sei das System am vergangenen 5. und 6. Januar "wegen der Vielfalt des Mengenanfalls ausgefallen". Derzeit biete jedoch eine 15-köpfige interne Task Force den Kliniken und Abteilungen Support an.

Welche Auswirkungen die Tarmed-Umstellung auf die Fakturierung hat, ist laut Bitterlin "derzeit noch nicht erkennbar, da die erfassten Leistungen des neuen Jahres erst noch verarbeitet werden müssen, bevor sie in Rechnung gestellt werden können". Derzeit erfolge die Fakturierung der nach altem System erfassten Leistungen.

Schon früher Fakturierungsprobleme

Bitterlin hielt fest, dass die gleichzeitige Einführung von "Webmed" und "Tarmed" - wozu sich andere Spitäler nicht entschlossen - zu einer "in der Schweiz ausserordentlichen Effizienz der Leistungserfassung" führe. Auch bestreite die spitalinterne Informatik-Abteilung eine ungenügende Vorbereitung. Zwar sei "eine Eins-zu-eins-Simulation der Vielfalt des Mengenanfalls aus Kapazitäts- und Termingründen nicht durchführbar" gewesen, doch seien "ausführliche und umfangreiche Tests durchgeführt worden". Bestätigt wird, dass anfänglich "einige mobile Barcodeleser" einen Programmierungsfehler aufgewiesen hätten. Dieser Fehler sei jedoch "inzwischen behoben".

Fakturierungsprobleme im Basler Kantonsspital sind nicht neu: Schon im März 2000 enthüllte OnlineReports Rechnungs-Ausstände und Verluste in Millionenhöhe. Ob es auch mit dem neusten Systemwechsel zu Millionenverlusten kommt, wie einige befürchten, kann das Kantonsspital noch nicht beurteilen.

Rechnung für Entbindung an 80-Jährigen

Sicher ist: Zu falschen Rechnungen kam es immer wieder. OnlineReports liegen Informationen vor, wonach ein 80-jähriger Mann eine Rechnung der Frauenklinik für die Entbindung von Zwillingen erhalten haben soll. Ebenso erhielt die Krankenkasse einer Frau eine Rechnung des Kantonsspitals für eine Ernährungsberatung, die diese nicht beansprucht hatte. Es könne bei der Betreuung von 25'000 stationären und über 140'000 ambulanten Patientinnen und Patienten zu Fakturierungsfehlern kommen, sagt Sprecher Bitterlin. Für diese Fälle möchte er sich auch gleich entschuldigen.

13. Januar 2004


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"Dass einzige Problem, dass ich habe, wenn ich mit meiner Frau arbeite, ..."

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"Und übrigens ..."

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In einem Satz


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Zeal & Ardor (Black Metal/Gospel, Basel.

• Weil sich FDP und SVP nicht auf eine gemeinsame Kandidatur für die Ersatzwahl in den Stadtrat von Liestal einigen konnten und "alle offiziell Kandidierenden wählbar" sind, verzichtet die CVP auf eine Wahlempfehlung.

• Die Wettbewerbs-Kommission hat entschieden, den geplanten Zusammenschluss zwischen dem Universitätsspital Basel und dem Kantonsspital Baselland ohne Auflagen zu genehmigen.

Endress+Hauser übernimmt die deutsche IMKO Micromodultechnik GmbH mit Sitz in Ettlingen, einen Hersteller innovativer Systeme zur Feuchtemessung, und beschäftigt die 19 Mitarbeitenden weiter.

• Verhaftet wurde ein 25-jähriger Spanier, der dringend verdächtigt wird, am 10. September eine Frau im Basler Erlenmattquartier vergewaltigt zu haben.

• Bei der Einreise von Frankreich nach Basel wurde ein etwa 50-jähriger Bulgare erwischt, der 800 Gramm Kokain mit sich führte.

• Die 57-jährige Juristin und frühere Leiterin der Basler Sozialhilfe Nicole Wagner wird Mitglied der Stiftung Habitat, wo sie die zurücktretende Beatrice Oeri ersetzt. 

• Nachdem im Baselbiet die Initiative zum Ausbau des Hochleistungsstrassennetzes rechtsgültig zustande gekommen ist, hat sich das Initiativekomitee aufgrund der laufenden Arbeiten zu einem allfälligen Gegenvorschlag mit einer Unterbrechung der Behandlungsfrist bis maximal 30. September 2019 einverstanden erklärt.

• Die Baselbieter Apotheken dürfen neu – mit Auflagen – nicht nur Grippe-Impfungen, sondern auch weitere Impfungen und Folge-Impfungen durchführen.

• Ab 9. September ist die Umfahrung Liestal im Bereich des Ergolzviadukts wieder ohne Einschränkungen befahrbar.

• Der Kanton Basel-Stadt rechnet für das Jahr 2018 mit einem Budgetüberschuss von 138 Millionen Franken.

Gottlieb Keller, Mitglied der Konzernleitung und Chefjustitiar der Hoffmann-La Roche, hat in der Deutschen Botschaft in Bern das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten.

• Die Fraktion "Grünes Bündnis" des Bürgergemeinderats Basel nominierte Brigitta Gerber einstimmig für das Amt als Bürgerrätin.

• Den städtebaulichen Wettbewerb zur Bebauung des Felix Platter-Areals in Basel hat das Team Enzmann Fischer Partner AG / Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau GmbH gewonnen.

• Die Gemeinderäte der direkt betroffenen Gemeinden des Leimentals – von Binningen bis Burg – befürworten übereinstimmend den Bau der Tramlinie 17 über den Margarethenstich, da diese einen "klaren Mehrwert" darstelle.

Monique Juillerat, bisher als Mitglied der Geschäftsleitung von "familea" für die externe und interne Kommunikation verantwortlich, wird ab 1. September neue Kommunikations-Verantwortliche der Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion.

• Der Kanton Baselland verkauft das "Chuenimatt-Areal" der Bricks Group AG zur Realisierung des Konzeptes "Tri-innova", das eine schrittweise Entwicklung von unterschiedlich grossen Flächen für Dienstleistungs-, Labor-, Produktionsnutzungen sowie Co-working vorsieht.

Spitex Muttenz schliesst die Pflegewohnung Seminarstrasse per 30. November dieses Jahres.

• Die Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) verkaufen ihren Anteil an der Rheinhafen-Gesellschaft Weil am Rhein an die Stadt Weil am Rhein.

• Das Rote Kreuz Basel eröffnet am 11. August einen neuen Secondhand-Kleiderladen im Kleinbasel, konkret: am Claraplatz.

• Der 47-jährige Ökonom Michael Harr, verheiratet und Vater zweier Kinder, übernimmt ab 1. August die Geschäftsleitung der Pro Senectute beider Basel.

• Die Basler Regierung legte die Abgeltung der Staatsgarantie durch die Basler Kantonalbank (BKB) für die Jahre 2017 bis 2020 auf jährlich 8,8 Millionen Franken fest.

• Mit Datum vom 1. Juli wird die Kunstkommission für das Kunstmuseum Basel vom Rechts-Professor Felix Uhlmann präsidiert, der den langjährigen Vorsitzenden Peter Mosimann ablöst.

• Die Basler Regierung hat der Bau- und Finanzgesellschaft Zum Greifen AG den Zuschlag für Bau und den Betrieb eines neuen Quartierparkings unter dem Landhof-Areal erteilt.

• Die von der UNICEF erst kürzlich rezertifizierte "kinderfreundliche Gemeinde" Riehen gibt ihr Wissen an 40 Bürgermeister aus Südkorea weiter, die die Basler Landgemeinde besuchen.

• Da der Vereinszweck erfüllt sei, hat die Generalversammlung den "Verein Kunschti Eglisee" am 16. Juni mit 30 zu 4 Stimmen aufgelöst.

• Nationalrat Christoph Eymann, der ehemalige Vorsteher des Basler Erziehungsdepartements, wurde als neues Mitglied in den Verwaltungsrat des Karger Verlags gewählt.

• Der Kanton Basel-Stadt führt eine neue, zusammenhängende Fussgängerorientierung ein, mit der sich ortsunkundige Gäste, aber auch Einheimische in Basel künftig durch neue Stadtpläne auf Stelen besser zurechtfinden sollen.

• Die kantonale Volksinitiative "Recht auf Wohnen" wurde mit bisher 3'188 gültigen Stimmen der Basler Staatskanzlei überreicht.

• Der Therwiler Gemeindepräsident Reto Wolf löst kommenden September Elisabeth Schneider-Schneiter im Präsidium der "Starken Region Basel/Nordwestschweiz" ab.

Dominik Prétôt, der frühere CEO von Telebasel, wird per 1. Januar 2018 mit einem 50 Prozent-Pensum neuer Informations-Beauftragter der Römisch-katholischen Landeskirche Baselland.