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"Kubakrise der Zigarrenwelt": Basler Cigarrenbaron Ernst Schneider

Plötzlich war "Davidoff" ein Synonym für Luxus und Ehre

Patron Ernst Schneider wird bald 80jährig: Wie der Zigarrenkonzern Oettinger Davidoff von Basel aus die Luxuswelt eroberte


Von Ruedi Suter


Zwei Einwanderer aus Bayern und aus Russland legten das Fundament für den in Basel vom Juristen Ernst Schneider (80) zum Globalplayer entwickelten Zigarren- und Luxusgüterkonzern Oettinger-Davidoff. In dessen Firmengeschichte spielen clevere Geschäftsleute, Diplomaten und Salonlöwen ebenso eine Rolle wie Diktatoren, Piraten und Revolutionäre. Wer das Sagen hat, kann heute kaum mehr auf die noblen Zigarren und Accessoires aus Basel verzichten.


Der Bursche hat Talent. Bei der Anpreisung, der Vermarktung und im Verkauf seiner Produkte: "Feine Rauchwaren". Der Mann, der damals von Bayern in die an Deutschland und Frankreich grenzende Schweizer Binnenhafenstadt Basel zog, strotzt vor Tatkraft. Mit 27 Jahren eröffnet er im Mai 1875 an der Eisengasse 12 sein eigenes Zigarrenspezialgeschäft unter dem Fernweh weckenden Namen "Habana-Haus". Der 1.70 Meter grosse Herr mit Brille, Schnauz, Spitzbart, Fliege und Bäuchlein heisst Max Oettinger.

Instinktsicher hat der anpassungsfähige Zuzüger in Basel die "Zunftbrüder" als dankbarste Kundschaft ausgemacht. Diesen mit guten Import-Zigarren, "Rauchtabak aus dem Fass", mit Zigarettentabaken "zum Drehen", Pfeifen, Tabaktöpfen, Zigarrenschatullen, Toscani-Scheren und anderen Raucherbedarfsartikeln das Dasein zu verschönern, scheint ihm ein so hehres wie einträgliches Ziel zu sein. Zu Recht.

Schon 1882 gelingt es "Oettingermax, Basel" (Telegrammadresse), im benachbarten Sankt Ludwig, dem heutigen Saint Louis in Frankreich, die erste Zweigniederlassung zu eröffnen. 1883 können sich Qualitätsraucher bei Oettinger bereits mit importierten Havannas, holländischen Zigarren und deutschen KopfZigarren sowie mit ägyptischem und griechischem "Zigarettentobak" eindecken.

Politisierte Angestellte fristlos entlassen

Max Oettinger, der Konkurrenz immer drei Rauchkringel voraus, kommt zur selben Zeit auf die Idee, in den noblen Hotels die Chefs de Service einzuspannen. Diese geben sich fortan Mühe, den ehrenwerten Gästen beizubringen, dass ein feines Essen nicht bereits mit Dessert und Digestif, sondern erst mit einer guten Zigarre als wirklich abgerundet gelten kann.

Kein Wunder, dass das Unternehmen weiter wächst. 1887 steigt der clevere Neu-Basler auch noch in den Export ein - er verschickt Zigarren, Rauchtabak und Zigaretten in alle Welt. Entsprechend seiner Zeit hat Unternehmer Oettinger unzimperliche Vorstellungen über die Arbeitsmoral.

So entnehmen wir seiner "Arbeitsordnung für Angestellte" (1890) Weisungen wie diese: "Die regelmässige Arbeitszeit beträgt 12 Stunden. - Angestellte, die sich politisch betätigen, werden fristlos entlassen. - Als Lektüre wird vor allem die Bibel empfohlen. - Weibliche Angestellte haben sich eines frommen Lebenswandels zu befleissigen. - Ein Angestellter darf sich nicht irren. Wer es dennoch tut, wird entlassen. - Kranke Angestellte erhalten keinen Lohn. - Denken Sie immer dran, dass Sie ihrem Brotgeber Dank schuldig sind. Er ernährt Sie schliesslich! - Wer dem Chef widerspricht, zeigt damit, dass er vor seinem Prinzipal keinen Respekt empfindet! Daraus ergeben sich Konsequenzen."

Von den Speisesälen in die Schützengräben

Allerdings kennt der Patron auch sich selbst gegenüber kein Pardon - Hauptsache, es geht mit dem Geschäft vorwärts. Und das tut es: Um die Jahrhundertwende werden weitere Zigarrenspezialgeschäfte eröffnet - in Basel an der Falknerstrasse, Aeschenvorstadt, Steinenvorstadt und beim Bahnhof. In Zürich an der Bahnhofstrasse, in Interlaken beim Kurhausgarten. Gleichzeitig wird Oettinger Grossist. 1914, beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs, gilt sein Unternehmen als eines der drei angesehensten Tabakhäuser Helvetiens.

Doch der Krieg wirft seine Schatten auch auf das "Havana-Haus" in Basel. Die deutschen und französischen Chefs de Service müssen die Speisesäle mit den Schützengräben tauschen, sie können ihre Schulden nicht mehr bezahlen. Max Oettinger braucht nun Geld und gründet 1920 eine Aktiengesellschaft, die "Max Oettinger A.-G. Basel".

Um seine Kundschaft bei Laune zu halten, greift Oettinger zu Sonderaktionen. Und in die Tasten. Ob der im besten Basler Dialekt verschickte "Sigare"-Werbebrief mit der Anrede "Guete Dag, ainewäg!" von ihm verfasst wurde, darf bezweifelt werden. 1925 schreibt er aber: "Jeder Raucher sucht, und mit Recht, eine möglichst günstige Einkaufsquelle, von wo er seine Rauchwaren, die für ihn eine Extraausgabe bedeuten, im Preise vorteilhaft und qualitativ doch hochwertig, beziehen kann."

Georg Huppuch bringt neuen Wind in die marode Firma

Von den Kriegsfolgen erholt sich die Firma aber nicht mehr richtig. Sie bleibt in der Schuld der Tabakbarone. Kommt hinzu, dass Max Oettinger krank wird. 1924 zieht sich der Meister zurück, 1927 stirbt er. "Mit ihm ging eine markante Persönlichkeit dahin, die nicht nur als Geschäftsmann, sondern auch als Philanthrop in weiten Kreisen bekannt war", steht in einem Nachruf.

1926 schicken die Tabakfabrikanten einen neuen Direktor in die schlingernde Max Oettinger AG. Sein Name: Georg Huppuch. Sein Auftrag: Sanierung. Mit Georg Huppuch tritt die zweite Führungsgeneration der heute weltweit engagierten Oettinger-Davidoff-Gruppe an. Seine Erfahrung, sein analytisches Geschick und seine Wendigkeit lassen ihn den richtigen Kurswechsel vornehmen:

Er stoppt den verlustreichen Import, verkauft die unrentablen Zigarrenfachgeschäfte, konzentriert sich auf den Grosshandel, verlagert den Geschäftssitz an die Basler Nauenstrasse, gründet den Allgemeinen Grossistenverband der Schweiz, übernimmt so die Führung der meisten Tabakbetriebe und gewinnt die Kiosk AG in Bern als enge Partnerin.

Ab Zweiter Weltkrieg konstantes Wachstum bis zum Weltkonzern

Während des Zweiten Weltkrieges - dieser hilft dem Ausbau der Firma - setzt Georg Huppuch seiner erfolgreichen Strategie die Krone auf: Er übernimmt sämtliche Akten und kreiert die Eigenmarke Moba.

1945 ist das Basler Unternehmen eines der bedeutendsten Tabakgrosshandelshäuser der Schweiz. Das Glück will es, dass Georg Huppuch zwei fähige Schwiegersöhne hat, die ihm zur Seite stehen: Harding Joerin (ab 1944) und Dr. Ernst Schneider (ab 1947): Die Max Oettinger AG wird zum soliden Familienunternehmen, das 1961 an die dritte Generation geht. Das Steuer der Firma Oettinger übernimmt nun Dr. Ernst Schneider, ein Basler mit Freude am Sport. Unter seiner Aegide mausert sich die Firma bis Ende des 20. Jahrhundert Schritt für Schritt zum ersten Weltunternehmen für Luxusgüter. Der Schweizer Jurist verfügt über die richtige Mischung aus Intuition, Menschenverstand, Sachkenntnis, Flexibilität und Glück.

Ernst Schneiders Lehrzeit des Schreckens in Konzentrationslagern

Als junger Delegierter des Schweizer Roten Kreuzes lernte er bei Hilfseinsätzen in den Konzentrationslagern Dachau und Birkenau früh die schrecklichsten Seiten menschlicher Existenz kennen: "Das was die bei weitem wichtigste Erfahrung in meinem Leben. Sie lehrte mich, bescheiden und dankbar zu sein. Und sie überzeugte mich, dass solche Dinge bekämpft werden müssen", erklärte Schneider gegenüber einem amerikanischen Journalisten. Die Folgen menschlicher Destruktivität lernte der Schweizer später auch als Angehöriger des diplomatischen Korps im Japan der Nachkriegszeit kennen.

Wer Schlimmes sah, der weiss Schönes oft besser zu geniessen, weiss Wichtiges besser von Unwichtigem zu unterscheiden. Etwas vom wichtigsten, versichert Schneider gegenüber OnlineReports, sei ihm immer schon die Offenheit und Harmonie zwischen den ihm nahestehenden Menschen gewesen, seien es nun Familienmitglieder, Mitarbeitende oder Kunden und Kundinnen.

Als ein Generationskonflikt ausbricht und die Harmonie bei der Max Oettinger AG weg ist, verabschiedet sich Ernst Schneider (E.S) nach Genf. Dort sammelt er bei der Laurens S.A. als Direktor (1956-1961) internationale Erfahrungen für den späteren Ausbau der Oettinger-Gruppe.

Russland-Flüchtling Zino Davidoff trifft Schneider und bedient Lenin

Doch die Zeit am Genfersee lässt auch eine Kundenbeziehung zur schicksalhaften Männerfreundschaft werden. Schneider lernt als Oettinger-Vertreter den bekannten Zigarrenhändler Zino Davidoff kennen. Dessen Vater Henri musste mit seiner jüdischen Familie aus Russland fliehen. Er kam fast mittellos in die Rohnestadt und eröffnete einen Zigarrenladen. Die ganze Familie half mit, um neben Genfern auch Exilrussen wie den Revolutionär Wladimir Iljitsch Lenin zu bedienen.

Dann wurde der Laden von Sohn Zino übernommen. Dieser ist ein gewiefter Zigarrenhändler ("In Zino veritas!"), mit dem der ebenso hart kalkulierende Basler keine grossen Geschäfte macht. Aber man respektiert sich - und wird zu lebenslangen Freunden.

Ernst Schneider: "Zinos enorme Stärke war, dass er allen das Gefühl gab, man kenne sich schon lange. Einmal kam ein amerikanisches Ehepaar in sein Zigarrengeschäft. Der Gatte jammerte: Meine Frau verbietet mir das Rauchen! Davidoffs heitere Antwort: Kein Problem - wechseln Sie die Frau! Auch die Gattin musste lachen - Zino war ein wunderbarer Charmeur."

Auf dem Höhepunkt seiner Karriere bietet Russlandflüchtling Davidoff 1970 allen seine Goldgrube an. Wer für den Tabakladen an der Rue Rive 2, Geneve, 4 Millionen Schweizer Franken hinblättert, kann ihn haben. Niemand blättert - ausser ein Dokteur Schneider aus Basel, Direktor der Oettinger-Gruppe.

"Jetzt spinnt er, der Schneider"

Der waghalsige Käufer erinnert sich schmunzelnd: "Alle sagten: Jetzt spinnt er, der Schneider! Für ein Detailgeschäft diese horrende Summe zu zahlen! Doch ich wollte unbedingt eine eigene Marke und diese weltweit zum Begriff machen. So verpflichtete ich Zino mit seinem Charisma und seinem klingenden Namen für drei Jahre als Ambassador. Ich aber blieb im Hintergrund. Für den Aufbau und die Konsolidierung unseres internationalen Distributionssystems war das ein guter Entscheid. Zino Davidoff wurde unser bester Botschafter. Und er blieb es bis 87jährig, bis kurz vor seinem Tod im Jahre 1994. Nachher ging das grosse Rätselraten los: Was passiert jetzt mit dem Geschäft? Ich beruhigte die Leute so: '25 Jahre lang habe ich mit Zino Davidoff geübt - da dürfte ich vielleicht etwas gelernt haben'."

In Tat und Wahrheit setzt Ernst Schneider einfach die Umsetzung seines Konzepts fort: "Kontinuierlicher Ausbau der Luxusmarke Davidoff mit fairen Preisen und qualitativ kompromisslosen Bestprodukten über ein ausgesuchtes Verteilernetz aus eigenen, exakt instruierten Firmen und Agenten."

Dabei kommen dem Kosmopoliten E.S. weitere Wesenszüge zugute: Die Fähigkeit zu echten Freundschaften, italienischer Familiensinn, englischer Humor, baslerisches Unterstatement, schweizerische Hartnäckigkeit, deutsche Gründlichkeit, lateinisches Savoir-vivre und die Härte eines japanischen Samurai, wenn es um die Verteidigung der Firmeninteressen geht.

Basler Revolution gegen Fidel Castro

Diese bekommen als erste die kubanischen Partner und Zigarrenlieferanten des marktfremden Regimes von Fidel Castro zu spüren. Sie lieferten dank der persönlichen Freundschaft zwischen dem Havannas rauchenden Berufsrevolutionär Fidel Castro und dem pfiffigen Tabakguru Zino Davidoff jahrelang die begehrten Havanna-Zigarren mit dem kubanischen Spitzentabak.

Doch 1989 ruft El Suizo Ernesto Schneider seine eigene Revolution aus: Er kündigt im Beisein seines langjährigen Weggefährten und Freundes Georges Schelker den Kubanern nach einigem Hin und Her die Zusammenarbeit auf. Medienwirksam lässt E.S. in der Basler Kehrrichtsverbrennungsanlage volle Zigarrenkisten aus Kuba in Flammen aufgehen. Weshalb? Los Cubanos lieferten nicht mehr die gewünschte Qualität und versuchten überdies ultimativ, in einem Joint Venture 51 Prozent der devisenträchtigen kubanischen Tochtergesellschaften der Oettinger-Davidoff-Gruppe an sich zu bringen.

"Kommt überhaupt nicht in Frage!" sei es am Verhandlungstisch in Basel aus dem sich erpresst fühlenden E.S. hervorgebrochen, erinnert sich Georges Schelker, heute Mitglied des Verwaltungsratsausschusses der Oettinger-Davidoff-Gruppe. Nach der von den Kubanern dann schleunig abgebrochenen Sitzung habe E.S. laut loslachen müssen. Aus Nervosität? Oder aus Erleichterung? Georges Schelker, der E.S. seit 27 Jahren zur Seite steht, meint, dass bei gewichtigen Geschäftsproblemen der zumeist leger wirkende Chef trotz seiner spontanen Entscheide innerlich oft sehr mit sich ringt. Und einen zornigen E.S. habe er höchstens dreimal erlebt: "Aber sonst verliert dieser Mensch einfach seine Ruhe nicht."

Santa Domingo löst die "Kubakrise der Zigarrenwelt"

Der Bruch mit Castros Kuba ist für die Oettinger-Davidoff-Gruppe eine riskante Angelegenheit. Viele prophezeien, das Basler Zigarrenunternehmen werde in den kubanischen Gewässern absaufen. Denn welches Kraut soll jetzt den in seinem Geschmack einzigartigen Kuba-Tabak ersetzen? Die Antwort aber hat sich E.S. listig bereits liefern lassen.

Auch sie liegt in der Karibik - in der Dominikanischen Republik. Dort hat ein Tabakfachmann und Besitzer einer kleinen Zigarrenfabrik mit qualitativ hochstehenden Produkten und gewissenhafter Zusammenarbeit zuvor schon die Aufmerksamkeit der Basler Tabakspezialisten auf sich gezogen: Hendrik Kelner, ein begnadeter Nachfahre holländischer Tabakhändler.

Mit ihm hatte man eben die Marke Griffin's entwickelt und erfolgreich auf dem europäischen Markt getestet. Die "Kubakrise der Zigarrenwelt" ist gelöst: Hendrik Kelner, einer der weltbesten Zigarrenhersteller, wird zum neuen Joint-Venture-Partner der Oettinger-Davidoff-Gruppe.

Der neue Mann in Santa Domingo kann zwar aus den anders beschaffenen Böden der Insel keinen Kuba-Tabak zaubern, doch vermag auch er der tropischen Erde erstklassige Tabakpflanzen abzugewinnen. Zudem beherrschen er und sein Team die seltene Gabe des Tabakmischens.

"Kuba-Schock" mit Kunst des Mischens aufgefangen

"Das Mischen kann nicht einfach erlernt werden - es braucht eine spezielle Begabung dazu", lernte der Basler Zigarrenbaron E.S. bei seinen zahlreichen Besuchen auf der Tropeninsel. Und: "Die Kunst des Mischens ist heute unsere Stärke. Im Gegensatz zu früher produzieren wir nun verschiedene Zigarren: leichtere, stärkere und - wie in Kuba - kräftige Zigarren."

Die Auftraggeber aus dem Alpenland machten die Dominikanische Republik mit einem Produktionsvolumen von rund 50 Prozent unterdessen zur grössten Zigarrenproduzentin der Karibik. Und mit drei eigenen Fabriken, 120 Vertragsfarmen sowie 22 Millionen Zigarren bestreitet die Basler Gruppe bereits 12 Prozent des dominikanischen Marktes.

Vergleicht Zigarrenliebhaber Schneider die traditionelle HavannaZigarre mit der modernen Davidoff-Zigarre, schwärmt er: "Die Havanna ist wie der Burgunder-Wein - gemacht aus einer Traubensorte. Die Davidoff hingegen ist wie der Bordeaux-Wein - komponiert aus drei verschiedenen Traubenarten, die geschickt gemischt wurden. Wir haben mit den leichteren und feineren dominikanischen Tabaken vor allem Jüngere gewonnen, die nicht die kräftigen Zigarren aus Kuba rauchen wollten."

Piraten wollen das Luxusmarken-Flaggschiff Davidoff entern

Mit dem Sprung von Kuba nach Santa Domingo katapultiert sich der Schweizer Zigarrenkonzern endgültig und für die Konkurrenz unerreichbar in die hehren Höhen des Luxussegments der Premium-Tabake. Dass das dominikanische Rauchkraut derart Furore machen würde, hätte sich ein gewisser Rodrigo de Jerez wohl nie träumen lassen. Der Gefährte des Seefahrers Kolumbus gilt als der europäische Entdecker der Indianerspezialität Zigarre. Seine Erste rauchte er am 28. Oktober 1492 - in Santa Domingo.

Vieles hat sich seither geändert. Anderes nicht. Zum Beispiel die Piraten, die den Handel unsicher machen. Sie versuchen auch immer wieder das Luxusmarken-Flaggschiff Davidoff zu entern und seines Namens zu berauben. Markenschutz hin oder her. Dass damit bei der Frohnatur des Davidoff-Kapitäns E.S. der Samurai-Instinkt und Jurist geweckt wird, wollen die Markenpiraten nicht wahrhaben.

Ihr Pech: Die Anwälte der Oettinger-Davidoff-Gruppe wehren sich mit 32 Prozessen für die globale Anerkennung und gegen den Missbrauch der Marke Davidoff. Alle werden gewonnen, selbst ein 20 Jahre dauerndes Verfahren in Brasilien. Heute wagen sich Billignachahmer nicht mehr an den magischen Davidoff-Schriftzug - das Luxus-Label ist weltweit anerkannt und abgesichert.

Zigarren heimlich gegen Marihuana-Joints ausgetauscht?

"Hätte ich keine Prozesse geführt, wäre die Marke längst schon kaputt", begründet Ernst Schneider seine Verteidigungsstrategie. Diese beschränkt sich aber keineswegs nur auf die Gerichtssäle. Denn die Angreifer zwingen die Oettinger-Davidoff-Gruppe in der Hochkonjunktur der 80er Jahre auch zur Diversifizierung über Lizenznehmer sowie zum Einstieg in bislang unangetastete Gefilde, welche - einmal abgesehen vom Geldverdienen, Luxus und Genuss - mit dem Tabakbusiness rein nichts zu tun haben.

Jurist Schneider: "Wir mussten in neue Produktesegmente einsteigen. Denn wird eine geschützte Marke für ein bestimmtes Produkt während fünf Jahren nicht benutzt, geht der Markenschutz wieder verloren." Also gehen E.S. und sein eingeschworener Mitarbeiterstab in die Offensive.

Sofort tuscheln Fachleute hinter vorgehaltener Hand, E.S. habe seine geliebten Davidoffs wohl heimlich gegen Marihuana-Joints eingetauscht und seinen Verstand nicht mehr entnebeln können. Wie sonst ist es zu erklären, dass sich sein Tabakkonzern nun plötzlich für Duftwässerchen interessiert?

Behutsame Expansion in rauchfreie Genusszonen

Eine der Antworten steht seit 1988 weltweit in unzählbaren Badezimmern, lässt Männer verführerisch riechen und Frauen verblüffend schnell ihre Zurückhaltung ablegen. Der Zauberduft aus dem Hause Oettinger-Davidoff heisst "Davidoff Cool Water Man" und gilt seit über zehn Jahren als das am meisten verkaufte Herrenparfum der Erde. Sein Schöpfer ist Pierre Bourdan, ein unabhängiger Parfumeur, Freund und Vertrauensmann von E.S.. Ein weiterer Freund, Herbert Frommen, entwickelte in Zusammenarbeit mit Lancaster, die gesamte "Cool Water-Linie".

Sie wird 1996 als ausgleichende Gerechtigkeit und zum Entzücken der Damenwelt mit "Cool Water Woman" ergänzt. Es folgen 1998 die Herrenlinie "Davidoff Good Life", 1999 die "Good Life for Woman" - alle betörend erfolgreich. Hochwillkommener Nebeneffekt dieser ersten branchenfremden Diversifikation: Das Label Davidoff entzückt nun sogar Nichtrauchende - und jüngere Menschen.

Die Expansion und Diversifizierung über ausgesuchte Lizenznehmer in vorab rauchfreie Genusszonen wird so behutsam wie entschlossen fortgesetzt. Stets nach der Maxime: Nur das Beste ist gerade recht. Die wachsende Davidoff-Kundschaft verdankt diese Qualitätsphilosophie mit Vertrauen.

"Wir scheuen keine Mühe - nur Kosten!"

Und sie kauft, zum Beispiel: den Davidoff Cognac Extra, gelagert von Hennessy; die Davidoff-Korrektur- und Sonnenbrillen, hergestellt von Menred; die Davidoff-Kleinlederwaren, gefertigt vom italienischen Traditionshaus Omas; die Davidoff-Cigaretten, geliefert von der Firma Reemtsma; die luxuriösen Davidoff-Schreibgeräte und die modischen Krawatten; die Davidoff-Süsswaren und den Davidoff-Kaffee.

Neben Produktion, Import, Export und dem Gross- und Einzelhandel wird das Lizenzbusiness für die heute horizontal und vertikal gut diversifizierte Basler Luxusgüter-Gruppe zu einem wichtigen Pfeiler. Verwaltungsratspräsident E.S. zufrieden: "Eigentlich brauchen wir nicht mehr zu diversifizieren. Ich gehe jetzt nur noch in Sparten, die mir Freude machen - in Bereiche, die dem Genuss dienen."

Erfolg führt oft zu Übermut. Doch dagegen scheint die Oettinger-Davidoff-Gruppe - nach wie vor zu 100 Prozent ein Familienunternehmen, immer noch gefeit zu sein. Flops und Fehlinvestitionen werden mit einer trittsicheren Vorwärtsstrategie umgangen. Patron E.S. freut sich, wenn ihn Journalisten einen "puritanisch-sparsamen Unternehmer" nennen: "Wir scheuen keine Mühe - nur Kosten!"

Erfunden und entwickelt wird im eigenen Haus

Entsprechend unscheinbar und zweckmässig ist auch das Hauptquartier an der Nauenstrasse 73 in Basel eingerichtet. Hier wirken in einer für einen Globalplayer ungewohnten Atmosphäre des Vertrauens auch die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ohne deren Fachkenntnisse, Kreativität und Einsatz der globale Siegeszug der Luxusmarke Davidoff nicht möglich gewesen wäre.

"Zirka 80 Prozent der Ideen, die wir haben, kommen von uns hausintern", verrät Kreativmanager René Hollenstein. Die Erfindungen aus dem Hause Oettinger-Davidoff im Bereich intelligenter Accessoires sind für Liebhaber dank Funktion, Exklusivität und Design unwiderstehlich. Nur Davidoff-Forschern ist es bislang gelungen, einen zuverlässigen Humidor zu entwickeln, der situativ Feuchtigkeit automatisch aufnimmt - oder abgibt.

Und Davidoff-Denker haben - über eine Dekade nach der Entwicklung des berühmten Zigarren-Doppelschneiders "Zino-Cutter" - einmal radikal umgedacht: Nun können, pünktlich zum Jubiläumsjahr, speziell die eigenen Zigarrenmarken wie Davidoff, Zino, The Griffin's, Private Stock und Avo auf eine völlig neue Art geschnitten werden - sofern man bei Davidoff den neuen, revolutionären "Rundcutter" erworben hat...

Weltweit Brotgeber für 2'500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Eben weil auch auf jeder Ebene mitgedacht und dank des guten Arbeitsklimas entsprechend mitgemacht wird, meint die Zentrale, konnte sich das einstige Kleinunternehmen Oettinger von der Schweiz aus über Westeuropa, den Mittleren Osten, Asien, Nordamerika und nun auch Südamerika ausbreiten.

Das Familienunternehmen ist kontinuierlich gewachsen, ohne harte Rückschläge. Wo sich Veränderungen aufdrängen, wird gehandelt. So hat die Gruppe nach dem Wegfall des Grosskunden Kiosk AG (für Oettinger 260 Mio. Franken Umsatz) ihren Grosshandelsbereich im bestehenden Logistikzentrum in Oberentfelden (AG) konzentriert. Seit 1. Januar kümmert sich die Contadis AG mit rund 140 Mitarbeidenden um den Grosshandel und die Belieferung von 7000 Handelspartnern in der Schweiz. Mit natürlichen Abgängen, Jobvermittlungen innerhalb des Konzerns (29 Personen) musste fünf Personen gekündigt werden, denen "eine grosszügige Auslegung der Kündigungsfristen" versprochen wurde.

Die Gruppe sei aber nach wie vor in Topform, heisst es aus der Zentrale mit einem Hinweis auf den "unberechenbaren Weltmarkt, wo Abertausende von Menschen durch fragwürdige Firmenstrategien und Fusionen ihren Broterwerb verlieren".

Rund 2'500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt die Oettinger-Davidoff-Gruppe heute weltweit. 600 davon arbeiten in der Schweiz, 1'650 in der Dominikanischen Republik und 350 im übrigen Ausland. Sie wirken in zahlreichen Gesellschaften unter selbstständigen Führungen und Direktionen, die nur eine eiserne Vorgabe haben - den von der Basler Zentrale vorgegebenen Gesamtzielen zu folgen.

Strenge Vorgaben aus der Basler Konzernzentrale

Was der Verwaltungsrat mit Präsident Ernst Schneider, Georges Schelker, P. Andreas Joerin in Abstimmung mit der Konzernleitung unter dem Vorsitz von Reto Cina beschliessen, ist im Namen des Firmenslogans "Davidoff, the Good Live" ein in jeder Beziehung zu erfüllendes Gebot:

Und zwar für die eigenen Vertriebsgesellschaften in der Schweiz, in Deutschland, Grossbritannien, Frankreich, Belgien, in den USA und die Agenten in den übrigen Ländern ebenso wie für die weltweit aufgebauten 42 Davidoff-Shops, den Duty-Free-Bereich oder die unter Vertrag stehenden 480 Davidoff-Depositäre. Wer an der Verkaufsfront dient - Depositäre ebenso wie die 1'700 von der Gruppe belieferten erstklassigen Hotels und Restaurants - muss den Davidoff-Nimbus aus Kompetenz, Qualität und Luxusambiente ausstrahlen können.

Hierzu gehört auch eine gute Geschäftslage, ein repräsentatives Interieur, die strikte Einhaltung der Preisvorgaben durch die Basler Zentrale sowie geschultes Fachpersonal. Diesem muss es beispielsweise ein heiliges Anliegen sein, die kostbaren Zigarren bei konstanter Frischluftzufuhr und einer Luftfeuchtigkeit von exakt 72 Prozent sowie einer Temperatur von 18 bis 20 Grad aufzubewahren. Solches und mehr wird rigoros geprüft, bevor ein Depositär die Weihe des Oettinger-Davidoff-Sortiments empfangen darf.

In der Familie ist der Börsengang kein Thema

Dem Basler Konzern fährt diese Disziplin hohes Ansehen und satte Gewinne ein. 1999 erzielte das in bereits über 100 Ländern verankerte Weltunternehmen einen Jahresumsatz von 991 Millionen Schweizer Franken: Mit Tabakwaren, Raucheraccessoires und Süsswaren; 995 Millionen mit Zigaretten und 455 Millionen mit den Lizenzprodukten.

"Heute", sagt E.S. - und blitzt da unter seinen buschigen Augenbrauen nicht doch so etwas wie Stolz auf? - "heute ist die Oettinger-Davidoff-Gruppe im Tabakluxus-Segment der globale Marktleader. Wir wollen die Nummer 1 bleiben und unsere Spitzenposition mit unserer ganzheitlichen Good-Life-Philosophie Tag für Tag verteidigen und ausbauen."

Anders gesagt: Was sich bewährt hat, solle sich weiter bewähren. So werde die Oettinger-Davidoff-Unternehmehnensgruppe weiterhin eine Familien-Aktiengesellschaft bleiben und sich von der Börse fernhalten. Sie werde weiterhin mit Bedacht an erster Stelle das Tabakgeschäft pflegen, dann in genussorientierte Branchen expandieren, der Qualität huldigen, und "Davidoff, diesem magischen Begriff, alle Sorge tragen".

Vielleicht, lässt Zigarrenbaron Schneider durchblicken, werde Oettinger-Davidoff eines Tages gar nach Kuba zurückkehren, um ihrer Kundschaft ein kleines Sortiment Davidoff-Havannas anbieten zu können. Ganz nach dem Motto: "Wir pflegen die Tradition - und setzen neue Massstäbe." Dem entsprechend würden die Havannas wieder nach der 1947 entstandenen Château-Serie angeboten. Mit den klingenden Namen der fünf Premier Grand Cru Classé des Bordeaux: Château Rothschild, Château Lafite, Château Haut Brion, Château Margaux und Château Latour.

"Weil ich dann 100 werde!"

Was aber ist, wenn sich der heute nun 80jährige Firmenlenker E.S. vielleicht doch einmal zur Ruhe setzen will? Wenn wundert's, dass der Mann längst schon auch seine Nachfolge geregelt hat: Bis eines der jungen Familienmitglieder das unerlässliche Rüstzeug mit dem nötigen Gespür und Talent unter Beweis stellt, wird die Geschäftsführung von einem Vollprofi überbrückt: Generaldirektor Dr. Reto Cina.

Der nüchterne Rechner bildet zusammen mit dem Meister der strategischen Flexibilität, E.S., seit 1997 ein für die Konkurrenz geradezu unheimliches Erfolgs-Duo. Dies werde "selbstverständlich bis ins Jahr 2022" so bleiben, versichert Ernst Schneider ernst. Wie bitte? Der Samurai lässt sich Zeit für die Antwort, zieht genussvoll an seiner Davidoff Nr. 2. und lässt den Rauch sachte und symbolisch zum Himmel steigen: "Weil ich dann 100 werde!"

31. Januar 2001

Weiterführende Links:


Zigarenbaron, Genussmensch und Strahlemann

Intimes vom Zigarrenhändler Ernst Schneider über den Geniesser Ernesto S. und sein Flair für schöne Geschäfte

Als ein Charmeur der alten Schule weckt Oettinger-Davidoff-Chef Ernst Schneider schnell Sympathien. Stets freundlich, stets lächelnd und nie um einen Spruch verlegen, zieht er seine Umwelt in den Bann, ohne dabei anbiedernd zu wirken oder gar das berühmte Basler Understatement zu opfern. Hier eine aufschlussreiche Kostprobe, bei der sich "Ernesto" S. als Geniesser bekennt: "Ich davidoffe, also bin ich!"

Seniorenmüdigkeit scheint der Basler Ernst Schneider, der am kommenden 13. März 80 Jahre alt wird, keine zu spüren. Der einstige Kommandant einer Maschinengewehr-Schützenkompagnie pendelt immer noch regelmässig zwischen Grossbasel und den karibischen Tabakpflanzungen hin und her, bezwingt innert zwei Stunden Jetlags und steuert sein Unternehmen wie die Familie, die Tennisbälle und den dunklen Cadillac - umsichtig und gelassen.

Als langjährige, diskrete Stütze steht dem geschäftstüchtigen Juristen und ehemaligen Rotkreuz-Delegierten Gattin Annemarie zur Seite. Sie sagt dem in der Öffentlichkeit zumeist als Strahlemann mit "Cigarre" auftretenden Gatten auch schon mal die Meinung. Und dieser soll sogar zuhören. "Ernesto", wie ihn seine Freunde nennen, ist zweifelsfrei auch ein schlauer Werber und Selbstdarsteller. Eine Zigarre ist für ihn immer noch die gute alte "Cigarre" - mit dem C als Anfangsbuchstaben.

Seine Sprüche und Bonmots im Dienste der Produkte sind exakt dosierte und augenzwinkernde Bekenntnisse eines Menschen, der mit Glück, Witz und Geschick seine Geschäfte machte. Als aussagekräftige Kostprobe publiziert OnlineReports.ch Schneiders hier folgendes Editorial für die 2000 nur an Freunde verteilte Jubiläumsschrift "125 Jahre Oettinger-Davidoff-Gruppe". Der Titel:

"Eine Hommage an den Genuss"

"Ich geniesse, also bin ich. In der Hoffnung, man verzeihe mir diese notwendige Abwandlung der gewichtigen Erkenntnis des französischen Philosophen Descartes, möchte ich in aller Bescheidenheit hinzufügen, dass ich hin und wieder auch etwas denke. Jedoch wenn immer möglich nur vor oder nach dem Genuss, egal welcher Art auch immer.

Die wahre Kunst des Geniessens liegt ja darin, sich Zeit zu geben und sich ohne störende Gedanken dem Genuss - und damit der schönsten Seite des Lebens - hinzugeben.

Dies gelingt aber nur, wenn Mass gehalten wird. Es sollte nichts übertrieben werden. Wenn wir zu viel essen, schadet es. Wenn wir zu viel trinken, schadet es. Und wenn wir zu viel rauchen, schadet es eben auch. Kurzum: Genuss und Mass brauchen einander wie Cigarre und Feuer!

"Durch meine Frau das Dritte geniessen gelernt"

Ich gestehe, in jungen Jahren wenig von Genuss verstanden zu haben. Ich war vor allem ein begeisterter Sportler. So habe ich bis 25 nicht geraucht, keinen Alkohol getrunken und erst durch meine Frau das Dritte geniessen gelernt.

Unterdessen habe ich mich auch zum robusten Genussraucher entwickelt. Zunächst mit Zino Davidoffs unbeabsichtigter Hilfe: Wie Churchill rauchte Davidoff, der erste König der Cigarrenwelt, seine teuren Cigarren nur zur Hälfte. Ich rauchte sie ihm als Freund und Partner regelmässig fertig, aus lauter Sparsamkeit.

Und heute? Um als Morgenmuffel auf Touren zu kommen, rauche ich jeden Morgen zu meinem Espresso eine Davidoff Nr. 2. Erst dann beginne ich zu leben - und mich auf die nächsten vier Cigarren des Tages zu freuen.

"Handelt einander zuliebe!"

Freunde behaupten zwar, ich sei ein unverbesserlicher Schaffer. Einer, der jetzt 80 ist und in über 30 Jahren die feine aber kleine Cigarrenhandlung von Zino Davidoff in Genf für 4 Millionen Franken erwarb und zu einem weltumspannenden Unternehmen mit über 2,2 Milliarden Franken Jahresumsatz ausbaute, der könne sich doch jetzt endlich einmal zur Ruhe setzen, meinen sie.

Das mag ja stimmen. Ich bin aber auch ein unheilbarer Genussmensch. Ich geniesse sogar die Arbeit! Ich geniesse die gute Stimmung in der Firma, und natürlich geniesse ich auch die Herausforderung, den Erfolg und das Glück, das mir oft gewogen ist. Doch Genuss ohne Harmonie gerät schnell einmal zum Verdruss.

Entsprechend lautet mein Führungsprinzip für die heute in 90 Ländern präsente Oettinger-Davidoff-Gruppe: Handelt einander zuliebe - und nicht einander zuleide! Ein klarer Leitsatz, auf den der Erfolg der Oettinger-Davidoff-Gruppe zurückzuführen ist. Einfach deshalb, weil er uns Menschen im Mittelpunkt lässt. Wer dies in meiner Firmengruppe nicht akzeptiert, der raucht das falsche Kraut hat keine Bleibe.

"Ich bin kein Patriarch mit Dickbauch"

Denn Harmonie in der Firma ist für mich etwas vom Wichtigsten. Immerhin sind wir eine grosse Familie im Dienste der Verbreitung lebensbereichernder Freuden. Dementsprechend muss ein erfolgreiches Familienunternehmen auch geführt werden: friedlich, grosszügig und rücksichtsvoll. Das macht sich bezahlt.

Viele meiner Führungskräfte sind zwanzig und mehr Jahre dabei. Ich bin keiner dieser Patriarchen mit Dickbauch, Zylinder und Cigarre. Ich bin nur der Paterfamilias mit Cigarre. Ich schaue zu meinen Leuten. Sie sind für mich weit wichtiger als jeder Shareholder-Value. Deshalb gehen wir auch nicht an die Börse.

Wir geniessen die Unabhängigkeit. Wir bleiben ein Familienunternehmen. Und wir werden auch in Zukunft nie mehr Geld ausgeben, als wir in der Kasse haben. Auch Schulden verderben die Lust am Genuss.

"Ich brauche nur meine Davidoff"

Zugegeben, die weite Welt der Cigarren ist meine Leidenschaft. Ich habe das Glück, dass mein Beruf gleichzeitig mein Hobby und meine Lebensphilosophie ist. Klar, dass ich auch dies geniesse. Ich behaupte aber auch: Wer wirklich Erfolg im Geschäft mit erstklassigen Luxusgütern haben möchte, der kommt gar nicht aus ohne die Gabe des Geniessens.

Ein Beispiel: Wenn ich mich dem entspannenden Duft einer Davidoff-Cigarre hingebe, finde ich meine innere Ruhe wieder. Sie ist das Allerwichtigste. Für das seelische Gleichgewicht, für das körperliche Wohlbefinden und natürlich für alle wichtigen Entscheidungen, die ich in der Regel sehr intuitiv treffe. Andere Unternehmer brauchen ihre Meditation, ich meine Davidoff.

In meinem Leben habe ich so die drei besten Entscheidungen getroffen: Annemarie zu heiraten, in Genf Zino Davidoff das Geschäft abzukaufen und die Cigarren-Herstellung vom qualitativ nachlassenden Kuba nach Santo Domingo zu verlegen.

"Als Gesundheitsminister würde ich..."

Im Verlaufe meiner letzten 50 Jahre persönlichen Cigarrengenusses hatte ich auch einige andere Beschlüsse zu fassen. Gewiss, einige waren eher unangenehm. So haben wir weltweit 32 Prozesse gegen den Missbrauch unseres Markennamens führen müssen. Ein nervenaufreibender Kampf gegen die überall lauernden Marken-Piraten.

Doch diese haben alle Prozesse verloren. Vielleicht fehlte ihnen jene entscheidende Gelassenheit, die mir mein tägliches Cigarrenvergnügen beschert. Genuss mit Mass und zur rechten Zeit scheint mir auch das beste Mittel gegen Stresskrankheiten zu sein. Wäre ich Gesundheitsminister, würde ich die Kosten schnell gesenkt haben:

Jedem Stresskranken alle drei Tage eine Cigarre - und die Gestressten würden die heilende Technik des Relaxens lernen. Diese hielt mich immer fit, bewahrte meinen Humor - und stählte mich gegen die unfreundlichen Annäherungsversuche von Marken-Räubern und anderen Spitzbuben.

"Man muss sich wehren können"

Denn eines ist sicher: Hätte ich mich nicht gegen solche Angriffe zur Wehr gesetzt, hätten wir nicht aus der Not eine Tugend gemacht und des Marken-Diebstahls wegen mit Diversifikationen begonnen und zum Beispiel eine so erfolgreiche Kosmetiklinie wie Cool Water aufgebaut, wäre die Marke Davidoff jetzt nur noch Schall und Rauch - und nicht eine der weltbesten Labels in der Kategorie der Luxusgüter.

Dies freut mich natürlich. Mit dem absolut verpflichtenden Firmenslogan "Davidoff, The Good Life" wird heute über unser ausgeklügeltes Vertriebssystem weltweit auf das Schöne im Leben aufmerksam gemacht. Gutes Leben, Schönheit und Genussfreude können allerdings nur durch eine erstklassige Qualität bei Rohstoff, Produktion, Vertrieb und Verkauf garantiert werden.

So können heute unsere insgesamt 2'500 Mitarbeitenden in aller Ruhe sagen: "Wir sind im Premium-Tabaksegment und der obersten Luxus-Kategorie weltweit die Nummer Eins." Ich ergänze: Das wollen wir auch bleiben!

"Süchte sind die ärgsten Feinde des Genusses"

Und dies trotz dem lauten Schimpfen all jener Bedauernswerten, die den tieferen Sinn des Cigarrenrauchens (noch) nicht erfasst haben und leichtfertig das Schmauchen einer Davidoff zur Hölle wünschen. Auch ihnen möchte ich keine Antwort schuldig bleiben und sie - nachdem ich einen gemütlichen Rauchring zur Decke entlassen habe - in aller Freundschaft besänftigen: Eine Cigarre beruhigt und schafft tolerante Leute.

Beim Cigarrenrauchen wird nicht inhaliert. Das überlegte Rauchen einer Cigarre bringt den Menschen zu sich selbst zurück, kann ihn also nicht zur Sucht verführen. Süchte sind die ärgsten Feinde eines jeden Genusses. Darum empfehlen wir unserer werten Kundschaft: Essen Sie weniger, aber das Beste. Trinken Sie weniger, aber das Beste. Rauchen Sie weniger, aber Davidoff!

Wahre Cigarrenrauchende sind ja Gentlemen und Gentlewomen, die sich zum Beispiel nach einem feinen Mahl in die Bar zurückziehen, um noch essende Gourmets nicht zu stören. Überdies erfordert eine Qualitätscigarre immer die volle Aufmerksamkeit.

"Descartes wurde mit zu früher Geburt gestraft"

Ja, eine edle Davidoff ist wie eine schöne Frau: Wenn man sich nicht um sie kümmert, löscht sie ab. Wer als überzeugter Cigarrenraucher handelt, ist mit grosser Wahrscheinlichkeit auch ein einfühlsamer, sozialer und ausgeglichener Mensch - ein echter Homo Davidoff also.

Lassen Sie mich dieses gewiss sehr persönlichen Aussagen mit einem verwegenen Gedanken schliessen: Mit unserem Slogan "Davidoff, the Good Life" ist der Begriff "Davidoff" auf dem besten Weg, zum Synonym für "Genuss" zu werden. Und dies in unzähligen Sprachen. Wer den klangvollen Namen Davidoff hört, assoziiert jetzt schon fast zwingend die Kunst des Geniessens.

Schade nur, dass Monsieur Descartes mit einer zu frühen Geburt gestraft wurde. Seine Erkenntnis, "cogito ergo sum", hätte heute bestimmt anders gelautet. Vielleicht so wie meine Erkenntnis lautet: Ich davidoffe, also bin ich." r.s.

Der Reichtum des Ernst Schneider

Noch jeden Tag geht der demnächst 80jährige Ernst Schneider seiner Arbeit als Verwaltungsratspräsident und -delegierter nach. "Ich geniesse, also bin ich", schreibt er launig in der letzten Sommer erschienenen Publikation zum 125-Jahr-Jubiläum der Oettinger-Davidoff-Gruppe.

Vertrauten gegenüber offenbarte der Patron ein überlegenes Lächeln, als ihn "bilanz" letztes Jahr in ihrer Ausgabe über die 300 reichsten Schweizer in die Kategorie "600 bis 700 Millionen" einstufte. Nunmehr ist eine Aktualisierung in den Bereich von 700 bis 800 Millionen fällig, die der von ihm aufgebaute Tabakkonzern um die Nobel-Zigarrenmarke Davidoff Wert ist.

Durch seine Frau Annemarie Huppuch und ihren Vater war der Jurist Ernst Schneider ins Tabakgeschäft gekommen. Das traditionelle Zigarrengeschäft mit 2'200 Mitarbeitern und einem weltweiten Umsatz von 2,2 Milliarden Franken in 120 Ländern 48 Davidoff-Shops, 420 Depositären und 1'500 Top-Hotels gehört den drei Familien Ernst Schneider-Huppuch, Joerin-Huppuch und Huppuch zu gleichen Teilen Ernst Schneider hatte als charismatischer Repräsentant der drei Familien den Deal seines Lebens gemacht, dem legendären Genfer Zigarrenhändler Zino Davidoff 1970 zum Preis von vier Millionen Geschäft und Marke abkaufte und Davidoff gleich auch zum Botschafter seines Markenzeichens machte.

Seither gehört Line Extension zu Cadillac-Fahrer Schneiders Strategie: Neben klassischen Raucher-Accessoires wie Humidor und Zigarrenabschneider gehören auch auserlesene Cool Water, Kaffee, Cognac, Krawatten, Lederwaren und Brillen unter dem "Davidoff"-Label zum Sortiment. pkn

Quelle: "Bilanz"


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"Die Niederlassung Füllinsdorf der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) wird (...) im Frühling 2018 als Selbstbedienungsbank wieder eröffnet."

Basellandschaftliche Kantonalbank
Medienmitteilung
vom 28. September 2017
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Wo bitte ist der Geld-Selbstbedienungsschalter?

"Und übrigens ..."

Waschmaschinen gegen Gemüse
RückSpiegel


Ausführlich geht die Basler Zeitung auf einen kritischen OnlineReports-Gastkommentar über den Eigenmietwert-Steuerfall um Rösly M. ein.

In seinem Beitrag über "Die Basler Sinnkrise" zitiert der Tages-Anzeiger aus dem OnlineReports-Leitartikel "Willkommen im Baselbiet: Nichts geht mehr", in dem es um einen "Kanton in der Sinn-Krise" geht.

barfi, die BZ Basel, die Tageswoche, die Badische Zeitung und das Baublatt haben die OnlineReports-Story über den Abbruch des "Rostbalkens" und die geplanten Hochhäuser beim Basler Bahnhof SBB aufgenommen.
 
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Die Basler Zeitung, die BZ Basel, die SDA und die Badische Zeitung gingen auf den OnlineReports-Primeur über die Berufung des türkischen Basler Polizei-Assistenten gegen den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ein.

20 Minuten online nahm die OnlineReports-News über die Basler verkehrs-Betriebe (BVB) an der Grenze ihrer Belastung auf.

Die BZ Basel und das Regionaljournal gingen aktuell auf die OnlineReports-Recherche über einen Manipulations-Versuch der BVB-Direktion im Vorfeld der Wahlen in die Personalkommission ein.

Barfi zog die OnlineReports-Story über die umstrittene Umnutzung des "FKK-Clubs" in ein Bordell an der Amerbachstrasse in Basel nach.

Der Landbote nahm die OnlineReports-Story über den Stromeinkauf der Gemeinde Muttenz beim Stadtwerk Winterthur auf.

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Telebasel online ging in seinem Bericht über die SP-Prämieninitiative auf einen Kommentar von OnlineReports ein. 

Die Weltwoche zitierte in ihrem Bericht über den Basler Scharia-Befürworter Aziz Osmanoglu aus einem Gerichts-Bericht von OnlineReports.

Die Basler Zeitung berief sich in ihrem Bericht über die "Maulwurfjagd gegen Mitarbeiter der Basler Verkehrs-Betriebe" auf einen OnlineReports-Artikel.

Im Artikel über die Versetzung eines Kadermanns im Basler Jusitz- und Sicherheitsdepartement nimmt die Basler Zeitung auf eine OnlineReports-Recherche Bezug.

In den BaZ-Standpunkten des Schweizer Fernsehens nennt NZZ-Medienredaktor Rainer Stadler OnlineReports als Element der Basler Medienvielfalt.

Die Basler Zeitung und die Volksstimme zogen die OnlineReports-Nachricht über den Massen-Exodus aus der Parteileitung der FDP Baselland nach.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-News über die Wahl von Beatriz Greuter zur neuen "Birshof"-Direktorin auf.

Barfi
nahm im Bericht über Waschbären in der Stadt Bezug auf eine OnlineReports-Reportage über Waschbären, die Toronto bevölkern.

Die Volksstimme nahm die OnlineReports-Erstmeldung über den Tod des früheren FDP BL-Präsidenten und Untersuchungsrichters Ernst Heimann auf.

Barfi und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die Schliessung des Nobel-Restaurants "Schifferhaus" auf.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrer Nachricht über die Absage von Saskia Schenker als FDP BL-Präsidentin auf OnlineReports.

Die NZZ nennt Pionier OnlineReports in ihrem Beitrag über die Finanzierung von Online-Medien.

Die Basler Zeitung und die Basellandschaftliche Zeitung berichteten unter Bezugnahme auf OnlineReports über die Trennung der BVB von zwei Kaderleuten.

Das OnlineReports-Interview mit dem designierten FCB-Besitzer Bernhard Burgener nahmen die Fussball-Plattform 4-4-2.com, die Basellandschaftliche Zeitung und die Schweiz am Wochenende auf.

Telebasel berief sich in seinem Bericht über die Interpellation von "Basta"-Grossrat Beat Leuthardt über den designierten FCB-Präsidenten Bernhard Burgener auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung berief sich in ihrer Meldung über Betriebs-Wegweiser-Posse auf OnlineReports.

Die Schweiz am Wochenende nahm eine OnlineReports-Story über den Gang der BVB ans Bundesgericht wegen einer Auflösung des Arbeitsverhältnisses auf.

In ihrem Bericht über den Streit um die schmale Treppe im neuen Gelterkinder Hallenbad bezogen sich die Basler Zeitung und die Volksstimme auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung griff die OnlineReports-Recherche über markante bauliche Veränderungen im Nord-Teil des Basler "Dreispitz"-Areals auf.

Der schweizerbauer.ch nahm die OnlineReports-Meldung über das auf der Strasse erlegte Rind in Gelterkinden auf.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Da die Prämien der obligatorischen Krankenversicherung in Basel-Stadt im kommenden Jahr um durchschnittlich 4,5 Prozent ansteigen, passt die Regierung die Prämienbeiträge des Kantons für Haushalte mit bescheidenem Einkommen im gleichen Umfang an.

• Für den 9. Basler Pop-Preis sind folgende Bands nominiert: Alma Negra (Electronic World Music, Basel), Audio Dope (Electronic Music, Basel), Schammasch (Avantgarde Metal, Liestal), We Invented Paris (Indie-Pop, Liestal) und
Zeal & Ardor (Black Metal/Gospel, Basel.

• Weil sich FDP und SVP nicht auf eine gemeinsame Kandidatur für die Ersatzwahl in den Stadtrat von Liestal einigen konnten und "alle offiziell Kandidierenden wählbar" sind, verzichtet die CVP auf eine Wahlempfehlung.

• Die Wettbewerbs-Kommission hat entschieden, den geplanten Zusammenschluss zwischen dem Universitätsspital Basel und dem Kantonsspital Baselland ohne Auflagen zu genehmigen.

Endress+Hauser übernimmt die deutsche IMKO Micromodultechnik GmbH mit Sitz in Ettlingen, einen Hersteller innovativer Systeme zur Feuchtemessung, und beschäftigt die 19 Mitarbeitenden weiter.

• Verhaftet wurde ein 25-jähriger Spanier, der dringend verdächtigt wird, am 10. September eine Frau im Basler Erlenmattquartier vergewaltigt zu haben.

• Bei der Einreise von Frankreich nach Basel wurde ein etwa 50-jähriger Bulgare erwischt, der 800 Gramm Kokain mit sich führte.

• Die 57-jährige Juristin und frühere Leiterin der Basler Sozialhilfe Nicole Wagner wird Mitglied der Stiftung Habitat, wo sie die zurücktretende Beatrice Oeri ersetzt. 

• Nachdem im Baselbiet die Initiative zum Ausbau des Hochleistungsstrassennetzes rechtsgültig zustande gekommen ist, hat sich das Initiativekomitee aufgrund der laufenden Arbeiten zu einem allfälligen Gegenvorschlag mit einer Unterbrechung der Behandlungsfrist bis maximal 30. September 2019 einverstanden erklärt.

• Die Baselbieter Apotheken dürfen neu – mit Auflagen – nicht nur Grippe-Impfungen, sondern auch weitere Impfungen und Folge-Impfungen durchführen.

• Ab 9. September ist die Umfahrung Liestal im Bereich des Ergolzviadukts wieder ohne Einschränkungen befahrbar.

• Der Kanton Basel-Stadt rechnet für das Jahr 2018 mit einem Budgetüberschuss von 138 Millionen Franken.

Gottlieb Keller, Mitglied der Konzernleitung und Chefjustitiar der Hoffmann-La Roche, hat in der Deutschen Botschaft in Bern das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten.

• Die Fraktion "Grünes Bündnis" des Bürgergemeinderats Basel nominierte Brigitta Gerber einstimmig für das Amt als Bürgerrätin.

• Den städtebaulichen Wettbewerb zur Bebauung des Felix Platter-Areals in Basel hat das Team Enzmann Fischer Partner AG / Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau GmbH gewonnen.

• Die Gemeinderäte der direkt betroffenen Gemeinden des Leimentals – von Binningen bis Burg – befürworten übereinstimmend den Bau der Tramlinie 17 über den Margarethenstich, da diese einen "klaren Mehrwert" darstelle.

Monique Juillerat, bisher als Mitglied der Geschäftsleitung von "familea" für die externe und interne Kommunikation verantwortlich, wird ab 1. September neue Kommunikations-Verantwortliche der Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion.

• Der Kanton Baselland verkauft das "Chuenimatt-Areal" der Bricks Group AG zur Realisierung des Konzeptes "Tri-innova", das eine schrittweise Entwicklung von unterschiedlich grossen Flächen für Dienstleistungs-, Labor-, Produktionsnutzungen sowie Co-working vorsieht.

Spitex Muttenz schliesst die Pflegewohnung Seminarstrasse per 30. November dieses Jahres.

• Die Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) verkaufen ihren Anteil an der Rheinhafen-Gesellschaft Weil am Rhein an die Stadt Weil am Rhein.

• Das Rote Kreuz Basel eröffnet am 11. August einen neuen Secondhand-Kleiderladen im Kleinbasel, konkret: am Claraplatz.

• Der 47-jährige Ökonom Michael Harr, verheiratet und Vater zweier Kinder, übernimmt ab 1. August die Geschäftsleitung der Pro Senectute beider Basel.

• Die Basler Regierung legte die Abgeltung der Staatsgarantie durch die Basler Kantonalbank (BKB) für die Jahre 2017 bis 2020 auf jährlich 8,8 Millionen Franken fest.

• Mit Datum vom 1. Juli wird die Kunstkommission für das Kunstmuseum Basel vom Rechts-Professor Felix Uhlmann präsidiert, der den langjährigen Vorsitzenden Peter Mosimann ablöst.

• Die Basler Regierung hat der Bau- und Finanzgesellschaft Zum Greifen AG den Zuschlag für Bau und den Betrieb eines neuen Quartierparkings unter dem Landhof-Areal erteilt.

• Die von der UNICEF erst kürzlich rezertifizierte "kinderfreundliche Gemeinde" Riehen gibt ihr Wissen an 40 Bürgermeister aus Südkorea weiter, die die Basler Landgemeinde besuchen.

• Da der Vereinszweck erfüllt sei, hat die Generalversammlung den "Verein Kunschti Eglisee" am 16. Juni mit 30 zu 4 Stimmen aufgelöst.

• Nationalrat Christoph Eymann, der ehemalige Vorsteher des Basler Erziehungsdepartements, wurde als neues Mitglied in den Verwaltungsrat des Karger Verlags gewählt.

• Der Kanton Basel-Stadt führt eine neue, zusammenhängende Fussgängerorientierung ein, mit der sich ortsunkundige Gäste, aber auch Einheimische in Basel künftig durch neue Stadtpläne auf Stelen besser zurechtfinden sollen.

• Die kantonale Volksinitiative "Recht auf Wohnen" wurde mit bisher 3'188 gültigen Stimmen der Basler Staatskanzlei überreicht.

• Der Therwiler Gemeindepräsident Reto Wolf löst kommenden September Elisabeth Schneider-Schneiter im Präsidium der "Starken Region Basel/Nordwestschweiz" ab.

Dominik Prétôt, der frühere CEO von Telebasel, wird per 1. Januar 2018 mit einem 50 Prozent-Pensum neuer Informations-Beauftragter der Römisch-katholischen Landeskirche Baselland.