© Foto by BVB
"Ungereimtheiten bei Messgrössen": Neue BVB-Dienstbekleidung

Mass-Panne bei neuer BVB-Uniform

Bei jedem achten Chauffeur sitzt die neue Dienstbekleidung nicht perfekt


Von Peter Knechtli


Ab 23. August präsentieren sich die Chauffeure und Chauffeusen der Basler Verkehrsbetriebe (BVB) in neuer Dienstbekleidung: Flexibler, modischer, komfortabler. Doch bei jedem achten Bus- und Drämmlifahrer stimmte die Grösse eines Kleidungsstücks nicht.


Das Korps der BVB-Chauffeure und -Chauffeusen dürfte aufatmen - im wahrsten Sinn des Wortes: Es erhält eine neue "Dienstbekleidung", die die bisherige "Uniform" ablöst. Die farblich abgestimmte Kollektion, die die BVB präsentiert, ist schon auf den ersten Blick gefällig: Flotte flexible Textilien, die entsprechend den meteorologischen Verhältnissen kombiniert werden können und trotzdem einheitlich wirken. Gleichzeitig fällt die Krawattenpflicht dahin und "für sommerliche Tenü-Erleichterungen braucht es nicht mehr eine von oben erteilte Erlaubnis", so BVB-Sprecher Pius Marrer. Besonderen Wert habe die BVB darauf gelegt, dass alle Kleidungsstücke aus "hautfreundlichen Stoffen" gefertigt sind.

Fehlerquote fast 15 Prozent

Die neue Hülle und die erleichterten Tenüvorschriften liess aber nicht bei allen BVB-Angestellten Freude aufkommen. Andi Haufler, Projektleiter der neuen Dienstbekleidung, bestätigte Informationen von OnlineReports, wonach es bei zahlreichen Mitarbeitenden zu Mass-Pannen gekommen sei. Haufler sprach von "Ungereimtheiten bei Messgrössen", wobei, wie er herausstreicht, "die Mehrheit richtig beliefert" worden sei. Auf Nachfrage erklärte der Projektverantwortliche, dass von 624 neu ausgerüsteten Angestellten in 80 bis 90 Fällen falsche Grössen geliefert wurden. Und dies, so ein langjähriger BVB-Chauffeur zu OnlineReports, "obschon jede und jeder Einzelne persönlich vermessen" worden sei.

Die falschen Lieferungen betreffen vor allem Sweatshirts und Hemden, die nun justiert und ersetzt werden müssen. Produzentin ist die in Hagendorn ZG domizilierte Firma "Workfashion.com", die als Siegerin einer Ausschreibung hervorgegangen war, und mit der die BVB seit Anfang Jahr zusammenarbeiten. Gemäss Haufler sei die Kooperation sehr zufriedenstellend: "Die Firma hat uns geholfen in einer Phase, in der wir etwas hilflos waren."

Gewichtszunahme verantwortlich?

Wer den erheblichen zusätzlichen Arbeitsaufwand zu verantworten hat und wer ihn bezahlt, sei "Teil der Abklärungen" (so Haufler). Er warnte jedoch davor, die Verantwortung vorschnell der Produzentin "Workfashion" anzulasten. Denn es habe auch Mitarbeitende gegeben, die in den Monaten zwischen Mass-Nahme und Ablieferung der Kleidung "an Gewicht zugenommen" hätten.

Den betroffenen Mitarbeitenden bieten sich nun zwei Möglichkeiten: Entweder in zu grosser oder zu enger Bekleidung in der Führerkabine zu erscheinen oder die Textilien umzutauschen - in der Freizeit.

22. August 2004


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"Kleider machen Drämmler!"

Auch ich finde es ja schön, eine nett angezogene "Drämmli-Fiehrere oder -fiehrer" zu sehen. Aus diesem topmodernen Dress sollte aber jetzt auch ein top-nettes Lächeln kommen. Man ist zwar unter den Drämmlern bemüht, freundlich und zuvorkommend zu sein und zwar nicht nur zu den Fahrgästen, sondern auch zum Privatverkehr auf der Strasse. Da hat sich schon einiges gebessert.

 

Etwas muss ich jedoch noch los werden: Könnten die BVB-Dieselbus-Führer an den Haltestellen nicht doch den Motor abstellen? Da bläst jeweils den wartenden Fahrgästen ein grausamer Auspuff-Gestank ins Gesicht, von der Verschmutzung der Luft will ich gar nicht reden. Bitte jetzt keine Ausreden von wegen "aus technischen Gründen" und so. Wenn die Privatautos vermehrt beim Halt den Motor abstellen, weshalb kann da der öffentliche Verkehr nicht mit gutem Beispiel voran. Herr Regierungsrat Lewin soll sich einmal eine Stunde an die BVB-Bus-Diesel-Stink-Haltestelle hinstellen - er wird dann wahrscheinlich wieder Freude an den Trolleybussen haben.


Cony Meyer, Basel


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Barbara Gafner soll zur neuen Vorsteherin der unabhängigen staatlichen Finanzkontrolle des Kantons Baselland gewählt werden.

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• Die Baselbieter Grünen werden in der Oberwiler Dorfpolitik aktiv, indem sie die Themen und das personelle
Engagement der sich auflösenden Neuen Liste Oberwil (NLO) übernehmen.

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Peter Brodmann wird neuer Baselbieter Kantonschemiker und Leiter des Amts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen als Nachfolger von Peter Wenk, der Ende August in Pension geht.

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• Nach fast zwanzig Jahren Tätigkeit verlässt Moderatorin Tamara Wernli Telebasel, weil sie sich künftig aufs Schreiben konzentrieren will.

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Heidi Mück und Tonja Zürcher bleiben laut Wahl durch die Mitglieder für weitere zwei Jahre Co-Präsidentinnen von "Basta".