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"Keine junge Leserschaft mehr": BaZ-Redaktion am Aeschenplatz

Die "Basler Zeitung" vor dem grössten Abbau ihrer Geschichte

Redaktion muss aus Kostengründen 22 Vollstellen sparen / Ein Viertel des Personalbestandes bricht weg


Von Peter Knechtli


Die "Basler Zeitung" (BaZ) steht vor dem grössten Abbau ihrer Geschichte: Die 100-köpfige Redaktion muss aus Kostengründen 22 Stellen einsparen. Damit bricht fast jede vierte Redaktionsstelle weg. Acht Redaktoren sind von einer Kündigung betroffen. Grund für die drastischen Massnahmen ist die Wirtschaftskrise, aber auch die Konkurrenz durch Gratiszeitungen und Online-Medien.


Heute Donnerstag ist ein schwarzer Tag für die führende politische Tageszeitung der Nordwestschweiz. Am frühen Nachmittag gab die "Basler Zeitung" das "umfassende Massnahmenpaket" bekannt, was der Verwaltungsrat der Basler Zeitung Medien (BZM) soeben beschlossen hatte.

27 Personen betroffen, acht Kündigungen

Auf der gut 100-köpfigen Redaktion werden 22 Vollstellen abgebaut, in die sich 27 Personen teilen. Dabei sind acht Redaktoren von einer Kündigung betroffen. Die verbleibenden 14 Vollstellen werden durch vorzeitige Pensionierungen - so der frühere Wirtschaftschef Felix Erbacher, der für Beilagen und Spezialprojekte zuständige Freddy Widmer, Leserbrief-Redaktor Peter Zweifel oder Bundeshaus-Redaktor Niklaus Ramseyer - und natürliche Abgänge eingespart.

Laut einer heute Nachmittag veröffentlichten Medienmitteilung liegt ein Sozialplan vor, der allerdings von der Redaktion nicht akzeptiert wird (siehe Box unten). Dabei ist zu bedenken, dass der Abbau faktisch noch grösser ist als die genannten Zahlen: Schon letztes Jahr wurden - etwa im Wirtschafts- oder im Lokalressort - frei werdende Stellen nicht mehr besetzt. Etwas detaillierter liess sich die Gewerkschaft Comedia vernehmen: Danach seien 25 Personen direkt betroffen, die sich in 22,5 Stellen teilen. Davon würden 8 Mitarbeitende entlassen, 11 frühpensioniert und 6 Abgängerinnen und Abgänger nicht ersetzt.

Wirtschaftschef muss gehen

Nach ersten möglicherweise unvollständigen Informationen von OnlineReports kommt es im Inlandressort mit dem Schwerpunkt Bern/Bundeshaus zu den grössten Verschiebungen. Im Lokalteil trifft es eine Redaktorin und einen Redaktor. Betroffen ist ebenso eine Stelle im Auslandressort und in der Produktion. Die ranghöchste Kündigung betrifft den erst vor einem Jahr angestellten Chef der Wirtschaftsredaktion. Die Fronten wechselt der langjährige Wirtschaftsredaktor Stefan Schuppli: Er geht zu Sascha Wigdorovits' "Contract Media" nach Zürich. Im Auslandressort kommt es zu einer Änderungskündigung: Ein Redaktor wechsel in die Leserbrief-Redaktion, deren bisheriger Betreuer frühpensioniert wird.

Die "Basler Zeitung" werde "auch nach der Reorganisation weiterhin als 4-Bund-Zeitung in bewährter Blattstruktur erscheinen". Unverändert im Tabloid-Format bleibt das Kulturmagazin, ebenso das unter dem damaligen Chefredaktor Ivo Bachmann eingeführte neue Layout. Dagegen wird der zusätzliche Samstags-Bund "Wochenende" per Ende Februar eingestellt. Einzelne Rubriken und Gefässe daraus werden ins normale Redaktionsangebot übernommen. Das "Magazin" erscheint weiterhin als Beilage zur abonnierten Samstag-Auflage. Ein "straffer Seitenplan mit punktueller Einsparung je nach aktuellem Bedarf" ermögliche eine "kostengünstigere, jedoch nach wie vor flexible Produktion". 

Meister Rotstift führt Regie

Das Unternehmen "Basler Zeitung" steckt nach Jahrzehnten der teilweise grandiosen Rentabilität in einer äusserst schwierigen Phase. Auf allen Ebenen wird der Rotstift angesetzt. Wie OnlineReports schon Ende Oktober berichtete, verlor die BaZ innerhalb von fünf Jahren 20 Prozent der Leserschaft, die Auflage sank kontinulierlich weiter, erst unter die 100'000-Marke, derzeit liegt sie unter 94'000 Exemplaren.

Die Zeitung leidet unter einem Phänomen, das auch die meisten andern politischen Tageszeitung an den Grundfesten angreift: Die zahlende Kundschaft altert und stirbt weg, im Abonnentenstamm wächst aber keine junge Leserschaft nach. Sie informiert sich aus den Gratisblättern und zunehmend auch aus dem Internet, das Nachrichten ebenfalls kostenlos anbietet. Hauptgrund für die tiefgreifende Reorganisation ist für Verwaltungsratspräsident Matthias Hagemann die "Finanzkrise, die in eine Wirtschaftskrise ausgewachsen ist", was sich vor allem in den schwindenden Stellenanzeigen bemerkbar macht.

Auf die Frage, ob es sich beim heute bekannt gewordenen Stellenabbau um die letzte Sparrunde in diesem und im nächsten Jahr handle, sagte Hagemann vorsichtig: "Wir sind damit gerüstet für eine normale Rezession. Aber alle Horror-Szenarien sind darin nicht inbegriffen." Nicht äussern wollte sich der BaZ-Präsident zum strategischen Fokus des Streichkonzerts. Chefredaktor Matthias Geering werde kommenden Dienstag "die Details der neuen Organisation" bekanntgeben. Hagemann: "Wir wollen an unserer Zeitung so wenig wie möglich ändern. Die Richtung stimmt." 

Print-Konzern in der Transformation

Dabei befindet sich die "Basler Zeitung" erst am Anfang einer Jahre dauernden Transformation mit ungewissem Ausgang: Vom klassischen Druck- und Zeitungskonzern, ausgestattet mit einer 80 Millionen Franken teuren Rotationsdruckmaschine, hin zum digitalen Anbieter. Schon im Sommer letzten Jahres verstärkte das Unternehmen nach einer Phase der Stagnation die Online-Präsenz durch den Eintritt in den Kooperations-Verbund "NewsNetz" mit der führenden Zürcher Tamedia ("Tages-Anzeiger", "SonntagsZeitung", "20 Minuten") und der Berner Espace Medien ("Berner Zeitung"). Damit verschaffte sich die BaZ eine massive Angebots-Vergrösserung und eine wachsende Online-Leserschaft.

Doch mit diesen Schritt verbunden sind auch unternehmenskritische Aspekte. Zum Einen konkurrenziert "BaZ Online" ihre eigene gedruckte Zeitung, wenn sie - was mediengerecht wäre - ihren Zeitvorsprung konsequent ausnützte. Zum Andern verwässert sie mit der Zürich/Bern-Kooperation ihr eigenes unternehmerisches Profil: Der Einfluss insbesondere des "Tages-Anzeiger"-Inputs auf "BaZ Online" ist ebenso unverkennbar wie die technische und wohl auch konzeptionelle Führerschaft von Tamedia. Ein weiterer Wirtschaftsredaktor - Stefan Schuppli - wechselt in die PR-Branche zu Sascha Wigdorovits "Contract Media" nach Zürich.

Wie lange noch selbstständig?

Damit einher geht die in Basel grassierende Dauer-Frage, wie lange die "Basler Zeitung Medien" noch als selbstständiges Unternehmen und die "Basler Zeitung" als unabhängiges, von Basel aus gesteuertes Informationsmedium überleben kann. Hartnäckig bis an den Rand der Ungeduld bekräftigt BZM-Präsident Matthias Hagemann seit Jahren, sich als autonom bestimmendes Familienunternehmen so lange wie möglich vom Einfluss der finanziell potenteren Zürcher Medienkonzerne wie insbesondere der Tamedia fern zu halten ("Unabhängigkeit ist oberstes Unternehmensziel"). Auch in teilweise scharfen redaktionellen Kommentaren grenzte sich die frühere Redaktionsleitung immer wieder von der als gefrässig dargestellten Zürcher Medien-Macht ab.

Als Zeichen der Rückbesinnung auf eigene Stärken kann auch die einem eigentlichen Befreiungsschlag gleichkommende Kündigung der Verpachtung des Anzeigenraums an die "Publigroupe" (früher: "Publicitas" oder "P" genannt) auf Anfang letzten Jahres betrachtet werden. Dieser Kraftakt dokumentiert die Entschlossenheit der "Basler Zeitung", den Inserateverkauf in die eigenen Hände zu nehmen, was laut ihren Angaben mit Erfolg geglückt ist. Diese Pachtvertrags-Kündigung ist delikat: Die "Publigroupe" ist zu 37 Prozent an der "Basler Zeitung Medien" beteiligt. Dem Vernehmen nach ist der Rechtsstreit um den Hinauswurf der "P" noch nicht ausgefochten.

"Von mir aus mit Grönland"

Allen Absichtsbeteuerungen zum Trotz mehren sich die Anzeichen von Kooperationen der "Basler Zeitung" insbesondere mit der Tamedia: Online-"NewsNetz", Beteilung an der Gratiszeitung "News", gemeinsames Wochenend-"Magazin", Inserateverbund "Metro-Pool", gemeinsame Abonnements-Aktivitäten von BaZ und "SonntagsZeitung". Möglich, so Hagemann, seien künftig auch gemeinsame Aktivitäten im Lokalradiobereich. Schon im August 2006 erklärte Präsident Hagemann im Gespräch mit OnlineReports bildhaft, wie er sich Kooperationen vorstellt: "Von mir aus mit Grönland, wenn sie Sinn machen."

Eine der grossen Fragen, die sich stellt, ist jene nach dem 37-Prozent-Paket der "Publigroupe", das nach der Pacht-Kündigung für den Lausanner Inserate-Riesen kaum mehr von grosser Bedeutung ist. Im Falle einer Verkaufsbereitschaft stehen zwei Varianten im Vordergrund: Übernahme durch die Familie Hagemann als Folge des im Aktionärsbindungsvertrag vorgesehenen Rückkaufsrechts oder Verkauf an ein Medienunternehmen. Im letzteren Fall könnte wiederum der Tamedia-Verlag als potenzieller Haupt-Interessent in Frage kommen. Matthias Hagemann sagte OnlineReports kürzlich: "Dieses Aktienpaket macht nur Sinn für jemand, der mit uns auskommen und kooperieren will."

Bald nur noch ein Schweizer Zeitungs-Riese?

Heute Nachmittag sagte Hagemann zu OnlineReports, Tamedia sei für die BaZ ein "guter und fairer Partner". Er könne sich vorstellen, dass es in der Schweiz in zehn Jahren mit der Tamedia nur noch ein grosses Zeitungsunternehmen gibt, das mit Regionalverlagen kooperiert – und mit Springer nur noch ein grosses Zeitschriftenunternehmen, sofern Ringier verkauft.

15. Januar 2009

Weiterführende Links:


Redaktion akzeptiert Sozialplan nicht

Die BaZ-Redaktion veröffentlichte heute Donnerstagnachmittag ein Communiqué mit folgendem Wortlaut:

"Die Redaktion der Basler Zeitung nimmt mit Bestürzung zur Kenntnis, dass der Verwaltungsrat der Basler Zeitung heute beschlossen hat, 22,5 der 105,6 Vollzeitstellen (Redaktion, Layout, Korrektorat) abzubauen. Davon sind 25 Kolleginnen und Kollegen betroffen. Das entspricht  einem Kahlschlag, nämlich rund einem Fünftel der Gesamtredaktion.

Wie uns mitgeteilt wurde, werden 11 Kolleginnen und Kollegen frühpensioniert, 8 Kolleginnen und Kollegen entlassen, der Rest durch sechs freiwillige Abgänge eingespart.

Die Solidarität innerhalb der Redaktion ist gross: Gestern Abend noch konnten dank freiwilligen Pensenreduktionen zwei Entlassungen vermieden werden. Wir hoffen sehr, dass sich die Unternehmensleitung ebenso engagiert verhält – und gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern einen fairen Sozialplan aushandelt. An einer Versammlung, an der 91 Mitglieder der Redaktion anwesend waren, wurde einstimmig beschlossen, den von der Unternehmensleitung vorgelegten Sozialplan nicht zu akzeptieren, im Gegenzug wurden klare Forderungen verabschiedet.

Für die Frühpensionierten annehmbar, sind die Bedingungen für die Entlassenen deutlich schlechter als noch im Sozialplan, der bei der letzten Sparrunde vor fünf Jahren ausgehandelt wurde. Gerade deshalb hoffen wir darauf, dass die Verlegerfamilie sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst ist und sich gegenüber den entlassenen Kolleginnen und Kollegen grosszügig zeigt. Zumal sich die Arbeitsmarktsituation für Angestellte in Printmedien in den letzten Monaten massiv verschlechtert hat.

Nebst der Sorge um eine sozialverträgliche Lösung sorgt sich die Redaktion auch um die Zukunft der Zeitung. Mit einem Fünftel weniger Stellen kann das bisherige Angebot dieser Zeitung so nicht mehr aufrechterhalten werden. Wir sind sehr gespannt darauf, von der Geschäftsleitung zu erfahren, wie die Basler Zeitung unter den neuen Voraussetzungen aussehen soll."


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"Die Sanduhr rieselt"

Man kann es drehen und wenden wie man will: Sämtlichen Tageszeitungen in der Schweiz geht es mies. Sogar die weltberühmte NZZ musste kürzlich zurückrudern und entlassen, darunter auch Redaktoren. Die Gratiszeitungen beschleunigen den Prozess nur noch. Die BaZ baute in den letzten Jahren stetig ab, die Qualität der Artikel lässt schwer zu wünschen übrig. Der politische Wischiwaschi-Kurs der Monopolzeitung in Basel lässt fast nur noch gähnende Langeweile aufkommen. Schlecht geschrieben, oft mit Schreib- und Kommafehlern gespickt, macht es keine rechte Freude mehr, das Lokalblatt zu lesen. Der Tag wird kommen, an dem es in der deutschsprachigen Schweiz nur noch eine Zeitung, mit Regionalteilen versehen, geben wird. Soweit kann es kommen, wenn man als Platzhirsch keine Konkurrenz mehr fürchten muss: Satt und träge dahindümpeln, ohne klare Einstellung, kaum Visionen. Mit Wehmut fallen mir die "Basler Nachrichten" ein, die mit geschliffenen, klugen Artikeln ein schweizweit gern gelesenes Blatt waren. Tempi passati. Natürlich sägen die elektronischen Medien auch munter am Ast der Monopolzeitungen. Die Sanduhr rieselt. Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat deren zwei.


Eric Cerf, Basel




"Zweifel an den nötigen Ideen"

Die "Basler Zeitung" ist für alle zu wichtig, um jetzt Häme und negative Stellungnahmen zu verbreiten. Als langjähriger Fotograf und Kaufmann hat es bis zur jetzigen Selbständigkeit gedauert, um herauszufinden, was relevant und nachhaltig ist. Es brauchte mehrere Krisen. Es ist zwar vielleicht gut und schön, wenn Familie Hagemann die ganze Macht hat, aber ob dann auch die nötigen Ideen einfliessen, darf bezweifelt werden. Man kann dem Mehrheitsbesitzer keinen Vorwurf machen, wenn er den richtigen Weg nicht weiss. Höchstens dass zulange gepröbelt wurde, ohne die potenziellen Leser richtig zu befragen. Basel/Region braucht eine effiziente Print/Online-Info-Drehscheibe. Wenn das nicht bald gelingt, wird es rabenschwarz, unabhängig von Pharmahöchstumsätzen und der Zahl der Multimilliardären.


Michael Przewrocki, Basel




"Welchen Leitsätzen folgt die BaZ überhaupt?"

Als Tochter eines ehemaligen BaZ-Redaktors habe ich noch die Fusion zwischen "Basler Nachrichten" und "National-Zeitung" erlebt. Die Aufregung war gross, die übernommenen Journalisten beruhigten sich aber schnell und der Wirtschaftsaufschwung bescherte der "Basler Zeitung" rosige Zeiten.

 

Obschon ich also die Aufs und Abs des Verlagshauses der Familie Hagemann mitbekommen habe, kann ich mir zum ersten Mal schwerlich vorstellen, dass die Qualität des Blattes aufrechterhalten bleibt. Nicht nur entsprechen die bis jetzt publizierten Namen in etwa denjenigen auf meiner Best-List der lesenswerten Journalisten. Auch lässt mich dieses Blatt, das nur noch durch sein Layout von sich reden macht, komplett im Unklaren darüber, welche journalistischen Leitsätzen es folgen will, wen es ansprechen will und warum ich mich jeden Tag auf die BaZ freuen soll.

 

Bei allem Verständnis für nötige Umstrukturierungen sehe ich, ganz ehrlich, nicht mehr so klar, weshalb ich die BaZ weiterhin abonnieren soll. Dankbar für jeden Grund wünsche ich den ausscheidenden Journalisten und Journalistinnen eine gute Zukunft.


Erika Paneth, Basel




"Das sollte der BaZ zu denken geben"

Eine Zeitung, zwei Artikel, drei Meinungen und derselbe Inhalt – sind der BaZ jetzt die Themen ausgegangen? Da verreisst Patrick Marcolli genüsslich den Film "Ruhe Bitte! – Sitzung im Parlament" von Hüsseiyn Akin und am nächsten Tag können wir in der selben Zeitung von Philip Loser lesen, wie interessant und wertvoll der Film ist.

 

Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, über sinnvollen Journalismus schon. Was uns die BaZ in der letzten Zeit immer öfter bietet, sind reine Füller, wohl damit die Seiten nicht so leer wirken. Wo wird jetzt gespart? In der Redaktion. Das bedeutet doch nichts anderes, als dass immer mehr Journalismus auf dem Gratisblattniveau in die Spalten kommt. Da kann man getrost auf ein Zeitungsabonnement verzichten. Denn die Gratiszeitungen stocken im Journalistischen auf und werden immer besser und dadurch mehr gelesen. Das vor allem sollte den BaZ-Besitzern und Redaktoren zu denken geben.


Daniel Kobell, Basel




"Ich erhielt nie eine Antwort"

Ich hatte seit meiner Immigration aus dem Raum Zürich vor 34 Jahren ohne Unterbruch ein BaZ-Abo. Nachdem ich mich mehrmals über unsauberen Journalismus in dieser Zeitung geärgert und 2- bis 3mal dies auch schriftlich mitgeteilt, aber nie eine Antwort bekommen hatte, entschloss ich mich zur Kündigung des Abos. Ich habe auch diese nochmals begründet, wiederum hat sich kein Bein dafür auch nur im Allergeringsten interessiert. Dabei wäre ich auch heute noch an einer einigermassen lesbaren Zeitung zum Frühstück sehr interessiert, die Gratisblätter lese ich nie und die abonnierte Wochenzeitung füllt diese Lücke eben auch nicht. Aber dort, wo ich eine derart geringe Wertschätzung erhalte, ist es mir für mein sauer verdientes Geld schlicht und ergreifend zu schade. So einfach ist das.

 

P.S. Ich bin erst 52 jahre alt, werde also noch jahrzehntelang als Leserin taugen, so Gott will!


Brigitte Wenger Sahin, Basel




"Zeitungen sind ideal für Hintergrund"

Der Artikel von Peter Knechtli über den Personalabbau bei der BaZ stimmt nachdenklich. Online-Nachrichten stellen zweifellos eine ideale Ergänzung zu Artikeln in Printform dar, können aber Zeitungslektüre meines Erachtens nicht ersetzen, und was die Gratisblätter bieten ist kaum mehr als "Konfetti-Journalismus". Für einen ausführlichen Hintergrund-Bericht bevorzuge ich immer noch die Zeitung oder eben die BaZ, wo vor kurzem beispielsweise ein ausführliches Portrait des schillernden italienischen Politikers Giulio Andreotti, aus Anlass seines 90. Geburtstages, erschienen ist. Und auch für lokale Berichterstattungen ist die Zeitung das ideale Forum. Wo kann sich auch in Zukunft die junge Generation vertiefend ihre Meinung bilden? Sicher nicht mit 20-Zeilen-Artikeln in den Gratisblättern.


Albert Augustin, Gelterkinden



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"Anpralldämper"

Kantonspolizei Basel-Stadt
in einer Unfallmeldung
vom 7. November 2022
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Er dämpft sogar Buchstaben weg.

RückSpiegel


matthiaszehnder.ch nimmt die beiden News-Artikel aus OnlineReports zum Anlass, sich über die schrumpfende Kulturberichterstattung in den Schweizer Medien Gedanken zu machen.

Bajour zitierte OnlineReports in seinem Bericht über die Verwicklung von Bundesratskandidatin Eva Herzog in umstrittene Basler Geschäfte.

In ihrer Recherche über die sterbende Kulturberichterstattung in Basler Medien bezieht sich Bajour auf OnlineReports.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Recherche über den Angriff auf den Stiefvater vor dem Muttenzer Gerichtsgebäude auf.

Die Basler Zeitung und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über die Rückkehr von Christine Keller in den Basler Grossen Rat auf.

In ihrer Analyse über die unklare Gesundheitsversorgung des Laufentals ging die Basler Zeitung auf eine OnlineReports-Recherche ein.

Telebasel konfrontierte die SVP-Regierungsrats-Kandidatin Sandra Sollberger mit einem Kommentar aus OnlineReports (worauf sie die Stellungnahme verweigerte).

Die BZ Basel und die Basler Zeitung nahmen den OnlineReports-Bericht über Pläne zum Abbruch des Spitals Laufen auf.

Die OnlineReports-News über den Wechsel des Telefon-Anbieters durch die Basler Verwaltung wurde von der BZ Basel und Happy Radio aufgenommen.

In seiner Aufstellung über "Politiker, die Wasser predigen und Wein trinken", nahm der Nebelspalter auch auf einen Artikel in OnlineReports Bezug.

20 Minuten griff die OnlineReports-Meldung über einen Autolenker, der bei der verbotenen Fahrt durch eine Einbahnstrasse in Birsfelden eine Radfahrerin schwer verletzte, auf.

Die OnlineReports-Nachricht vom Tod des früheren Baselbieter Regierungsrats Urs Wüthrich nahmen Telebasel, die BZ Basel, die Basler Zeitung, das SRF-Regionaljournal, Prime News, die Nachrichtenagentur SDA, 20 Minuten und Happy Radio auf.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Recherche über Lärm-Überschreitungen im Osten des Gundeldinger-Quartiers auf.

Auf die OnlineReports-News über den Rücktritt der Laufener Finanzkommission reagierte die BZ Basel mit einem Nachzug.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Analyse der Basler FDP auf einen OnlineReports-Artikel aus dem Jahr 2005 Bezug.

Die BZ Basel nahm in ihrem Bericht über den Protest gegen entwässerte Basler Brunnen auf OnlineReports Bezug.

Die OnlineReports-News über stehengelassene BVB-Buspassagiere wurde von der BZ Basel aufgenommen.

Die BZ Basel und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die Aufnahme von Frauen in die drei Kleinbasler Ehrengesellschaften auf.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über Login-Probleme bei der Basler Kantonalbank (BKB) nach. Ebenso das Regionaljournal, das aber keine Quelle nannte.

Die BZ Basel und das SRF-Regionaljournal nahmen die OnlineReports-Meldung vom Tod des ehemaligen Baselbieter LdU-Nationalrats Claudius Alder auf.

In ihrem Bericht über den Störungs-Aufruf von "Basel nazifrei" zitierte die Basler Zeitung aus OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Nicola Goepfert, seit Juni Mitglied des Basler Grossen Ratse, wurde als neuer Co-Präsident der Links-Partei "Basta" gewählt.

Heiko Vogel (47), der frühere Cheftrainer, kehrt am 1. Januar 2023 als Sportdirektor zum FC Basel zurück, um den "gesamten operativen Fussball-Alltag des FCB" zu verantworten.

Die Baselbieter Regierung hat die Mietung von Räumlichkeiten für das Amt für Migration und Bürgerrecht im Helvetia Tower in Pratteln beschlossen.

Auf die im Februar zurücktretende "Basta"-Grossrätin Beatrice Messerli (70) wird die Präsidentin des Jungen Grünen Bündnisses Nordwest, die Klimaaktivistin Fina Girard (Jahrgang 2001) folgen.

Lorenz Amiet, bisher Vizepräsident, wird neuer Präsident der SVP-Grossratsfraktion als Nachfolger von Pascal Messerli, der neu Parteipräsident wurde.

In Lörrach bewarf dieser Tage ein Unbekannter die Fassade der Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde mit Eiern.

Am Riehenring entsiegelt das Basler Bau- und Verkehrsdepartement als Versuch ab 31. Oktober insgesamt 14 Parkfelder, so dass dort zukünftig Regenwasser in den Untergrund geleitet wird.

Witterungsbedingt muss die Eröffnung der Kunsteisbahn Eglisee in diesem Jahr um zwei Wochen nach hinten verschoben werden, nämlich auf den 12. November.

Ab 1. November müssen sämtliche Personen, die den Kanton in strategischen Führungsorganen der Beteiligungen des Kantons Basel-Landschaft vertreten, ihre Vergütungen offenlegen.

Der Kanton Baselland beteiligt sich mit 900'000 Franken an der von der Wirtschaftskammer organisierten grössten Berufswahlmesse der Schweiz.

Am 29. Oktober, ab 10.15 Uhr, findet an der Oristalstrasse 100 A in Liestal die öffentliche Fahrzeug-Versteigerung von rund 140 Velos diverser Marken, 4 Autos (BMW X6 xDrive30d, Honda Civic 2.0i Typ R, VW T5 Kombi D 4M BMT, VW Polo Blue GT) und ein Arbeitsanhänger (BZS MA MA MA) statt.

Die Kunsteisbahn Margarethen eröffnet am 22. Oktober, die Eislaufsaison und eine Woche später; ab dem 29. Oktober, ist auch die Kunsteisbahn Eglisee geöffnet.

Die Evangelische Volkspartei Baselland (EVP) feierte am vergangenen 9. Oktober mit Partei- und ihren 100. Geburtstag.

Das Bau- und Verkehrsdepartement erteilt der Wyniger Gruppe den Zuschlag für den Betrieb der Flora-Buvette ab 2023; es soll sich um die "erste klimaneutrale Buvette" handeln.

Per 1. Januar 2023 übernimmt Christopher Henry Tütsch (49) die Geschäftsleitung des Ausländerdienstes Baselland als Nachfolger von Oliver Bolliger, der zum selben Zeitpunkt die Geschäftsleitung der Stiftung Wohnhilfe in Basel übernimmt.

Die Delegierten des Gewerbeverbandes Basel-Stadt haben am 20. September Hansjörg Wilde zum neuen Präsidenten gewählt.

Nach einjährigem Studium am Basler Gymnasium Kirschgarten konnten dieses Jahr 65 junge Erwachsene ihre Passerelle-Ausweise entgegennehmen, die ihnen nach der Berufs- oder Fachmatur den Zugang zu sämtlichen Studiengängen an den Schweizer Hochschulen ermöglichen.

In Muttenz beim Hallenbad beginnen im September /Oktober die Bohrarbeiten zur Erkundung des Untergrundes, da es dort zu Dolineneinstürzen und grossflächigen Absenkungen gekommen ist.