© Foto by Gemeinde Grellingen
"Passt ganz hervorragend": Birs-Kraftwerk in Grellingen

Atel kauft Kleinwasserkraftwerke der Papierfabrik Ziegler

Kleinwasserkraft wird "Big Business", weil nächstes Jahr in der Schweiz die Ökostrom-Einspeisevergütung eingeführt wird


Von Marc Gusewski


Das Rennen um die vier Kleinwasserkraftwerke der Papierfabrik Ziegler in Grellingen ist entscheiden: Nach Informationen von OnlineReports kaufte die in Olten domizilierte Atel-Tochter EcoPower AG die Stromerzeugungs-Anlagen. Mutmasslicher bezahlter Preis: 24 bis 26 Millionen Franken. Regionale und ausländische Interessenten hatten das Nachsehen.


Papierfabrik-Miteigentümer Bernhard Ziegler bestätigt gegenüber OnlineReports den Verkauf der vier Kleinwasserkraftwerke, die jährlich rund 12 Millionen Kilowattstunden Elektrizität erzeugen - entsprechend dem Jahres-Stromverbrauch von 3'500 Haushalten. Für Bernhard Ziegler bedeutet die Trennung von der Wasserkraft eine "Konzentration auf das Kerngeschäft". Bereits Anfang Jahr hatte die Herstellerin von hochfeinen Papierspezialitäten ihre Kleinwasserkraftwerke in die Birs Wasserkraft AG ausgegliedert. Jetz kam Atel-Tochter EcoPower AG nach einem mehrstufigen, internationalen Ausschreibeverfahren zum Zug.

Weder bei der Ziegler AG noch bei der Atel wurden Angaben zum Kaufpreis gemacht. Nach Branchengerüchten betrug die untere Preisvorstellung der Ziegler AG rund 24 Millionen Franken. Preise, bei denen, dem Hörensagen nach, weder regionale Stromverteiler wie die Elektra Birseck Münchenstein (EBM), die Adev Energiegenossenschaft noch deutsche Interessenten mitzuhalten imstande waren, oder mithalten mochten. Weil das Bieterverfahren Beteiligten eine Schweigepflicht auferlegte, gibt es zum Kaufpreis keine Zitate.

Gross-Produzenten forcieren Kleinwasserkraft

Für Atel-Sprecher Andreas Meier passen die Zieglerschen Kleinwasserkraftwerke an der Birs "ganz hervorragend" zu der im letzten Jahr gegründeten Atel EcoPower AG, des Tochterunternehmens für erneuerbare Energien der grössten Stromhändlerin der Schweiz.

Treibende Kraft hinter der EcoPower ist der Leiter der Hydraulischen Atel-Produktion, Jörg Aeberhard. Er gerät ins Schwärmen, wenn das Gespräch aufs Thema kommt. So sagte Aeberhard Anfang Monat an einem Wasserkraftanlass: "Die Kleinwasserkraft in der Schweiz ist im politischen Aufwind – wir müssen und wollen ihr Potential nutzen!" Dabei konzentriert er sich auf Anlagen, die kleiner als 10 Megawatt sind. Davon gab es in Schweiz vor hundert Jahren deren 7'000. Heute ausnutzbar, schätzt Aeberhard, sind mehr als 1'000 Standorte. Hintergrund für den Eifer der Stromwirtschaft ist die vom eidgenössischen Parlament beschlossene neue Ökostrom-Einspeisevergütung.

"Preise, dass man sich die Augen reibt"

Nächstes Jahr gilt in der Schweiz der freie Strommarkt, vorerst zwar nur für Grossverbraucher, aber eben auch für Stromerzeuger. Eigentümer von Kleinwasserkraftwerken erhalten dann über die Einspeisevergütung gesamthaft etwa 160 Millionen Franken zugesprochen. Dabei geht es um eine recht eigentliche Kleinwasserkraft-Vorrangregelung, die das Parlament anstrebte. "Einspeisevergütung" bedeutet, dass der Produzent einer Ökostrom-Anlage seine Gestehungskosten über die Abschreibedauer des Kraftwerks gesichert vergütet erhält, damit etwa neue Erzeugungstechniken und die erforderliche "Ökologisierung" des Stroms gefördert werden.

Damit privilegiert der Gesetzgeber erneuerbare Energien vor konventionellen Erzeugungstechniken. Um diese Lösung war in den letzen drei Jahren im Parlament hart gestritten worden. "Jetzt schlägt das voll ein", so ein Insider, heute würden "Preise für Kleinwasserkraftwerke geboten, dass man sich die Augen reibt". Gerade die Gross-Produzenten wie Atel, BKW FMB Energie oder Axpo, die, historisch gesehen, geradezu in Geld schwimmen, rühren jetzt mit der ganz grossen Kelle an, wie das Grellinger Beispiel zeigt.

Einspeisevergütung begründet Ökostrom-Boom

Denn von der Einspeisevergütung wollen auch die etablierten Stromunternehmen profitieren. Jörg Aeberhard gibt sich erwartungsfroh: "Wir haben noch 50 bis 100 weitere Kleinwasserkraft-Projekte in der Pipeline." Bisher trugen die vier Kleinwasserkraftwerke der Ziegler AG, Büttenen 1 und 2, Moos sowie Nenzlingen, etwas weniger als zehn Prozent zur Bedarfsdeckung der Fabrik bei. Den Löwenanteil bestreitet weiterhin eine fabrikeigene Gasturbine. Schon seit langem achtet der Betrieb, so Bernhard Ziegler, auf umweltgerechte Papierherstellung - die Papierfabrik ist beispielsweise stark engagiert in der Erhöhung der Energieeffizienz. Ziegler beteuert, der umweltgerechten Energieträgerbeschaffung trotz Veräusserung der CO2-freien Wasserkraft, weiterhin grosse Bedeutung zuzumessen.

Noch vor kurzem war das Interesse an Kleinwasserkraft äusserst bescheiden. Dies zeigt, wie schnell die Einspeisevergütung greift: Vor drei Jahren versuchte die Elektra Birseck, ihr Birskraftwerk in Dornach-Brugg an die Gemeinden zu veräussern und bot Aktienanteile wie Sauerbier zum Verkauf an - die Übung wurde mangels Erfolg abgeblasen. Heute könnte sich der eine oder andere Gemeinderat die Haare raufen, nicht auf das Angebot eingestiegen zu sein - die Anteile wären Gold wert.

Kleine Ironie am Rande: Die EBM, die dem Vernehmen nach auch in Grellingen mitbot, ist eine bedeutende Aktionärin der Atel, was das Atel-Management offenbar nicht von seinem Coup bei der Papierfabrik abzuhalten vermochte – ein Zeichen dafür, dass die Strommarkt-Idee doch greifen könnte.

1. November 2007

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"Während die Gastronomen und Hoteliers in Basel nach wie vor um jeden Gast froh sind, ätzen ihre Berufskollegen im Tessin über zu viele Touristen."

Basler Zeitung
Newsflash
vom 21. Juli 2020
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Ein Satz zum Ächzen.

RückSpiegel

 

Die BZ nahm die OnlineReports-Geschichte über den Abbruch des Hauses an der Basler Rufacherstrasse 73 auf. Die Basler Zeitung verzichtete auf eine Quellennennung.

Die BZ nahm die OnlineReports-Story über eine umstrittene Eichen-Fällung auf.

In ihrer News über das Debakel um die Wahl des Gemeindepräsidenten in Schönenbuch nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrem Artikel über die Kandidatensuche der Basler SVP auf ein Interview in OnlineReports.

In ihrem Beitrag über den Protest gegen das "General Sutter"-Denkmal in Rünenberg nahm die BZ auf OnlineReports Bezug.

Die BZ zog die OnlineReports-News über den Rücktritt von Beat Jans als IWB-Verwaltungsrat nach.

Auch das Regionaljournal zog die OnlineReports-Geschichte über Probleme in den Familiengärten nach, verzichtete aber vornehm auf eine Quellenangabe.

Die BZ nahm die OnlineReports-Recherche über die erneute Schliessung der Familiengärten an der Landesgrenze auf.

Die BZ nahm die OnlineReports-Nachricht über die Berufung des Staatsanwalts im Fall der FCZ-Schlägerei im Lehenmattquartier auf.

Das Regionaljournal griff die OnlineReports-Geschichte über Kurzarbeit bei BaZ und BZ auf.

Die BZ nahm die OnlineReports-Nachricht über die Stadtpräsidenten-Ambition von Kantonsspital-CEO Jürg Aebi auf.

Die Volksstimme nahm die OnlineReports-Story über den anstehenden Gerichtsfall zum Rothenflüher Blechpolizisten-Sprenger auf.

In ihrem Basler Medien-Epos nahm die Medienwoche auch auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung, Prime News und die BZ berichteten unter Berufung auf OnlineReports über Adrian Plachesis Abgang bei Telebasel.

In ihren Bericht über den Abbruch des einstigen Kutscherhauses an der Rufacherstrasse in Basel bezogen sich 20 Minuten und die Basler Zeitung auf OnlineReports.

Die BZ nahm auf die OnlineReports-Recherche zum Konkurs der "Gallenacher"-Schule Bezog.

Die BZ nahm die OnlineReports-Meldung über die Beton-Elemente auf dem Basler Centralbahnplatz auf.

Die OnlineReports-News über die technische Panne bei Swisslos wurde von der BZ aufgenommen.

In ihrem Bericht über die Bereitschaft zur Regierungskandidatur von Beatriz Greuter zitierte die Basler Zeitung aus OnlineReports.

Die BZ online bezog sich in ihrem Bericht über den Tod des Baselbieter Lehrerverbands-Geschäftsführers Michael Weiss auf OnlineReports.

Die Volksstimme zitierte in ihrem Bericht über den Konkurs von "Die Medienmacher" aus OnlineReports.

Telebasel bezog sich im Bericht über den Widerstand gegen die Basler IBA-Rheinterrassen auf einen Bericht von OnlineReports.

Die Basler Zeitung nimmt in ihrem Bericht über den Neujahrs-Empfang der Handelskammer beider Basel auf OnlineReports Bezug.

Die BZ schrieb in derselben Ausgabe zwei OnlineReports-Meldungen ab, ohne die Quelle zu deklarieren. Wiederholungstat!

In ihrem Bericht über Verkehrsprobleme am Aeschenplatz zitierte die Basler Zeitung aus OnlineReports.

Die OnlineReports-Nachricht vom Tod des ersten Baselbieter Kantonsgerichtspräsidenten Peter Meier wurde von der BZ, Telebasel, der Basler Zeitung und vom SRF-Regionaljournal nachgezogen.

Telebasel, die BZ und die Badische Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die technisch bedingte Umkehr einer "Austrian Airlines"-Maschine nach Wien auf

Die Basler Zeitung und die BZ nahmen die OnlineReports-Nachricht zum Tod des Konjunkturforschers Christoph Koellreuter auf.

20 minuten online, Blick, nau.ch, das SRF-Regionaljournal und Telebasel nahmen den OnlineReports-Primeur über den Unfalltod des Basler Umweltschützers Martin Vosseler auf.

nau.ch schrieb die OnlineReports-Recherche über den FDP-Wahlversand an Basler Neu- und Jungwähler zu einem eigenen Artikel um und verwertete auch die OnlineReports-Illustration dazu.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz

 

Wegen der Corona-Situation haben der Gewerbeverband und das Erziehungsdepartement entschieden, die 8. Basler Berufs- und Weiterbildungsmesse  vom 15. bis 17. Oktober nicht durchzuführen.

Auf der A2 bei Birsfelden wurde in der Nacht des 3. August ein in der Region wohnhafter Italiener als Raser erwischt, der bei erlaubten 80 mit 140 Stundenkilometern in Richtung Bern/Luzern unterwegs war.

Der Kanton Basel-Stadt, die IWB und Pro Innerstadt Basel gaben heute den offiziellen Startschuss für die Erneuerung der Freien Strasse und der angrenzenden Gassen.

Weil bei Bauarbeiten am Hochbergerplatz ein Stromkabel durchtrennt wurde, kam es am 30. Juli kurz vor 7.30 Uhr in Teilen von Kleinhüningen zu einem Stromunterbruch.

Die Friedhöfe Basel schreiben die Dienstleistungen für die Einsargung und die Überführung von Verstorbenen im Rahmen der unentgeltlichen Bestattung neu aus.

Die Universität Basel hat entschieden, ihren Dies academicus auf Grund der Corona-Pandemie nicht durchzuführen.

Die Baselbieter Corona-Abklärungs- und Teststation befindet sich neuerdings im Spenglerpark in Münchenstein.

Daniela Martin wird neue Geschäftsführerin der Basel Sinfonietta.

Am 8. Juli wurde im Basler Rathaus die Initiative für echten Wohnschutz und das Referendum gegen das "mieterfeindliche Nichtwohnschutzgesetz" eingereicht.

Mit über 4'000 Unterschriften ist in Basel-Stadt das Referendum gegen den umstrittenen Bau des Hafenbeckens 3 zustande gekommen, so dass es am 29. November zur Volksabstimmung kommt.

2. Juli: Einreichung der Initiative "Basel baut Zukunft", die 50 Prozent gemeinnützigen Wohn- und Gewerberaum auf Transformations-Arealen verlangt.

Niggi Rechsteiner übernimmt die Geschäftsführung der Basler "Stiftung Sucht" und folgt damit auf Francesco Castelli, der die Stiftung während neun Jahren geführt hat.

Jeanne Locher, seit 2016 Vizepräsidentin des Gemeinderates, ist mit 1'276 Stimmen neue Gemeindepräsidentin von Münchenstein, während Herausforderer Daniel Altermatt (GLP) auf 906 Stimmen kam.

Eveline Sprecher (SP) wurde in Aesch mit 1'087 Stimmen zur Gemeindepräsidentin gewählt, wobei FDP-Gemeinderat Stephan Hohl 726 Stimmen und Andreas Spindler (SVP) 305 stimmen erzielte.

In Allschwil setzte sich FDP-Gemeindepräsidentin Nicole Nüssli mit 2'989 Stimmen klar gegen Gemeinderat Christoph Morat (SP) durch, der 1'696 Stimmen erzielte.

Mike Keller (FDP) bleibt mit 2'162 Stimmen Binninger Gemeindepräsident; seine grüne Herausforderin, Landrätin Rahel Bänziger Keel, kam auf 1'140 Stimmen.

"Teufelhof"-Chef Raphael Wyniger wird neuer Präsident des Basler Hotelier-Vereins und Nachfolger von Felix W. Hauser, der dieses Amt seit 2014 ausübte.

Der Baselbieter FDP-Landrat Heinz Lerf wurde heute Donnerstag, 25. Juni, mit 76 von 81 gültigen Stimmen zum Landratspräsidenten für das Amtsjahr 2020/2021 gewählt.

Die BLT und die AAGL nehmen ab Montag, 29. Juni, den Ticketverkauf durch das Fahrpersonal auf ihrem Liniennetz wieder auf.

Mit Carmen Kolp übernimmt zum 1. Juli erstmals eine Frau die Geschäftsführung der IG Kleinbasel (IGK), als Nachfolger von Benny Zeuggin.

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