© Fotos by OnlineReports und CMDG
"Wie ein Mantra": Nationaler Millennium-Tag in Basel, Prominente Doris Leuthard

Basler Millenniums-Zentrum zwischen Bruchlandung und Durchstarten

Gisela Kutters Kompetenzzentrum für die UNO-Millenniumsziele zeitigen trotz pompösen Anlässen noch kaum Breitenwirkung


Von Ruedi Suter


Weltweite Wirkung hätte das vor drei Jahren in Basel gegründete Kommunikations-Zentrum für die UNO-Millenniumsziele erzielen sollen. Statt dessen kämpft es jetzt nach Millionenausgaben und stark redimensioniert um sein Überleben. Kompetenz- und Richtungsstreitigkeiten, Missverständnisse und verletzte Eitelkeiten haben das von der Mäzenin Gisela Kutter angeregte Projekt in einen besorgniserregenden Zustand gestürzt.


Es war ein Projekt der Hoffnung. Es hätte ausstrahlen sollen, von Basel in die Schweiz und in die ganze Welt hinaus – als aufklärendes Kompetenz-Zentrum (so damalige Medienunterlagen) für die 2'000 festgelegten Millennium-Entwicklungsziele der Vereinigten Nationen. Für diese acht ausschlaggebenden Ziele also, von denen 2008 in der Schweiz 88 Prozent der im Vergleich gut informierten Menschen noch keinen Schimmer hatten.

Diesen Ahnungslosen hätte das Zentrum in enger Zusammenarbeit mit Institutionen, Staatsstellen, Wirtschaftskreisen und Privatpersonen auf kreative Weise die Augen öffnen sollen, damit auch sie sich für das Erreichen dieser UNO-Vorgaben einsetzten und beispielsweise Entwicklungsorganisationen mit MDG-Arbeit unterstützten. 2015 läuft die Frist ab, die Zeit drängt, und noch bleibt eine Unmenge zu tun.

Halbierung der Armut

Immerhin geht es bei den "Millennium Development Goals" um nichts weniger als die Lösung dringender Probleme in wichtigsten Lebensbereichen: Um den Kampf gegen Armut und Krankheit, um das Essen für alle, um sauberes Wasser, um eine Grundausbildung für Buben und Mädchen. Aber auch um gleiche Chancen für Mann und Frau, um die ökologische Nachhaltigkeit sowie um eine globale Partnerschaft für Entwicklung und gemeinsames Handeln.

Als Kernaufgabe hat sich die UNO bis in fünf Jahren die Halbierung der Armut vorgenommen. Alles höchst ambitionierte und kräftezehrende Ziele, für die sich bisher 192 Länder verpflichtet haben – worunter auch die Schweiz. "Unsere Vision beinhaltet", so steht es im Programm des Kompetenzzentrums, "dass die Schweiz eine Vorreiterrolle im Einsatz für die MDGs einnimmt und einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung beiträgt."

Alles kam anders als gewünscht

Das im Frühjahr 2007 aus der Taufe gehobene Basler Institution hätte nun mit seiner wachsenden Ausstrahlungskraft und der tatkräftigen Unterstützung durch den Bund und die Regierung der Stadt Basel die Millenniumziele (MDGs) bekanntmachen sollen. Es hätte zu diesem Zweck eigene Dienstleistungen aufbauen, Aktionen durchführen und vernetzen sollen, es hätte Kampagnen organisieren und Projekte im Bildungs- und Wirtschaftsbereich initiieren sollen.

Doch daraus wurde kaum etwas: Das grossartig angestossene Zentrum blieb nach drei Jahren in seinen Kinderschuhen stecken, es besteht heute nicht mehr als aus dem ursprünglichen Büro an der Alemannengasse 23. Es wird selbst in Basel kaum wahr genommen, leidet – ähnlich wie die Millenniumsziele – am tiefen Bekanntheitsgrad, und es läuft derzeit gerade noch auf Sparflamme. Die Mitarbeitenden, die sich bei der UNO auskennen, sind enttäuscht oder im Zorn weg, der anfängliche Elan ist verdunstet, die Geschäftsleitung hat bereits zweimal gewechselt, potentielle Partner zeigen sich nicht mehr interessiert – dem Unternehmen droht ein tragisches Ende.

Gegen das "Wir haben nichts gewusst"

Dabei war das Zentrum im Frühjahr 2007 vielversprechend  gestartet. Am Anfang der Idee und jeder Aktion stand die Basler Mäzenin und Initiantin des neuen Basler Schauspielhauses, Gisela Kutter (62, Bild). Sie hatte im Nachkriegsdeutschland als Mädchen die Trostlosigkeit seelisch und körperlich versehrter Kriegsheimkehrer miterlebt. Weshalb es zum Zweiten Weltkrieg kommen musste, begründete Gisela Kutter gegenüber OnlineReports, sei in der Familie leider stets ein Tabuthema gewesen: "Vieles wurde totgeschwiegen. Oder es hiess: 'Wir haben nichts gewusst.'"

Als sie dann 2004 relativ spät erstmals von den Millennium Entwicklungszielen hörte, habe sie dies "sehr berührt und beschämt". Nach eingehender Beschäftigung mit den acht UNO-Zielen und dem Wissen, dass nur gerade 12 Prozent der Bevölkerung davon wüssten, entschloss sich die mittlerweile Schweizerin gewordene Ehefrau des verstorbenen Basler Historikers Markus Kutter zur Gründung einer Stiftung und dem Centre for the Millennium Development Goals of the United Nations» (CMDG).

"Ich will nicht zu den Menschen gehören, die später sagen, ich habe nichts von den Millenniumszielen gewusst." Die Konsequenz: Gisela Kutter stellte für das CMDG eine Million Franken Startkapital zur Verfügung. Damit verband sie die Hoffnung, für die Bekanntmachung der Millenniumsziele bald genügend weitere Geldgebende und Freiwillige motivieren zu können.

Gross inszenierter Event im November 2008


Als erster Geschäftsleiter übernahm der frühere Basler SP-Nationalrat Remo Gysin den Aufbau. Der Sozialdemokrat mit weitem Beziehungsnetz kennt sich in internationalen Belangen aus, er war einer der Initianten für den UNO-Beitritt der Schweiz. Als Stiftungsratspräsident stellte sich Hans-Christof Graf von Sponeck (71) zur Verfügung. Der deutsche Spitzendiplomat war unter anderem Koordinator des Hilfsprogramms für "Öl für Nahrungsmittel" im Irak.

Dass er seine Prinzipien vertritt, bewies er mit seinem Protestrücktritt, nachdem der UNO-Sicherheitsrat seine Sanktionen gegen den darbenden Irak beschlossen hatte. Sponeck beteiligte sich an Konzept und Aufbau des CMDGs. "Wir haben für die Region etwas Einmaliges vorbereitet." Er und Gisela Kutter begeisterten Walter Fust, den damaligen Chef der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) für die Idee – sie erhielten laut Kutter einen Unterstützungsbetrag, verteilt auf drei Jahre, von insgesamt 5 Millionen Franken versprochen. Nach Fusts Weggang soll der Betrag der Deza zunächst auf 1 Million und schliesslich auf 400'000 Franken reduziert worden sein.

Dann, am 28. November 2008, trat das CMDG mit einem gross inszenierten Event erstmals an die Öffentlichkeit. Im Beisein von Bundesrätin Doris Leuthard wurde im Basler Theater vor einem 1'000-köpfigen, teils hochrangigen Publikum der weltweit 1. Nationale Tag der MGDs aus der Taufe gehoben. Ein neues Logo in Form einer vielfarbigen Achterschleife, eine Grussbotschaft des früheren UNO-Generalsekretärs Kofi Annan, Filme und Clips von Studierenden, Produktionen von Schülern und Schülerinnen zum Thema Entwicklung, ein Auftritt von Rapper Greis mit seinem CMDG-Song "Come This Far", eine Rede von Renée Ernst, der Beauftragten für die UNO-Millenniumkampagne in Deutschland, die Vorstellung des CMDG durch Geschäftsleiter Gysin sowie ein Gespräch zwischen Kutter und dem späteren Stiftungsratsmitglied und Kommunikationsfachmann Patrick Rohr (Bild, mit Bundesrätin Leuthard) gehörten zu den Höhepunkten.

Ein ähnliches Programm mit Jugendlichen gab es im Jahr darauf, diesmal aber mit Bundesrätin Micheline Calmy-Rey. Und jetzt, kommenden Sonntag, wird im Theater Basel Nationalpräsidentin Pascale Bruderer Wyss auftreten. Moderator ist aber diesmal Esther Girsberger – und nicht mehr Patrick Rohr, der sich kürzlich wegen Arbeitsüberlastung im Geschäft aus dem Stiftungsrat zurückgezogen hat.

Falsche Vorstellungen

Die Stiftung wird jetzt von Gisela Kutter selbst präsidiert. Graf von Sponeck hatte nach insgesamt drei Jahren Mitarbeit entnervt das Handtuch geworfen. In einem Gespräch mit OnlineReports begründete der Diplomat seinen Rückzug unter anderem mit nicht eingehaltenen Versprechungen, Kompetenzgerangel, fehlender Professionalität, zuviel Personalwechsel, Geldmangel und der Setzung falscher Prioritäten.

Basel und seine französische und deutschen Nachbarschaft hätten mit einem gut funktionierenden CMDG eine einmalige Gelegenheit gehabt, sich zu einer MDG-Zentrale für internationale Entwicklungsfragen zu mausern, meinte Sponeck. Ihm schwebte sogar vor, dass Basel zusammen mit seiner Universität und den Regionsvertretern eine Führungsrolle übernehmen könne. Diese Chance sei aber leider verwirkt worden.

Er sei auch beim Antritt seines Amtes im Unklaren gelassen worden, wie viele Finanzmittel tatsächlich vorhanden sind. "Wir erhielten den Eindruck, dass erhebliche Gelder zur Verfügung stehen würden. Das war konsistent mit den Aussagen von Frau Kutter." Von einem grossen Gebäude als Zentrale, inklusive Cafeteria mit Räumlichkeiten sei die Rede gewesen, ebenso von Beiträgen, die "astromomisch unrealistisch waren". So sei ein Themenkatalog erarbeitet worden, der "viel zu ambitiös war in der Relation der Mittel, die allmählich sichtbar wurden".

Fazit: Die "Kleckerbeiträge" hätten nirgends hingereicht – und ohne das finanzielle Engagement von Kutter und der Deza "wäre gar nichts herausgekommen". Er müsse sich im Nachhinein auch vorwerfen, der ganzen Entwicklung des CMDG nicht mehr Zeit gelassen zu haben.  

"Alle Verbindungen zur Wirtschaft zerstört"


Ende Mai 2009 übergab Remo Gysin nach 18 Monaten die Geschäftsleitung an Sonja Ribi, die bereits unter reduzierten Bedingungen den zweiten Nationalen Millenniumtag durchführte und ein halbes Jahr später ebenfalls abtrat. Die vertraglich geregelte und verlängerte Anstellung Gysins sei beendet, hiess es lapidar. In Tat und Wahrheit waren die Spannungen zwischen Geschäftsleitung und dem Stiftungsrat derart eskaliert, dass eine Fortsetzung der Zusammenarbeit gar nicht mehr möglich war.

Gysin fand zu Beginn Kutters Anliegen eine "grandiose Idee". "Wir starteten äusserst erfolgreich." Während seiner Amtszeit sei ein fruchtbarer Boden gelegt worden. Unter ihm wurden unter anderem die Vernetzung vorangetrieben, der erste Millenniumstag durchgeführt, der Einbezug von Schulklassen umgesetzt, die Schweizer Premiere des finanzbranchenkritischen Films "Let's Make Money" durchgeführt und im Februar 2009 die MDG-Ziele zusammen mit der Messe Schweiz an der Muba vorgestellt.

Unterschiedliche Weltanschauungen

Die wachsenden Differenzen waren nicht zuletzt auf unterschiedlichen Weltanschauungen zurückzuführen. Je länger desto mehr prallten eher linke auf eher bürgerliche Vorstellungen. Sponeck wie auch Gysin wehrten sich vehement dagegen, Banken oder Konzerne wie Nestlé um Unterstützung anzugehen, wohingegen Gisela Kutter und ihre einflussreiche Freundin Yvonne Hodel, Werbefachfrau und Stiftungsratsmitglied, diesbezüglich keine Berührungsängste hatten.

Die Haltung der Männer habe dazu geführt, dass "alle Verbindungen zur Wirtschaft" zerstört wurden, kritisiert heute die CMDG-Mäzenin, welche beispielsweise gerne Nestlé-Verwaltungsratspräsident Peter Brabeck in den Stiftungsrat gebeten hätte. Mit dieser wirtschaftskritischen Haltung habe das CMDG auch keine finanzkräftigen Unterstützer mehr auftreiben können, die dem CMDG eine Zukunft gesichert hätten. Das Argument der Gegenseite: "Ein Zentrum dieser Art muss auf einer Unschuld basieren", begründete Sponeck seinen Widerstand. So könne man sich auch nicht zu stark mit den Banken verbinden. Und Gysin kontert: "Die Behauptung einer Wirtschaftsfeindlichkeit halte ich im Hinblick auf die von mir eingefädelte intensive Partnerschaft mit der Messe Schweiz oder die Zusammenarbeit mit der Basler Kantonalbank AG für verfehlt."


"Eindruck von einer Organisation mit viel Geld"


Die Finanzkrise verschärfte die Probleme des CMDG. Remo Gysin sagt: "Die Krise hat das Verhalten von Frau Kutter verändert." Jedenfalls verdeutlichten die Einbrüche im Finanzmarkt, dass die Mäzenin nicht weitere namhafte Beträge in das bereits schlingernde  Projekt einschiessen wollte oder konnte. Gisela Kutter entschied, die Stiftung aus finanziellen Erwägungen nicht umzubauen, wie dies Gysin gefordert habe, und auf den Ausbau einer eigenen Liegenschaft zu einem Zentrum zu verzichten. Dies habe zu üblen Reaktionen geführt und die Stimmung vollends vergiftet.

Entsprechend war die Wahrnehmung von aussen. Selbstständige oder Mitarbeitende verschiedener Organisationen, die für eine Kooperation mobilisiert wurden oder Ideen lieferten, vernahmen vom Geschäftsleiter nichts mehr. Marianna Gujer von der Alliance Swiss: "Wir erhielten beim CMDG den Eindruck einer Organisation mit viel Geld. Aber als es ums Konkrete ging, hörten wir nichts mehr." Als ebenfalls involvierter Historiker erklärte Tobias Hug: "Das CMDG hat es verpasst, als Umbrella-Organisation die anderen Nichtregierungsorganisationen in der Schweiz mit einzubeziehen und damit die MDGs an eine breitere Öffentlichkeit zu bringen."

Kritik an "pompösen Inszenierungen"

Nicht nur von Gysin und Sponeck, zunehmend auch von aussen wurde schliesslich die von Kutter und Hodel bevorzugten elaborierten Events zum MDG-Tag im Basler Stadttheater kritisiert. Das seien "pompöse Inszenierungen für das erlauchte Publikum", die viel zu viel Geld und Zeit verpufften und nur eine mässige Werbewirkung erzeugten.

Klaus Leisinger, Leiter der Novartis-Stiftung für Nachhaltige Entwicklung, die sich permanent mit den Millenniumszielen auseinandersetzt, hätte es im Nachhinein grundsätzlich sinnvoller gefunden, das Geld wäre direkt in notwendige Projekte geflossen. Gisela Kutter antwortet, sie und der Stiftungsrat hätten immer schon ein bislang nirgends existierendes und unabhängiges Kommunikationszentrum angepeilt, das die Idee der MDGs via Medien und Aktionen unter die Leute bringe. Die direkte Umsetzung der Millenniumziele sei Sache erfahrener Organisationen.

"Ich habe viel gelitten"


Was bei allen ehemaligen und aktuellen Beteiligten zurückbleibt, ist die Hoffnung, dass das CMDG auf Dauer doch noch gerettet werden kann. Zurück bleiben aber auch – trotz des bereits Erreichten – Enttäuschung und Frustration darüber, dass das Zentrum nicht gleich richtig durchstarten konnte. Dies trifft insbesondere auch auf Gisela Kutter zu. Sie stand OnlineReports offen Rede und Antwort. Den von verschiedenen Seiten erhobenen Vorwurf, sie habe sich zu viel in die Belange der Geschäftsleitung und des Operativen eingemischt und ihren Willen durchgedrückt, will sie so nicht gelten lassen.

Sie könnte zwar streiten und argumentieren, doch habe sie sich gegenüber den entschieden auftretenden Männern Remo Gysin und Graf von Sponeck oft "wehrlos" gefühlt. "Ich habe viel Lehrgeld bezahlt und viel gelitten." Überdies habe sich im CMDG-Gebilde ein Graben aufgetan – zwischen einer vorallem wirtschaftlich argumentierenden Fraktion einerseits und einer eher politisch denkenden Fraktion andererseits. Letztere umfasste Remo Gysin, Graf von Sponeck und die in beiden Lagern respektierte Stiftungsrätin Elsbeth Müller, Geschäftsleiterin der UNICEF Schweiz.

Gesuch um eine Denkpause beim Deza


Ende 2009 kündigte die Mäzenin allen Mitarbeitenden. Und dem unterdessen neu organisierten Deza im Eidgenössischen Departement für Auswärtige Angelegenheiten liess sie über die scheidende Geschäftsleiterin Sonja Ribi wissen, dass das CMDG eine "Denkpause" brauche. Kutter: "Ich wusste nicht mehr, wie es weitergehen soll. Ich verschwand im Untergrund." Aus dem ist sie unterdessen wieder hochgestiegen.

Sie habe neuen Mut gefasst, dank der besonnen Art der professionellen Beraterin Sabine Schmelzer (47), auch Präsidentin von Business & Professional Woman Switzerland. Diese amtet nun als neue Geschäftsleiterin und versucht das CMDG mit stark reduziertem Programm in die Zukunft zu retten. Da die Kräfte nicht ausreichten, wurden vom Zentrum zwei bedeutungsvolle Anlässe nicht öffentlich thematisiert: Das internationale MDG-Treffen der Staatsvertreter in New York vom letzten September und das Symposium zu den Millenniums-Entwicklungszielen an der Universität Basel vom 23. Oktober.

Ein Neuanfang könnte Chancen haben


Hingegen trafen Kutter und Schmelzer vor wenigen Tagen alt Bundesrat Joseph Deiss. Er sicherte als neuer Präsident der UNO-Generalversammlung dem CMDG seine ideelle Unterstützung zu: ein Hoffnungsschimmer mehr. Gisela Kutter, die nach eigener Aussage bereits über eine Million Franken in das Projekt gesteckt hat, will sich nochmals ins Zeug legen: "Ich engagiere mich weiter für die Stiftung und suche Geldgeber für das CMDG." Die Millenniumsziele müssten ohne Unterlass  repetiert und weitervermittelt werden – "wie ein Mantra."

Auffallend ist, dass sich nun Geschäftsleitung wie auch die Mehrheit des Stiftungsrates in Frauenhand befinden. Und dass in diesem Jahr die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung der Rolle der Frau im Vordergrund stehen. Dass die Realisierung eines Basler Kompetenzzentrums für die Millenniumsziele an den Rand des Scheiterns geriet, scheint nicht zuletzt die Folge eines klassischen Mann-Frau-Konflikts zu sein: Unterschiedlicher Umgang mit Macht, anderes Denken, verschiedene Sprachen.

Es sind Faktoren, die – nebst anderen wie Egoismus, Willenlosigkeit, Inkompetenz, Verdrängung – auch das Erreichen der UNO-Millenniumsziele in Frage stellen: Ziele, die lediglich Zwischenziele sein können. Als nächstes Ziel hat sich Gisela Kutter den kommenden Sommer gesetzt: "Dann weiss ich, wie es weitergeht."

 

Transparenz: Der Autor hat 2008 dem CMDG geholfen, die Medientexte für den 1. Nationalen Millenniumstag zu verfassen.

26. November 2010

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