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"Dieser tolle Solarstrom": PV-Kraftwerk an Muttsee-Staumauer

IWB baut mit Axpo grosses Solarkraftwerk an Glarner Staumauer

Denner verpflichtet sich zur langfristigen Abnahme des erneuerbaren Photovoltaik-Stroms


Von Peter Knechtli


Damit die Energiewende gelingt, ist – vor allem im Winter – viel Solarstrom nötig: Der Basler Energieversorger IWB baut zusammen mit Axpo an einer Glarner Stauseemauer die grösste alpine Solaranlage der Schweiz. Mit von der Partie ist Detailhändler Denner, der sich zur langfristigen Abnahme des nachhaltig produzierten Stroms verpflichtet.


Standort ist die Staumauer des im Glarnerland liegenden Muttsees, die zum Pumpspeicherkraftwerk "Limmern" gehört. An die am höchsten gelegene Staumauer Europas werden Solarpanels in einer Fläche von 10'000 Quadratmetern installiert, die mit einer Leistung von 2,2 Megawatt jährlich 3,3 Millionen Kilowattstunden nachhaltig erzeugten Strom liefern. Gegen das Projekt war keine einzige Einsprache eingegangen.

Axpo-Konzernchef Bernhard Brand räumte an einer virtuellen Medienkonferenz offen ein, das Projekt werde "wahrscheinlich nie wirtschaftlich" betrieben werden können ("ein Wermutstropfen"): Die 5'000 Module müssen per Helikopter angeliefert werden und die Montage an einer Staumauer ist schlicht teurer als jene auf einem Hausdach. "Aber wir tun es, weil es ein Leuchtturm-Projekt ist. Wir wollen demonstrieren: Es geht, man kann es tun."

Günstiger Standort für Winterproduktion

Dann kam Brand auf das Motiv zu sprechen, weshalb seine Firma, die IWB und Denner das Projekt mit Namen "AlpinSolar" dennoch an die Hand genommen hätten: Allein um die Leistung des dereinst ausser Betrieb genommenen Atomkraftwerks Leibstadt im Winter zu kompensieren, seien über 3'000 Solaranlagen in der Dimension des Muttsee-Projekts erforderlich.

Der Solarenergie attestiert Brand in der Schweiz das "grösste Potenzial" der möglichen erneuerbaren Energiesysteme. Ihre grösste Tücke sei jedoch, dass Solarpanels im Winter bis sechsmal weniger Strom lieferten als im Sommer. Beim Standort Muttsee dagegen sind die meteorologischen Verhältnisse so gut, dass die Hälfte der Produktion in das Winterhalbjahr fällt. Grund: Weniger Nebel, tiefe Temperaturen erhöhen den Wirkungsgrad und durch die Reflektion des Sonnenlichts im Schnee werde die Ausbeute nochmals verbessert.

Als Vorteil stellt sich jedoch heraus, dass an der Staumauer sämtliche Leitungen schon vorhanden sind, um den produzierten Strom ins Netz zu leiten.

IWB-Tochter "Planeco" baut

Die Investitionen belaufen sich auf acht Millionen Franken. Am Joint Venture sind die IWB als eines der grössten Schweizer Stadtwerke mit 3,5 Millionen Franken beteiligt, wie CEO Claus Schmidt auf die Frage von OnlineReports bekanntgab. Am Pionierprojekt in den Glarner Alpen beteilige sich der Basler Energiedienstleister, weil die Produktion erneuerbarer Elektrizität in seinem Betrieb eine "sehr lange Tradition" habe. So ist es denn auch die "Planeco AG", eine Tochtergesellschaft der IWB, die mit dem Bau der Anlage beauftragt wird.

Als aktuelle Beispiele nannte er das "Westfeld"-Projekt mit über 500 Genossenschaftswohnungen, die Anlage zur Produktion von Wasserstoff auf der Birsfelder Kraftwerks-Insel oder den bevorstehenden massiven Ausbau der Fernwärme in Basel-Stadt, wo die Ölheizungen ihrem Betriebs-Ende entgegen sehen. Schmidt: "Die Versorgung ohne fossile Energieträger ist möglich." Ebenso spürt er, dass "die Nachfrage nach alternativen Energiekonzepten steigt". Aber die Schweiz brauche insbesondere "mehr Winterstrom".

Denner will Vorbild sein

Laut Denner-CEO Mario Irminger passt das Engagement von Denner "perfekt zur Nachhaltigkeits-Strategie" des Lebensmittel-Discounters. Als Arbeitgeber habe Denner gegenüber seinen 6'000 Mitarbeitenden und der Bevölkerung "eine Vorbildfunktion". Um die Dekarbonisierung bis ins Jahr 2030 voranzutreiben, hat Denner mit Axpo und IWB vereinbart, den Glarner Solarstrom über eine Dauer von 20 Jahren abzunehmen. Der Preis, den Denner zu bezahlen bereit ist, "liegt über den heutigen Marktniveau", so Irminger. Konkreter wollte der Denner-Chef nicht werden.

Allerdings rechnet Brand mit einer Betriebsdauer von "eher 30 Jahren", so dass auch weitere Abnehmer "von diesem tollen Solarstrom profitieren können", wie er weitere potentielle Interessenten schon auf den Geschmack bringen wollte.
 

Der Axpo-Chef brachte dann noch einige allgemeine energiepolitische Forderungen aufs Tapet. Um "Veränderungen im grossen Stil zu bewirken", sei eine Veränderung der Rahmenbedingungen unabdingbar. So will die Energiewirtschaft in der Revision des Energie- und Stromversorgungsgesetzes Ideen einbringen, damit wir "die ambitiösen Ziele" der schweizerischen Energiewende auch wirklich erreichen können.

Axpo möchte "gleitende Marktprämie"
 

Brand denkt dabei an das Modell der "gleitenden Marktprämie". Dabei erfolgt in einer negativen Auktion der Zuschlag an den günstigsten Anbieter. Fällt der Marktpreis unter den Zuschlagspreis, übernähme der Staat so etwas wie eine Defizitgarantie. Dieses Modell sei vorteilhafter als die Zahlung einmaliger Investitionsbeiträge. Brand: "Wir dokumentieren den Willen und die Fähigkeiten, solche Anlagen bauen zu können. Aber allein kriegen wir das nicht hin, das ist eine nationale Aufgabe."

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21. Januar 2021


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"Heimatschützer lassen grüssen"

Gratulation für dieses Projekt und beste Wünsche für gutes Gelingen! Wo finden die Stromerzeuger 3'000 Staumauern mit guten meteorologischen Verhältnissen? Da müssen noch viele Stauwerke gebaut werden! Die Heimatschützer lassen grüssen. Wie lange wird es dauern, bis Denner die teureren Strompreise auf die Kunden abwälzt?


Fritz Kunz, Therwil



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"Karli Odermatt ist (...) heute Verwaltunsgrat der FC Basel Holding"

BZ Basel
wiederholt, diesmal
in einer Bildlegende
am 22. April 2021
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Die BZ liebt offenbar Fischgräte in den Verwaltungsräten.

Alles mit scharf

Immer wieder Neulinge

RückSpiegel


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In ihrem Report über die Basler LDP nimmt die WochenZeitung (WoZ) Bezug auf ein OnlineReports-Interview mit LDP-Grossrat Michael Hug.

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Blick, Telebasel, 20 Minuten und die BZ nahmen die OnlineReports-News über die Strafanzeigen gegen den ausländerfeindlichen Basler Grossrat E. W. auf.

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Prime News ging in der Kritik an "Weltwoche"-Kolumnist Christoph Mörgeli auf einen satirischen OnlineReports-Text über Lukas Engelberger ein.

Der Tages-Anzeiger bezog sich in einem Artikel über Impf-Privilegien auch auf einen OnlineReports-Artikel über UKBB-CEO Marco Fsicher.

Die Basler Zeitung nahm in ihrem Abschiedstext über den Basler Regierungsrat Hans-Peter Wessels in Text und Bild auf OnlineReports Bezug.

Die OnlineReports-Todesnachricht über alt-Landrat Peter H. Müller wurde von der BZ aufgenommen.

Die BZ nahm die OnlineReports-News über die Schliessung des Zeitungsladens "Press&Books" auf der Basler SBB-Passerelle auf.

Telebasel, das Regionaljournal und die Basler Zeitung nahmen in ihren Nachrufen auf Corina Christen auf OnlineReports Bezug.

Der OnlineReports-Primeur über den Rücktritt das Basler Grünen-Präsidenten Harald Friedl nahmen die BZ, Prime News, das Regionaljournal, die Basler Zeitung und Telebasel auf.

Die Medienwoche berichtete bezüglich einer "Weltwoche"-Falschmeldung über den Basler Regierungsrat Lukas Engelberger darüber, dass Mörgeli die humoristische Gedankenspielerei auf Onlinereports.ch für bare Münze nahm.

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Die BZ zieht den OnlineReports-Report über den Verzicht auf das Muttenzer Multiplex-Kino der "Kitag AG" nach.

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In ihrer Besprechung von Roland Starks Kolumne-Buch "Stark!" nimmt die Volksstimme auf OnlineReports Bezug.

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Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Das Hafenfest Basel 2021, das vom 3. bis 5. September hätte stattfinden sollen, wurde vom Organisationskomitee aus epidemiologischen Gründen abgesagt.

Die Basler Regierung hat die kantonalen Einschränkungen für "Einrichtungen im Sportbereich" aufgehoben, so dass der Sportunterricht und die Nutzung der Garderoben auf Sekundarstufe I und II ab 3. Mai wieder möglich sind.

Marc-André Giger und Guy Lachappelle werden neue Mitglieder des Verwaltungsrats des Universitäts-Kinderspitals beider Basel (UKBB).

Das Landratspräsidentinnen-Fest zu Ehren der Grünliberalen Regula Steinemann muss aus Pandemie-Gründen vom 24. Juni auf den 26. August verschoben werden.

Rolf Borner, Geschäftsleiter Immobilien Basel-Stadt, verlässt das Finanzdepartement nach 16 Jahren per 1. August und wird Direktor "Infrastruktur und Betrieb" und Mitglied der Universitätsleitung der Universität Basel.

Ab 19. April sind die Sportanlagen im Kanton Basel-Stadt gemäss den Vorgaben des Bundes und unter Einhaltung der Schutzmassnahmen wieder zugänglich.

Salome Bessenich wird Nachfolgerin des zurücktretenden Basler SP-Grossrats Sebastian Kölliker, der Co-Generalsekretär des Basler Präsidialdepartements wird.

Der 615. Liestaler Banntag vom 10. Mai ist durch einen Beschluss der vier Rottenchefs aus pandemischen Gründen abgesagt worden.

Innerhalb von zwei Wochen sind über 3’000 Unterschriften gegen die vom Grossen Rat beschlossene Abschaffung der Parkplätze beim Friedhof Hörnli zusammengekommen.

Daniel Urech, Gemeinderat der Freien Wähler Dornach und Kantonsrat der Grünen Solothurn, tritt für das Gemeindepräsidium Dornach an.

Mit einer Geschwindigkeit von 124 km/h statt der erlaubten 60 km/h erwischte die Polizei am 29. März auf der Oristalstrasse in Liestal einen 33-jährigen italienischen PW-Lenker, der in Richtung Büren raste und es jetzt mit der Justiz zu tun bekommt.

Die neugewählten Basler Regierungsmitglieder Esther Keller (GLP) und Kaspar Sutter (SP) wurden zu neuen Verwaltungsratsmitgliedern des EuroAirport ernannt.

Das Referendum gegen eine flächendeckende Parkraum-Bewirtschaftung in Allschwil ist mit über 800 Unterschriften zustande gekommen; das Quorum beträgt 500 Unterschriften.

Waltraud Parisot wird neue Verwaltungs-Chefin an der Musik-Akademie Basel und damit Nachfolgerin von Marc de Haller, der nach 18 Dienstjahren regulär pensioniert wird.

Lina Arti hat heute als 10'000. Baslerin im Impfzentrum die Corona-Zweitimpfung und von Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger einen grossen Blumenstrauss erhalten.

Der Kanton Basel-Stadt hat bis 2. März gesamthaft 25,2 Millionen Franken A-fonds-perdu-Beiträge aus dem Härtefall-Programm an Unternehmen ausbezahlt und 4,9 Millionen Franken Bürgschaften für KMU-Kredite bewilligt.

Dominik Scherrer wird als Nachfolger von Titus Hell neuer Präsident der Jungfreisinnigen Basel-Stadt.

Die Fluxdock AG wird den Kasernen-Hauptbau betreiben, in dem Anfang 2022 das Kultur- und Kreativzentrum seine Tore öffnet.

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Alexa Ipen-Providoli wird ab 1. April neue Leiterin des Amtes für Beistandschaften und Erwachsenenschutz und damit Nachfolgerin von Sarah Thönen, die ins Erziehungsdepartement wechselt.

Bis 1. Februar erhielten in Basel-Stadt über 9'800 Personen eine erste Impfdosis gegen das Coronavirus, über 3'700 weitere Personen haben bereits zwei Dosen erhalten.

Das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt hat bei 36 Haarfärbemittel-Proben neun Produkte mit einem Verkaufsverbot belegt.

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