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"Themenpark, kein Funpark": Nachhaltigkeits-Vermittler Aeneas Wanner

Energie-Pioniere in der Region Basel: Interesse über den Erwartungen

Aenes Wanner, Geschäftsführer des Vereins "Energie-Zukunft Schweiz", über sanfte Energie-Projekte in der Region Basel


Von Peter Knechtli


Das Interesse an Projekten zur nachhaltigen Hestellung von Energie in der Region Basel ist grösser als erwartet: Seit Mai brachte der neu gegründete Verein "Energiezukunft Schweiz" 10'000 Besuchenden sieben nachhaltige Produktionsanlagen näher. Hauptrenner sind die Geothermie-Bohrung im Kleinbasel und das Biomasse-Kraftwerk in Pratteln.


Die Website des Vereins "Energie-Zukunft Schweiz" - letzten März von den beiden regionalen Energieversorger IWB und Elektra Baselland (EBL) gegründet - ist zwar erst seit kürzester Zeit online. Aber im Hintergrund entfaltete die Trägerschaft schon rege Aktivitäten, über die bisher kaum öffentlich berichtet wurde. Das Ziel ist es, die Vielfalt an regionalen Produktionsanlagen, die erneuerbare Energie herstellen, stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen, mehr Know-how und Erfahrungsaustausch zu gewinnen und damit auch die Bereitschaft zum Bau weiterer Anlagen zu schaffen.

Geothermie und Biomasse als Attraktion

Dreh- und Angelpunkt ist die Website www.linie-e.ch, mit der seit August Interessenten jeder Art zu Besuchen von sieben Vorzeige-Projekte motiviert werden sollen: Das Geothermiekraftwerk auf dem IWB-Werkareal in Kleinhüningen, die Biomasse-Vergärungsanlage in Pratteln, das geplante Holzheizkraftwerk, das Flusskraftwerk Augst, das Ökoheizwerk auf dem Gelände der ARA Rhein in Prattlen, die Trinkwasseraufbereitung in den Langen Erlen und die Erdgasentspannungsanlage in Arlesheim.

"Seit letzten Mai haben wir 10'000 Besuchende durch diese Anlagen geschleust", freut sich Aeneas Wanner (27), seit Juni Geschäftsführer von "Energie-Zukunft Schweiz". Als bisher klarste Renner erwiesen sich die Geothermie- und die Biomasse-Anlage, die monatlich 800 Hör- und Schaulustige anzogen. "Wir haben damit Interesse geweckt und Anklang gefunden, wie wir es nicht erwartet hätten", zieht Umweltnaturwissenschafter Wanner eine erste Bilanz. Das Publikum ist bunt gemischt von Schulklassen und Studentengruppen aus Norddeutschland und Finnland bis Boston über Feuerwehren, Sport- und Kegelclubs bis zu Energie-Fachleuten. Erfolgreich war eine Ausschreibung unter Ökostromkunden der EBL: Jeder Vierte meldete sich an. War der Besuch der "seltenen bis einzigartigen Anlagen" (Wanner) bisher Gruppen vorbehalten, können sich künftig - am bequemsten online - auch interessierte Einzelpersonen für einen kommentierten Rundgang anmelden.

Zielgruppengerechte Information

Vermittelt werden die Informationen durch acht speziell ausgebildete Guides, darunter zwei professionelle Schauspieler, aber auch Fachleute. "Sie achten besonders darauf, dass in einer zielgruppengerechten Sprache kommuniziert wird", sagt Aeneas Wanner. "Immer sehr positiv" sei das Feedback, das bei den informationshungrigen Besuchenden eingeholt wird. Möglicherweise als etwas zu fantastisch scheint sich die ursprüngliche Idee der Promotoren herauszustellen, mit der "Linie-e" selbst den regionalen Tourismus zu beflügeln. "Wir sind von dieser Idee etwas abgekommen", meint Wanner und hält fest, dass die Interessenten "einen Themenpark und keinen Funpark" besuchen sollen.

In einer ersten Phase dieses Kommunikationsprojektes ging es darum, "das Projekt überhaupt zum Fliegen zu bringen", die Führungen zu konzipieren, die Guides auszubilden, die Koordination zwischen den Anlagen sicher zu stellen und schliesslich die Website aufs Netz zu bringen. In nächster Zeit soll die "e-Linie" offensiv beworben, aber auch die Strategie von "Energie-Zukunft Schweiz" vorangetrieben werden.

Mit weiteren Trägern im Gespräch

Dazu gehört auch, die Mitgliedschaftsbasis zu erweitern. Seit der Gründung ist der Gasverbund Mittelland dazu gestossen. "Mit weiteren Interessenten sind wir im Gespräch", deutet der Geschaftsführer an, ohne Namen nennen zu wollen. Im Video-Statement sagt der in Dornach aufgewachsene Mitgründer der Klimaschutz-Organisation "myclimate.org", die "Linie-e" sei nicht primär eine PR-Aktion der Energieversorger. Vielmehr gehe es darum, die eigenen Stärken zu kommunizieren und das Bewusstsein für erneuerbare Energie zu schärfen.

 

Für Schulen sind die Führungen kostenlos, das Fachpublikum zahlt pro Führung 300 Franken, die Öffentlichkeit 150 Franken. Für alle Besuchergruppen kostenlos sind die Führungen durch das Wasserkraftwerk Augst. Website: www.linie-.ch

4. Dezember 2006

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https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Es hat eine Achillesverse."

OnlineReports.ch
vom 13. Juli 2020
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Achilles konnte eben auch gut dichten.

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2. Juli: Einreichung der Initiative "Basel baut Zukunft", die 50 Prozent gemeinnützigen Wohn- und Gewerberaum auf Transformations-Arealen verlangt.

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In Allschwil setzte sich FDP-Gemeindepräsidentin Nicole Nüssli mit 2'989 Stimmen klar gegen Gemeinderat Christoph Morat (SP) durch, der 1'696 Stimmen erzielte.

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