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Martin Vosseler: Das weisse Velo in der Austrasse

Basel, 26. Oktober 2019

Augenschein am Ort, wo der Basler Umweltschützer Martin Vosseler tödlich verunglückt ist: Ein beige gestrichenes Velo wurde an einem Pfosten  befestigt, ein sogenanntes "Geistervelo", wie das in anderen Städten wie beispielsweise Liestal (beim Hallenad) üblich ist, wenn ein Velofahrer zu Tode gekommen ist. Auf den Trottoirs links und rechts stehen Blumen und Kerzenlichter. Zu lesen ist: "Wir wussten nicht, wer Martin Vosseler war, aber er ist in unserer Strasse gestorben." Es folgen zwei Gedichte von Rilke.

Austrasse: Hot spot für Radfahrende

Die genaue Unfallursache ist bis jetzt nicht bekannt. Ist er von sich aus gestürzt, führte ein medizinisches Problem zu seinem Sturz oder wurde er von dem Lastwagen gestreift? Fest steht, dass die Austrasse für Velofahrer kein angenehmer Ort ist, vor allem nicht im Abschnitt zwischen der Kreuzung Schützenmattstrassse und dem Allschwilerplatz. Am rechten Strassenrand sind Parkplätze zugelassen und es bleibt noch rund ein halber Meter Fahrbahn zwischen dem Tramgeleise und den abgestellten Fahrzeugen. Zum Ausweichen bleibt da kein Platz, oder man gerät in die Tramgeleise.

Ein Problem, das sich an verschiedenen Orten der Stadt stellt, zum Beispiel in Querstrassen des Gundeldinger-Quartiers. Eigentlich müsste man diese Parkplätze aufheben und durch Velostreifen ersetzen. Doch Parkplätze sind auch ein Quartierpolitikum.

Nachtrag vom 29. Oktober 2019. Grossrat Jörg Vitelli (SP) hat zu dem Thema eine Interpellation eingereicht. Er fragt die Regierung an, ob man in diesen schmalen Strassen mit Tramgeleisen nicht permanente oder temporäre Parkverbote einführen sollte.




Weiterführende Links:
- Austrasse: Velofahrer nach Sturz von Lastwagen getötet
- Der tödlich verunfallte Velofahrer war Martin Vosseler


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"Menschenverachtendes Verkehrsregime"

Im Artikel wird die genaue Unfallursache erwogen. Eine Möglichkeit wurde nicht erwähnt: dass jemand von innen die Tür eines geparkten Autos öffnete – eine weitere tödliche Falle, in die jede/r Velofahrende schon mal geraten ist – und Martin Vosseler zum Ausweichen zwang. Wurde diese Möglichkeit untersucht?

Klartext: Das menschenverachtende Basler Verkehrsregime hat unser Vorbild Vosseler auf dem Gewissen. Er soll nicht umsonst gestorben sein.

Als erstes gehören alle solchen Unglücksfallen in der Stadt ausgemerzt. Es gab vor ein paar Jahren eine Aktion der Jungen Grünen, in der sie auf Gefahrenstellen für Velofahrende hinwiesen. Davon wünsche ich mir eine Neuauflage. Unsere „rotgrüne“ Regierung sollte den Mut aufbringen, den Schutz des Lebens vor die Partikularinteressen von Geschäftsinhabenden und Autofans zu stellen.


Domenica Ott, Riehen




"Welcher Politiker ist dafür verantwortlich?"

Die Frage ist, wer als Mitglied des Regierungsrats die Aufgabe hat, für die Sicherheit der Velofahrer zu sorgen? Der soll zur Verantwortung gezogen werden! Es ist international selbstverständlich, neben geparkten Autos einen Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zu schaffen. Welche politische Instanz in Basel-Stadt macht das nicht?

Die Kapphaltestellen mit ihren überhohen Trottoirs und überschmalen Trottoirkante / Tramschienenabständen nehmen schwere Unfälle von Velofahrern in Kauf. Welcher Politiker hat dies zu verantworten?

Es sind nicht sogenannte "Sachzwänge", sondern bewusste politische Entscheidungen, die dazu führen, dass Menschen schwer verletzt werden oder zu Tode kommen. Die Personen, die diese Entscheidungen fällen, sind zu benennen und zur Verantwortung zu ziehen.


Klaus Burri, Basel




"Schade, musste eine bekannte Persönlichkeit sterben"

Es ist eigentlich schon sehr traurig, dass erst eine bekannte Persönlichkeit zu Tode kommen muss, damit das Problem der dortigen Verkehrssituation endlich in der Öffentlichkeit diskutiert und hoffentlich nun auch von den zuständigen Behörden richtig überprüft wird.


Bruno Heuberger, Oberwil




"Sicherheitslinie wie Betonmauer"

Diesen Abschnitt in der Austrasse befahre ich täglich. Er ist mit einer Sicherheitslinie ausgestattet.
Man hat mich gelehrt, dass eine Sicherheitslinie einer Betonmauer gleichzusetzen sei. Das Überholen eines Velos, ohne überqueren der Sicherheitslinie ist dort gar nicht möglich, schon gar nicht von Lastwagen. Selbst die schienengebundenen Trams respektieren den Umstand, dass das Überholen eines Velofahrers in diesem Abschnitt nicht möglich ist, und sie verhalten sich entsprechend. Danke. Dasselbe müsste man von allen übrigen Fahrzeugen erwarten müssen.


Rolf W. Voellmin, Basel




"Wann werden diese Parkfelder aufgehoben?"

Austrasse, Allschwilerstrasse als Beispiele für die eigentlich unverantwortliche Aufteilung des knappen Strassenraumes! Rechts parkierte Autos (notabene immer breitere), dann links anschliessend schmaler Teerstreifen, dann die Tramgeleise. Wenn sich rechts unverhofft eine Türe öffnet, wird's gefährlich. Wenn von hinten Fahrzeuge die Velofahrenden überholen, wird's auch für mich zuweilen mulmig. Wann endlich werden in diesen engen Strassenabschnitten diese Parkfelder aufgehoben? Übrigens wird auch öfters das Vorwärtskommen des Trams behindert. Durch ein- und ausparkende Fahrzeuge, durch überbreite parkierte. Das, was jedoch im Vordergrund steht, ist das tödliche Potential dieser Strassenraum-Verteilung.

Deswegen müssen diese gefährlichen Situationen dringend entsprechend angepasst werden, d.h. in engen Strassen mit Tramschienen müssen die Parkfelder aufgehoben werden.


Steffi Luethi-Brüderlin, Basel




"Diese Parkplätze gefährden Velofahrer massiv"

Der Langsamverkehr muss geschützt werden und deshalb sind sind solch enge und gefährliche Stellen aufzuheben. Diese Parkplätze gefährden Velofahrer massiv. Die Unversehrtheit und das Leben der Velofahrer ist sicher ein höheres Gut als der Erhalt dieser potentiell tödlichen Parkplätze.


Gregor Stotz, Basel




"Man kommt deswegen oft ins Schwanken"

Genau die Stelle, an der Vosseler verunglückt ist, hat mich vor einiger Zeit dazu bewogen, mein Kleinmotorrad zu verschenken. Man kann dort nur zwischen den Tramschienen fahren und kommt deswegen oft ins Schwanken.


Peter Graf, Basel



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Theater Basel

"Un sentiment de vie"
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"Da schaue ich lieber zu Hause auf dem Fernseher und werfe meinen Hund durch die Stube, wenn sie nicht gewinnen."

Timm Klose
vereinsloser Fussballer
und FCB-Fan
in der BZ Basel
vom 9. Oktober 2021
über seine Gemütsverfassung,
wenn der FCB verliert
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Ein Fall für den Tierschutz.

RückSpiegel


20 Minuten nahm die OnlineReports-Geschichte über einen FCB-Hooligan und vor Appellationsgericht erfolglosen DNA-Verweigerer auf.

Die BZ Basel, Telebasel, Bajour und Prime News nahmen zum Rücktritt des Basler Nationalrats Christoph Eymann Bezug auf ein OnlineReports-Interview.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über die Polizei-Kontrolle von Rechtsextremen in Bubendorf nach.

Telebasel nahm den OnlineReports-Primeur über die Sichtung einer Waschbären-Familie in Gelterkinden auf.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Meldung über die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen den Basler Grossrat Eric W. auf.

20 Minuten, Telebasel und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über die Durchführung der Basler Herbstmesse auf. Die Basler Zeitung kam einen Tag später und unterliess die Quellennennung.

Bajour nahm im Artikel über die Basler Nano-Forschung auf eine OnlineReports-Meldung Bezug.

Im Beitrag von Prime News über die "zunehmende Missachtung der Aufgabentrennung zwischen Staat und Medien" wird OnlineReports zitiert.

Telebasel und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über den Grund des Tramunglücks vom Oktober 2019 auf.

Die OnlineReports-Erstmeldung über die zweite Beschwerde von ex ASE-Präsident Simon Müller vor Bundesgericht wurde von der BZ Basel aufgenommen.

Die Medienwoche nahm den OnlineReports-Leitartikel über die Förderung von Onlinemedien ohne Subventionen in ihr Monitoring auf.

Telebasel, 20 Minuten und Primenews nahmen die OnlineReports-Exklusivmeldung über den Ausnahmezustand im überfüllten Gartenbad St. Jakob auf.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Die baselstädtische EVP nominiert Gemeinderätin Christine Kaufmann für das Riehener Gemeindepräsidium und gleichzeitig für den Gemeinderat, und Bürgerrat Daniele Agnolazza als Gemeinderat.
 

Flavio Casanova und Thomas Schneider werden neue Verwaltungsräte der Basler Verkehrs-Betriebe anstelle von Sibylle Oser und Kurt Altermatt, die nicht mehr zur Wiederwahl antreten.

Die SP Riehen nominierte den bereits amtierenden Gemeinderat Guido Vogel zusammen mit Grossrätin Edibe Gölgeli für den Gemeinderat.

Die grünliberale Fraktion wählt Grossrat Bülent Pekerman ins Büro des Basler Grossen Rates und nominiert ihn damit im kommenden Jahr für das Amt des Statthalters und im 2023 zum ersten Grossratspräsidenten der GLP.

Das Basler Silvester-Feuerwerk kann auch dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden.

Die frühere Baselbieter SP-Landrätin und Landrats-Präsidentin Heidy Strub ist am 21. September im Alter von 83 Jahren gestorben.

Die Birsfelder EVP-Landrätin Sara Fritz tritt nach zwölf Jahren zurück, um ihren Muttenzer Parteikollegen Thomas Buser nachrücken zu lassen.

Der Kanton Basel-Stadt budgetiert für das Jahr 2022 einen Überschuss von 78 Millionen Franken.

Ab dem 1. Oktober übernimmt Jonathan Koellreuter die Leitung des Portfolio-Managements bei Immobilien Basel-Stadt (IBS).

Raffael Kubalek wird per 1. Oktober neuer stellvertretender Generalsekretär in der Baselbieter Sicherheitsdirektion und Nachfolger von Katrin Bartels, die Gemeindeverwalterin von Arlesheim wird.

Laut Beschluss der Mitgliederversammlung stehen Patricia von Falkenstein als Präsidentin und Michael Hug als Vize "für (mindestens) vier weitere Jahre" (so die offizielle Medienmitteilung) der Basler LDP vor.

Der 52-jährige Museumsfachmann Werner Hanak übernimmt auf 15. Oktober 2021 die stellvertretende Leitung der Abteilung Kultur Basel-Stadt.

Die Basler Regierung beantragt für die Weiterführung der kantonalen Entwicklungs-Zusammenarbeit für die Jahre 2022 bis 2025 Ausgaben in der Höhe von acht Millionen Franken.

Im Baselbiet sinkt der Leerwohnungsbestand auf 1 Prozent, was einem noch tieferen Wert entspricht, der derzeit in Basel-Stadt gilt.

Die Baselbieter Juso haben am 16. August über 2’100 Unterschriften für ihre Initiative "ÖV für alle" eingereicht, die das U-Abo für alle im Kanton wohnhaften Personen gebührenfrei machen will.

Die imposante Kanada-Pappel auf dem Basler Wiesendamm steht nicht mehr stabil und ihr Stammfuss ist teilweise faul, weshalb sie am 16. August gefällt und durch einen Jungbaum ersetzt wird.

Der 30-jährige Rechtsverteidiger Michael Lang wechselt per sofort von Borussia Mönchengladbach zurück zum FC Basel.

Barbara Rentsch wird neue Geschäftsleiterin der staatlichen Liegenschafts-Verwaltung Immobilien Basel-Stadt (IBS) und Nachfolgerin von Rolf Borner, der das Finanzdepartement per Ende Juli verlassen wird.

Christoph Gloor wird per 1. Juli neuer Präsident der Stiftung des Kunstmuseums Basel als Nachfolger von Markus Altwegg.

Sämtliche Nacht-S-Bahnen, Nachttrams und Nachtbusse des TNW-Nachtnetzes verkehren ab dem ersten Wochenende im Juli wieder gemäss Fahrplan.

Hptm Pascal Geiger wird per 1. Juli 2021 die Leitung der Sicherheitspolizei Ost von Hptm Armin Reichenstein übernehmen, der intern in die Verkehrspolizei wechselt.

Das Basler Gesundheitsdepartement hebt die befristete Verfügung "Allgemeine Maskentragpflicht und Konsumationsverbot von Speisen und Getränken auf Allmend in der Steinenvorstadt" per Samstag, 26. Juni, auf.

Corinne Hügli wird per 1. Oktober neue Leiterin des Statistischen Amts Baselland und Nachfolgerin von Johann Christoffel, der Ende September in den Ruhestand tritt.

Als Nachfolger von Felix Keller übernimmt am 1. Juli Simon Oberbeck das Präsidium der Baselbieter CVP/GLP-Fraktion.

Der diplomierte Ingenieur Florian Kaufmann wird per 1. September im Baselbieter Amt für Raumplanung die Leitung der Abteilung Öffentlicher Verkehr übernehmen (Nachfolge von Eva Juhasz).