News

© Fotos by Christof Wamister, OnlineReports.ch / Street Reporter


Fussgänger: Enge-Syndrom in der Centralbahnstrasse

Die SBB wollen auf dem ihnen gehörenden Trottoir in der Basler Centralbahnstrasse keine Veloabstellplätze, weil sie die Fläche zum grossen Teil für Autos und Lieferwagen verwenden. Die Fussgänger haben das Nachsehen.
Basel, 2. März 2016

Die Basler Centralbahnstrasse Ost ist eigentlich ein wichtiger Ort. Es fährt dort ein Tram, es hat einen Taxistandplatz, einen Coop, einen MacDonald's, ein Hotel, weitere Restaurants und nicht zuletzt den Eingang zum Bahnhof sowie den Durchgang zur Post Basel 2, zur Peter-Merian-Brücke und zum weitläufigen neuen Bürokomplex entlang der Nauenstrasse.

Wo laufen sie denn?

In der Centralbahnstrasse verkehren somit permanent viele Fussgänger. Was ihnen aber an Bewegungsfläche geboten wird, ist absolut ungenügend. Zur Zeit ist es besonders schlimm. Weil auf der Seite Heumattstrasse Tiefbauarbeiten im Gange sind, verengt sich der Trottoir-Durchmesser bis auf einen Meter – vor allem, wenn noch ein Bagger im Weg steht.


Auf der gegenüberliegenden Seite, vor dem Bahnhofgebäude Ost, ist das Problem an Werktagen chronisch. Das dortige Trottoir gehört entgegen allgemeinen Annahmen nicht zur Allmend, sondern den SBB, und diese verwenden es zu zwei Dritteln als Parkplatz für die Fahrzeuge von Zulieferern und Handwerkern. "Seit jeher", wie Pressesprecher Daniele Pallecchi betont: "Da wir zur Zeit den Umbau des Dienstgebäudes Ost und Reisezentrums sowie weitere Anlieferungen gleichzeitig haben, wird die Fläche entsprechend intensiv genutzt." Den Fussgängern bleiben noch mickrige rund anderthalb Meter. Wenn sich zwei Kunderwagen oder Rollstühle kreuzen, dürfte es schon schwierig werden.

Andere Lösung für Velos


Die SBB betonen, dass die Park- und Abstellmöglichkeiten für Lieferantenfahrzeuge prekär seien. Deshalb werde ja das neue Logistikzentrum unter dem Bahnhof Gundeldingen erstellt. Eine frühere Idee, auf besagtem Trottoir 200 Veloabstellplätze einzurichten, wird nicht weiterverfolgt, womit auch das Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) einverstanden ist, wie von Sprecher Daniel Hofer zu erfahren war. Statt dessen wird am Ostende der Centralbahnstrasse in einer Baulücke, wo sich bereits Abstellplätze befinden, ein mehrstöckiges Veloparking eingebaut.

Warum haben die SBB die Autoabstellplätze auf dem Trottoir nicht als solche markiert, wenn sie sie doch unverzichtbar sind? Man habe die Idee wieder verworfen, sagt der SBB-Sprecher denn markierte Parkplätze "laden unerwünschte Fremdparkierer ein". Wobei Private die Centralbahnstrasse und den Centralbahnplatz nicht befahren dürfen.

Parkverbot gilt nur für Fahrbahn

Die kantonale Autorität ist auf dem Trottoir der Centralbahnstrasse durch ein Parkverbotsschild präsent. Laut BVD-Sprecher Hofer bezieht sich das Signal aber nicht auf den Gehweg, sondern auf die Fahrbahn, die schon durch ein einziges abgestelltes Auto blockiert wäre.

Der rechtliche Status des Trottoirs ist somit nicht ganz klar. Im Grundbuch ist keine sogenannte Dienstbarkeit für die Verwendung als Gehweg eingetragen.  Dagegen heisst es im Bebauungsplan 2010 für das Bahnhofsgebäude und Umgebung, dass die bestehenden Fussgängerverbindungen von öffentlichem Interesse "in ihrer Funktionalität und Qualität sicher zu stellen sind." Ob dem in der Centralbahnstrasse entsprochen wird, darf man sich füglich fragen.



 Ihre Meinung zu dieser News
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/echo.gif

"Nennen wir es einfach Boulevard"

Warum nennen wir das nicht einfach "Boulevard Centralbahnstrasse"? Das hat ja bei der Güterstrasse auch schon gewirkt. Wenn dann auch noch ein paar Reklameständer und ein paar einzelne Boulevardcafé-Tische und -Stühle dazwischen gestellt würden, wäre sichergestellt, dass keine Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen und Kinderwagen mehr durchkommen und das tolle Konzept stören.


Peter Ensner, Basel



Weitere aktuelle News

News

Bottmingen Baurekurskommission stoppt Holzheizwerk der EBM
Sek Schulhaus-Wechsel: Aufstand von Oberdörfer Eltern
Allschwil Mit über hundert Kokain-Fingerlingen im Darm erwischt
Liestal Bandscheibenvorfall: Sabine Pegoraro muss operiert werden
Basel Auf einen Schlag: Basel bietet eine neue Skyline
Basel Sympathie-Welle für eigentümlichen Nordtangente-Phallus
Basel Strafanzeige nach BaZ-Artikel: Schlappe für Baschi Dürr

www.onlinereports.ch - Das unabhängige News-Portal der Nordwestschweiz

© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigene Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

Auf dieser Website gibt es Links zu Websites Dritter. Sobald Sie diese anklicken, verlassen Sie unseren Einflussbereich. Für fremde Websites, zu welchen von dieser Website aus ein Link besteht, übernimmt OnlineReports keine inhaltliche oder rechtliche Verantwortung. Dasselbe gilt für Websites Dritter, die auf OnlineReports verlinken.

Frisch pubertiert

Kontroverse am Weihnachtstisch
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Warum keine überirdische Ringbahn?"

Basler Zeitung
vom 19. Januar 2022
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

... für alle, die mit dem Himmelfahrts-Kommando unterwegs sind.

Alles mit scharf

Kleider machen Leute
Reaktionen Reaktionen

RückSpiegel


Im Interview mit dem Medienökonomen Matthias Künzler stellt Bajour die Frage, ob es fair sei, dass OnlineReports, da kostenlos zugänglich, von der Medienförderung nicht profitieren könnte.

Prime News nimmt im Kommentar gegen das "Medienförderungsgesetz" auf die Position von OnlineReports Bezug.

Die BZ Basel und Happy Radio bezogen sich in ihrer Meldung über die Kündgung der Gelterkinder Schulleitung auf eine OnlineReports-News.

Die Badische Zeitung bezog sich in ihrem Bericht über die Absage des internationalen Reitsport-Turniers "CHI Classics" in der St. Jakobshalle auf OnlineReports.

In ihrer Meldung über den Widerstand gegen ein Kirchenglocken-Läutverbot geht die BZ Basel auf OnlineReports ein.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Meldung über die Traiferhöhung auf den Basler Fähren auf.

Bajour interviewt OnlineReports-Gründer Peter Knechtli zu seiner Ablehnung des vor der Volksabstimmung stehenden "Medienförderungsgesetzes". Die Medienwoche nimmt das Interview auf.

Den OnlineReports-Primeur über tödliche Heizungsgase in Binningen nahmen der Tages-Anzeiger, 20 Minuten, das SRF-Regionaljournal und Telebasel auf.

In ihrer Story über die amtliche Schliessung des Bistro "Cheesmeyer" in Sissach nahm die BZ auf OnlineReports Bezug.

Die BZ, Telebasel und Happy Radio nahmen die OnlineReports-Meldung über den Tod des Kleinbasler "Modezars" Roland Vögtli auf.

Die Medienwoche verlinkt auf den OnlineReports-Kommentar über das Medienrechts-Urteil des Baselbieter Kantonsgerichts zum Fall Wirtschaftskammer Baselland vs. "Basler Zeitung".

Der Tages-Anzeiger geht in seinem Bericht über die neue Post-Strategie auf OnlineReports-Nachrichten über die Verteuerung der Vereinspostfächer und die allgemeine Kostenpflicht für Postfächer ein.

In ihrem Beitrag über den Prozess der Wirtschaftskammer Baselland gegen einen ehemaligen Journalisten der "Basler Zeitung" nahm die Medienwoche auf OnlineReports Bezug.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Geschichte über einen FCB-Hooligan und vor Appellationsgericht erfolglosen DNA-Verweigerer auf.

Die BZ Basel, Telebasel, Bajour und Prime News nahmen zum Rücktritt des Basler Nationalrats Christoph Eymann Bezug auf ein OnlineReports-Interview.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über die Polizei-Kontrolle von Rechtsextremen in Bubendorf nach.

Telebasel nahm den OnlineReports-Primeur über die Sichtung einer Waschbären-Familie in Gelterkinden auf.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Meldung über die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen den Basler Grossrat Eric W. auf.

20 Minuten, Telebasel und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über die Durchführung der Basler Herbstmesse auf. Die Basler Zeitung kam einen Tag später und unterliess die Quellennennung.

Bajour nahm im Artikel über die Basler Nano-Forschung auf eine OnlineReports-Meldung Bezug.

Im Beitrag von Prime News über die "zunehmende Missachtung der Aufgabentrennung zwischen Staat und Medien" wird OnlineReports zitiert.

Telebasel und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über den Grund des Tramunglücks vom Oktober 2019 auf.

Die OnlineReports-Erstmeldung über die zweite Beschwerde von ex ASE-Präsident Simon Müller vor Bundesgericht wurde von der BZ Basel aufgenommen.

Die Medienwoche nahm den OnlineReports-Leitartikel über die Förderung von Onlinemedien ohne Subventionen in ihr Monitoring auf.

Telebasel, 20 Minuten und Primenews nahmen die OnlineReports-Exklusivmeldung über den Ausnahmezustand im überfüllten Gartenbad St. Jakob auf.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


In Birsfelden ist das Referendum gegen den Quartierplan "Zentrum" zustande gekommen, so dass die Volksabstimmung am 27. März stattfindet.

Nach zwanzig Jahren im Amt wird die Oberwiler Gemeinderätin und Vizepräsidentin Rita Schaffter (Die Mitte) per Ende Juni aus dem Oberwiler Gemeinderat zurücktreten.

Der Kanton Basel-Stadt und Allschwil haben sich darauf geeinigt, die ÖV-Anbindung des Bachgrabengebiets durch Verlängerung der Buslinie 64 voraussichtlich im zweiten Quartal zu verbessern.

Weil im Reinacher Einwohnerrat die Stimmen bei der Abstimmung über den diesjährigen Steuerfuss nicht vollständig ausgezählt wurden und somit das Zweidrittel-Mehr nicht korrekt erfasst wurde, muss das Gemeindeparlament im Februar nochmals über dieses Geschäft abstimmen.

Der abgewählte Basler Regierungsrat Baschi Dürr (FDP) stösst ab Jahresbeginn zum "Sonntalk"-Moderatoren-Team von Telebasel.

Der Schweizer Dirigent Titus Engel wird ab der Saison 2023/24 als Principal Conductor der Basel Sinfonietta die Leitung des weltweit einzigen grossen Orchesters für zeitgenössische Musik übernehmen.

Die Baselbieter Regierung bewilligt den unterstützenden Einsatz von 29 Polizei-Mitarbeitenden vom 14. bis 22. Januar zur der Gewährleistung der Sicherheit anlässlich des World Economic Forums (WEF) in Davos.

Alexander Suter (36) wird als Nachfolger von Fleur Jaccard, die die Geschäftsführung der Zürcher "Age Stiftung" übernimmt, neuer Leiter der Abteilung Soziales  und GL-Mitglied der Christoph Merian Stiftung.

Weil bei der Baselbieter Polizei Beat Krattiger, Chef Sicherheitspolizei, in etwa zwei Jahren vorzeitig in Pension gehen will, kommt es ab 1. Januar aus Gründen der Kontinuität zu einem Stellen-Tausch mit Reto Zuber, dem bisherigen Chef Planung und Einsatz.

Aufgrund der aktuellen pandemischen Lage und der damit verbundenen Unsicherheiten wird die Basler Museumsnacht am 21. Januar abgesagt und voraussichtlich auf den Freitag, 20. Mai 2022 verschoben.

Wegen der stark zunehmenden Corona-Fallzahlen, der hohen Belastung des Gesundheitssystems und der aktuellen Entwicklung setzte die Baselbieter Regierung den Kantonalen Krisenstab wieder ein und reaktivierte den Pandemieplan.

Zum 125-Jahre-Jubiläum schenkt die Basler Regierung der F. Hoffmann-La Roche AG einen originalen Basilisken-Brunnen, der 2023 am künftigen Science Square auf dem Roche-Gelände an der Ecke Peter Rot-Strasse / Chrischonastrasse montiert werden soll.

Die Ost-West-Piste des EuroAirports wird ab 2. Dezember aufgrund der Verschiebung des magnetischen Nordpols von "08/26" zu "07/25" umbenannt.

Die Geschäftsleitung des Landrats hat angesichts der stark steigenden Corona-Fallzahlen beschlossen, dass an den Landratssitzungen per sofort wieder Maskenpflicht gilt.

24 Mitarbeitende der Baselbieter Polizei kommen auf Ersuchen der Genfer Regierung für Aufgaben bei der Durchführung der 12. WTO-Ministerkonferenz zum Einsatz.

Der Basler Journalist, Historiker und langjährige Grossbritannien- und Irlandkorresponent von Radio SRF, Martin Alioth, ist am 18. November nach schwerer Krankheit im Alter von 67 Jahren gestorben.

Der FC Basel überträgt der Rennbahnklinik in Muttenz per sofort die medizinische Versorgung der 1. Mannschaft, der Frauen- und der Nachwuchsabteilung.

Als Nachfolger der in Pension gehenden Yvonne Aellen wird Simon Leuenberger per 1. März 2022 die Leitung der Abteilung Grünflächen-Unterhalt der Stadtgärtnerei Basel.

Die Mitglieder des Schutzverbandes EuroAirport wählten am 11. November die Reinacher Einwohnerrätin Katrin Joos Reimer als neue Präsidentin und Nachfolgerin von Landrätin Rahel Bänziger.

Die Pharma-Firma Bachem AG hat am 11. November in Bubendorf den Grundstein für den Bau des bisher grössen Produktionsgebäudes gelegt, das bis zu 150 neue meist hochqualifizierte Arbeitsplätze bieten wird.

Die Fassade der Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde in Lörrach wurde am 8. November in der Dunkelheit mit zwei Eiern beworfen.

Für die demissionierenden Daniela Dolci Reidemeister, Gottlieb A. Keller und Sibylle Schürch treten Bernhard Berger, Annette Luther und Hans-Peter Wessels in Basler Universitätsrat ein.

Für die erstmalige Besetzung des Stiftungsrats der neuen Wohnbaustiftung und die Amtsdauer vom 1. Dezember 2021 bis 30. November 2025 wählte die Basler Regierung Sarah Barth, Agnes Dormann (Präsidentin), Manuela Jessica Scarpellino, Jürg Steiner und Felix Suter.

Eine klare Mehrheit der Justiz-, Sicherheits- und Sportkommission des Basler Grossen Rates folgt der Regeirung und empfiehlt die kantonale Volksinitiative "Grundrechte für Primaten" ohne Gegenvorschlag zur Ablehnung.