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"Gott schütze Sie, Herr Präsident": Diktator-Freund Wyss

Baselbieter SVP-Funktionär bejubelt Russen-Annektion

Partei droht mit Ausschluss, doch der Betroffene kommt ihm durch "Vorerst"-Austritt zuvor


Von Peter Knechtli


Wilhelm Wyss, ein junger Baselbieter SVP-Funktionär, bejubelt nach den Scheinreferenden die russische Annektion von vier besetzten ukrainischen Regionen. Die Kantonalpartei erwägt einen Partei-Ausschluss.


"Donezk, Lugansk, Cherson und Saporoschje sind endlich wieder mit Russland vereinigt! Ein schwerer Schlag für die Globalisten." Mit diesen beiden schlichten, glasklaren Sätzen auf Twitter dokumentierte Wilhelm Wyss am Samstag seinen Standpunkt zum Krieg in der Ukraine.

Der Politologie- und Slavistikstudent gehört der Jungen JSVP Baselland an und ist als Vorstandsmitglied SVP-Sektion Münchenstein / Arlesheim zuständig für "Sekretariat und Medien". Sich selbst bezeichnet er als "Christ, Eidgenosse und Patriot". Ebenso firmiert er als Präsident der schweizerischen Aktionsgruppe "Jugend für Ehe und Familie" (JUEF) die gegen die "Ehe für Alle" und "für die Familienwerte" kämpft.

"Lang lebe Präsident Putin"

Aus seiner Russland- und Putin-Verehrung macht er keinen Hehl. Im Mai 2020 feierte er die 20-jährige Führerschaft des Diktators: "Lang lebe Präsident Putin" und "Gott schütze Sie, Herr Präsident".

Damals reagierte die Parteileitung noch nicht, doch nach seiner jüngsten Huldigung der Annexion durch Russland, reicht's ihr. "Ein Parteiausschluss des Mitglieds ist eine mögliche Option", heisst es in einer Medienmitteilung der Kantonalpartei von heute Montagmorgen, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übriglässt. Zunächst soll Wyss angehört werden.

Verurteilung in aller Form

Zwar seien ihre Mitglieder in ihrer politischen Meinungsäusserung frei. Nur sei "in aller Deutlichkeit festzuhalten, dass diese nachgerade verquere Auffassung jener der SVP Baselland in keiner Weise entspricht". Die Partei habe den "russischen Angriffskrieg gegen einen souveränen Nachbarstaat – und um nichts anderes handelt es sich hierbei –" schon im März scharf verurteilt.

An dieser Haltung – so die Kantonalpartei weiter – habe sich "mit Fortdauer des Krieges nichts geändert, im Gegenteil: Die Annexion von vier Teilregionen in der Ukraine mittels unter Zwang durchgeführten Volksabstimmungen widerspricht dem Völkerrecht erneut in klarer Weise und kann nicht toleriert werden". Die Aggression komme in diesem Krieg ganz genau von einer einzigen Seite, nämlich der russischen. "Der Kantonalpartei liegt es völlig fern, Präsident Putin in irgendeiner Weise zu bewundern. Vielmehr verurteilen wir sein Tun in aller Form und in ganzem Umfange."

Austritt – aber nur "vorerst"

Gegenüber OnlineReports sagte Johannes Sutter, der Vizepräsident der Baselbieter SVP, die klare Distanzierung von den Wyss-Äusserungen sei durch das Büro der Parteileitung einstimmig erfolgt. Erste Rückmeldungen aus der Parteibasis bestätigten diese Position. Sympathien über Putins Invason, so glaubt Sutter mit Blick auf seine Kantonalpartei, seien "sehr dünn gesät".

Inzwischen dürfte das Gespräch mit dem glühenden Russen-Freund obsolet werden. Heute Mittag verkündete Wyss via Twitter: Es sei ihm "bewusst, dass man den Konflikt zwischen der Ukraine und Russland hierzulande anders sieht wie ich. Weil ich meine sehr dezidierte persönliche Meinung nicht in Zusammenhang mit Parteipolitik bringen möchte, trete ich vorerst aus der SVP aus."

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3. Oktober 2022


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"Schon im März verurteilt"

Die SVP Baselland verwahrt sich deutlich gegen den Vorwurf der "Russlandfreundlichkeit". Wir haben das schändliche Vorgehen von Russland und seinem Präsidenten in aller Form verurteilt – und zwar nicht erst jetzt im aktuellen Fall "Wyss", sondern bereits anfangs März nach Kriegsausbruch. Die entsprechende Medienmitteilung ist auf www.svp-bl.ch zu finden.


Johannes Sutter, Vizepräsident SVP Baselland, Arboldswil




"SVP mit Sollberger"

Wie bin ich doch glücklich, dass die SVP mit Sollberger versucht, in die BL-Regierung gewählt zu werden. Man stelle sich vor, die russlandfreundliche Partei wäre dort nicht mehr vertreten.


Peter Bächle, Basel



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"Anpralldämper"

Kantonspolizei Basel-Stadt
in einer Unfallmeldung
vom 7. November 2022
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Er dämpft sogar Buchstaben weg.

RückSpiegel


matthiaszehnder.ch nimmt die beiden News-Artikel aus OnlineReports zum Anlass, sich über die schrumpfende Kulturberichterstattung in den Schweizer Medien Gedanken zu machen.

Bajour zitierte OnlineReports in seinem Bericht über die Verwicklung von Bundesratskandidatin Eva Herzog in umstrittene Basler Geschäfte.

In ihrer Recherche über die sterbende Kulturberichterstattung in Basler Medien bezieht sich Bajour auf OnlineReports.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Recherche über den Angriff auf den Stiefvater vor dem Muttenzer Gerichtsgebäude auf.

Die Basler Zeitung und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über die Rückkehr von Christine Keller in den Basler Grossen Rat auf.

In ihrer Analyse über die unklare Gesundheitsversorgung des Laufentals ging die Basler Zeitung auf eine OnlineReports-Recherche ein.

Telebasel konfrontierte die SVP-Regierungsrats-Kandidatin Sandra Sollberger mit einem Kommentar aus OnlineReports (worauf sie die Stellungnahme verweigerte).

Die BZ Basel und die Basler Zeitung nahmen den OnlineReports-Bericht über Pläne zum Abbruch des Spitals Laufen auf.

Die OnlineReports-News über den Wechsel des Telefon-Anbieters durch die Basler Verwaltung wurde von der BZ Basel und Happy Radio aufgenommen.

In seiner Aufstellung über "Politiker, die Wasser predigen und Wein trinken", nahm der Nebelspalter auch auf einen Artikel in OnlineReports Bezug.

20 Minuten griff die OnlineReports-Meldung über einen Autolenker, der bei der verbotenen Fahrt durch eine Einbahnstrasse in Birsfelden eine Radfahrerin schwer verletzte, auf.

Die OnlineReports-Nachricht vom Tod des früheren Baselbieter Regierungsrats Urs Wüthrich nahmen Telebasel, die BZ Basel, die Basler Zeitung, das SRF-Regionaljournal, Prime News, die Nachrichtenagentur SDA, 20 Minuten und Happy Radio auf.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Recherche über Lärm-Überschreitungen im Osten des Gundeldinger-Quartiers auf.

Auf die OnlineReports-News über den Rücktritt der Laufener Finanzkommission reagierte die BZ Basel mit einem Nachzug.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Analyse der Basler FDP auf einen OnlineReports-Artikel aus dem Jahr 2005 Bezug.

Die BZ Basel nahm in ihrem Bericht über den Protest gegen entwässerte Basler Brunnen auf OnlineReports Bezug.

Die OnlineReports-News über stehengelassene BVB-Buspassagiere wurde von der BZ Basel aufgenommen.

Die BZ Basel und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die Aufnahme von Frauen in die drei Kleinbasler Ehrengesellschaften auf.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über Login-Probleme bei der Basler Kantonalbank (BKB) nach. Ebenso das Regionaljournal, das aber keine Quelle nannte.

Die BZ Basel und das SRF-Regionaljournal nahmen die OnlineReports-Meldung vom Tod des ehemaligen Baselbieter LdU-Nationalrats Claudius Alder auf.

In ihrem Bericht über den Störungs-Aufruf von "Basel nazifrei" zitierte die Basler Zeitung aus OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Nicola Goepfert, seit Juni Mitglied des Basler Grossen Ratse, wurde als neuer Co-Präsident der Links-Partei "Basta" gewählt.

Heiko Vogel (47), der frühere Cheftrainer, kehrt am 1. Januar 2023 als Sportdirektor zum FC Basel zurück, um den "gesamten operativen Fussball-Alltag des FCB" zu verantworten.

Die Baselbieter Regierung hat die Mietung von Räumlichkeiten für das Amt für Migration und Bürgerrecht im Helvetia Tower in Pratteln beschlossen.

Auf die im Februar zurücktretende "Basta"-Grossrätin Beatrice Messerli (70) wird die Präsidentin des Jungen Grünen Bündnisses Nordwest, die Klimaaktivistin Fina Girard (Jahrgang 2001) folgen.

Lorenz Amiet, bisher Vizepräsident, wird neuer Präsident der SVP-Grossratsfraktion als Nachfolger von Pascal Messerli, der neu Parteipräsident wurde.

In Lörrach bewarf dieser Tage ein Unbekannter die Fassade der Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde mit Eiern.

Am Riehenring entsiegelt das Basler Bau- und Verkehrsdepartement als Versuch ab 31. Oktober insgesamt 14 Parkfelder, so dass dort zukünftig Regenwasser in den Untergrund geleitet wird.

Witterungsbedingt muss die Eröffnung der Kunsteisbahn Eglisee in diesem Jahr um zwei Wochen nach hinten verschoben werden, nämlich auf den 12. November.

Ab 1. November müssen sämtliche Personen, die den Kanton in strategischen Führungsorganen der Beteiligungen des Kantons Basel-Landschaft vertreten, ihre Vergütungen offenlegen.

Der Kanton Baselland beteiligt sich mit 900'000 Franken an der von der Wirtschaftskammer organisierten grössten Berufswahlmesse der Schweiz.

Am 29. Oktober, ab 10.15 Uhr, findet an der Oristalstrasse 100 A in Liestal die öffentliche Fahrzeug-Versteigerung von rund 140 Velos diverser Marken, 4 Autos (BMW X6 xDrive30d, Honda Civic 2.0i Typ R, VW T5 Kombi D 4M BMT, VW Polo Blue GT) und ein Arbeitsanhänger (BZS MA MA MA) statt.

Die Kunsteisbahn Margarethen eröffnet am 22. Oktober, die Eislaufsaison und eine Woche später; ab dem 29. Oktober, ist auch die Kunsteisbahn Eglisee geöffnet.

Die Evangelische Volkspartei Baselland (EVP) feierte am vergangenen 9. Oktober mit Partei- und ihren 100. Geburtstag.

Das Bau- und Verkehrsdepartement erteilt der Wyniger Gruppe den Zuschlag für den Betrieb der Flora-Buvette ab 2023; es soll sich um die "erste klimaneutrale Buvette" handeln.

Per 1. Januar 2023 übernimmt Christopher Henry Tütsch (49) die Geschäftsleitung des Ausländerdienstes Baselland als Nachfolger von Oliver Bolliger, der zum selben Zeitpunkt die Geschäftsleitung der Stiftung Wohnhilfe in Basel übernimmt.

Die Delegierten des Gewerbeverbandes Basel-Stadt haben am 20. September Hansjörg Wilde zum neuen Präsidenten gewählt.

Nach einjährigem Studium am Basler Gymnasium Kirschgarten konnten dieses Jahr 65 junge Erwachsene ihre Passerelle-Ausweise entgegennehmen, die ihnen nach der Berufs- oder Fachmatur den Zugang zu sämtlichen Studiengängen an den Schweizer Hochschulen ermöglichen.

In Muttenz beim Hallenbad beginnen im September /Oktober die Bohrarbeiten zur Erkundung des Untergrundes, da es dort zu Dolineneinstürzen und grossflächigen Absenkungen gekommen ist.