© Foto by Matthias Brunner
Warten auf den langen Transport: Bündner Schlachtvieh

Rinder-Wahnsinn der menschlichen Art

Extrem-Beispiel Graubünden: Wie Steuermillionen in Viehmärkte und lange Schlachttier-Transporte fliessen. Die Zeche bezahlen die Tiere


Von Matthias Brunner


Wer mit Schlachtvieh ökologisch umgeht, schaut finanziell in den Mond. Wer es aber auf quälend langen Transporten auf seinen letzten Weg schickt, sahnt ab. Diese umweltpolitisch und finanziell bizarre Agrarpolitik des Kantons Graubünden kostet Millionen an Steuergeldern. Jetzt fordert die "kagfreiland" gleiche Entschädigungen für alle.


Für das Jungrind "Gazelle" hat an diesem strahlenden Tag das letzte Stündlein geschlagen. Biobauer Andrea Nold aus Conters im Prättigau tritt den letzten Weg gemeinsam mit "Gazelle" zum Metzger im nur drei Kilometer entfernten Küblis an. Auch für Nold ist dies ein schwerer Gang. Noch einmal krault er "Gazelle" die Stirn – dann fällt der dumpfe Knall des Bolzens. Sofort sackt das Tier tödlich getroffen zu Boden. "Ich bin das dem Tier einfach schuldig, dass ich es bis zuletzt begleite", findet Nold, Präsident der KAG-Bio-Prduzentengenossenschaft im Prättigau, der sieben Bauern angehören.

Damit erfüllt der Landwirt die Idealvorstellungen der Nutztierschutz-Organisation "kagfreiland", die möglichst kurze Transportwege und wenig Stress für die Tiere fordert. "Wenn es meinen Tieren gut geht, geht es auch mir gut", meint der engagierte Bauer.

Rind ist nicht gleich Rind

Hätte er allerdings sein Jungrind auf einen der vier weiter entfernten, offiziellen Schlachtviehmärkte in Ilanz, Schiers, Zernez oder Cazis gebracht, hätte er für das selbe Jungrind einen sogenannten Auffuhrbeitrag von bis zu 250 Franken vom Kanton erhalten.

Aehnlich geht es Gian Michael aus der Schamser Talgemeinde Donath. Wie sein Berufskollege aus dem Prättigau möchte auch er seine Tiere am liebsten in der Nähe schlachten lassen. Doch da kein Schlachtlokal mehr in der Umgebung zur Verfügung steht, ist er gezwungen, seine Tiere nach dem weiter entfernten Cazis zu transportieren. Dabei werden beide Bauern als Direktvermarkter bloss mit einem bescheidenen Pauschalbetrag von je 60 Franken für ihre Tiere abgespiesen. "Wir fänden es gerechter, wenn die Viehhalter unabhängig vom Markt alle gleich entschädigt würden", findet Hans-Georg Kessler von "kagfreiland".

Im Dschungel der Subventionen

Verantwortlich für die geltende Regelung ist die neue, seit rund einem Jahr betriebene Bündner Agrarpolitik. Denn seit der Bund mit dem Inkrafttreten des neuen Landwirtschaftsgesetzes die Schlachtviehbeiträge abgeschafft hat, sind die Kantone für die Regelung des Schlachtvieh- und Fleischmarkt verantwortlich.

Seither herrscht in diesem Bereich ein völlig unübersichtlicher Subventionsdschungel. Selbst die Schweizerische Genossenschaft für Schlachtvieh- und Fleischversorgung (GSF) scheint den Ueberblick verloren zu haben. Direktor Jürg Schletti gab ONLINE REPORTS auf Anfrage jedenfalls zur Antwort: "Wir haben keinen Überblick über die unterschiedlichen Schlachtviehbeiträge in den einzelnen Kantonen."

Andere Kantone schafften Beiträge ab

Nach einer Umfrage des St. Gallischen Bauernverbandes bei benachbarten Organisationen hat der Kanton Thurgau die Auffuhrbeiträge mangels Interesse an den öffentlichen Viehmärkten bereits gestrichen. Auch die Innerschweizer Kantone Obwalden und Schwyz werden diese Beiträge bis im Jahr 2001 abschaffen.

Nicht so Graubünden. Kein anderer Kanton pumpt so viel Geld in die verschlungenen Kanäle des Schlachtviehmarkts. Nur der Kanton Bern kann noch einigermassen mithalten. So bezahlt er für Mastkälber aus dem Berggebiet einen maximalen Beitrag (inklusive Distanzzuschlag) von 170 Franken pro Tier. Peter Kreuter, Leiter der Fachstelle Tierproduktion des Kantons Bern begründet diese Auffuhrbeiträge mit dem Ausgleich zwischen dem Berggebiet und dem Flachland: "Es geht uns nicht darum, Beiträge zum Einkommen zu leisten, sondern durch diese Massnahmen mehr Markt zu schaffen."

Längere Schlachttiertransporte und teure Bündner Arena

Der Kanton Graubünden geht sogar noch einen Schritt weiter, indem er neben den Auffuhrbeiträgen zusätzlich sogenannte "Qualitätsbeiträge" entrichtet und sich auch an Infrastrukturkosten der Vermarktungsstrukturen beteiligt. Insgesamt lässt sich Graubünden dieses Konzept jährlich happige 2,3 Millionen Franken Steuergelder kosten. Am Schlachtviehmarkt ist scheinbar die Agrarreform "Agrarpolitik 2002", die mehr Markt und mehr Ökologie propagiert, spurlos vorbeigegangen.

Alexander Dönz, Chef des Bündner Landwirtschaftsamtes, verteidigt die planwirtschaftlichen Methoden so: "Wir wollen damit die Marktbedingungen verbessern." Grotesk: Von je weiter her das Nutzvieh zum Viehmarkt transportiert wird, umso höher ist der Auffuhrbeitrag. Begründet wird diese Abstufung mit den Transportkosten. Offensichtlich will hier der Kanton bewusst einen Anreiz schaffen, damit die Tiere selbst aus dem entlegensten Tal auf einen der vier offiziellen Viehmärkte gekarrt werden.

Neues Viehvermarktungs-Zentrum in Mittelbünden

Die Indizien sind unverkennbar. Für stolze 6,5 Millionen Franken wurde in Cazis in Mittelbünden ein neues, grosses Viehvermarktungs-Zentrum aus dem Boden gestampft. Es ist Teil des neuen Bündner Schlachtviehmarkt-Konzeptes, welches sich auf vier Märkte für den ganzen Kanton konzentriert. Der Staat hat insgesamt 2,1 Millionen Franken an den Neubau gezahlt. Neben Hypotheken und Krediten wurde das Projekt mit Geld aus den verschiedensten Kassen und Kässeli finanziert, welche die Bündner Viehvermittlungs-AG als Anhängsel des Bündner Bauernverbandes angehäuft hat.

Zusätzlich leistet der Kanton einen jährlichen Zustupf von 600’000 Franken an die Infrastrukturkosten, mit welchem auch die übrigen drei Vermarktungszentren aufgerüstet werden. Leer gehen dagegen die vielen kleinen Schlachtlokale in den Dörfern aus, die zum Teil nicht mehr rentieren, weil sie veraltet sind. Doch den Dörfern und Genossenschaften fehlt zumeist das nötige Kapital, um diese Schlachtlokale nach den heutigen Anforderungen und den verschärften Hygienevorschriften umzubauen.

Im September 1998 nahm "die Bündner Arena", wie das Prestigeobjekt von Cazis genannt wird, den Betrieb unter der Regie der Bündner Viehvermittlungs-AG auf. Seitdem gelangen hier sogar Tiere aus dem Tessin zur Versteigerung. Hier werden die Kälber, Rinder und Kühe zuerst begutachtet und nach der Qualität eingeschätzt, was für die Entrichtung des Qualitätsbeitrages massgebend ist. Anschliessend werden die Tiere versteigert und von den Händlern gekauft. Damit ist die Reise für das Rindvieh allerdings noch nicht zu Ende. Denn der Schlachthof befindet sich nicht etwa auf dem selben Gelände, sondern etwas einen Kilometer entfernt in der Industriezone. Wegen dieses planerischen Unsinns müssen die dem Tode geweihten Tiere deshalb nochmals in den Transporter bugsiert werden. Jedoch nur rund ein Drittel von ihnen werden im Schlachthaus von Cazis selber geschlachtet. Die meisten werden ins Unterland verfrachtet und gelangen erst nach langer Fracht in die fabrikmässigen Schlachthäuser von Zürich, Basel und Bern oder anderswo.

Transport-Stress vermindert Fleisch-Qualität

Wie sich diese verfehlte Politik auf die "Qualität" der Fleischlieferanten auswirkt, zeigen wissenschaftliche Untersuchungen an Schlachtkörpern. Danach führt vor allem Stress und Flüssigkeitsverlust, wie ihn die Tiere während des Transportes und auf dem Markt erleiden, zu "DFD-Fleisch" (dark, firm, dry), welches qualitativ minderwertig ist.

Nach der Ansicht von Simonetta Sommaruga, Geschäftsleiterin der Stiftung für Konsumentenschutz (SKS), widerspricht diese Entwicklung den Wünschen der meisten Konsumentinnen und Konsumenten: "Es ist ganz klar: Gefordert sind beim Fleisch eindeutig artgerechte Haltung, möglichst regionale Herkunft und kurze Transportwege für die Tiere." Ausserdem entgeht dem Berggebiet durch die Schlachtung und Verarbeitung im Unterland der grösste Teil der Wertschöpfung.

Viehhändler und Schlachtviehmarkt profitieren - Bergtäler verarmen

Diesen Umstand beklagen auch die Bauern aus den 18 Gemeinden der Bergtäler Schams, Avers und Rheinwald: "Uns bringt das Vermarktungszentrum Cazis gar nichts", stellt Gian Michael aus Donath fest. Zumindest der Verdacht lässt sich nicht so leicht von der Hand weisen, dass vor allem die Viehhändler und die im Schlachtviehmarkt involvierten Kreise von der Bündner Arena profitieren können.

Simonetta Sommaruga bezweifelt, dass der freie Markt bei diesen Vermarktungszentren tatsächlich spielt: "Ich glaube, dass so eine Stützungsmassnahme nur beschränkt mehr Markt zulässt." Die Schlacht- und Verarbeitungsgenossenschaft Schams wollte deshalb ein eigenes Projekt für ein Schlachtlokal mit Verarbeitungsraum realisieren. "Damit Bündner Fleisch auch tatsächlich aus Graubünden stammt und nicht aus Argentinien", fordert Gian Michael.

Der Kanton war jedoch nicht bereit, einen Beitrag an die budgetierten Kosten von 800’000 Franken zu zahlen. Jetzt will die Genossenschaft mit einem neuen, bescheideneren Projekt nochmals mit einem Unterstützungsgesuch an den Kanton gelangen.

2. Mai 2000


 Ihre Meinung zu diesem Artikel
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)
fileadmin/templates/pics/echo.gif

"Fleisch ist eine Verschwendung von Nahrungsmitteln"

Der Fall ist sonnenklar: kein Fleisch mehr verzehren. Es geht ohne. Die Märkte werden zusammenbrechen, Hormon- und Transportskandale haben dann ein Ende. Wertvolles Tierfutter (für die Produktion von einem Kilo Fleisch braucht es etwa acht Kilo vegetabile Nahrung). Fleisch ist eine Verschwendung von Nahrungsmitteln, die heutige Tierhaltung eine Quälerei.

(3. Mai 2000)


Eduard Willareth, Basel


www.onlinereports.ch - Das unabhängige News-Portal der Nordwestschweiz

© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigene Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

Auf dieser Website gibt es Links zu Websites Dritter. Sobald Sie diese anklicken, verlassen Sie unseren Einflussbereich. Für fremde Websites, zu welchen von dieser Website aus ein Link besteht, übernimmt OnlineReports keine inhaltliche oder rechtliche Verantwortung. Dasselbe gilt für Websites Dritter, die auf OnlineReports verlinken.

fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Dass einzige Problem, dass ich habe, wenn ich mit meiner Frau arbeite, ..."

NZZ am Sonntag
vom 8. Oktober 2017
fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

... ist dass mit der Orthografie, wenn dass Korrektorat aus Kostengründen nach Bosnien ausgelagert wird.

"Und übrigens ..."

Waschmaschinen gegen Gemüse
RückSpiegel


Ausführlich geht die Basler Zeitung auf einen kritischen OnlineReports-Gastkommentar über den Eigenmietwert-Steuerfall um Rösly M. ein.

In seinem Beitrag über "Die Basler Sinnkrise" zitiert der Tages-Anzeiger aus dem OnlineReports-Leitartikel "Willkommen im Baselbiet: Nichts geht mehr", in dem es um einen "Kanton in der Sinn-Krise" geht.

barfi, die BZ Basel, die Tageswoche, die Badische Zeitung und das Baublatt haben die OnlineReports-Story über den Abbruch des "Rostbalkens" und die geplanten Hochhäuser beim Basler Bahnhof SBB aufgenommen.
 
Infosperber.ch geht in einem Kommentar über das "Dauer-Bashing" der Behörden durch die Medien auf die Konter-Position von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Berichterstattung über den "Fall Wessels" auf einen OnlineReports-Kommentar Bezug.

Die Basler Zeitung, die BZ Basel, die SDA und die Badische Zeitung gingen auf den OnlineReports-Primeur über die Berufung des türkischen Basler Polizei-Assistenten gegen den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ein.

20 Minuten online nahm die OnlineReports-News über die Basler verkehrs-Betriebe (BVB) an der Grenze ihrer Belastung auf.

Die BZ Basel und das Regionaljournal gingen aktuell auf die OnlineReports-Recherche über einen Manipulations-Versuch der BVB-Direktion im Vorfeld der Wahlen in die Personalkommission ein.

Barfi zog die OnlineReports-Story über die umstrittene Umnutzung des "FKK-Clubs" in ein Bordell an der Amerbachstrasse in Basel nach.

Der Landbote nahm die OnlineReports-Story über den Stromeinkauf der Gemeinde Muttenz beim Stadtwerk Winterthur auf.

Die OnlineReports-News über den Personalabbau auf der Basler Hauptpost wurde durch Telebasel aufgenommen.

Telebasel online ging in seinem Bericht über die SP-Prämieninitiative auf einen Kommentar von OnlineReports ein. 

Die Weltwoche zitierte in ihrem Bericht über den Basler Scharia-Befürworter Aziz Osmanoglu aus einem Gerichts-Bericht von OnlineReports.

Die Basler Zeitung berief sich in ihrem Bericht über die "Maulwurfjagd gegen Mitarbeiter der Basler Verkehrs-Betriebe" auf einen OnlineReports-Artikel.

Im Artikel über die Versetzung eines Kadermanns im Basler Jusitz- und Sicherheitsdepartement nimmt die Basler Zeitung auf eine OnlineReports-Recherche Bezug.

In den BaZ-Standpunkten des Schweizer Fernsehens nennt NZZ-Medienredaktor Rainer Stadler OnlineReports als Element der Basler Medienvielfalt.

Die Basler Zeitung und die Volksstimme zogen die OnlineReports-Nachricht über den Massen-Exodus aus der Parteileitung der FDP Baselland nach.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-News über die Wahl von Beatriz Greuter zur neuen "Birshof"-Direktorin auf.

Barfi
nahm im Bericht über Waschbären in der Stadt Bezug auf eine OnlineReports-Reportage über Waschbären, die Toronto bevölkern.

Die Volksstimme nahm die OnlineReports-Erstmeldung über den Tod des früheren FDP BL-Präsidenten und Untersuchungsrichters Ernst Heimann auf.

Barfi und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die Schliessung des Nobel-Restaurants "Schifferhaus" auf.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrer Nachricht über die Absage von Saskia Schenker als FDP BL-Präsidentin auf OnlineReports.

Die NZZ nennt Pionier OnlineReports in ihrem Beitrag über die Finanzierung von Online-Medien.

Die Basler Zeitung und die Basellandschaftliche Zeitung berichteten unter Bezugnahme auf OnlineReports über die Trennung der BVB von zwei Kaderleuten.

Das OnlineReports-Interview mit dem designierten FCB-Besitzer Bernhard Burgener nahmen die Fussball-Plattform 4-4-2.com, die Basellandschaftliche Zeitung und die Schweiz am Wochenende auf.

Telebasel berief sich in seinem Bericht über die Interpellation von "Basta"-Grossrat Beat Leuthardt über den designierten FCB-Präsidenten Bernhard Burgener auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung berief sich in ihrer Meldung über Betriebs-Wegweiser-Posse auf OnlineReports.

Die Schweiz am Wochenende nahm eine OnlineReports-Story über den Gang der BVB ans Bundesgericht wegen einer Auflösung des Arbeitsverhältnisses auf.

In ihrem Bericht über den Streit um die schmale Treppe im neuen Gelterkinder Hallenbad bezogen sich die Basler Zeitung und die Volksstimme auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung griff die OnlineReports-Recherche über markante bauliche Veränderungen im Nord-Teil des Basler "Dreispitz"-Areals auf.

Der schweizerbauer.ch nahm die OnlineReports-Meldung über das auf der Strasse erlegte Rind in Gelterkinden auf.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Da die Prämien der obligatorischen Krankenversicherung in Basel-Stadt im kommenden Jahr um durchschnittlich 4,5 Prozent ansteigen, passt die Regierung die Prämienbeiträge des Kantons für Haushalte mit bescheidenem Einkommen im gleichen Umfang an.

• Für den 9. Basler Pop-Preis sind folgende Bands nominiert: Alma Negra (Electronic World Music, Basel), Audio Dope (Electronic Music, Basel), Schammasch (Avantgarde Metal, Liestal), We Invented Paris (Indie-Pop, Liestal) und
Zeal & Ardor (Black Metal/Gospel, Basel.

• Weil sich FDP und SVP nicht auf eine gemeinsame Kandidatur für die Ersatzwahl in den Stadtrat von Liestal einigen konnten und "alle offiziell Kandidierenden wählbar" sind, verzichtet die CVP auf eine Wahlempfehlung.

• Die Wettbewerbs-Kommission hat entschieden, den geplanten Zusammenschluss zwischen dem Universitätsspital Basel und dem Kantonsspital Baselland ohne Auflagen zu genehmigen.

Endress+Hauser übernimmt die deutsche IMKO Micromodultechnik GmbH mit Sitz in Ettlingen, einen Hersteller innovativer Systeme zur Feuchtemessung, und beschäftigt die 19 Mitarbeitenden weiter.

• Verhaftet wurde ein 25-jähriger Spanier, der dringend verdächtigt wird, am 10. September eine Frau im Basler Erlenmattquartier vergewaltigt zu haben.

• Bei der Einreise von Frankreich nach Basel wurde ein etwa 50-jähriger Bulgare erwischt, der 800 Gramm Kokain mit sich führte.

• Die 57-jährige Juristin und frühere Leiterin der Basler Sozialhilfe Nicole Wagner wird Mitglied der Stiftung Habitat, wo sie die zurücktretende Beatrice Oeri ersetzt. 

• Nachdem im Baselbiet die Initiative zum Ausbau des Hochleistungsstrassennetzes rechtsgültig zustande gekommen ist, hat sich das Initiativekomitee aufgrund der laufenden Arbeiten zu einem allfälligen Gegenvorschlag mit einer Unterbrechung der Behandlungsfrist bis maximal 30. September 2019 einverstanden erklärt.

• Die Baselbieter Apotheken dürfen neu – mit Auflagen – nicht nur Grippe-Impfungen, sondern auch weitere Impfungen und Folge-Impfungen durchführen.

• Ab 9. September ist die Umfahrung Liestal im Bereich des Ergolzviadukts wieder ohne Einschränkungen befahrbar.

• Der Kanton Basel-Stadt rechnet für das Jahr 2018 mit einem Budgetüberschuss von 138 Millionen Franken.

Gottlieb Keller, Mitglied der Konzernleitung und Chefjustitiar der Hoffmann-La Roche, hat in der Deutschen Botschaft in Bern das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten.

• Die Fraktion "Grünes Bündnis" des Bürgergemeinderats Basel nominierte Brigitta Gerber einstimmig für das Amt als Bürgerrätin.

• Den städtebaulichen Wettbewerb zur Bebauung des Felix Platter-Areals in Basel hat das Team Enzmann Fischer Partner AG / Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau GmbH gewonnen.

• Die Gemeinderäte der direkt betroffenen Gemeinden des Leimentals – von Binningen bis Burg – befürworten übereinstimmend den Bau der Tramlinie 17 über den Margarethenstich, da diese einen "klaren Mehrwert" darstelle.

Monique Juillerat, bisher als Mitglied der Geschäftsleitung von "familea" für die externe und interne Kommunikation verantwortlich, wird ab 1. September neue Kommunikations-Verantwortliche der Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion.

• Der Kanton Baselland verkauft das "Chuenimatt-Areal" der Bricks Group AG zur Realisierung des Konzeptes "Tri-innova", das eine schrittweise Entwicklung von unterschiedlich grossen Flächen für Dienstleistungs-, Labor-, Produktionsnutzungen sowie Co-working vorsieht.

Spitex Muttenz schliesst die Pflegewohnung Seminarstrasse per 30. November dieses Jahres.

• Die Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) verkaufen ihren Anteil an der Rheinhafen-Gesellschaft Weil am Rhein an die Stadt Weil am Rhein.

• Das Rote Kreuz Basel eröffnet am 11. August einen neuen Secondhand-Kleiderladen im Kleinbasel, konkret: am Claraplatz.

• Der 47-jährige Ökonom Michael Harr, verheiratet und Vater zweier Kinder, übernimmt ab 1. August die Geschäftsleitung der Pro Senectute beider Basel.

• Die Basler Regierung legte die Abgeltung der Staatsgarantie durch die Basler Kantonalbank (BKB) für die Jahre 2017 bis 2020 auf jährlich 8,8 Millionen Franken fest.

• Mit Datum vom 1. Juli wird die Kunstkommission für das Kunstmuseum Basel vom Rechts-Professor Felix Uhlmann präsidiert, der den langjährigen Vorsitzenden Peter Mosimann ablöst.

• Die Basler Regierung hat der Bau- und Finanzgesellschaft Zum Greifen AG den Zuschlag für Bau und den Betrieb eines neuen Quartierparkings unter dem Landhof-Areal erteilt.

• Die von der UNICEF erst kürzlich rezertifizierte "kinderfreundliche Gemeinde" Riehen gibt ihr Wissen an 40 Bürgermeister aus Südkorea weiter, die die Basler Landgemeinde besuchen.

• Da der Vereinszweck erfüllt sei, hat die Generalversammlung den "Verein Kunschti Eglisee" am 16. Juni mit 30 zu 4 Stimmen aufgelöst.

• Nationalrat Christoph Eymann, der ehemalige Vorsteher des Basler Erziehungsdepartements, wurde als neues Mitglied in den Verwaltungsrat des Karger Verlags gewählt.

• Der Kanton Basel-Stadt führt eine neue, zusammenhängende Fussgängerorientierung ein, mit der sich ortsunkundige Gäste, aber auch Einheimische in Basel künftig durch neue Stadtpläne auf Stelen besser zurechtfinden sollen.

• Die kantonale Volksinitiative "Recht auf Wohnen" wurde mit bisher 3'188 gültigen Stimmen der Basler Staatskanzlei überreicht.

• Der Therwiler Gemeindepräsident Reto Wolf löst kommenden September Elisabeth Schneider-Schneiter im Präsidium der "Starken Region Basel/Nordwestschweiz" ab.

Dominik Prétôt, der frühere CEO von Telebasel, wird per 1. Januar 2018 mit einem 50 Prozent-Pensum neuer Informations-Beauftragter der Römisch-katholischen Landeskirche Baselland.