© Foto by Ruedi Suter, OnlineReports.ch
"Meine zentrale Erfahrung": Sikh-Spezialist Baumann mit Modell des Amritsar-Tempels.

Schwerste Bedenken bei einer Rückschaffung des Basler Sikhs

Noch gibt es eine Hoffnung für den Basler Sikh und Strassenwischer Dalip Singh Khalsa


Von Ruedi Suter


Eine Rückschaffung des Basler Strassenwischers mit dem Turban nach Indien könnte für den "Basler Sikh" gefährlich werden. Davor warnt der Religionswissenschaftler und Sikh-Kenner Christoph Peter Baumann.


"Ich habe schwerste Bedenken", sagt Christoph Peter Baumann (61) nach kurzem Nachdenken. Der Basler Religionswissenschaftler führte sich auf Anfrage von OnlineReports die möglichen Folgen vor Augen, die eine Ausschaffung des Strassenwischers und Asylbewerbers Dalip Singh Khalsa nach Indien haben könnten. Dem in die Schweiz geflüchteten Sikh könne in Indien alles widerfahren, befürchtet Baumann. Von andauernden Schikanen über weitere Jahre im Gefängnis bis hin zur Folter – alles.

Massaker, Lynchexzesse

Einfach deshalb, weil Dalip Singh ein politischer Mensch sei, der nach den Massakern, Lynchexzessen und Pogromen an seinen Glaubensbrüdern durch die indische Armee und Andersgläubige im Jahre 1984 mit Gesinnungsgenossen ein Passagierflugzeug entführt habe, um die Aufmerksamkeit der Welt auf die unerträgliche Lage der Sikhs aufmerksam zu machen.

Politisch aktive und geflohene Sikhs, die es wagten, eines Tages wieder in ihre Sikh-Gebiete Punjab und Jammu-Kaschmir heimzukehren, sähen sich regelmässig Schikanen durch die indischen Behörden ausgesetzt, schildert Baumann. Der Leiter von Inforel, der Beratungsstelle Information Religion in Basel, weiss wovon er spricht: Leben und Glauben der Sikh kennt er wohl wie kein zweiter in der Schweiz.

Nicht alle Sikhs werden anständig behandelt

Denn Christoph Peter Baumann hat nicht nur schon viele Male die Siedlungsgebiete der Sikhs in Nordindien bereist, er verfasste unter anderem auch eine Diplomarbeit mit dem Titel "Ganz anders als in Indien – Sikhs in der Schweiz" (1994). Er kennt viele der rund 1'000 in der Schweiz lebenden Sikhs persönlich, und natürlich kennt er auch Dalip Singh Khalsa seit dessen Einreise in die Schweiz.

Baumann will für Indien differenziert haben zwischen Sikhs, die freiheitlich und gegenüber der Regierung kritisch eingestellt sind und jenen, die einfach ihrem Beruf nachgehen oder regierungsfreundlich sind. Letztere hätten in Indien zurzeit kaum etwas zu befürchten: "Grundsätzlich werden die Sikhs heute anständig behandelt." Nicht so aber Leute wie Dalip Singh.

Um nicht behelligt zu werden, müsste dieser nach seiner Rückkehr ein paar Polizeibeamte bestechen – "mit einem vierstelligen Dollarbetrag". Im ungünstigsten Fall jedoch müsste der Basler Turban-Träger "mit massivsten Schwierigkeiten" rechnen. Baumann befürchtet, Dalip Singh werde nach seiner Ausschaffung in eines der üblen Gefängnisse geworfen, aus dem er sich bestenfalls mit viel Geld – sofern welches vorhanden – freikaufen könne. Möglich sei aber auch, dass er dort versenkt werde, bis niemand mehr an ihn denkt.

Keine Sippenhaft mehr

Aber auch wenn er sich vom Knast loskaufen könne, müsse er bei einer Rückkehr zu seiner Familie in der Heimatstadt Jammu mit schweren Problemen rechnen. Heimgekehrte Widerstandskämpfer wie er würden in der Regel von den Sicherheitsbehörden nicht in Frieden gelassen werden. Dass Dalip Singhs Familie bislang nicht drangsaliert wurde, führt Baumann auf seine Erfahrung zurück, dass er in den letzten Jahren keine Sippenhaft mehr beobachtet habe.

Dalip Singh erlebte Christoph Peter Baumann in Basel "als gut integriert, auch wenn er hundsmiserabel Deutsch spricht". Das Lernen einer Sprache sei nicht seine Stärke. Doch die Sprache allein könne kein Argument für eine gute Integration sein, meint Baumann. Dalip Singh sei beliebt in Basel, an allem interessiert, selbst an der Fasnacht. Wie alle Sikhs, auch die integrierten, trage er seinen Turban. Jemand, der seine eigenen Wurzeln kenne – und der Turban sei ein Zeichen dafür -, fühle sich in der Fremde auch viel schneller verwurzelt und integriert. "Das ist meine Erfahrung." Von zentraler Bedeutung ist für Baumann schliesslich die ausserordentlich hohe Ethik der Sikh-Glaubensgemeinschaft. "Neben den auch bei Christen bekannten Prinzipien: Arbeite und Bete, haben sie ein drittes – das Teilen mit dem Anderen. Und das wird auch gelebt."

Basler Entscheid ist Chef-Sache

"Die Todesängste Dalip Singhs im Zusammenhang mit der drohenden Ausschaffung sind nicht unbegründet", meint Michel Meier, Geschäftsleiter der Beratungsstelle für Asylsuchende der Region Basel (BAS). Selbst wenn nach der Ankunft in Indien nicht gleich etwas passiere, könne sich dies nach ein paar Monaten ändern. Die Beratungsstelle hat beim Migrationsamt des zuständigen Sicherheitsdepartements des Kantons Basel-Stadt einen Antrag auf eine Härtefallregelung gestellt. Dieser ist, wie OnlineReports bereits berichtete, in Form eines Gesuchs um eine Aufenthaltsbewilligung aus "humanitären Gründen" am 16. Januar eingetroffen.

Der Fall des "Basler Sikhs" Dalip Singh liegt nun beim Basler Polizeidirektor Hanspeter Gass persönlich. "Das ist Chefsache, wie bei allen Härtefällen", sagt Polizeisprecher Klaus Mannhart: Regierungsrat Gass wird entscheiden, ob der Antrag überhaupt - und wenn Ja: zustimmend oder ablehnend - an das Bundesamt für Migration weitergeleitet wird. Dieses müsste als letzte Instanz den Daumen heben oder senken. Hat "Bern" ein Einsehen, dürfte der beliebte Strassenwischer mit dem Turban Basel erhalten bleiben. Er käme in den Genuss einer Aufenthaltsbewilligung B. Winkt Bern jedoch ab – der Entscheid dürfte in zwei bis drei Monaten gefällt sein – gibt es keine Rekursmöglichkeit mehr für den Sikh. Dann müsste er die Schweiz endgültig verlassen.

Ungewissheit für drei weitere Sikhs

Obwohl das Basler Sicherheitsdepartement laut Klaus Mannhart entschlossen ist, "keinen Ausnahmefall" zuzulassen, hofft BAS-Leiter Michel Meier auf eine liberale humanitäre Haltung der Basler Behörden. Diese seien nicht vergleichbar mit jenen im Kanton Zürich, wo eher Hardliner das Sagen hätten. Etwas, das drei weitere Sikhs zu spüren bekommen könnten. Sie und ein weiterer Sikh, der heute im Baselbiet lebe, hatten sich nach dem Massaker an den Sikhs in Amritsar ebenfalls an der Flugzeugentführung beteiligt und waren später mit Dalip Singh Khalsa zusammen in die Schweiz geflüchtet. Genau gleich wie ihm droht jetzt auch ihnen die Ausschaffung – mit dem Unterschied, dass sie von der Bevölkerung nicht derart ins Herz geschlossen wurden wie der Basler Strassenwischer mit dem orangen Turban.

24. Januar 2008

Weiterführende Links:


Christoph Peter Baumann

Christoph Peter Baumann (61) setzt sich seit Jahrzehnten für ein besseres Verständnis der Religionen und Glaubensformen ein. Er ist der Gründer und Leiter von INFOREL - Information Religion - in Basel. Zu seinen Tätigkeiten gehören unter anderem die Forschung zu Fragen der Gegenwartsreligiosität und Volksglauben sowie Forschungen in England, Indien und Pakistan. Er publizierte Lehrmittel zum Thema und ist Autor von wissenschaftlichen und allgemein bildenden Büchern. 2000 gab Baumann mit dem Buch "Religionen in Basel-Stadt und Basel-Landschaft" einen Führer durch das religiöse Basel" heraus. Diese Woche erschien der auf die Deutschschweiz zugeschnittene "Kalender der Religionen 2008", in dem alle aktuellen Feste und Feiertage der hier vertretenen Religionsgemeinschaften angegeben sind. Baumann ist Mitglied der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt und Inhaber von "Manava, Verlag und Vertrieb". Der Religionswissenschaftler ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Kindern.


 Ihre Meinung zu diesem Artikel
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)
fileadmin/templates/pics/echo.gif

"Ich wünsche Kraft und Weisheit"

Ich wünsche dem hoch geachteten Herrrn Sicherheitsdirektor Hanspeter Gass die Kraft und die Weisheit, zu einem dem humanistischen und liberalen Basel würdigen Entscheid. Zu einem Entscheid, der Basel die von Herrn Baumann zutreffend umschriebenen hohen ethischen Werte des Sikh erhält und damit einen höchst willkommenen Inspirationsbeitrag zu Gunsten der inländischen, als auch der ausländischen jüngeren Generationen leistet, bei denen ein wirklich dramatisches Defizit an den von Herrn Dalip Singh Khalsa - glaubhaft - praktizierten Werten herrscht.


Patric C. Friedlin, Basel


www.onlinereports.ch - Das unabhängige News-Portal der Nordwestschweiz

© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigene Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

Auf dieser Website gibt es Links zu Websites Dritter. Sobald Sie diese anklicken, verlassen Sie unseren Einflussbereich. Für fremde Websites, zu welchen von dieser Website aus ein Link besteht, übernimmt OnlineReports keine inhaltliche oder rechtliche Verantwortung. Dasselbe gilt für Websites Dritter, die auf OnlineReports verlinken.

fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Ein Denkmal des Kalaschnikow-Erfinders wird zur Spott objekt"

Basler Zeitung
Untertitel
vom 6. Oktober 2017
fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Korrektorat in Chur. Wird zur Spott objekt.

"Und übrigens ..."

Waschmaschinen gegen Gemüse
RückSpiegel


Ausführlich geht die Basler Zeitung auf einen kritischen OnlineReports-Gastkommentar über den Eigenmietwert-Steuerfall um Rösly M. ein.

In seinem Beitrag über "Die Basler Sinnkrise" zitiert der Tages-Anzeiger aus dem OnlineReports-Leitartikel "Willkommen im Baselbiet: Nichts geht mehr", in dem es um einen "Kanton in der Sinn-Krise" geht.

barfi, die BZ Basel, die Tageswoche, die Badische Zeitung und das Baublatt haben die OnlineReports-Story über den Abbruch des "Rostbalkens" und die geplanten Hochhäuser beim Basler Bahnhof SBB aufgenommen.
 
Infosperber.ch geht in einem Kommentar über das "Dauer-Bashing" der Behörden durch die Medien auf die Konter-Position von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Berichterstattung über den "Fall Wessels" auf einen OnlineReports-Kommentar Bezug.

Die Basler Zeitung, die BZ Basel, die SDA und die Badische Zeitung gingen auf den OnlineReports-Primeur über die Berufung des türkischen Basler Polizei-Assistenten gegen den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ein.

20 Minuten online nahm die OnlineReports-News über die Basler verkehrs-Betriebe (BVB) an der Grenze ihrer Belastung auf.

Die BZ Basel und das Regionaljournal gingen aktuell auf die OnlineReports-Recherche über einen Manipulations-Versuch der BVB-Direktion im Vorfeld der Wahlen in die Personalkommission ein.

Barfi zog die OnlineReports-Story über die umstrittene Umnutzung des "FKK-Clubs" in ein Bordell an der Amerbachstrasse in Basel nach.

Der Landbote nahm die OnlineReports-Story über den Stromeinkauf der Gemeinde Muttenz beim Stadtwerk Winterthur auf.

Die OnlineReports-News über den Personalabbau auf der Basler Hauptpost wurde durch Telebasel aufgenommen.

Telebasel online ging in seinem Bericht über die SP-Prämieninitiative auf einen Kommentar von OnlineReports ein. 

Die Weltwoche zitierte in ihrem Bericht über den Basler Scharia-Befürworter Aziz Osmanoglu aus einem Gerichts-Bericht von OnlineReports.

Die Basler Zeitung berief sich in ihrem Bericht über die "Maulwurfjagd gegen Mitarbeiter der Basler Verkehrs-Betriebe" auf einen OnlineReports-Artikel.

Im Artikel über die Versetzung eines Kadermanns im Basler Jusitz- und Sicherheitsdepartement nimmt die Basler Zeitung auf eine OnlineReports-Recherche Bezug.

In den BaZ-Standpunkten des Schweizer Fernsehens nennt NZZ-Medienredaktor Rainer Stadler OnlineReports als Element der Basler Medienvielfalt.

Die Basler Zeitung und die Volksstimme zogen die OnlineReports-Nachricht über den Massen-Exodus aus der Parteileitung der FDP Baselland nach.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-News über die Wahl von Beatriz Greuter zur neuen "Birshof"-Direktorin auf.

Barfi
nahm im Bericht über Waschbären in der Stadt Bezug auf eine OnlineReports-Reportage über Waschbären, die Toronto bevölkern.

Die Volksstimme nahm die OnlineReports-Erstmeldung über den Tod des früheren FDP BL-Präsidenten und Untersuchungsrichters Ernst Heimann auf.

Barfi und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die Schliessung des Nobel-Restaurants "Schifferhaus" auf.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrer Nachricht über die Absage von Saskia Schenker als FDP BL-Präsidentin auf OnlineReports.

Die NZZ nennt Pionier OnlineReports in ihrem Beitrag über die Finanzierung von Online-Medien.

Die Basler Zeitung und die Basellandschaftliche Zeitung berichteten unter Bezugnahme auf OnlineReports über die Trennung der BVB von zwei Kaderleuten.

Das OnlineReports-Interview mit dem designierten FCB-Besitzer Bernhard Burgener nahmen die Fussball-Plattform 4-4-2.com, die Basellandschaftliche Zeitung und die Schweiz am Wochenende auf.

Telebasel berief sich in seinem Bericht über die Interpellation von "Basta"-Grossrat Beat Leuthardt über den designierten FCB-Präsidenten Bernhard Burgener auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung berief sich in ihrer Meldung über Betriebs-Wegweiser-Posse auf OnlineReports.

Die Schweiz am Wochenende nahm eine OnlineReports-Story über den Gang der BVB ans Bundesgericht wegen einer Auflösung des Arbeitsverhältnisses auf.

In ihrem Bericht über den Streit um die schmale Treppe im neuen Gelterkinder Hallenbad bezogen sich die Basler Zeitung und die Volksstimme auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung griff die OnlineReports-Recherche über markante bauliche Veränderungen im Nord-Teil des Basler "Dreispitz"-Areals auf.

Der schweizerbauer.ch nahm die OnlineReports-Meldung über das auf der Strasse erlegte Rind in Gelterkinden auf.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Da die Prämien der obligatorischen Krankenversicherung in Basel-Stadt im kommenden Jahr um durchschnittlich 4,5 Prozent ansteigen, passt die Regierung die Prämienbeiträge des Kantons für Haushalte mit bescheidenem Einkommen im gleichen Umfang an.

• Für den 9. Basler Pop-Preis sind folgende Bands nominiert: Alma Negra (Electronic World Music, Basel), Audio Dope (Electronic Music, Basel), Schammasch (Avantgarde Metal, Liestal), We Invented Paris (Indie-Pop, Liestal) und
Zeal & Ardor (Black Metal/Gospel, Basel.

• Weil sich FDP und SVP nicht auf eine gemeinsame Kandidatur für die Ersatzwahl in den Stadtrat von Liestal einigen konnten und "alle offiziell Kandidierenden wählbar" sind, verzichtet die CVP auf eine Wahlempfehlung.

• Die Wettbewerbs-Kommission hat entschieden, den geplanten Zusammenschluss zwischen dem Universitätsspital Basel und dem Kantonsspital Baselland ohne Auflagen zu genehmigen.

Endress+Hauser übernimmt die deutsche IMKO Micromodultechnik GmbH mit Sitz in Ettlingen, einen Hersteller innovativer Systeme zur Feuchtemessung, und beschäftigt die 19 Mitarbeitenden weiter.

• Verhaftet wurde ein 25-jähriger Spanier, der dringend verdächtigt wird, am 10. September eine Frau im Basler Erlenmattquartier vergewaltigt zu haben.

• Bei der Einreise von Frankreich nach Basel wurde ein etwa 50-jähriger Bulgare erwischt, der 800 Gramm Kokain mit sich führte.

• Die 57-jährige Juristin und frühere Leiterin der Basler Sozialhilfe Nicole Wagner wird Mitglied der Stiftung Habitat, wo sie die zurücktretende Beatrice Oeri ersetzt. 

• Nachdem im Baselbiet die Initiative zum Ausbau des Hochleistungsstrassennetzes rechtsgültig zustande gekommen ist, hat sich das Initiativekomitee aufgrund der laufenden Arbeiten zu einem allfälligen Gegenvorschlag mit einer Unterbrechung der Behandlungsfrist bis maximal 30. September 2019 einverstanden erklärt.

• Die Baselbieter Apotheken dürfen neu – mit Auflagen – nicht nur Grippe-Impfungen, sondern auch weitere Impfungen und Folge-Impfungen durchführen.

• Ab 9. September ist die Umfahrung Liestal im Bereich des Ergolzviadukts wieder ohne Einschränkungen befahrbar.

• Der Kanton Basel-Stadt rechnet für das Jahr 2018 mit einem Budgetüberschuss von 138 Millionen Franken.

Gottlieb Keller, Mitglied der Konzernleitung und Chefjustitiar der Hoffmann-La Roche, hat in der Deutschen Botschaft in Bern das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten.

• Die Fraktion "Grünes Bündnis" des Bürgergemeinderats Basel nominierte Brigitta Gerber einstimmig für das Amt als Bürgerrätin.

• Den städtebaulichen Wettbewerb zur Bebauung des Felix Platter-Areals in Basel hat das Team Enzmann Fischer Partner AG / Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau GmbH gewonnen.

• Die Gemeinderäte der direkt betroffenen Gemeinden des Leimentals – von Binningen bis Burg – befürworten übereinstimmend den Bau der Tramlinie 17 über den Margarethenstich, da diese einen "klaren Mehrwert" darstelle.

Monique Juillerat, bisher als Mitglied der Geschäftsleitung von "familea" für die externe und interne Kommunikation verantwortlich, wird ab 1. September neue Kommunikations-Verantwortliche der Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion.

• Der Kanton Baselland verkauft das "Chuenimatt-Areal" der Bricks Group AG zur Realisierung des Konzeptes "Tri-innova", das eine schrittweise Entwicklung von unterschiedlich grossen Flächen für Dienstleistungs-, Labor-, Produktionsnutzungen sowie Co-working vorsieht.

Spitex Muttenz schliesst die Pflegewohnung Seminarstrasse per 30. November dieses Jahres.

• Die Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) verkaufen ihren Anteil an der Rheinhafen-Gesellschaft Weil am Rhein an die Stadt Weil am Rhein.

• Das Rote Kreuz Basel eröffnet am 11. August einen neuen Secondhand-Kleiderladen im Kleinbasel, konkret: am Claraplatz.

• Der 47-jährige Ökonom Michael Harr, verheiratet und Vater zweier Kinder, übernimmt ab 1. August die Geschäftsleitung der Pro Senectute beider Basel.

• Die Basler Regierung legte die Abgeltung der Staatsgarantie durch die Basler Kantonalbank (BKB) für die Jahre 2017 bis 2020 auf jährlich 8,8 Millionen Franken fest.

• Mit Datum vom 1. Juli wird die Kunstkommission für das Kunstmuseum Basel vom Rechts-Professor Felix Uhlmann präsidiert, der den langjährigen Vorsitzenden Peter Mosimann ablöst.

• Die Basler Regierung hat der Bau- und Finanzgesellschaft Zum Greifen AG den Zuschlag für Bau und den Betrieb eines neuen Quartierparkings unter dem Landhof-Areal erteilt.

• Die von der UNICEF erst kürzlich rezertifizierte "kinderfreundliche Gemeinde" Riehen gibt ihr Wissen an 40 Bürgermeister aus Südkorea weiter, die die Basler Landgemeinde besuchen.

• Da der Vereinszweck erfüllt sei, hat die Generalversammlung den "Verein Kunschti Eglisee" am 16. Juni mit 30 zu 4 Stimmen aufgelöst.

• Nationalrat Christoph Eymann, der ehemalige Vorsteher des Basler Erziehungsdepartements, wurde als neues Mitglied in den Verwaltungsrat des Karger Verlags gewählt.

• Der Kanton Basel-Stadt führt eine neue, zusammenhängende Fussgängerorientierung ein, mit der sich ortsunkundige Gäste, aber auch Einheimische in Basel künftig durch neue Stadtpläne auf Stelen besser zurechtfinden sollen.

• Die kantonale Volksinitiative "Recht auf Wohnen" wurde mit bisher 3'188 gültigen Stimmen der Basler Staatskanzlei überreicht.

• Der Therwiler Gemeindepräsident Reto Wolf löst kommenden September Elisabeth Schneider-Schneiter im Präsidium der "Starken Region Basel/Nordwestschweiz" ab.

Dominik Prétôt, der frühere CEO von Telebasel, wird per 1. Januar 2018 mit einem 50 Prozent-Pensum neuer Informations-Beauftragter der Römisch-katholischen Landeskirche Baselland.