LSD-Entdecker Albert Hofmann 102-jährig gestorben

Ein weltberühmter Wissenschafter aus der Region Basel ist nicht mehr: Albert Hofmann, Entdecker des LSD, ist tot.
Burg, 30. April 2008

Er starb gestern Dienstagmorgen im Alter von 102 Jahren an einem Herzinfarkt in seinem Haus in der Laufentaler Gemeinde Burg. Noch am Samstag hatte er daheim zusammen mit Freunden und Freundinnen das Konzert eines Harfenspielers genossen. Und am gleichen Tag forderte er seinen verhinderten Freund Dieter Hagenbach am Telefon auf, diese Woche unbedingt vorbeizukommen.

Hagenbach zu OnlineReports: "Albert schwärmte noch von seinem Ausblick über das Leimental: 'Es ist zauberhaft, es blüht alles – du musst kommen!'" Hofmann habe bis zuletzt sein Leben genossen und eine unstillbare Neugier an den Tag gelegt. Dieter Hagenbach, Basler Verleger und Initiant des Welt Psychedelik Forums im letzten März in Basel, hatte für den Kongress die volle Unterstützung des Verstorbenen.

Dieser formulierte in seinem Geleitwort zum letzten Mal seine wichtigsten Bedenken und Anliegen: "Die Entfremdung von der Natur und der Verlust des Gefühls, ein Teil der lebenden Schöpfung zu sein, ist die grösste Tragödie unseres materialistischen Zeitalters. Sie ist ursächlich verantwortlich für Umweltzerstörung und Klimawandel. Daher messe ich dem Bewusstseinswandel allerhöchste Bedeutung zu. Ich betrachte Psychedelika als Katalysatoren: Es sind Mittel, die unsere Wahrnehmung auf andere Inhalte unseres menschlichen Daseins lenken, so dass wir wieder unseres geistigen Hintergrundes gewahr werden. Psychedelische Erfahrungen in einem sicheren Rahmen können helfen, dass unser Bewusstsein wieder erfüllt wird von diesem Gefühl der Verbundenheit und des Einsseins mit der Natur."

"Das Sein ist kein Zufall"

Albert Hofmann, der Schamane des LSD, verteidigte bis zuletzt die bewusstseinserweiternde Wirkung des von ihm 1943 entdeckten LSD, das später zur Kult-Droge von Sinnsuchenden wie die Hippies und Kunstschaffenden wurde. LSD und verwandte Substanzen seien keine Drogen im üblichen Sinn, sie machten nicht süchtig und gehörten zu "den sakralen Substanzen, die seit Jahrtausenden im rituellen Rahmen verwendet werden", erklärte Hofmann unbeirrt sein Leben lang.

Der Chemiker wurde als Sohn eines Werkzeugmachers in Baden geboren. Während über vier Jahrzehnten bis zu seiner Pensionierung 1971 arbeitete er als Forscher beim Basel Pharmakonzern Sandoz. Seine Ehefrau war vergangenen Winter im Alter von 94 Jahren verstorben. Von OnlineReports anlässlich seines 100. Geburtstags gefragt, woher er komme und wohin er nach seinem Tode gehen werde, antwortete Albert Hofmann lachend:

"Das weiss ich nicht. Das ist eben das Geheimnis – das Schönste und Tiefste. Mehr weiss ich nicht. Wir müssen die Schöpfung verstehen und dankbar dafür sein. Mehr müssen wir nicht zergliedern. Darum sage ich ja: Die Naturwissenschaftler müssten alle Mystiker sein. Das Sein ist kein Zufall! Es ist ein Wunder, ein Geschenk – Schluss!"




Weiterführende Links:
- LSD-Entdecker Albert Hofmann 102 Jahre alt
- Der Schamane des LSD feiert seinen 100. Geburtstag


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"Die Sprecherin der Swiss Indoors antwortete nicht auf die Anfrage dieser Zeitung."

BZ Basel
vom 27. November 2017
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Auf unsere Medienanfrage zu einem Gerichtsfall hat die Sprecherin auch nicht geantwortet. Die Swiss Indoors-Schweigerin.

"Und übrigens ..."

Weihnachts-Geschichte aus Israel
RückSpiegel


In ihrem Artikel über die "Berlusconisierung von links" zitiert die Weltwoche aus dem "dem gutinformierten Basler Internetdienst OnlineReports".

In seinem Bericht über die Gefährlichkeit des Basler Centralbahnplatzes geht Barfi auf einen OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2001 ein, der damals schon die Probleme thematisierte.

Blick, Tages-Anzeiger, Basler Zeitung, BZ Basel, 20 Minuten und Barfi bezogen sich in ihren Artikeln über die Schüsse einen Mann in der Basler Innenstadt auf einen News-Promeur von OnlineReports.

Der Tages-Anzeiger und 20 Minuten nahmen in ihren Berichten über den gefährlichen Zwischenfall mit einem Intercity-Zuges der SBB in Stein-Säckingen auf OnlineReports Bezug.

In ihrem Interview mit der neuen BVB-Präsidentin Yvonne Hunkeler nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung nahm den OnlineReports-Feature über den Einbruch im Restaurant "Dalbestübli" auf.

Die Volksstimme zitierte in ihrer Presseschau über die Säuli-Metzgete in Sissach aus der OnlineReports-Reportage.

Im Bericht über Rechtsprobleme des Bordells an der Basler Amerbachstrasse zitiert Barfi aus OnlineReports.

Ausführlich geht die Basler Zeitung auf einen kritischen OnlineReports-Gastkommentar über den Eigenmietwert-Steuerfall um Rösly M. ein.

In seinem Beitrag über "Die Basler Sinnkrise" zitiert der Tages-Anzeiger aus dem OnlineReports-Leitartikel "Willkommen im Baselbiet: Nichts geht mehr", in dem es um einen "Kanton in der Sinn-Krise" geht.

barfi, die BZ Basel, die Tageswoche, die Badische Zeitung und das Baublatt haben die OnlineReports-Story über den Abbruch des "Rostbalkens" und die geplanten Hochhäuser beim Basler Bahnhof SBB aufgenommen.
 
Infosperber.ch geht in einem Kommentar über das "Dauer-Bashing" der Behörden durch die Medien auf die Konter-Position von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Berichterstattung über den "Fall Wessels" auf einen OnlineReports-Kommentar Bezug.

Die Basler Zeitung, die BZ Basel, die SDA und die Badische Zeitung gingen auf den OnlineReports-Primeur über die Berufung des türkischen Basler Polizei-Assistenten gegen den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ein.

20 Minuten online nahm die OnlineReports-News über die Basler verkehrs-Betriebe (BVB) an der Grenze ihrer Belastung auf.

Die BZ Basel und das Regionaljournal gingen aktuell auf die OnlineReports-Recherche über einen Manipulations-Versuch der BVB-Direktion im Vorfeld der Wahlen in die Personalkommission ein.

Barfi zog die OnlineReports-Story über die umstrittene Umnutzung des "FKK-Clubs" in ein Bordell an der Amerbachstrasse in Basel nach.

Der Landbote nahm die OnlineReports-Story über den Stromeinkauf der Gemeinde Muttenz beim Stadtwerk Winterthur auf.

Die OnlineReports-News über den Personalabbau auf der Basler Hauptpost wurde durch Telebasel aufgenommen.

Telebasel online ging in seinem Bericht über die SP-Prämieninitiative auf einen Kommentar von OnlineReports ein. 

Die Weltwoche zitierte in ihrem Bericht über den Basler Scharia-Befürworter Aziz Osmanoglu aus einem Gerichts-Bericht von OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Elisabeth Pestalozzi, seit August 2016 stellvertretende Chefredaktorin von Radio SRF, wird im zweiten Quartal 2018 neue Kommunikationsleiterin der Christoph Merian Stiftung.

• Über tausend Personen verlangen in einer Petition der SP Gelterkinden die Einführung von Tempo 30.

• Im zweiten Wahlgang der Liestaler Stadtrats-Ersatzwahl vom 14. Januar 2018 treten Marie-Theres Beeler (geboren 1959, Grüne) und Karin Jeitziner (geboren 1961, FDP) an.

Marco Greiner, Regierungssprecher und Vizestaatsschreiber von Basel-Stadt, ist neuer Präsident der Schweizerischen Informations-Konferenz öffentlicher Verwaltungen.

• Die Basler CVP hat ihre mit 3'910 Unterschriften versehene Krankenkassen-Initiative eingereicht, die verlangt, dass selbstbezahlte Prämien für die obligatorische Krankenpflege-Versicherung vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden können

• Mit der Jus-Studentin Laetitia Block als Nachfolgerin von Pascal Messerli steht erstmals eine Frau an der Spitze der Jungen SVP Basel-Stadt.

• Das Basler Ristorante Cibo Mediterraneo ist der künftige Betreiber der neuen Buvette am St. Alban-Rheinweg.

Reto Meyer, Inhaber und Geschäftsführer der WS Kommunikation in Basel, kauft per Jahreswechsel sämliche Anteile der BSSM Werbeagentur von Urs Schneider und Hannes Müller.

Jana Wachtl (38) wird als Nachfolgerin von Sabine Kubli auf Jahresbeginn neue Leiterin der Baselbieter Fachstelle "Gleichstellung für Frauen und Männer".

• Das Basler Energieunternehmen IWB plant, im Februar 2018 elf neue Ladesäulen für Elektrofahrzeuge in Quartierstrassen auf Allmend zu installieren.

• Entgegen der Parole der kantonalen CVP sagte der CVP-Wahlreis Liestal Nein zum "8. Generellen Leistungsauftrag für den öffentlichen Verkehr" und damit Ja zum "Läufelfingerli".

Raymond Cron wird als Nachfolger von Andreas Büttiker ab 1. Januar 2018 neues Verwaltungsratsmitglied des EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg.

• Der Basler Grosse Rat hat die Standesinitiative der SP gegen der Schliessung von Quartier-Poststellen überwiesen.

• Die bürgerlichen Jungparteien von Basel-Stadt ziehen ihre Zweirad-Initiative zurück, da sie mit dem vom Grossen Rat beschlossenen Gegenvorschlag ihre Hauptforderungen als erfüllt betrachten.

• Die Baselbieter Wahlen des Landrats und des Regierungsrats für die Amtsperiode vom 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2023 finden am 31. März 2019 statt.

• Weil mit dem als Gegenvorschlag verabschiedeten neuen Bürgerrechtsgesetz und den Anpassungen auf Bundesebene die Anliegen der Initianten erfüllt sind, zieht die SVP Basel-Stadt ihre Volksinitiative "Keine Einbürgerung von Kriminellen und Sozialhilfeempfängern" zurück.

• Mit der Gründung der Sektion Waldenburg wollen die Grünen Baselland im Wahlkreis Waldenburg den verlorenen Landratssitz zurück erobern.