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Moritz Suter zur BaZ: "Ich bin alleiniger Besitzer"

Basel, 9. Februar 2011

Treue Abonnenten der "Basler Zeitung" erhielten heute Post – nicht von irgendjemandem, sondern von "Ihrem Moritz Suter" signiert. In seinem Brief setzt "Crossair"- und "Hello"-Gründer Suter vertrauensvoll ganz auf väterlichen Stil – joviale Selbstironie inbegriffen. "Emotion", hebt der neue BaZ-Pilot an, gehörten "per se" zu den Aufgaben der Medien: "In dieser Hinsicht darf man, etwas lakonisch ausgedrückt, wohl sagen, dass die Basler Zeitung im Jahr 2010 ihr Soll reichlich erfüllt hat!" Gibt er Medien seit seinem plötzlichen Erscheinen als Publisher letzten November – lakonisch ausgedrückt – keine Interviews, lässt er dafür die treuen Abonnenten wissen, was um die "Basler Zeitung" Sache sei.

Dass "diese Emotionen" ein "gewisses Chaos" und "Grund zur Sorge um die Existenz dieser Zeitung" ausgelöst haben, "gab mir das starke Gefühl, etwas tun zu müssen". Daraus sei "der kurzfristige Entscheid" entstanden, "die Basler Zeitung zu 100 Prozent zu erwerben". Tönt doch gut. "So bin ich heute deren alleiniger Besitzer", schreibt Moritz Suter den treuen Abonnenten. Tönt noch besser. Dass er nur Besitzer des Übernahme-Vehikels "BaZ Holding AG" mit einer Million Franken Aktienkapital ist, aber Investoren im Hintergrund den Kaufpreis von 70 Millionen Franken zahlten und die Schuldenlast von über 100 Millionen Franken übernahmen, das lässt Moritz Suter in seinem Brief an den treuen Abonnenten beiseite.

"Voll und ganz" steht Moritz Suter hinter Chefredaktor Markus Somm, "der wirtschaftsfreundlich, aber nicht -hörig, staatskritisch, aber nicht anarchistisch und offen nach allen Seiten ist". Unter seiner Führung werde die "eher Mitte links angesiedelte Basler Zeitung durch bürgerliche Themen und Sichtweisen ergänzt". Hinter dieser Auffassung stehe "nicht nur das ganze Redaktionsteam, sondern stehe auch ich als Verleger und als offen und liberal-humanistisch denkender Mensch mit dem Credo, dass niemand das Recht hat, jemand anderem seine Meinung zu verbieten".

Ob der neue Basler Medien-Manitu mit seinem Brief an die treuen Kunden viel Vertrauen geschaffen hat, muss offen bleiben. Sicher ist nur eins: Im Journalismus fährt jener Verleger am besten, der von Offenheit nicht nur spricht, sondern sie auch (vor-)lebt. Schliesslich leben die Journalisten ganz existenziell von der Offenheit und Transparenz-Bereitschaft ihrer Auskunftspersonen.




Weiterführende Links:
- Moritz Suter ist bei der BaZ nicht die bestimmende Kraft


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"Abo wird nicht mehr erneuert"

Auch wir sind seit 1969 Abonnenten, zuerst der National-Zeitung, dann der BaZ, und sind ohne Werbebrief von Moritz Sutter geblieben.

 

Befremdet haben wir im vergangenen Jahr den Wechsel der Chefredaktion zur Kenntnis genommen. Mit gemischten Gefühlen verfolgten wir die Wirren vor und um den Inhaberwechsel, setzten jedoch Vertrauen in den neuen Besitzer. Mit Bedenken stellen wir seit Jahresanfang das definitive Abgleiten nach rechts aussen fest. Es war uns immer klar, dass die BaZ eine bürgerliche Zeitung ist und das fortschrittliche Gedankengut, wenn es von linker Seite kommt, selten unkommentiert stehen lässt. Mit dieser mengenmässigen Einseitigkeit auf dem rechten Auge und den Artikeln des Chefredaktors fühlen wir uns nicht mehr dazugehörig. Aus diesem Grunde werden wir das Abonnement nicht mehr erneuern. Ein Überdenken dieses Schrittes erfolgt erst nach einem erneuten Chefredaktorwechsel. Wenn die Unterzeichner des Manifests dasselbe tun, wird der wirtschaftliche Druck die Verlagsinhaber vielleicht doch noch umstimmen.


Ruedi und Ruth Eggimann, Ramlinsburg




"Endlich die ganze Wahrheit"

Ich bin überzeugt, dass wir an der bevorstehenden Fasnacht von den Schnitzelbägglern endlich die ganze Wahrheit über die BaZ erfahren werden.


Christian Heim, Riehen




"Es gibt Briefe, die man sich sparen könnte"

Ich habe die Post nochmals durchgeschaut. Der Brief von Moritz Suter war nicht dabei. Vielleicht braucht es ja 35 Jahre um ein treuer Abonnent zu sein. Aber es scheint, als hätte ich nicht viel verpasst. Es gibt Briefe, die man sich sparen könnte. Wenn Moritz Suter dann schreiben wird, wer wirklich das grosse Geld gebracht hat, werde ich mich zum Briefkasten beeilen oder sogar dem Pöstler den Brief aus der Hand reissen ...

 

Übrigens hatte ich bis jetzt nie das Gefühl, bürgerliche Themen und Sichtweisen würden in der BaZ fehlen. Und dass Markus Somm nach allen Seiten offen ist, wussten wir auch schon. Der ehemals radikale linke Student ist ein Slalomfahrer. Der Journalist Markus Schneider schreibt dazu: In neuerer Zeit fährt Somm seinen Slalom immer schön parallel zum grossen Christoph.


Otto Kunz-Torres, Basel




"Höchstens die halbe Wahrheit"

Es war höchste Zeit, dass Moritz Suter sich endlich selbst äussert. Dass er in seinem Schreiben an die "treuen Abonnenten" mantraartig die gleichen Statements herunterbetet, von denen man nachgerade weiss, dass sie höchstens die halbe Wahrheit sind, und an seinem auf dem rechten Auge blinden Chefredaktor Markus Somm festhält, macht ihn allerdings unlaubwürdig. Damit wird er das "Gschnuur" um seine Rolle in dem Deal nicht beenden können.

 

Ich habe übrigens das Schreiben nicht erhalten, obwohl ich die BaZ (noch) abonniert habe. Aber als "halb-BaZige" Abonnentin (nur zwei Ausgaben die Woche) bin ich wohl ein zu kleiner Fisch, um in den Genuss von Suters Charme-Offensive zu kommen. Macht nichts, mein Abo ist auf Ende März sowieso gekündigt. Wieso sollte Herr Suter also seine wertvollen Perlen noch vor die Sau werfen?! Er und die anderen Investoren können es sich offenbar immer noch leisten, Abonnenten zu verlieren. Und dass sein Brief wankelmütige Abonnentinnen, die mit dem Gedanken an eine Kündigung spielen, bei der Stange hält, wage ich zu bezweifeln.


Gaby Burgermeister, Basel



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"Das Aussenministerium in der Schweiz hat inzwischen vor Reisen nach Deutschland gewarnt"

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vom 3. September 2018
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Einkäufe in Weil und Lörrach ab sofort unterlassen – Gefahr droht!

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Schein-Stories auf Instagram
RückSpiegel


Die Basler Zeitung geht in ihrem Bericht über den "Spagat der CVP-Präsidentin" Brigitte Müller auf ihre Aussagen im OnlineReports-Interview ein.

Die Basler Zeitung, die Basellandschaftliche Zeitung, Prime News und Telebasel zitierten in ihren Berichten zur Baselbieter CVP aus dem OnlineReports-Interview mit Parteipräsidentin Brigitte Müller.

persoenlich.com erwähnte OnlineReports und seine frühere Praktikantin Valerie Zaslawsky im Zusammenhang mit ihrem Weggang bei der NZZ und ihrem Umzug nach Berlin, wo sie als Freie Journalistin arbeitet.

In seinem Artikel über medienpolitische Entscheide der Wettbewerbskommission erwähnt Rainer Stadler in der NZZ auch OnlineReports.

Roland Stark, Kolumnist der Basler Zeitung, nahm in seinem Text über Meinungsvielfalt auf OnlineReports Bezug.

In der Meldung über das neue Basler Nachrichten-Portal "Prime News" bezogen sich die BZ Basel, Nachrichtenagentur SDA und das Branchenmagazin Persönlich auf OnlineReports.

Das SRF-Regionaljournal bezog sich in seiner Meldung über die Selbst-Vergiftung des Basler Museumsdirektors Michael Kessler auf OnlineReports.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-News über den Streit der Basler SVP mit ihrem Grossrat Patrick Hafner über Ausstände bei den Mandatabgaben auf.

Das SRF-Regionaljournal und die Schweiz am Wochenende nahmen auf die OnlineReports-Recherche über den durch die Suva verfügten Baustopp am neuen Werkhof in Sissach Bezug.

Die WochenZeitung verweist darauf, dass textfokussierte Nachrichtenportale wie OnlineReports gemäss dem Entwurf des neuen Bundesgesetzes über elektronische Medien nicht in den Genuss einer Bundesförderung kämen.

20 Minuten
entlarvte die von OnlineReports vermeldete Besetzung des Gewächshauses auf dem Dreispitz-Lok-Depot als Scheinbesetzung.

Die Basler Zeitung nahm in ihrem Bericht über den Rückzug des potenziellen Baselbieter FDP-Regierungs-Kandidaten Daniel Recher Bezug auf OnlineReports.

20 minuten online
bezog sich im Bericht über die Email-Affäre um Joël Thüring auf OnlineReports.

Die BZ Basel nahm in ihrer Meldung über Christian Kellers Abgang bei der "Basler Zeitung" Bezug auf eine vorangegangene Nachricht in OnlineReports.

Barfi.ch
und die Gundeldinger Zeitung zogen die OnlineReports-Meldung über den Velofriedhof am Basler Bahnhof SBB weiter.

Die OnlineReports-Erstnachricht vom Tod des ehemaligen Basler Regierungsrates Lukas "Cheese" Burckhardt wurde von Barfi.ch, der BZ Basel, die Basler Zeitung, vom SRF-Regionaljournal und von der Nachrichtenagentur SDA aufgenommen.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Meldung über die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft zum Urteil gegen den Basler Datenschnüffler-Polizisten auf.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über den Einbürgerungs-Streit der drei baselstädtischen Bürgergemeinden mit dem Kanton Basel-Stadt und den Gang ans Bundesgericht nach.

Die Schweiz am Sonntag schrieb eine OnlineReports-Nachricht über die rechtlichen Schritte der Wirtschaftskammer Baselland gegen die "Basler Zeitung" ab.

In ihrem Artikel über Markus Ritters Abgang aus dem Basler Präsidialdepartement bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Der 33-jährige FCB-Mittelfeldspieler Geoffroy Serey Die hat den bis zum 30. Juni 2019 laufenden Vertrag vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert.

• Der 41-jährige Betriebsökonom Daniel Arni, derzeit noch Leiter der Fachstelle Messen und Märkte im Präsidialdepartement, wird ab Dezember neuer Leiter der Basler Allmendverwaltung und Nachfolger von Niklaus Hofmann.

• Die Elektra Baselland (EBL) senkt auch im Jahr 2019 wieder ihre Strompreise, diesmal um 3,1 Prozent.

• Die Basler Kantonalbank eröffnet am 27. August direkt vis-à-vis des Badischen Bahnhofs ihre neue Filiale Rosental, was schon am 25. August gefeiert wird.

• Der FCB-Captain und Innenverteidiger Marek Suchy hat sich am 12. August im Spiel gegen den FC Sion einen Teilriss der Achillessehne am linken Fuss zugezogen und fällt damit für unbestimmte Zeit aus.

• Die Wirtschafts- und Abgabekommission des Grossen Rates unterstützt den "Basler Kompromiss" zur Umsetzung der Steuervorlage 17 und stimmt dem Ratschlag der Regierung mit einer Änderung zu.

• Nach zwei Jahren wechselt in Basel-Stadt das Präsidium der Fraktion "Grünes Bündnis" wieder von "Basta" (Beatrice Messerli) zu den Grünen (Jürg Stöcklin).

Pierre Lavielle, der Präsident des EuroAirport-Verwaltungsrats, ist am 2. August unerwartet gestorben.

• Verschiedene Baselbieter Gemeinden wie Therwil oder Gelterkinden haben aufgrund der Trockenheit ein totales Verbot des Abbrennens von jeglichen Feuerwerkskörpern (Raketen, Vulkane, Heuler usw.) erlassen, bevor auch der Kantonale Krisenstab ein generelles Verbot aussprach.

• Der Riehener CVP-Einwohnerrat Patrick Huber tritt von seinem Amt als Vizepräsident der Basler CVP und als Leiter der Arbeitsgruppe Wirtschaft auf Ende Juli zurück.

Patrick Huber wird im August neuer Geschäftsführer der Basler Bankenvereinigung (BBVg) als Nachfolger von Raphael Vannoni.
 
"Parterre Basel" ist die neue Pächterin des Basler Konzertlokals "Atlantis" am Klosterberg.

Ueli O. Kräuchi, Geschäftsführer des Verbandes Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG), gibt die Leitung der VBLG-Geschäftsstelle per 31. März 2019 altershalber ab.

• Das Bürgerspital Basel übernimmt per 1. Januar 2019 die Spektrum Werkstätte für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel.

• Die Gewerkschaft Unia hat am 4. Juli 2'300 Unterschriften für das Referendum gegen längere Ladenöffnungszeiten eingereicht.

• Der Basler Gewerbeverband reichte zusammen mit den Parteien FDP und SVP, der "IG Lysbüchel" sowie verschiedenen Branchenverbänden das Referendum "gegen die Fehlplanung Lysbüchel" mit 2'972 Unterschriften ein.

Dominique Tellenbach, bisheriger Direktor der Berufsfachschule Basel, wird ab 1. Februar 2019 neuer Rektor der beiden Gewerblich-industriellen Berufsfachschulen Liestal und Muttenz.

Alexander Lenzlinger wird ab 1. August neuer Finanzchef der IWB und Nachfolger von Michael Ackermann, der eine längere berufliche Auszeit nimmt.

• Die Grünen Baselland folgten dem Vorstand und nominierten Isaac Reber für die Regierungsratswahlen 2019 (dritte Amtsperiode).

• Die Basler Grünliberalen lancieren in Riehen eine Petition zum Thema Kunststoff-Recycling, die sowohl in Riehen wie in Basel eingereicht wird.

• Seit 1. Juni ist Bettina Bühler als Nachfolgerin von Birgit Sachweh Geschäftsführerin des Frauenhauses beider Basel.

• Laut einer Studie des Versicherungskonzerns "Baloise" ist Fussball die "gefährlichste Sportart der Welt", da sich jeder vierte Sportunfall in dieser Gattung ereignet.

Anja Bandi übernimmt Anfang Juni von Marc Lüthi die Gesamtleitung der Abteilung Bestattungswesen der Stadtgärtnerei Basel.

• Noch eine neue Aufgabe für die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger: Sie wird anstelle der zurücktretenden Christine Gorrengourt Verwaltungsrätin der BLT.

Erfolgreich verlief der ausserordentliche Sirenentest am 23. Mai in beiden Basel.

• Der Baselbieter FDP-Landrat Andreas Dürr wurde als Nachfolger von Urs Schweizer zum neuen Präsidenten des ACS beider Basel gewählt.

• Die Basler Energieversorgerin IWB steigerte 2017 den Umsatz auf 739 Millionen Franken, doch fiel der Jahresgewinn mit 74 Millionen Franken wegen Wertberichtigungen und Rückstellungen um 33 Millionen Franken niedriger aus als im Vorjahr.

• Die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger wurde zur Vizepräsidentin des Schweizerischen Gewerbeverbands gewählt.