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"Sie kläfften und zogen": Kampfhund Bullterrier

Kampfhund griff 20-köpfige Reitergruppe an: Strafanzeige

Es geschah am Karfreitag auf einer Hochebene bei Obermumpf


Von Peter Knechtli


Dramatische Augenblicke erlebte eine 20-köpfige Reitergruppe aus dem Baselbiet am Karfreitag in Obermumpf: Ein Kampfhund attackierte eines der Pferde.


Es ist Karfreitagmorgen. Der Oberbaselbieter "Reitverein Schafmatt", der in Rothenfluh eine Reitanlage betreibt, unternimmt einen Ausflug in Richtung Fricktal. Die stattliche Gruppe von rund zwanzig routinierten Reiterinnen und Reitern bricht auf.

Auf einer Hochebene in der Nähe des Bauernguts "Ebnethof" im aargauischen Obermumpf kommt es zur kritischen Situation. Eine Frau geht dort am Waldrand spazieren. An drei Leinen führt sie drei Kampfhunde, mit grosser Wahrscheinlichkeit Bullterriers.

Sprung an die Pferde-Kehle

Der Abstand zwischen Pferden und Hunden beträgt noch rund 50 Meter. Sandra Sieverts* (32), eine erfahrene Tournierreiterin, zu OnlineReports: "Ich sah, dass die Hunde kläfften und an den Leinen zogen."

Einem der gefährlichen Vierbeiner gelingt es, seiner Halterin die Leine zu entreissen. Zielstrebig schiesst er auf die hinteren Beine von Sandra Sieverts 18-jährigen rabenschwarzen Rapp-Wallachs los. Das Pferd springt in einem Umkreis von gegen 20 Metern unruhig umher. "Der Hund ging aber nicht weg, sondern blieb immer bei meinem Pferd." Dann ändert er das Angriffsziel. "Er sprang in Richtung der Kehle meines Pferdes, rutschte aber ab."

In diesem Moment kommt der Reiterin ein Kollege zu Hilfe. Er überreitet den angriffigen Kampfhund, so dass dieser einen Moment die Orientierung verliert. Dies ist der Augenblick, in dem ihn die Halterin wieder zur Leine nehmen kann. Während die Reitergruppe die Polizei alarmiert, arretiert die Halterin bäuchlings auf der Wiese liegend ihre drei Hunde.

"Grenze klar überschritten"

Das attackierte Pferd erlitt keine Verletzungen, einzig am unteren Teil des Halses blieb "eine kleine Zahnspur zurück". Sandra Sieverts, die sich selbst als "Tierliebhaberin" bezeichnet und auch unverletzt blieb, reichte Strafanzeige ein. Zu OnlineReports sagte sie: "Wenn ein Hund einem Pferd an den Hals springt, ist für mich die akzeptable Grenze klar überschritten."

* Name von der Redaktion geändert

12. April 2012

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"Satte Busse und einschläfern"

Der Halterin eine satte Busse aussprechen und diese Hunde(??) einschläfern.


Markus Hofstetter, Birsfelden



"Jeder Tierhalter ist für sein Tier verantwortlich"

Frau Schuster, sie machen es sich wirklich einfach. Erstens wäre meine Stute schon auf 100m ängstlich und nervös geworden (nur hypothetisch, ich gehöre nicht zu diesr Reiterhruppe). Weniger wegen dem Gebell sondern wegen der agressiven Haltung der Hunde. Pferde spüren das sehr deutlich. Also wäre ich schon Mal vollends damit beschäftigt gewesen mein Pferd unter Kontrolle zu behalten.

 

Zweitens finde ich, dass es untragbar ist, dass ein Hundehalter gleich drei potentiell gefährliche Hunde spazieren führt ohne sie, nachgewiesenermassen, unter Kontrolle zu haben. Drittens obliegt der grössere Teil am Verantwortung dem Hundehalter da es ja seine Hunde sind welche auf etwas losgehen wollen und nicht etwa, in diesem Fall, die Pferde. Und viertens: Ja, ich bin sehr skeptisch im Umgang mit Hunden (respektive deren Herrchen oder Frauchen) sehe ich doch oft genug wie sie ihre vierbeinigen Freunde im Wald frei herumtollen lassen egal ob Wildschutzzone oder Schonzeit. Und ich warne dann dass, sollte der arme Hund aus irgendeinem Grund zu nahe an mein Pferd kommen und einen kräftigen Tritt abbekommen, der Hundehalter daran Schuld ist.

 

Nicht ich, nicht mein Pferd, nicht der arme Hund sondern einzig und alleine der Hundehalter. So wie ich dafür zu sorgen habe dass ich niemanden umreite, so hat auch der Hundehalter dafür zu sorgen, dass sein Tier niemanden gefährdet. Oder sehe ich das falsch? Und Herr Heuberger hat Recht. Was würden Sie schreiben wenn eine Schulklasse involviert gewesen wäre? Hätten die Kinder sofort aufhören sollen zu lachen und herumzutollen? Hätten sie mit gesenktem Blick und eingezogenem Kopf an den Hunden vorbeischleichen sollen um keine agressive Aktion zu provozieren?

 

Manchmal frage ich mich wirklich wo bei manchen Menschen der gesunde Menschenverstand aufhört, sorry! Ich betrachte mich notabene als Hundeliebhaber. Ich hatte früher eine Schäferhündin und sobald ich pensioniert bin und ich meine Zeit tiergerecht einteilen kann kommt sofort wieder ein Hund ins Haus. Ich liebe Hunde. Aber jeder Tierhalter ist für sein Tier und dessen Handlungen selber verantwortlich! Und nicht etwa, wie es heutzutage chic ist zu behaupten, "immer die anderen"!


Juan Garcia, Ziefen



"Bewilligung entziehen!"

Da machen Sie sichs aber recht einfach, liebe Frau Schuster. Was wäre, wenn das statt Reiter eine Schulklasse ist? Einer Halterin, die ihre Hunde (und erst noch 3 berüchtigte Exemplare) nicht im Griff hat, muss man die Bewilligung entziehen. Bei uns in Oberwil tragen alle Reiter eine Nummer, um schwarze Schafe der Gemeinde zu melden. Das wäre für solch problematische Hunde und ihre Besitzer auch notwendig. Meistens "verduften" solche "Hundeliebhaber" so schnell als möglich, um ja nicht regresspflichtig zu werden, was hier scheinbar nicht der Fall war. Solche Leute tragen dazu bei, uns Hundehalter öfters in den gleichen Topf zu werfen. Bin Besitzer eines deutschen Schäferhundes.


Bruno Heuberger, Oberwil



"Verantwortlich sind beide Parteien"

Bezüglich der Schuldfrage gehören für mich mehrere Beteiligte ins Blickfeld gerückt. Natürlich sollte die Halterin ihre Hunde besser im Griff haben, keine Frage. Aber auch die Reiter erkannten doch schon von weitem, dass die Halterin mit den Hunden zu kämpfen hat, weil diese auf den Anblick der vielen Pferde so stark reagieren. Sicherlich war dies schon in einem grösseren Abstand als 50 Meter ersichtlich. Im eigenen Interesse wäre es da doch angebracht gewesen, den Abstand zu den Hunden wenn möglich zu vergrössern, oder zumindest einmal stehen zu bleiben um den Bewegungsreiz für die Hunde zu verringern. So hätte die Halterin sicherlich bessere Chancen gehabt, die Hunde noch zu bändigen oder mit ihnen aus dem Blickfeld zu verschwinden.

 

Wie die Reiter auf die Situaion eingegangen sind, ist in Ihrem Bericht leider nicht ersichtlich. Meine Erfahrung zeigt jedoch, dass viele Reiter zwar auf Rücksichtnahme durch den Hundehalter pochen, selbst aber oft nicht bereit sind sich zurück zunehmen. Meiner Meinung nach sind beide Parteien dafür verantwortlich, Risikosituationen zu erkennen und sinnvoll zu umgehen.

 

Und zum Schluss: Die ganze Last auf den "Kampfhund" zu legen halte ich für unseriös und unangebracht, denn mit jeder anderen Hunderasse könnte ähnliches passieren.


Katrin Schuster, Mettlen


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Theater Basel

"Die Dreigroschenoper"
RückSpiegel


In ihrem Bericht über die "FDP Baselland auf seltsamen Wegen" (Schlagzeile) nimmt die Basler Zeitung zentral auf einen OnlineReports-Primeur über den neu auftauchenden Namen Daniel Recher Bezug.

Die Kommentar-Plattform Infosperber geht auf die Berichterstattung von OnlineReports zum Mord an Martin Wagner ein.

In ihrem Kommentar zu "Lukas Engelberger, der Pressezensor" nimmt die Basler Zeitung eine Metapher ("medienrechtliche Namesburka") von OnlineReports auf.

InsideParadeplatz.ch empfahl den Lesern die Lektüre des OnlineReports Porträts des getöteten Medienanwalts Martin Wagner.

Die OnlineReports-Erstnachricht über den gewaltsamen Tod des Basler Wirtschaftsanwalts Martin Wagner in Rünenberg haben unter anderen der Tages-Anzeiger, BZ Basel, Le Temps, Tageswoche, 20 Minuten, Watson, Telebasel, die Volksstimme, der Blick und nau.ch aufgenommen.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über die gerichtliche Niederage von Polizei-Offizier Bernhard Frey Jäggi nach.

Die Basellandschaftliche Zeitung und 20 Minuten nahmen die OnlineReports-Nachricht über die geplante Massenentlassung bei der "Küschall AG" in Witterswil auf.

In ihrer Übersicht über die Schweizer Online-Newsmedien ging die NZZ auch auf OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung zog die OnlineReports-News über den Entscheid des Basler Appellationsgerichts gegen die Nichtanhandnahme der Strafanzeigen von Staatsanwältin Eva Eichenberger und Strafgerichtspräsident Lucius Hagemann durch die Obwaldner Oberstaatsanwältin Esther Omlin im Fall "Lehrer H." nach.

In ihrem Artikel über die "Berlusconisierung von links" zitiert die Weltwoche aus dem "dem gutinformierten Basler Internetdienst OnlineReports".

In seinem Bericht über die Gefährlichkeit des Basler Centralbahnplatzes geht Barfi auf einen OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2001 ein, der damals schon die Probleme thematisierte.

Blick, Tages-Anzeiger, Basler Zeitung, BZ Basel, 20 Minuten und Barfi bezogen sich in ihren Artikeln über die Schüsse einen Mann in der Basler Innenstadt auf einen News-Primeur von OnlineReports.

Der Tages-Anzeiger und 20 Minuten nahmen in ihren Berichten über den gefährlichen Zwischenfall mit einem Intercity-Zuges der SBB in Stein-Säckingen auf OnlineReports Bezug.

In ihrem Interview mit der neuen BVB-Präsidentin Yvonne Hunkeler nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung nahm den OnlineReports-Feature über den Einbruch im Restaurant "Dalbestübli" auf.

Die Volksstimme zitierte in ihrer Presseschau über die Säuli-Metzgete in Sissach aus der OnlineReports-Reportage.

Im Bericht über Rechtsprobleme des Bordells an der Basler Amerbachstrasse zitiert Barfi aus OnlineReports.

Ausführlich geht die Basler Zeitung auf einen kritischen OnlineReports-Gastkommentar über den Eigenmietwert-Steuerfall um Rösly M. ein.

In seinem Beitrag über "Die Basler Sinnkrise" zitiert der Tages-Anzeiger aus dem OnlineReports-Leitartikel "Willkommen im Baselbiet: Nichts geht mehr", in dem es um einen "Kanton in der Sinn-Krise" geht.

barfi, die BZ Basel, die Tageswoche, die Badische Zeitung und das Baublatt haben die OnlineReports-Story über den Abbruch des "Rostbalkens" und die geplanten Hochhäuser beim Basler Bahnhof SBB aufgenommen.
 
Infosperber.ch geht in einem Kommentar über das "Dauer-Bashing" der Behörden durch die Medien auf die Konter-Position von OnlineReports ein.

Weitere RückSpiegel

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"In der Elsässerstrasse kam es zu einem Unfall mit Salzsäufer."

BaZ online
vom 20. Februar 2018
über einen Salzsäure-Unfall
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Vielleicht hat auch der Redaktor Salz gesoffen.

In einem Satz


• Der Frauenanteil in den Aufsichtsgremien von staatsnahen baselstädtischen Betrieben liegt per 1. Januar 2018 bei 40,9 Prozent und übertrifft somit die geforderten 33,3 Prozent deutlich.

• Da SP-Landrat Hannes Schweizer per 31. März als Präsident der Bau- und Planungskommission zurückritt, schlägt die SP-Fraktion als seinen Nachfolger den Frenkendörfer Urs Kaufmann vor.

• Die SP Pratteln-Augst-Giebenach lanciert eine Petition zur Erhaltung des Schalters der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) in Pratteln.

BaselArea.swiss wird ab März im Mandat die Geschäftsführung des Switzerland Innovation Park Basel Area AG übernehmen.

Thomas Kessler, der frühere Basler Stadt- und Kantonsentwickler, wird Leiter eines von den AZ Medien für die "BZ Basel" ins Leben gerufenen Publizistischen Beirats.

• Nach Vandalenakten und einer Einbruchserie fordert die Riehener CVP von den Behörden "endlich die wirksame Umsetzung längst bekannter Forderungen" zur Erhöhung der Sicherheit.

• Der Münchensteiner Gemeinderat hat die Durchführung des "Tension Festivals" vom 31. Juli im Gartenbad St. Jakob sowie auf den angrenzenden Volleyball-Feldern unter Lärmauflagen bewilligt, nachdem letztes Jahr zahlreiche Beschwerden eingegangen waren.

Hans-Peter Ulmann, seit 1996 CEO von Psychiatrie Baselland, tritt auf 30. Juni 2019 in den Ruhestand.

• Im Jahr 2017 verhängte die Basler Kantonspolizei im Zusammenhang mit dem FC Basel 17 Rayonverbote – davon sieben an Fans von Gastmannschaften –, während der FC Basel acht Stadionverbote anordnete, von denen fünf Fans von Gastmannschaften betrafen.

• Die Gemeinde Allschwil plant eine Erneuerung und Erweiterung der Parkanlage sowie rund 140 Wohnungen auf dem Areal Wegmatten zwischen Baselmattweg und Bachgraben.

Thomas Bretscher wird ab 1. Februar neuer Geschäftsführer des "Business Park Laufental & Thierstein" und damit Nachfolger von Daniel Fiechter.

• Die Riehener CVP verlangt eine generelle Aufgabenprüfung (GAP), um die Diskussion um Aufgaben und Leistungen der Gemeinde und die dafür benötigten Ausgaben und Einnahmen zu versachlichen.