© Foto by OnlineReports.ch
"Die kleinen Dinge in der Summe": Präsident Gudenrath, Direktor Baumgartner

BVB-Führung räumt Fehler ein – nur die Spitze des Eisbergs?

Präsident Gudenrath und Direktor Baumgartner begründen die Pannen auch mit dem Wandel zum digitalen Verkehrsbetrieb


Von Peter Knechtli


Die Führung der Basler Verkehrsbetriebe (BVB) hat sich heute Dienstag für Betriebs-Pannen und faktisch inexistenter Kommunikation während Monaten entschuldigt. Doch hinter den Kulissen wird dem Unternehmen Günstlings-Wirtschaft und Selbstbedienungs-Mentalität vorgeworfen.


Monatelang herrschte am andern Ende der Leitung Funkstille: Journalisten wurden gebeten, ihre Fragen per Mail an die BVB-Medienstelle zu richten. Communiqués der BVB waren nicht – wie im Geschäftsdialog üblich – mit Namen und Funktion des Absenders versehen, sondern nur gerade mit "Medienstelle BVB". Zu tun hatte dies mit einer krankheitsbedingten Abwesenheit, aber auch mit der Tatsache, dass die BVB-Direktion nicht für einen professionellen Ersatz in der Kommunikations-Abteilung sorgte.

Bizarre Fahrgast-Information

Gleichzeitig häuften sich Medienanfragen, weil die mit einem Kredit von zehn Millionen Franken angeschafften und mit vier Millionen Franken nachgerüsteten Funk-Monitoren an den Haltestellen immer wieder bizarre Kapriolen schlugen (Bild) oder – wie gestern Montag – teilweise während sechs Stunden schlicht ausfielen. Gleichzeitig wurden Kunden in aufwendigen Umfragen zur künftigen Sitzbeschaffenheit und zur Grün-Nuance des künftigen BVB-Rollmaterials befragt. Nicht wenige Beobachter glaubten, das Plebiszit habe Kundennähe nur supponiert: Es sei so angelegt gewesen, dass es nachträglich die Präferenz der Firmenleitung absegnete.

BVB-Direktor Jürg Baumgartner entschuldigte sich heute Dienstagmorgen anlässlich eines "Mediengesprächs" am Unternehmenssitz mehrmals für die "Fehlleistung" in der Aussen-Kommunikation: "Das haben wir verschlafen." Jetzt soll eine integrierte Kommunikation umgesetzt werden, die auch auf die Ressourcen und Wahrnehmungen der 600 Tram- und Busführer zurückgreift. Zudem: Die Probleme mit der Funkanlage der Fahrgastinformation "haben wir unterschätzt". Offenbar, gestand Verwaltungsratspräsident Martin Gudenrath ein, habe die Führung des Basler ÖV-Betriebs den Fokus zu stark auf "betriebswirtschaftliche Aspekte" gerichtet.

Heisse Fragen bei der Finanzkontrolle

Ihr "Mediengespräch" leitete die BVB-Spitze unter der Devise "Die BVB im Wandel" ein: Flotten-Erneuerung, demografischer Wandel, Netzausbau und nicht zuletzt der umfassende digitale Wandel im Betrieb: Erst seit Anfang Jahr verfügt jeder BVB-Mitarbeiter über eine eigene E-Mail-Adresse. Neu sind auch die Tablets, über die wichtige Informationen verbreitet und beispielsweise Einsatzpläne abgerufen werden können. Dieser Paradigmawechsel führe unter einem Teil der Belegschaft genauso zu Ängsten wie die Gefahr, aufgrund gesundheitlicher Faktoren den Job zu verlieren. Dies sei auch der Grund, weshalb der sportlichen Betätigung und der Gesundheits-Prävention grosses Gewicht beigemessen werde, sagte Baumgartner.

Doch die ganz heissen Themen innerhalb der BVB liegen derzeit weder in Führerkabinen noch in den Werkstätten, sondern bei der staatlichen Finanzkontrolle. Diese unabhängige Instanz verfügt nun – Wochen nach der Ankündigung – über einen Fragekatalog, der mehr als nur Routinegeschäfte betrifft. Am 12. August verkündeten die BVB, sie liessen "Vermutungen" von dritter Seite abklären, die "den Eindruck zu erwecken" versuchten, "bei der BVB werde gegen gesetzliche oder reglementarische Vorschriften verstossen" (OnlineReports berichtete): Private Nutzung von Dienstwagen, Unterkunftsspesen, die Regelung von Home-Office, die Beschäftigung von Familienangehörigen und die öffentliche Stellenausschreibung.

Die Löhne der Söhne – die Wohnung des Direktors

Worum es sich sich bei den "Vermutungen" konkret handelt und wer die "Dritten" sind, wird nun erst allmählich medienöffentlich. Wie zu erfahren ist, kam es auch im BVB-Verwaltungsrat zu kritischen Fragen und harten Auseinandersetzungen über Vorgänge im Unternehmen. Laut Informationen von OnlineReports wurde ein Sohn von Präsident Gudenrath mit Jahrgang 1993 zu einem Monatslohn von 4'460 Franken beschäftigt. Ein Sohn von Direktor Baumgartner mit Jahrgang 1994 erhielt für einen 60 Prozent-Job 2'680 Franken monatlich. Der Sohn von Finanzchef Franz Brunner mit Jahrgang 1992, der zeitweise die "Medienstelle" betreute, erhielt für eine 100 Prozent-Stelle 4'625 Franken, ein weiterer, um ein Jahr jüngerer Sohn knapp 3'000 Franken für eine 70 Prozent-Stelle.

Präsident Gudenrath berief sich am Medientermin auf eine "Tradition in der BVB", dass Kinder von Mitarbeitenden entweder als Praktikant im Rahmen einer Ausbildung als junge Mitarbeiter tätig seien. "Ob wir damit politisch genug sensibel gehandelt haben, schauen wir an." Im Falle seines Sohnes habe es sich um einen "Angestellten" gehandelt – und vermutlich bei den weiteren oben genannten Fällen auch. Die Basler Wohnung von Direktor Baumgartner mit Haupt-Wohnsitz im Zürichbiet wird durch die BVB bezahlt, wie Gudenrath auf eine OnlineReports-Frage bestätigte. Diese Regelung sei "Teil des Arbeitsvertrags". Gudenrath weiter: "Wir haben nichts gemacht, was das Reglement verletzt."

Es gibt in Basel Politiker, die Zweifel daran haben, dass diese Lösung dem kantonalen Personalrecht entspricht. Unterzeichnet wurde der Arbeitsvertrag mit Jürg Baumgartner von Präsident Martin Gudenrath und Verwaltungsrat Paul Blumenthal.

Die Vermittlerin ist jetzt Personalchefin

Weitere offene Fragen betreffen den Dienstwagen des Direktors – dem Vernehmen nach eine Limousine der gehobenen Klasse – oder die Erlaubnis für Heimarbeit ("Home office") für Angehörige der Geschäftsleitung und deren Erreichbarkeit beziehungsweise Nicht-Erreichbarkeit. Ausserdem soll IT-Material an die Privatadresse von Mitarbeitenden geliefert worden sein. Wie weit diese Vorwürfe, die laut einer vertrauten Quelle insgesamt ein Bild der "Selbstbedienungs-Mentalität" vermitteln, zutreffen, klärt die Finanzkontrolle jetzt ab. Deren Ergebnisse sollen öffentlich kommuniziert werden.

Bemerkenswert auch dieser Vorgang: Es war Sabine Dennler von der Firma MPB AG, die im Auftrag der BVB Jürg Baumgartner als neuen Direktor und auch den neuen Kommunikations-Chef Stephan Appenzeller rekrutierte. Seit wenigen Wochen ist sie Leiterin Human Resources bei den BVB.

Martin Gudenrath sagte heute, der breitseitige Kritikhagel habe ihn "getroffen". Zum Weitermachen brauche er das Vertrauen der Regierung und der Geschäftsleitung – dieses sei gegeben – und "das Vertrauen in mich selbst". Er werde jetzt eine Auslegeordnung machen und dann beurteilen, "ob ich der richtige Mann bin". Er sei damals "explizit für die Übernahme des Präsidiums angefragt worden, weil die Regierung wusste, wie viele Baustellen es in der BVB gibt".

Verfügbarkeit von 99,5 Prozent

Auch Gudenrath gab sich mehrmals selbstkritisch: Er habe "gewusst, dass dies kein Spaziergang werden wird", die Führung habe Fehler gemacht. "Wir haben es verpasst, zu erkennen, wie gross die kleinen Dinge in der Summe sind." Er würde heute "mehr Energie in der Kommunikation verwenden" und die "weichen Faktoren" stärker beachten.

Immerhin besteht ein Hoffnungsschimmer in der BVB-Krise: Die Fahrplan-Monitoren an den 300 Haltestellen sollen laut Jürg Baumgartner bis Ende Jahr eine Verfügbarkeit von 99,5 Prozent haben.

10. September 2013

Weiterführende Links:


 Ihre Meinung zu diesem Artikel
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)

Was Sie auch noch interessieren könnte

Mauschelei bringt Reber
in grosse Bedrängnis

23. September 2020

Der Landrat ist perplex, die Grünen sind gelähmt: Darum geht es.


Gefährlich: Wessels hebt
über 500 Parkplätze auf

18. September 2020

Ärger und Gefahr für Tram und Velos sollen in Basel verschwinden.


Reaktionen

Velobahn-Test: Das
grüne Amigo-Geschäft

10. September 2020

Peter Knechtli über die unverständliche
Kumpanei des Duos Kirchmayr/Reber.


Reaktionen

Auf dem Velo-Highway
zum Schwing- und Älplerfest

9. September 2020

Prototyp geplant: Eine vierspurige
Velobahn
zwischen Pratteln und Augst.


"Ich habe zum Glück einen gesegneten Schlaf"

5. September 2020

Basler Regierungspräsidentin Elisabeth
Ackermann
im OnlineReports-Interview.


Reaktionen

Meriangärten: Event-Zone
statt Pflanzen-Paradies?

27. August 2020

Botanischer Garten Vorderbrüglingen
steht vor grossen Veränderungen.


Laden Sie doch Facebook
zur Medienkonferenz ein!

26. August 2020

Soziale Medien: Peter Knechtli über
die Illusion der grossen Wirkung.


Corona: Frankreich büsst
Basler Familiengärtner

23. August 2020

Keine Pachtzins-Reduktion trotz
dreimonatiger Areal-Schliessung.


Die SP-Legende
Helmut Hubacher ist tot

20. August 2020

Der langjährige SPS-Präsident starb am 19. August im Alter von 94 Jahren.


Reaktionen

200 Meter hohe
Windturbinen an der A2

11. August 2020

"Primeo Energie" plant zwei Windkraftwerke am Randes des Hardwaldes.


www.onlinereports.ch - Das unabhängige News-Portal der Nordwestschweiz

© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigene Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

Auf dieser Website gibt es Links zu Websites Dritter. Sobald Sie diese anklicken, verlassen Sie unseren Einflussbereich. Für fremde Websites, zu welchen von dieser Website aus ein Link besteht, übernimmt OnlineReports keine inhaltliche oder rechtliche Verantwortung. Dasselbe gilt für Websites Dritter, die auf OnlineReports verlinken.

https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
Dieser Schritt bringt die Entwicklung vom Spital zum zeitgemässen sozialen Unternehmen zum Ausdruck.

Bürgerspital Basel
vom 28. August 2020
über den künftigen Auftritt
unter der Marke "bsb"
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Kürzen Sie Ihren Firmennamen – und Sie sind ein soziales Unternehmen.

Frisch pubertiert

Bitte so lange wie möglich

RückSpiegel

 

In ihrem Kommentar über staatliche Medienförderung geht Prime News auf das über zwanzigjährige Bestehen von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung und die BZ zitierten in ihren Berichten über das Velobahn-Amigo-Geschäft von Klaus Kirchmayr und Isaac Reber ausführlich aus OnlineReports.

In ihrem Bericht über die Umgestaltung der Basler Meriangärten nimmt die BZ auf eine zuvor erschienene OnlineReports-Recherche Bezug.

Die Badische Zeitung zitierte in ihrer Vorwahl-Analyse der Basler Regierungs-Wahlen aus einem OnlineReports-Kommentar.

In der BZ-Kolumne nahm Daniel Wiener Bezug auf den OnlineReports-Kommentar über den Macht-Poker um die Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann.

In ihrem Leitartikel über den Zustand des Kantons Basel-Stadt zitierte die BZ aus dem OnlineReports-Interview mit Michael Hug.

Die BZ nahm die OnlineReports-Geschichte über den Abbruch des Hauses an der Basler Rufacherstrasse 73 auf. Die Basler Zeitung verzichtete auf eine Quellennennung.

Die BZ nahm die OnlineReports-Story über eine umstrittene Eichen-Fällung auf.

In ihrer News über das Debakel um die Wahl des Gemeindepräsidenten in Schönenbuch nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrem Artikel über die Kandidatensuche der Basler SVP auf ein Interview in OnlineReports.

In ihrem Beitrag über den Protest gegen das "General Sutter"-Denkmal in Rünenberg nahm die BZ auf OnlineReports Bezug.

Die BZ zog die OnlineReports-News über den Rücktritt von Beat Jans als IWB-Verwaltungsrat nach.

Auch das Regionaljournal zog die OnlineReports-Geschichte über Probleme in den Familiengärten nach, verzichtete aber vornehm auf eine Quellenangabe.

Die BZ nahm die OnlineReports-Recherche über die erneute Schliessung der Familiengärten an der Landesgrenze auf.

Die BZ nahm die OnlineReports-Nachricht über die Berufung des Staatsanwalts im Fall der FCZ-Schlägerei im Lehenmattquartier auf.

Das Regionaljournal griff die OnlineReports-Geschichte über Kurzarbeit bei BaZ und BZ auf.

Die BZ nahm die OnlineReports-Nachricht über die Stadtpräsidenten-Ambition von Kantonsspital-CEO Jürg Aebi auf.

Die Volksstimme nahm die OnlineReports-Story über den anstehenden Gerichtsfall zum Rothenflüher Blechpolizisten-Sprenger auf.

In ihrem Basler Medien-Epos nahm die Medienwoche auch auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung, Prime News und die BZ berichteten unter Berufung auf OnlineReports über Adrian Plachesis Abgang bei Telebasel.

In ihren Bericht über den Abbruch des einstigen Kutscherhauses an der Rufacherstrasse in Basel bezogen sich 20 Minuten und die Basler Zeitung auf OnlineReports.

Die BZ nahm auf die OnlineReports-Recherche zum Konkurs der "Gallenacher"-Schule Bezog.

Die BZ nahm die OnlineReports-Meldung über die Beton-Elemente auf dem Basler Centralbahnplatz auf.

Die OnlineReports-News über die technische Panne bei Swisslos wurde von der BZ aufgenommen.

In ihrem Bericht über die Bereitschaft zur Regierungskandidatur von Beatriz Greuter zitierte die Basler Zeitung aus OnlineReports.

Die BZ online bezog sich in ihrem Bericht über den Tod des Baselbieter Lehrerverbands-Geschäftsführers Michael Weiss auf OnlineReports.

Die Volksstimme zitierte in ihrem Bericht über den Konkurs von "Die Medienmacher" aus OnlineReports.

Telebasel bezog sich im Bericht über den Widerstand gegen die Basler IBA-Rheinterrassen auf einen Bericht von OnlineReports.

Die Basler Zeitung nimmt in ihrem Bericht über den Neujahrs-Empfang der Handelskammer beider Basel auf OnlineReports Bezug.

Die BZ schrieb in derselben Ausgabe zwei OnlineReports-Meldungen ab, ohne die Quelle zu deklarieren. Wiederholungstat!

In ihrem Bericht über Verkehrsprobleme am Aeschenplatz zitierte die Basler Zeitung aus OnlineReports.

Die OnlineReports-Nachricht vom Tod des ersten Baselbieter Kantonsgerichtspräsidenten Peter Meier wurde von der BZ, Telebasel, der Basler Zeitung und vom SRF-Regionaljournal nachgezogen.

Telebasel, die BZ und die Badische Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die technisch bedingte Umkehr einer "Austrian Airlines"-Maschine nach Wien auf

Die Basler Zeitung und die BZ nahmen die OnlineReports-Nachricht zum Tod des Konjunkturforschers Christoph Koellreuter auf.

20 minuten online, Blick, nau.ch, das SRF-Regionaljournal und Telebasel nahmen den OnlineReports-Primeur über den Unfalltod des Basler Umweltschützers Martin Vosseler auf.

nau.ch schrieb die OnlineReports-Recherche über den FDP-Wahlversand an Basler Neu- und Jungwähler zu einem eigenen Artikel um und verwertete auch die OnlineReports-Illustration dazu.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz

 

Dem Enkeltrickgewerbe fielen in Basel kürzlich Beträge von 15'000 und 4'000 Franken in die Hände, während ein happiger Beutezug von 80'000 Franken misslang.

Der FC Basel und sein Captain Valentin Stocker verlängern den Vertrag vorzeitig um zwei weitere Jahre bis im Sommer 2023 – mit einer Option auf ein weiteres Jahr.

Im vergangenen Sommer lagen die Ozon-Konzentrationen in der Region Basel zwar tiefer als im Vorjahr, aber immer noch deutlich über den Grenzwerten der Luftreinhalte-Verordnung.

Mit zusätzlichen Städtepartnerschaften mit Abidjan (Elfenbeinküste) und einer Stadt in einem Erstfluchtland im Nahen Osten will die Basler Regierung "ein Zeichen der Solidarität setzen".

Teilerwerbstätigen Beziehenden von Ergänzungsleistungen und Beziehenden von Ergänzungsleistungen, die zu einer medizinischen Behandlung fahren, werden im Baselbiet die Kosten für Schutzmasken mit pauschal 30 Franken vergütet.

Ralph Lewin und Andreas Sturm stellen sich nach über zehnjähriger Amtszeit nicht mehr für eine Wiederwahl für die nächste Amtsperiode im Bankrat der Basler Kantonalbank zur Verfügung.

Die auslaufenden Verträge von Cheftrainer Marcel Koller und den Assistenztrainern Thomas Janeschitz und Carlos Bernegger mit dem FC Basel werden "im gemeinsamen Einvernehmen" nicht verlängert.

Die auf Gebäudetechnik und Energiekonzepte spezialisierte Rapp Gebäudetechnik AG plant die Konzentration ihrer Geschäftstätigkeit am Standort Münchenstein und erwägt die Schliessung ihrer beiden Filialen in Lausanne und Genf.

Der Baselbieter Landrat wird vorläufig – mindestens bis zu den Herbstferien – weiterhin im Basler Kongresszentrum tagen, wie die Geschäftsleitung beschlossen hat.

Der Kanton Basel-Stadt unterstützt über den Pendlerfonds das Veloverleihsystem Basel mit 2,15 Millionen Franken.

Wegen der Corona-Situation haben der Gewerbeverband und das Erziehungsdepartement entschieden, die 8. Basler Berufs- und Weiterbildungsmesse  vom 15. bis 17. Oktober nicht durchzuführen.

Auf der A2 bei Birsfelden wurde in der Nacht des 3. August ein in der Region wohnhafter Italiener als Raser erwischt, der bei erlaubten 80 mit 140 Stundenkilometern in Richtung Bern/Luzern unterwegs war.

Der Kanton Basel-Stadt, die IWB und Pro Innerstadt Basel gaben heute den offiziellen Startschuss für die Erneuerung der Freien Strasse und der angrenzenden Gassen.

Weil bei Bauarbeiten am Hochbergerplatz ein Stromkabel durchtrennt wurde, kam es am 30. Juli kurz vor 7.30 Uhr in Teilen von Kleinhüningen zu einem Stromunterbruch.

Die Friedhöfe Basel schreiben die Dienstleistungen für die Einsargung und die Überführung von Verstorbenen im Rahmen der unentgeltlichen Bestattung neu aus.

Die Universität Basel hat entschieden, ihren Dies academicus auf Grund der Corona-Pandemie nicht durchzuführen.

Die Baselbieter Corona-Abklärungs- und Teststation befindet sich neuerdings im Spenglerpark in Münchenstein.

Daniela Martin wird neue Geschäftsführerin der Basel Sinfonietta.

Am 8. Juli wurde im Basler Rathaus die Initiative für echten Wohnschutz und das Referendum gegen das "mieterfeindliche Nichtwohnschutzgesetz" eingereicht.

Mit über 4'000 Unterschriften ist in Basel-Stadt das Referendum gegen den umstrittenen Bau des Hafenbeckens 3 zustande gekommen, so dass es am 29. November zur Volksabstimmung kommt.

2. Juli: Einreichung der Initiative "Basel baut Zukunft", die 50 Prozent gemeinnützigen Wohn- und Gewerberaum auf Transformations-Arealen verlangt.

Niggi Rechsteiner übernimmt die Geschäftsführung der Basler "Stiftung Sucht" und folgt damit auf Francesco Castelli, der die Stiftung während neun Jahren geführt hat.

Jeanne Locher, seit 2016 Vizepräsidentin des Gemeinderates, ist mit 1'276 Stimmen neue Gemeindepräsidentin von Münchenstein, während Herausforderer Daniel Altermatt (GLP) auf 906 Stimmen kam.

Eveline Sprecher (SP) wurde in Aesch mit 1'087 Stimmen zur Gemeindepräsidentin gewählt, wobei FDP-Gemeinderat Stephan Hohl 726 Stimmen und Andreas Spindler (SVP) 305 stimmen erzielte.

In Allschwil setzte sich FDP-Gemeindepräsidentin Nicole Nüssli mit 2'989 Stimmen klar gegen Gemeinderat Christoph Morat (SP) durch, der 1'696 Stimmen erzielte.

Mike Keller (FDP) bleibt mit 2'162 Stimmen Binninger Gemeindepräsident; seine grüne Herausforderin, Landrätin Rahel Bänziger Keel, kam auf 1'140 Stimmen.