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bz-Rückzieher: Eher "was Kleines" über das BZ-Buch

Basel/Liestal, 14. März 2024

Dass auch eine Buchbesprechung viel Psychologisches über die Befindlichkeit der Akteure verraten kann, zeigt sich am soeben erschienenen Buch des Historikers Roger Blum über die Geschichte der aus Liestal publizierten "Basellandschaftlichen Zeitung" (BZ) der Familie Lüdin.

Die Redaktion der inzwischen auch in Basel domizilierten und seit 2010 vom Aargauer Verleger Peter Wanner dirigierten bz hatte bei Bekanntwerden des Projekts freudig beschlossen, über die 437-Seiten-Publikation "was Grosses" zu machen und sie im Umfang einer Doppelseite zu besprechen.

Anfangs-Verdikt: "Verriss"

Als sich die historische Autorität der Redaktion aber gewahr wurde, dass der Zeitrahmen von Blums Geschichts-Forschung im Jahr 2011 endete, kam es zum abrupten Rückzieher: Weil unklar sei, ob es eine Geschichte der Zeitung oder eine der Familie Lüdin sei, könne eine Rezension nur in einem "Verriss" bestehen.

Die bz beschloss, das im Verlag des Kanton Baselland erschienene Werk totzuschweigen, wie OnlineReports berichtete. Ein sozusagen innerfamiliärer Boykott, der nicht nur beim Buch-Autor Kopfschütteln auslöste.

Doch dann krebste die Redaktionsspitze zurück, wie Chef Patrick Marcolli gegenüber OnlineReports ankündigte. Tatsächlich ist das BZ-Buch heute Donnerstag in der bz halbseitig thematisiert.

Besprechung ausgelagert

"Was Grosses" ist es nicht geworden, eher was Pflichtstoffiges. Als externer Autor zeichnet der frühere Geschichts-Professor Georg Kreis für die Abfassung verantwortlich. Er lässt es im Wesentlichen bei einer chronologischen Grobzusammenfassung der Blum-Recherche bewenden. Der trocken-sachliche Ton, mit dem auch die Geschichte einer Bettwarenfabrik beschrieben werden könnte, verzichtet weitgehend auf eine eigene Wertung, erst recht auf eine persönliche Interpretation des Inhalts.

Wie gern hätten wir beispielsweise darüber gelesen, wie Rezensent Kreis aufgrund seiner Lektüre und seines eigenen Wissens den Einfluss der BZ als Leitmedium auf die Entwicklung des Baselbiets beurteilt, wie stark das Lüdin-Kommando die kantonale Parteipolitik beeinflusste, was – warum nicht? – aus seiner Sicht vom alten Lüdin-Stallgeruch in der bz-Redaktion unter CH-Media-Regime noch wahrnehmbar ist (auch wenn das nicht mehr Buch-Thema ist). Auch eine Buchgeschichte darf Gestaltungsfreiheit beanspruchen.

Auf gewisse Weise distanziert

Der Eindruck insgesamt: solide, nüchtern und kritiklos geschrieben. Aber auch auf gewisse Weise distanziert unfamiliär, als hätte die neue Wanner-bz mit der alten Lüdin-BZ nichts zu tun.

Immerhin ist von einem "Verriss", den die Redaktion ursprünglich für unumgänglich hielt, weit und breit nichts zu spüren. Und das ist gut so.




Weiterführende Links:
- Die bz hat Mühe mit ihrer eigenen Vergangenheit


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"Bodensee-Hochwasser fliesst Richtung Basel"

bazonline
am 13. Juni 2024
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Wohin soll es denn sonst fliessen? 

RückSpiegel

 

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Das Portal kath.ch nimmt die OnlineReports-Recherche über die Pläne der Basler Hicret-Moschee in Reinach im Medienspiegel auf.

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Das Regionaljournal Basel veweist in einem Beitrag über die Probleme der Kitas im Baselbiet auf OnlineReports.

Der Klein Report nimmt die Recherche von OnlineReports über Roger Blums Buch über die Basellandschaftliche Zeitung auf.

Die BaZ bezieht sich in einem Artikel über die Zerwürfnisse in der Baselbieter SVP auf OnlineReports.

Die bz verweist in einem Bericht über die Kita-Krise im Baselbiet auf OnlineReports.

BaZ, Baseljetzt und Happy Radio nehmen die OnlineReports-News über das geplante Ministertreffen in Basel auf.

Der Sonntagsblick zitiert OnlineReports in einer grossen Recherche über die Baselbieter SVP-Politikerin Sarah Regez.

Baseljetzt verweist im Bericht über Basler Schiffsunfälle auf ein OnlineReports-Video.

Die Volksstimme greift die OnlineReports-Recherche über das Aus des Textildruck-Unternehmens Permatrend auf.
 

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