BKB: 50 Milllionen Franken für Opfer des ASE-Skandals

Basel, 3. Januar 2013

Die Basler Kantonalbank (BKB) zeigt sich von der grosszügigen Seite: Sie stellt 50 Millionen Franken Entschädigung für die Opfer des Anlage-Skandals der ASE Investment AG zurück, wie sie heute Donnerstagmorgen bekanntgab.

Da weder die ASE Investment AG noch ihre Organe in der Lage seien, die von ihnen verursachten Verluste zu decken, will sich die BKB "als faire Geschäftspartnerin gegenüber Ersatzbegehren von Kunden der ASE kulant zeigen". Die Bank mit Staatsgarantie habe deshalb entschieden, dafür im Rahmen des Jahresabschlusses 2012 eine Rückstellung von 50 Millionen Franken zu bilden.

Dieser Betrag wird den Reserven für allgemeine Bankrisiken entnommen. Dadurch reduziere sich im Abschluss des BKB-Stammhauses das Betriebsergebnis und das Zwischenergebnis. Der Bruttogewinn und der Jahresgewinn des Stammhauses würden dadurch aber nicht tangiert, doch im konsolidierten Konzern-Abschluss nach "True and Fair View" werde der erwartete Konzerngewinn um 50 Millionen Franken vermindert.

Die vom aargauischen Frick aus operierende Vermögensverwaltungs-Firma "ASE Investment AG" hat vermutlich über 500 Kunden allein der BKB geschädigt. Gegen den damaligen Geschäftsführer und den ASE-Präsidenten ermittelt die Aargauer Staatsanwaltschaft.

Indem die BKB durch Übersehen merkwürdiger Kunden-Transaktionen der ASE in den Strudel des ASE-Skandals geriet, musste Direktionspräsident Hans Rudolf Matter von seinem Posten zurücktreten.




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