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Trotz Energie-Branchenkrise: EBL verdoppelt Reingewinn

Nationale Energieversorger klagen über Riesendefizite – regionale Anbieter wie die Elektra Baselland (EBL) haben Grund zur Freude: Ihr Geschäft läuft wie geschmiert.
Liestal, 25. April 2017

Die EBL-Gruppe, die rund 20 Firmen umfasst, kann auf ein ausgezeichnetes Geschäftsjahr zurückblicken. Heute Dienstag legte Finanzchef Alain Jourdan vor den Medien die Zahlen des Geschäftsjahres 2016 auf den Tisch. Und die können sich sehen lassen.

In einem nach wie vor schwierigen Umfeld verdoppelte sich der Reingewinn von knapp 10,6 Millionen Franken auf 20 Millionen Franken. Die anhaltend tiefen Energiepreise drückten die Marge und verhinderten dadurch ein noch besseres Ergebnis. Andererseits wirkten sich das konsequente Umsetzen der schon vor Jahren eingeführten Kosten- und Effizienzsteigerungs-Programme positiv auf das Resultat aus.

"Mit diesem Ergebnis haben wir die Basis für qualitatives Wachstum verbreitert", gab Jourdan zu verstehen. Der konsolidierte Gruppen-Umsatz legte um 2,1 Prozent auf 219,2 Millionen Franken zu. Die Investitionen beliefen sich auf 41,2 Millionen Franken, und nahmen im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,7 Millionen Franken zu. Die Eigenkapitalquote stieg auf den hohen Wert von 62 Prozent. Erfreulicherweise stieg auch die Zahl der Mitarbeitenden. Sie wuchs im Geschäftsjahr um 7 auf 312 Vollzeitstellen.

Renner "Schweizstrom"

Nach wie vor machte das Stromgeschäft mit 69 Prozent den Löwenanteil des Umsatzes aus. 18 Prozent fielen auf die Sparte Telekommunikation und 13 Prozent auf den Bereich Wärme. Der harte Wettbewerbsdruck hatte zur Folge, dass die EBL einige Stromkunden verlor, was sich in einem Rückgang des Stromvertriebs um 4 Millionen Franken auf 80 Millionen Franken bemerkbar machte, wie EBL-Geschäftsführer Urs Steiner (Bild) berichtete.

Insgesamt stieg aber die Stromlieferung um zwei Prozent an auf 623 Gigawattstunden. Der Renner der EBL ist das Produkt "Schweizstrom", das sich in Deutschland prächtig entwickelt. Verschrieben sich 2016 24'200 Haushaltkunden dem "Schweizstrom", so rechnet Steiner damit, dass bis 2020 die Zahl der Kundinnen und Kunden auf 80'000 ansteigt. Die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien setzte "Schweizstrom" nach 2015 auch 2016 in der Rubrik "Bester Service" erneut auf den ersten Platz.

Auch Wärmecontracting legt zu

Die Stromproduktion bezifferte sich auf 20 Millionen Franken und blieb praktisch gleich. Dafür erhöhte sich der Umsatz des Geschäftsbereichs Wärmecontracting kräftig von 20 Millionen Franken auf 34 Millionen Franken, während der Sektor Telecom um zwei Millionen auf 41 Millionen Franken anstieg.

2016 verzeichnete die EBL bei den erneuerbaren Energien ein besonders starkes Wachstum. Im November 2016 gründete sie, zusammen mit weiteren institutionellen Anlegern aus der Schweiz die "EBL Wind Invest AG". Diese kauft und baut Onshore-Windenergieanlagen in Deutschland mit einem Investitionsvolumen von gegen 300 Millionen Euro.

EBL übernimmt Solarkraftwerk-Betrieb

Nach der erfolgreichen Lancierung der EBL Fernwärme AG macht die EBL nun einen weiteren Schritt in eine langfristig ausgelegte Investitionspolitik in Infrastrukturanlagen von erneuerbaren Energien. Ins gleiche Kapitel gehören die Beteiligungen an Wasserkraftwerken, am Solarkraftwerk "Puerto Errado II" in Südspanien sowie an weiteren Anlagen.

"Das Solarkraftwerk in Calasparra läuft ausgezeichnet", betonte Steiner. Die Betriebsmannschaft sei von der EBL übernommen worden. So sei das Reinigen der Spiegel mit den Robotern weiter automatisiert worden. Die Produktion liege über dem Budget.

Einsprachen verzögern Geothermie-Projekt

Die Verwirklichung der "Erneuerbare Energieschiene ErgolzTal", die 3ET, neigt sich dem Ende zu. Die 3ET mit einem Investitionsvolumen von 340 Millionen Franken versorgt im Endausbau zwischen Pratteln und Ormalingen 27‘000 Haushalte mit Strom oder Wärme.

Auf gutem Weg, ebenfalls im Bereich Biomasse, ist die 2EWT, die erneuerbare Energieschiene WorblenTal. So können zwischen Worb und Zollikofen rund 20‘000 Haushalte mit einem Investitionsaufwand von 100 Millionen Franken zu einem Grosswärmeverbund vernetzt werden. Weitere Fernwärmeprojekte in Lenk, Bassecourt, Moudon und Avenches sind in Bearbeitung.

Im Sektor Tiefengeothermie hat die EBL in Haute-Sorne ein Pilotprojekt gestartet. Die Baubewilligung liegt seit Juni 2015 auf dem Tisch. Doch die Bohrgeräte können noch nicht auffahren, weil Einsprachen gegen die Baubewilligung bis vor Bundesgericht weitergezogen wurden, wie Urs Steiner erklärte.



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Dieser Sattel muss einiges an Gewicht ausgehalten haben.

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