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IWB wollen 43 Millionen Franken in Nordsee-Windkraft investieren

Strom für 24'000 Haushalte: Regierung bestätigt Beschluss des IWB-Verwaltungsrates


Von Marc Gusewski


Frische Brise von der deutschen Nordseeküste für Basler Stromverbraucher: Die IWB prüfen eine Kraftwerksbeteiligung am ersten in der deutschen Nordsee errichteten kommerziellen Offshore-Windkraftpark "Bard Offshore 1".


"Bis Ende Jahr hoffen wir die Verkaufsverträge unter Dach und Fach zu bringen", sagt IWB-Pressesprecher Erik Rummer. Jetzt gehe es erst mal darum, "verhandlungsbereit" zu sein. Demnach prüfen die Industriellen Werke Basel eine Beteiligung am ersten kommerziellen deutschen Offshore-Windpark "Bard Offshore 1" in Höhe von 95 Millionen Kilowattstunden pro Jahr, was etwa der Hälfte der Jahresproduktion des Rheinkraftwerks Augst entspricht.

Das Engagement würde die IWB rund 43 Millionen Franken kosten. Weil die Beteiligung finanziell ein grosser Brocken wäre, war die Zustimmung der Basler Regierung nötig. "Den definitiven Entscheid über die Beteiligung werden die IWB treffen, wenn die Kaufverträge ausgehandelt sind", liess die Exekutive heute Freitag verlauten. Für Erik Rummer gibt es indes noch "eine Reihe offener Fragen, die zu klären sind. Aber: "Wir wollten jetzt Flagge zeigen und die Basler Öffentlichkeit über das Vorhaben ins Bild setzen."

Schweizer Run auf Hochsee-Wind

Neben den IWB interessiert sich auch das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ) an "Bard". Bereits beteiligt haben sich das Liechtensteiner Elektrizitätswerk und das Elektrizitätswerk des Kantons Nidwalden (EWN). An einer Volksabstimmung in Winterthur am 7. März befürwortete die Bevölkerung mit 59 Prozent Ja-Stimmenanteil mit 18'188 zu 12'547 Stimmen eine "Bard"-Investment in Höhe von 4,5 Millionen Franken.

Der Hintergrund für die vielen Stadtwerke-Beteiligungen ist der: Wenn alles klappt wie geplant, wird "Bard Offshore 1" der erste Offshore-Windpark sein, der nur durch Stadtwerke finanziert wird.

Die Initialzündung für die Kooperation geht von der süddeutschen Stadtwerke-Kraftwerksgemeinschaft SüdWestStrom aus. Bekannt ist sie in der Schweiz etwa auch für ihr Engagement im Steinkohlekraftwerk Brunsbüttel, in das etwa die Elektra Birseck erst ein- und dann wieder ausgestiegen ist. Die Offshore-Tochter SüdWestStrom Windpark GmbH & Co KG mit Sitz in Tübingen wurde Anfang Jahr von mehr als 60 Gesellschaftern gegründet: von Stadtwerken, aus Deutschland, Luxemburg, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz. Ziel: Die Errichtung des ersten von Städten finanzierten Windkraftparks in der deutschen Nordseeküste.

Erster "Bard"-Strom schon in diesen Tagen

Geplant ist eine Ausbauleistung von 400 Megawatt – das ist etwa die vierfache Leistung des neuen Kraftwerks Rheinfelden – aus 80 Windturbinen, nordwestlich der ostfriesischen Insel Borkum. Das Vorhaben soll insgesamt 1,5 bis 1,8 Milliarden Franken kosten. Erhofft wird eine jährliche Windproduktion von etwa 1,6 Milliarden Kilowattstunden. Das wäre etwa so viel wie die Stadt Basel pro Jahr verbraucht.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten soll bereits diesen Oktober der erste Strom fliessen, wie der Bard-Geschäftsführer Heiko Ross an den 1. Emder Offshore-Tagen Mitte September bekannt machte. Bis dahin waren neun Windturbinen im Wasser fertig installiert und elf Fundamente gesetzt. Bis Ende Jahr sollen es 20 Windturbinen sein. Mit der Fertigstellung des Offshore-Energieparks wird Ende nächsten Jahres gerechnet. Bis zu diesem Zeitpunkt hoffen auch die IWB, Klarheit über eine konkrete Beteiligung von Bard Bescheid zu haben. Erik Rummer: "Wir hoffen hier auf eine echte Kraftwerksbeteiligung. Für uns ist es mehr als ein reines Finanzgeschäft."

Schweizer Beteiligungs-Chancen steigen

Nachdem die deutsche Bundesregierung diese Woche in einem politisch umstrittenen Entscheid die Laufzeit der Atomkraftwerke um zwölf Jahre verlängerte, sind die Chancen für Schweizer Beteiligungen an regenerativen Projekten in Deutschland gestiegen. Das hängt damit zusammen, dass die europäischen Strompreise vorläufig günstig bleiben und deshalb nur relativ konkurrenzfähige Offshore-Windparks errichtet werden.

Der Strom aus "Bard Offshore 1" dürfte nach Schätzungen um 15 bis 18 Rappen kosten, was für regenerative Energien relativ günstig ist. Daher erklärt sich der Boom auf die Offshore-Windparks. Gerade ging der weltgrösste Park, "Thanet", mit 300 Megawatt in englischen Gewässern ans Netz.

Erst der Anfang

Im Vergleich zu den gewaltigen Strommengen, die schon heute quer durch Europa gehandelt werden, ist das allerdings erst der Anfang. Die Schweiz importiert für den internationalen Stromhandel etwa  50 bis 60 Milliarden Kilowattstunden aus Atom- und Kohlekraftwerken. Da nehmen sich die 95 Millionen Kilowattstunden von der Nordseeküste überschaubar aus. Aber dennoch: Ein Anfang ist gemacht. Laut Rummer prüfen die IWB noch weitere Standorte. Aber: "Wie und wo wir den Strom verwerten, ist noch offen. Wenn unser Strom eingespeist wird, werden wir ihn aber auch über die Grenzen zu den Basler Verbrauchern bringen."

Offshore-Kapazitäten

Offshore-Windparks in Europa

Megawatt

In Betrieb

MW

Im Bau

MW

Staatlich genehmigt

Belgien

30

165

651

Dänemark

664

207

400

Deutschland

72

448

8056

Finnland

24

0

0

Frankreich

0

0

105

Grossbritannien

1040

1638

2610

Irland

25

0

1575

Niederlande

247

0

3250

Norwegen

2

0

350

Schweden

163

0

1420

 Quelle: KPMG: Offshore-Windparks in Europa. Marktstudie 2010

1. Oktober 2010

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"Wegen tiefer Pünktlichkeit der Eurocity-Züge von Mailand nach Bern und Basel werden ihre Fahrzeiten verlängert."

bz und CH-Media-Zeitungen
am 9. April 2024
in einem Untertitel
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Wegen hoher Augenbrauen kommt dieser Satz jetzt im "Gelesen & gedacht".

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Der Sonntagsblick zitiert OnlineReports in einer grossen Recherche über die Baselbieter SVP-Politikerin Sarah Regez.

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Die Basler Zeitung bezieht sich in einem Artikel über die Kantonsfinanzen im Baselbiet auf OnlineReports.

Die bz verweist in einem Bericht über die Neuausrichtung der Vorfasnachts-Veranstaltung Drummeli auf einen Artikel aus dem OnlineReports-Archiv.

Die Basler Zeitung zitiert in einem Leitartikel über die SVP aus OnlineReports.

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persoenlich.com und Klein Report vermelden mit Verweis auf OnlineReports die Personalrochade bei Prime News.

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In einem Artikel über die Leerstandsquote bei Büroflächen in Basel nimmt die bz den Bericht von OnlineReports über einen möglichen Umzug der Basler Polizei ins ehemalige Roche-Gebäude an der Viaduktstrasse auf.

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Sonja Kuhn,
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Mohamed Almusibli übernimmt ab März 2024 die Direktion der Kunsthalle Basel von Elena Filipovic.

Marilena Baiatu ist neue Kommunikationsbeauftragte der Staatsanwaltschaft im Kanton Baselland und ersetzt Thomas Lyssy, der Ende November pensioniert wird.

 

Mitte-Landrat Simon Oberbeck folgt am 1. August 2024 als Geschäftsführer der Schweizerischen Vereinigung für Schifffahrtund Hafenwirtschaft auf André Auderset.

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Samir Stroh, aktuell Gemeindeverwalter in Brislach, übernimmt Anfang Mai 2024 die Leitung von Human Resources Basel-Stadt.

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