BaZ-Verteilung sabotiert: Zeitungsbündel zerstört

Basel/Binningen, 22. November 2010

Offensichtlich aus Protest gegen die derzeitige Situation bei der "Basler Zeitung" kam es heute Montagmorgen zu teils massiven Störung bei der BaZ-Verteilung. Wie OnlineReports erfuhr, seien zumindest im Raum Binningen einigen Verträgern die Zeitungen entrissen und verbrannt worden. Laut einem Informanten konnte die BaZ die Zeitung nicht nachliefern, da nicht genügend Exemplare vorhanden waren. Der Abodienst empfahl dem betroffenen Abonnenten, die Zeitung am Kiosk zu kaufen und sich den ausgegebenen Betrag auf dem Abo-Konto gutschreiben zu lassen.

Wie der frühere FDP-Verfassungsratspräsident Max Pusterla in einem Leserbrief an OnlineReports schreibt, sollen zudem "Basler Zeitungs"-Bünde gestohlen und Verträger-Wagen angekettet worden sein. Laut BaZ-Angaben waren 3'000 bis 4'000 Abonnenten in der ganzen Region betroffen. Personal wurde nicht tätlich angegriffen. Die Verteilungsfirma Presto Vertriebs AG habe Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht.




Weiterführende Links:
- Die "Basler Zeitung": Was ist und was werden könnte
- Wut und Frust über SVP-isierung der "Basler Zeitung"
- Christoph Blocher soll künftigen BaZ-Kurs bestimmen
- Tettamanti-Veranstaltung in Universitäts-Aula abgesagt
- BaZ-Debatte: Neue Basler Wochenzeitung im Gespräch
- Blocher soll schon in BaZ-Verkauf involviert gewesen sein
- "Basler Zeitung": Gefälschte Einträge auf "Rettet-Basel.ch"
- Demo gegen "Blocherisierung" vor BaZ-Redaktion
- BaZ-Wirbel: Jans fordert gesetzliche Medien-Transparenz
- BaZ-Redaktion: Einstimmiges Misstrauen gegen Somm


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"Kein Hinweis auf Täter"

Lieber Herr Mantel, ich habe meine Zeilen mehrmals von oben bis unten und umgekehrt nachgelesen und nirgends einen Hinweis auf die "Täter" gesehen, auch nicht die von ihnen genannten "Braunen". Es geht hier um das Thema Vorverurteilung und nicht um eine Schuldzuweisung, wie sie es gelesen haben wollen. Der Hinweis auf Hitler-Deutschland diente einzig und alleine dazu, nicht voreilige Schlüsse zu ziehen, wie die Geschichte uns immer wieder lehrt. Übrigens würde es mir auch nicht in den Sinn kommen, Aktionen der SVP gleichzusetzen mit jenen der rechtslastigen Skinheads-Szene (die mit den Springerstiefeln) zu vergleichen, wie hier ein Kommentarschreiber die so genannten Linken (dazu gehört die SP) umsverworgen mit dem schwarzen Block gleichsetzen möchte. Frau Sumsander hat da meine Zeilen im Gegensatz zu Ihnen richtig interpretiert.


Bruno Heuberger, Obrerwil




"Ganz diggi Poscht"

Verehrter Herr Heuberger, was Sie da behaupten und unterstellen, ist ganz diggi Poscht! Ich mag – wie Sie offensichtlich auch – weder den Blocher, noch die SVP und deren oft sehr unappetitlichen Populismus überhaupt nicht. Ihr Versuch – sei er aus lauter Ingnoranz oder sogar aus Bösartigkeit passiert – die SVP mit den braunen Mördern aus einer zum Glück vergangenen Zeit in den selben Sack zu stecken, entspricht aber leider haargenau jener Methode, die Sie so "betroffen" (?) anmahnen. Und damit verbreiten Sie genau jenen Ungeist, der zu Diktaturen und Vernichtung führt. Ob diese dann letztlich eine braune, rote oder grüne Farbe haben, ist mir wirklich egal.

 

Blocher und ein Teil seiner Gefolgsleute mögen autokratische und (alters-)starrsinnige Züge aufweisen; sie poltern aber immerhin noch auf dem Boden der Demokratie. Was man von den Braunen und von den Krakeelern vom Schwarzen (roten?) Block ja nun weiss Gott nicht behaupten kann. Also bitte: Verwenden Sie doch einfach besser(e) Argumente statt haltlose Unterstellungen und Verdächtigungen.


Max Mantel, Kilcheberg




"Nicht im Voraus alles schlechtreden"

Sehr geehrter Herr Heuberger, schön, dass Sie so differenzieren. Das habe ich, wenn auch etwas versteckt, ebenfalls getan. Ja, ich war, zwar unfreiwillig, dabei. Ich bin mitten in der Protestaktion gelandet und es waren grösstenteils linksgerichtete Teilnehmer. Als Trittbrettfahrer sind die verantwortlichen Personen, die die Zeitungen verbrannt haben, zu nennen. Diese finden sich immer ein, wenn es irgendwo Potential zur Verwüstung und Zerstörung gibt. Egal um welche Protestaktion es sich handelt, sie sind da. Natürlich ist das meistens inszeniert, sonst wüssten diese jeweiligen Trittbrettfahrer nicht Bescheid, aber über die Verursacher kann man, als Laie, nur werweisen. Unsere Polizei könnte da sicher besser Auskunft geben.

 

Ich bin immer noch der Meinung, dass man nicht schon im Voraus alles schlechtreden, sondern den "Machern" vertrauen und sehen sollte, was dabei heraus kommt. Danach kann man immer noch reagieren, wenn es denn nötig sein sollte.


Sylvie Sumsander, Birsfelden




"Voreilige Schuldzuweisungen"

Lieber Joël Thüring, sehr geehrte Frau Sumsander, ihre Aufregung kann ich gut nachvollziehen, auch ich finde das eine grosse Schweinerei. Nur: Wer sagt denn, dass dies das Werk von Linken ist, wie Sie behaupten. Waren Sie dabei? Ich darf Sie daran erinnern, dass solche Zeitungs- und Bücherverbrennungen ihre Vorläufer hatten. Damals im Hitler-Deutschland gab es auch solche inszenierte Vorfälle, indem NSDAP-Zeitungen anonym zerstört wurden. Nur stellte sich Jahrzehnte später heraus, dass dies das Werk von Hitler-Mitläufern waren, um die Bevölkerung zu verunsichern.

 

Sie sehen also, voreilige Schuldzuweisungen sind problematisch. Und das zeigt sich immer wieder. Nur ist es heutzutage so, dass solche Dinge in ein paar Tagen oder Wochen schon vergessen sind. Leider.


Bruno Heuberger, Oberwil




"Bevormundung der BaZ-Leser"

Wenn dieses ganze Getue nicht so zum Heulen wäre, wär's zum Lachen! Es ist absolut lächerlich, was die Linken und ihre Trittbrettfahrer in dieser Sache aufführen. Sehen sie eventuell ihre Felle davon schwimmen? Diese Aktion heute Morgen stellt eine Bevormundung der BaZ-Leser dar und es ist fraglich, ob sich diese solche Aktionen gefallen lassen wollen. Das Ganze ist sehr kontraproduktiv! Etwas mehr Selbstbewusstsein wäre hier angebracht und vor allem mehr Vertrauen in die Intelligenz der Leser und die Professionalität von Herrn Blocher.


Sylvie Sumsander, Birsfelden




"Kriminelles Schwarzer Block-Gehabe"

Der linke Empörungsschrei ist noch nicht verhallt, schon werden die fundamentalen Kräfte innerhalb der sozialistischen Bewegung aktiv und aggressiv. Es reicht offenbar nicht, dass Herr Tettamanti seinen Auftritt heute Abend absagen muss – nun werden auch noch Zeitungsverträger angegriffen und Eigentum zerstört. Dieses kriminelle "Schwarzer-Block-Gehabe" linksextremistischer Kreise kennen wir ja schon von vielen WEF-Demos und anderen Sponti-Anlässen in unserer ach so weltoffenen und liberalen Stadt.

 

Diese Aktionen und Delikte sind eine Schande für die Linke, welche sich doch angeblich immer so sehr für die Meinungsvielfalt und Toleranz einsetzen. Es wäre nun zu erwarten, dass sich die "Basta" in einer öffentlichen Mitteilung von derlei Krawall und Gewaltakten distanziert. Wo sind all die besorgten und aufgebrachten linken Politiker, die sonst nach jeder Demonstration "Meinungsfreiheit" schreien und angebliche Übergriffe von Polizeikräften brandmarken? Es wäre jetzt an der Zeit, sich von fundamentalen und gewaltätigen Kräften zu distanzieren und wieder zur Normalität zurückzukehren. Wir sprechen letztendlich ja doch nur von einem Beratungsmandat einer Unternehmung für eine hier domizilierte Zeitung.

 

Ein Tipp für jeden aufgeregten und empörten Linken: Kündigen Sie doch einfach das BaZ-Zeitungsabo – die WoZ deckt doch eigentlich ihr weltfremdes Gedankentum ausreichend ab.


Joël Thüring, Binningen




"Chaoten, hört auf dem Quatsch!"

Derartige Aktionen sind absolut kontraproduktiv, dumm und kriminell! Sie schaden nur der Bevölkerung und nicht etwa den Zeitungseignern. Im Gegenteil! Derartige Chaoten-Attacken sind Wasser auf die Mühlen der Rechtspopulisten und diskreditieren den berechtigten und legalen Widerstand. Chaoten, hört auf dem Quatsch!


Esther Murbach, Basel



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BZ
vom 1. Dezember 2020
mit einem vierseitigen
Psychogramm des abgewählten
Regierungsrats Baschi Dürr
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Hervorragende Leistung! Respekt.

Frisch pubertiert

Knutschen im Thermalbad

Alles mit scharf

Der Bart nach dem Maskenball

RückSpiegel


Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-News über einen geplatzten Baselbieter Strafprozess auf.

Die Wochenzeitung ging in ihrem Bericht über den Abbau in grossen Schweizer Zeitungsredaktion auch auf "kleinere Player" wie OnlineReports ein.

Die BZ zieht den OnlineReports-Report über den Verzicht auf das Muttenzer Multiplex-Kino der "Kitag AG" nach.

Die OnlineReports-News über die Schliessung eines Tanzlokals in der Basler Innenstadt nahm die BZ auf.

In ihrer Besprechung von Roland Starks Kolumne-Buch "Stark!" nimmt die Volksstimme auf OnlineReports Bezug.

Die BZ kritisierte den designierten Basler SP-Regierungsrat Beat Jans für seinen Twitter-Tweet: "Wieso muss man in unserer Region eigentlich 'Onlinereports' lesen, wenn man sich umfassend informieren, statt belehren lassen will?"
 

Bajour.ch zitiert OnlineReports in einem Interview mit der Basler Regierungsrats-Kandidatin Stephanie Eymann.

Das SRF-Regionaljournal, die BZ, fasnacht.ch sowie LDP-Grossrat Michael Hug (Interpellation) nahmen die OnlineReports-Recherche über Lärmprobleme durch Trommler, Pfeifer und Gugge in Kleinhüningen auf.

Bajour schreibt, die Berichte von OnlineReports zur Baselbieter Velobahn-Affäre gefielen ihr "am besten".

In ihrem Kommentar über staatliche Medienförderung geht Prime News auf das über zwanzigjährige Bestehen von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung und die BZ zitierten in ihren Berichten über das Velobahn-Amigo-Geschäft von Klaus Kirchmayr und Isaac Reber ausführlich aus OnlineReports.

In ihrem Bericht über die Umgestaltung der Basler Meriangärten nimmt die BZ auf eine zuvor erschienene OnlineReports-Recherche Bezug.

Die Badische Zeitung zitierte in ihrer Vorwahl-Analyse der Basler Regierungs-Wahlen aus einem OnlineReports-Kommentar.

In der BZ-Kolumne nahm Daniel Wiener Bezug auf den OnlineReports-Kommentar über den Macht-Poker um die Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann.

In ihrem Leitartikel über den Zustand des Kantons Basel-Stadt zitierte die BZ aus dem OnlineReports-Interview mit Michael Hug.

Die BZ nahm die OnlineReports-Geschichte über den Abbruch des Hauses an der Basler Rufacherstrasse 73 auf. Die Basler Zeitung verzichtete auf eine Quellennennung.

Die BZ nahm die OnlineReports-Story über eine umstrittene Eichen-Fällung auf.

In ihrer News über das Debakel um die Wahl des Gemeindepräsidenten in Schönenbuch nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrem Artikel über die Kandidatensuche der Basler SVP auf ein Interview in OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Die Baselbieter Regierung senkt den Verzugszins 2021 bei der Staatssteuer von 6 auf 5 Prozent, während der Vergütungszins unverändert bei 0,2 Prozent bleibt.

Das Budgetdefizit 2021 in Höhe von 2,2 Millionen Franken sei "mehrheitlich coronabedingt", schreibt der Birsfelder Gemeinderat.

Sarah Thönen wird am 1. April 2021 die Leitung des Bereichs "Jugend, Familie und Sport" des Kantons Basel-Stadt übernehmen.

Die Birsfelder Gemeinderätin Regula Meschberger wird ab 1. Januar 2021 als Nachfolgerin von Bianca Maag-Streit den "Verband Basellandschaftlicher Gemeinden" (VBLG) präsidieren.

Gregor Leonhardt (52) übernimmt im Frühjahr 2021 die Leitung des Geschäftsbereichs Infrastruktur im Basler Tiefbauamt.

Der Basler Anwalt und Notar Andreas Waldmann zieht sich per 1. Januar 2021 aus der Kanzlei Waldmann Petitpierre als Partner zurück.

Der Baselbieter Landrat nahm das Gesetz über die Bekämpfung der Schwarzarbeit und das Arbeitsmarktaufsichts-Gesetz mit 71:18 Stimmen an, doch kommt es zur obligatorischen Volksabstimmung, weil die Vierfüntel-Mehrheit nicht erreicht wurde.

Der Baselbieter Polizeikommandant Mark Burkhard ist zum Präsidenten der Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten der Schweiz (KKPKS) gewählt worden.

Die Central Real Estate Basel AG, Eigentümerin im Klybeck-Areal, tritt ab sofort unter dem neuen Namen Rhystadt AG auf.

Das Basler Marionetten Theater unterbricht per sofort seine Saison bis mindestens Ende 2020.

Die Basler FDP nominierte für den zweiten Wahlgang der Regierungsrats-Wahlen erwartungsgemäss ihr Mitglied Baschi Dürr sowie die LDP-Liberale Stephanie Eymann.

Auf der Autobahn A3 bei Eiken, wo 120 km/h erlaubt sind, wurde am frühen Morgen des 24. Oktober eine Autofahrerin mit Tempo 214 km/h als Raserin geblitzt.

Die Basler Juso bitten die Regierung in einer Petition, sich aktiv dafür einzusetzen, 100 Menschen aus dem Camp Moria in den Kanton Basel-Stadt aufzunehmen.

Der Stiftungsrat der Stiftung Brasilea hat die 37-jährige brasilianisch-schweizerische Doppelbürgerin Tatiana Andrade Vieira als neue Geschäftsführerin und Nachfolgerin von Daniel Faust gewählt.

Die Basler SP hat am 16. Oktober ihre Initiative "Kinderbetreuung für alle" mit über 3'000 Unterschriften eingereicht.

Dominik Beeler wird neuer Präsident der Grünen Liestal und damit Nachfolger von Erika Eichenberger.

Die Volksinitiative "für ein klimagerechtes Basel", die die Treibhausgas-Emissionen in Basel-Stadt bis 2030 auf Null senken will, ist am 8. Oktober mit über 3'700 Unterschriften bei der Staatskanzlei eingereicht worden.

Die Stadt Liestal hat die Einführung eines Ortsbusses namentlich in den Quartieren Sichtern und Langhag/Hanro mit 2'246 Ja-Stimmen gegen 2'717 Nein-Stimmen deutlich abgelehnt.

Binningen hat die SP-Initaitive gegen den Verkauf von gemeindeeigenem Boden mit  2'823 Ja gegen 2'809 Nein hauchdünn angenommen.

Münchenstein hat der Quartierplanung "Spenglerpark" mit dem 100 Meter hohen Hochhaus mit einem Ja- Anteil von 58 Prozent zugestimmt.