Werbung

© Archivfotos by Jan Amsler
Entspricht nicht mehr den heutigen Standards: Blick in eine Zelle im Gefängnis Sissach.

Viele Häftlinge und Sanierungspläne: Das Gefängnis in Sissach wird wiedereröffnet

Insassen werden zwischenzeitlich von Arlesheim ins Oberbaselbiet verlegt. Längerfristig sollen aber beide Haftanstalten schliessen.


Von Fabian Schwarzenbach


Es gibt mehr Personen, die Haftstrafen absitzen müssen. Dieser Trend ist in der gesamten Schweiz zu beobachten und macht auch vor dem Baselbiet nicht Halt. Die Sicherheitsdirektion (SID) reagiert und öffnet das Gefängnis in Sissach wieder.

Die Haftanstalt in der Oberbaselbieter Zentrumsgemeinde war im Februar 2020 vorübergehend ausser Betrieb genommen worden. "Aber möglichst betriebsfähig gehalten, damit es bei einem allfälligen Anstieg der Insassenzahlen wieder zur Verfügung steht", erklärt SID-Sprecher Andreas Schiermeyer.

Neben den vielen Häftlingen gibt es noch einen weiteren Grund, weshalb die SID auf den Standort Sissach zurückgreift: Das Gefängnis in Arlesheim, das im Dorfkern unweit des Doms liegt, muss renoviert werden.

Schiermeyer bestätigt entsprechende Informationen von OnlineReports und spricht von "dringenden Sanierungsarbeiten an der Infrastruktur". Solche seien insbesondere bei den sanitären Anlagen nötig. "Es ist angedacht, dass die Insassen des jeweils zu sanierenden Stockwerks etappenweise verlegt werden", führt der Sprecher aus. Pro Etappe sollen etwa sieben Insassen nach Sissach umziehen.

 

Sissach wird 2032 definitiv geschlossen

 

Die Zellen in Sissach können allerdings nur noch befristet als Reserve genutzt werden. Denn das Nutzniessungsrecht am Gebäude läuft Ende 2032 aus. "Entsprechend wird das Gefängnis Sissach spätestens dann definitiv geschlossen", sagt Schiermeyer. Die Liegenschaft gehört der Basellandschaftlichen Gebäudeversicherung.

 

Zellen-Trakt im Gefängnis Sissach.

 

Die Strategie des Kantons sieht vor, in Zukunft nur noch die Gefängnisse in Muttenz und Liestal zu betreiben. In den Kantonen Nidwalden und Bern sind grössere Haftanstalten in Planung. Baselland hat mit den beiden Kantonen Absichtserklärungen ("Letters of Intent") abgeschlossen: 20 bis 25 Plätze für den Strafvollzug sollen in Nidwalden für Baselbieter Häftlinge bereitgestellt werden, 30 bis 35 in Bern. "Damit wäre der heute absehbare Bedarf von Baselland an Plätzen für den Vollzug kurzer und mittlerer Strafen gedeckt", sagt Schiermeyer.

 

"Eigentlich zu klein"

 

Wann die ersten Häftlinge in Nidwalden und Bern platziert werden, hängt von mehreren Faktoren ab, unter anderem auch von politischen Entscheidungen. Geht es aber nach dem aktuellen Plan, so dürften erste Insassen etwa 2030 in die neue Justizvollzugsanstalt Nidwalden einziehen. Der Standort Bern soll ab etwa 2033 bereitstehen.

"Sollten die Projekte in Nidwalden und Bern zustandekommen, wird das Gefängnis Arlesheim definitiv geschlossen", sagt Schiermeyer. Das Gefängnis in Laufen ist bereits seit 2019 ausser Betrieb und kann auch nicht mehr als solches genutzt werden.

Der Kanton hat schon vor Jahren kommuniziert, dass die Gefängnisse in Sissach, Arlesheim und Laufen für eine effiziente Betriebsführung "eigentlich zu klein" seien. Sie entsprechen auch nicht mehr den heutigen Standards. So erfüllen die zwölf Zellen im über 50 Jahre alten Gefängnis in Sissach gerade noch die Mindestgrösse.

16. Februar 2024

Weiterführende Links:


 Ihre Meinung zu diesem Artikel
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)

Weitere aktuelle News

www.onlinereports.ch - Das unabhängige News-Portal der Nordwestschweiz

© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigene Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

Auf dieser Website gibt es Links zu Websites Dritter. Sobald Sie diese anklicken, verlassen Sie unseren Einflussbereich. Für fremde Websites, zu welchen von dieser Website aus ein Link besteht, übernimmt OnlineReports keine inhaltliche oder rechtliche Verantwortung. Dasselbe gilt für Websites Dritter, die auf OnlineReports verlinken.

https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Anouk Feurer ist eine junge Grüne, Benjamin von Falken ein junger Liberaler."

bazonline.ch
am 23. Juli 2024
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Bitte tierische Nachnamen nicht verhunzen!
Gruss
Jan Amsler

RückSpiegel

 

20 Minuten und zentralplus zitieren die OnlineReports-Recherche über die Baselbieter Obstbauern, die ihre Kirschen nicht verkaufen können.

Die BaZ und 20 Minuten beziehen sich in einem Artikel über den tödlichen Unfall im St. Johann auf einen Bericht aus dem OnlineReports-Archiv.

Die bz nimmt die OnlineReports-Recherche über den Kunst-Coup der Stiftung Im Obersteg auf.

Die bz vermeldet den Tod von Aurel Schmidt und bezieht sich dabei auf OnlineReports.

Baseljetzt, bz, Volksstimme, SDA und Happy Radio nehmen die Recherche von OnlineReports über den geschassten CEO Marcel Allemann auf.

Die bz berichtet, dass Landrat Hannes Hänggi das Mitte-Präsidium übernehmen will, und verweist dabei auf OnlineReports.

Das Portal kath.ch nimmt die OnlineReports-Recherche über die Pläne der Basler Hicret-Moschee in Reinach im Medienspiegel auf.

Baseljetzt nimmt die Recherche von OnlineReports über den "Fuck SVP"-Schriftzug am Nebiker-Turm in Sissach auf.

In ihrem Bericht über die Wahl des neuen Baelbieter SVP-Präsidenten zitiert die Basler Zeitung aus einem OnlineReports-Kommentar.

 

Das Regionaljournal Basel veweist in einem Beitrag über die Probleme der Kitas im Baselbiet auf OnlineReports.

Der Klein Report nimmt die Recherche von OnlineReports über Roger Blums Buch über die Basellandschaftliche Zeitung auf.

Die BaZ bezieht sich in einem Artikel über die Zerwürfnisse in der Baselbieter SVP auf OnlineReports.

Die bz verweist in einem Bericht über die Kita-Krise im Baselbiet auf OnlineReports.

BaZ, Baseljetzt und Happy Radio nehmen die OnlineReports-News über das geplante Ministertreffen in Basel auf.

Der Sonntagsblick zitiert OnlineReports in einer grossen Recherche über die Baselbieter SVP-Politikerin Sarah Regez.

Baseljetzt verweist im Bericht über Basler Schiffsunfälle auf ein OnlineReports-Video.

Die Volksstimme greift die OnlineReports-Recherche über das Aus des Textildruck-Unternehmens Permatrend auf.
 

Weitere RückSpiegel







In einem Satz


Markus Habegger übernimmt am 2. August die Leitung des Tageshauses für Obdachlose in Basel als Nachfolger von
Paul Rubin.

Der Basler Rechtsanwalt und Baurechtsexperte Daniel Gebhardt wird neuer Verwaltungsratspräsident der Rhystadt AG, der grössten Eigentümerin auf dem Klybeck-Areal. 

Die Baselbieter Grünen-Landrätin Erika Eichenberger tritt im September zurück, Natalie Oberholzer rückt nach.

Ass. Prof. Dr. Prisca Liberali wird für ihre Forschung auf dem Gebiet der Gewebebildung mit dem Wissenschaftspreis der Stadt Basel ausgezeichnet.

Sarah Mehler folgt am
1. Oktober als neue Geschäftsführerin der Kaserne Basel auf Eva Heller.

Markus Jordi,
langjähriges Mitglied der SBB-Konzernleitung, übernimmt am 1. Januar 2025 den Vorsitz des Fachhochschulrats der Fachhochschule Nordwestschweiz.

Karoline Sutter und Urs Berger treten nach über zehn Jahren per 31. März 2025 aus dem Bankrat der Basler Kantonalbank zurück, die Vakanzen werden demnächst ausgeschrieben.

Jacqueline Herrmann und Alexander Bieger lösen Brigitte Jäggi ab, die als Rektorin des Gymnasiums Muttenz in Pension geht.

Bettina Zeugin folgt als Präsidentin von insieme Baselland auf Röbi Ziegler.

Der frühere Baselbieter SP-Regierungsrat Peter Schmid gibt das Präsidium des Freundevereins Zoo Basel an seine Parteikollegin und Landrätin Miriam Locher ab.

Eine Findungskommission sucht eine Nachfolge für Anna Schmid, Direktorin des Museums der Kulturen Basel, die 2025 in Pension geht.

Grünen-Politikerin Flavia Müller aus Allschwil rückt für Biljana Grasarevic in den Baselbieter Landrat nach.

Doppel-Pensionierung am Euro-Airport: Direktor Matthias Suhr geht Ende März 2025, sein Stellvertreter Marc Steuer Ende Dezember 2025 in den Ruhestand.

Jo Krebs
übergibt nach über 23 Jahren seine Stelle als Leiter Unternehmenskommunikation von Primeo Energie an Nachfolger Fabian Hildbrand.

Die Israelitische Gemeinde Basel wählt mit Steffi Bollag als Nachfolgerin von Emmanuel Ullmann erstmals eine Frau zur Präsidentin.

Sabina Brocal wird am
1. August Förderchefin der Abteilung Kultur im Präsidialdepartement Basel-Stadt.

Die Stadtreinigung des Basler Tiefbauamts wird ab 12. August neu von Markus Müller geleitet, sein Vorgänger Dominik Egli geht in Pension.

Christoph Jorns wird am 1. Juli Finanzchef der Basler Lebensversichererin Pax als Nachfolger von Alex Flückiger.

Mirjam Christ-Crain
 von der Universität Basel erhält den mit 200'000 Franken dotierten Otto-Naegeli-Preis für ihre patientenorientierte klinische Forschung.

Kimrobin Birrer übernimmt das Parteisekretariat der GLP Baselland von Yves Krebs.

Barbara Staehelin hat am
1. Mai das Verwaltungsrats-Präsidium des Kantonsspitals Baselland von Madeleine Stöckli übernommen.

Die Baselbieter Regierung hat Kathrin Choffat und Roger Müller als neue Mitglieder des Bankrats der BLKB für die laufende Amtsperiode bis Mitte 2027 gewählt. 

Der Baselbieter Regierungsrat hat Raphael Giossi zum Nachfolger des langjährigen kantonalen Bieneninspektors Marcel Strub gewählt.