© Foto by Christian Hilzinger, OnlineReports.ch
"Fast der Mundschutz runtergefallen": Basler Test-Zentrum Predigerkirche

Corona-Test: "Wissen Sie, ob Ihre Krankenkasse bezahlt"?

Eine symptomfreie Berühr-Therapeutin kann sich nicht kostenlos auf den Coronavirus testen lassen: Sie gilt nicht als Gesundheits-Fachpersonal


Von Peter Knechtli


Nicht alle Erwerbstätigen, die mit Menschen arbeiten, können sich auf Kosten von Krankenkasse oder Kanton auf eine Coronavirus-Infektion hin testen lassen. OnlineReports schildet den Fall einer Basler Berührungs-Therapeutin, die für einen Test in der Predigerkirche 500 Franken hätte zahlen sollen.


Die Baslerin Bianca Weidel* ist anfangs fünfzig und "zu hundert Prozent symptomfrei", wie sie sagt. Als selbstständig erwerbende Berührungs-Therapeutin kommt sie ihren körperlich und geistig behinderten Kunden erotisch nahe, auch wenn diese in den letzten Wochen aufgrund der Coronaseuche ausgeblieben sind. In der "Basler Zeitung" las sie letzten Freitag den Satz, dass in Basel-Stadt auch Menschen getestet werden, "die nicht zu einer Risikogruppe gehören".

So entschloss sich Bianca Weidel zur Abklärung, ob sie möglicherweise unbemerkt infiziert ist. Sie begab sich in die Predigerkirche unmittelbar neben der Notfallstation des Universitätsspitals Basel, die seit einigen Wochen als Abklärungsstation dient. Dort wurde sie mit ein paar Fragen "sehr freundlich empfangen". Doch schon die erste Frage löste bei ihr Ratlosigkeit aus: "Wissen Sie, ob Ihre Krankenkasse die Kosten übernimmt? Sonst müssen Sie den Test bar zahlen."

Unterschiedliche Preis-Angaben

Frau Weidel hatte wohl den Kassen-Ausweis dabei, die Kostenübernahme aber zuvor nicht abgeklärt. Als sie nun fragte, wie hoch der Test-Preis denn sei, erhielt sie eine Antwort, dass "fast der Mundschutz runtergefallen" sei: 500 Franken, nannte die Empfangsperson die Kosten. Da die potentielle Testperson nur gut 80 Franken in bar bei sich hatte, zog sie ungetestet und etwas ernüchtert von dannen.

OnlineReports fragte bei Nicolas Drechsler, dem Sprecher des Universitätsspitals Basel, nach. Nach seinen Angaben liegt der Preis pro Test bei "rund 350 Franken". Drechsler bestätigte auch die relativ grosszügige Infektionstest-Praxis in Basel-Stadt: Derzeit gelte die Devise "Wer hustet, der testet". Gemeint ist: "Wir testen grundsätzlich jeden, unabhängig von Risikogruppen-Zugehörigkeit, der auch nur leichte Grippesymptome aufweist."

Damit gehe Basel-Stadt "deutlich weiter als das Bundesamt für Gesundheit als Mindestmass vorgibt". Das Unispital erlaube sich dies, weil "die Testkapazitäten in Basel derzeit gut ausreichen". Es gebe deshalb "kein Argument, nicht zu testen, aber viele, die dafür sprechen". Dank dem breiten Screening in der Predigerkirche könne einigermassen abgeschätzt werden, "wie sich die Lage im Spital in den nächsten Tagen entwickeln wird".

Bund: "Keine Tests auf eigenen Wunsch"
 
Die OnlineReports-Nachfrage, wer die Kosten für einen Test der Therapeutin übernähme, löste in den involvierten Institutionen einige Hektik aus. Laut einem seit 4. März geltenden "Faktenblatt" des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zur Vergütungsregelung übernehmen die Krankenversicherer bei schweren Symptomen oder erhöhten Komplikationsrisiken die Kosten in der Grundversicherung.

Matthias Müller, Sprecher des Krankenversicherer-Verbands "Santésuisse", meinte gegenüber OnlineReports: "Die Krankenversicherer leisten gerne ihren Beitrag zur Bewältigung der Coronakrise. Das betrifft auch die Finanzierung der Tests." Gut zu wissen: "Das Epidemiengesetz wurde so ausgestaltet, dass in diesen Fällen keine Kosten für Selbstbehalt oder Franchise anfallen."

Wenn Tests auf eigenen Wunsch und "ohne medizinische Notwenigkeit oder Nutzen für die öffentliche Gesundheit" durchgeführt werden, gehen die Kosten "vollumfänglich zu Lasten der Einzelperson". So schreibt es "aufgrund der limitierten Verfügbarkeit" der Tests auch das BAG vor ("keine Tests auf eigenen Wunsch").

Basler Kantonsarzt winkt ab

Allerdings ist ein weiterer Kostenträger vorgesehen: der Kanton. Er zahlt "vollumfänglich" die Tests an Gesundheitsfachpersonen und Personal von Alters- und Pflegeheimen, wenn der Kantonsarzt den Test angeordnet hat. Nun muss die Frage geklärt werden, ob Berührungs-Therapeutin Bianca Weidel unter die Kategorie der "Gesundheitsfachpersonen" fällt, da sie in ihrer Berufsausübung fraglos und zwangsläufig die geltenden Abstandsregeln nicht einhalten kann.

Wie der Basler Kantonsarzt Thomas Steffen gegenüber OnlineReports ausführte, ist die Ausübung der Tätigkeit einer Berührungs-Therapeutin "analog Dienstleistungen wie zum Beispiel in Tattoo- und Kosmetikstudios derzeit verboten".

Bianca Weidel falle "nicht unter die Testkriterien des Bundesamtes für Gesundheit". Seit Beginn der Epidemie gelte "die Testung von asymptomatischen Personen gemäss Bundesamt als nicht zielführend". Grund: Die Testung von Asymptomatischen helfe unter anderem auch deshalb nicht, weil weder ein positiver noch ein negativer Befund einzuordnen sei.

Keine Abweisung am Unispital

Denn: "Bei einer exponierten Person kann ein negativer Befund falsch negativ sein oder die Person kann bereits am folgenden Tag positiv werden, wodurch der negative Befund am Vortag keine Bedeutung hat." Ein positiver Befund bei einer asymptomatischen Person sage, so Steffen, nichts darüber aus, in welchem Stadium sich die Person befinde, geschweige denn wie "gefährlich" sie für ihr Umfeld sei: "Es kann sich um die präsymptomatische Phase kurz vor dem Krankheitsausbruch handeln oder auch um ein Überrest nach durchgemachter Krankheit."

Auf den konkreten Fall ging das Bundesamt für Gesundheit nicht ein, sondern verwies lediglich auf sein "Faktenblatt", das OnlineReports schon vorlag. Die Test-Aussichten für Bianca Weidel sind also eher schlecht. Und doch lässt Niggi Drechsler vom Universitätsspital ein Türchen offen: "Wir haben genug Tests und würden die Frau nicht abweisen." Allerdings müsste sie dafür in die eigene Tasche greifen.

Wildwuchs herrscht bezüglich Test-Preisen, wie OnlineReports im Verlaufe der Recherche erfuhr. Mit ärztlicher Verordnung koste ein Test 300 Franken, wer ohne Symptome freiwillig zum Test antritt und auch bekommt, könne mit einem Richtpreis von 180 Franken rechnen, war aus Kreisen zu erfahren, die es wissen müssen.

Vielleicht versucht es Bianca Weidel ja nochmals.

* richtiger Name der Redaktion bekannt

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6. April 2020


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"Geistig Behinderte leiden besonders"

Geistig Behinderte, wie auch andere Bewohner von Heimen leiden besonders unter der heutigen Situation. Sie brauchen die Nähe von Menschen, sind aber von der Umwelt beinahe abgeschnitten. Wenn eine Berührungstherapeutin sich testen lassen will, macht das durchaus Sinn, auch wenn sie keine starken, oder gar keine Corona-Symptome hat. Sie gehört zur gleichen Kategorie wie das Pflegepersonal. Ist der Test negativ, ist die Gefahr einer Virusübertragung sicher kleiner, ist er positiv, dann weiss die getestete Person, dass sie nach zehn Tagen zur Gruppe der Corona-Immunen gehört, und das Virus nicht mehr übertragen kann. Dass Krankenkassen respektive der Kanton diese Testkosten einsparen wollen, ist schockierend angesichts der Milliarden, die gegenwärtig locker gemacht werden.


Peter Lottner, Basel



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"Karli Odermatt ist (...) heute Verwaltunsgrat der FC Basel Holding"

BZ Basel
wiederholt, diesmal
in einer Bildlegende
am 22. April 2021
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Die BZ liebt offenbar Fischgräte in den Verwaltungsräten.

Alles mit scharf

Immer wieder Neulinge

RückSpiegel


20 Minuten nahm in der Nachricht über einen Hacker-Angriff auf die Basler Gewerbeschule auf OnlineReports Bezug.

In ihrem Report über die Basler LDP nimmt die WochenZeitung (WoZ) Bezug auf ein OnlineReports-Interview mit LDP-Grossrat Michael Hug.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Recherche über den Psychoterror in einem Arlesheimer Wohnblock auf.

Die BZ greift in ihrem Artikel "Bikini-Gate im Schrebergarten" einen Artikel von OnlineReports auf.

Den OnlineReports-Bericht über Masken-Sicherheit an Spital-Porten nahm die Konsumenten-Sendung "Espresso" von Radio SRF zum Anlass, das Thema vertieft zu untersuchen.

Blick, Telebasel, 20 Minuten und die BZ nahmen die OnlineReports-News über die Strafanzeigen gegen den ausländerfeindlichen Basler Grossrat E. W. auf.

Die BZ, die zu Recht die Intransparenz der Baselbieter Steuer(ab)rechnungen kritisierte, nahm in ihren Nachzug auf einen bestätigenden OnlineReports-Kommentar Bezug.

Prime News ging in der Kritik an "Weltwoche"-Kolumnist Christoph Mörgeli auf einen satirischen OnlineReports-Text über Lukas Engelberger ein.

Der Tages-Anzeiger bezog sich in einem Artikel über Impf-Privilegien auch auf einen OnlineReports-Artikel über UKBB-CEO Marco Fsicher.

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Die OnlineReports-Todesnachricht über alt-Landrat Peter H. Müller wurde von der BZ aufgenommen.

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Der OnlineReports-Primeur über den Rücktritt das Basler Grünen-Präsidenten Harald Friedl nahmen die BZ, Prime News, das Regionaljournal, die Basler Zeitung und Telebasel auf.

Die Medienwoche berichtete bezüglich einer "Weltwoche"-Falschmeldung über den Basler Regierungsrat Lukas Engelberger darüber, dass Mörgeli die humoristische Gedankenspielerei auf Onlinereports.ch für bare Münze nahm.

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Die BZ zieht den OnlineReports-Report über den Verzicht auf das Muttenzer Multiplex-Kino der "Kitag AG" nach.

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In ihrer Besprechung von Roland Starks Kolumne-Buch "Stark!" nimmt die Volksstimme auf OnlineReports Bezug.

Die BZ kritisierte den designierten Basler SP-Regierungsrat Beat Jans für seinen Twitter-Tweet: "Wieso muss man in unserer Region eigentlich 'Onlinereports' lesen, wenn man sich umfassend informieren, statt belehren lassen will?"

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Das Hafenfest Basel 2021, das vom 3. bis 5. September hätte stattfinden sollen, wurde vom Organisationskomitee aus epidemiologischen Gründen abgesagt.

Die Basler Regierung hat die kantonalen Einschränkungen für "Einrichtungen im Sportbereich" aufgehoben, so dass der Sportunterricht und die Nutzung der Garderoben auf Sekundarstufe I und II ab 3. Mai wieder möglich sind.

Marc-André Giger und Guy Lachappelle werden neue Mitglieder des Verwaltungsrats des Universitäts-Kinderspitals beider Basel (UKBB).

Das Landratspräsidentinnen-Fest zu Ehren der Grünliberalen Regula Steinemann muss aus Pandemie-Gründen vom 24. Juni auf den 26. August verschoben werden.

Rolf Borner, Geschäftsleiter Immobilien Basel-Stadt, verlässt das Finanzdepartement nach 16 Jahren per 1. August und wird Direktor "Infrastruktur und Betrieb" und Mitglied der Universitätsleitung der Universität Basel.

Ab 19. April sind die Sportanlagen im Kanton Basel-Stadt gemäss den Vorgaben des Bundes und unter Einhaltung der Schutzmassnahmen wieder zugänglich.

Salome Bessenich wird Nachfolgerin des zurücktretenden Basler SP-Grossrats Sebastian Kölliker, der Co-Generalsekretär des Basler Präsidialdepartements wird.

Der 615. Liestaler Banntag vom 10. Mai ist durch einen Beschluss der vier Rottenchefs aus pandemischen Gründen abgesagt worden.

Innerhalb von zwei Wochen sind über 3’000 Unterschriften gegen die vom Grossen Rat beschlossene Abschaffung der Parkplätze beim Friedhof Hörnli zusammengekommen.

Daniel Urech, Gemeinderat der Freien Wähler Dornach und Kantonsrat der Grünen Solothurn, tritt für das Gemeindepräsidium Dornach an.

Mit einer Geschwindigkeit von 124 km/h statt der erlaubten 60 km/h erwischte die Polizei am 29. März auf der Oristalstrasse in Liestal einen 33-jährigen italienischen PW-Lenker, der in Richtung Büren raste und es jetzt mit der Justiz zu tun bekommt.

Die neugewählten Basler Regierungsmitglieder Esther Keller (GLP) und Kaspar Sutter (SP) wurden zu neuen Verwaltungsratsmitgliedern des EuroAirport ernannt.

Das Referendum gegen eine flächendeckende Parkraum-Bewirtschaftung in Allschwil ist mit über 800 Unterschriften zustande gekommen; das Quorum beträgt 500 Unterschriften.

Waltraud Parisot wird neue Verwaltungs-Chefin an der Musik-Akademie Basel und damit Nachfolgerin von Marc de Haller, der nach 18 Dienstjahren regulär pensioniert wird.

Lina Arti hat heute als 10'000. Baslerin im Impfzentrum die Corona-Zweitimpfung und von Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger einen grossen Blumenstrauss erhalten.

Der Kanton Basel-Stadt hat bis 2. März gesamthaft 25,2 Millionen Franken A-fonds-perdu-Beiträge aus dem Härtefall-Programm an Unternehmen ausbezahlt und 4,9 Millionen Franken Bürgschaften für KMU-Kredite bewilligt.

Dominik Scherrer wird als Nachfolger von Titus Hell neuer Präsident der Jungfreisinnigen Basel-Stadt.

Die Fluxdock AG wird den Kasernen-Hauptbau betreiben, in dem Anfang 2022 das Kultur- und Kreativzentrum seine Tore öffnet.

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Alexa Ipen-Providoli wird ab 1. April neue Leiterin des Amtes für Beistandschaften und Erwachsenenschutz und damit Nachfolgerin von Sarah Thönen, die ins Erziehungsdepartement wechselt.

Bis 1. Februar erhielten in Basel-Stadt über 9'800 Personen eine erste Impfdosis gegen das Coronavirus, über 3'700 weitere Personen haben bereits zwei Dosen erhalten.

Das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt hat bei 36 Haarfärbemittel-Proben neun Produkte mit einem Verkaufsverbot belegt.

Die Wahlvorbereitungs-Kommission beantragt dem Grossen Rat, am 10. März Staatsanwalt Urs Jürg Müller-Egli zum Leitenden Staatsanwalt und Leiter der Allgemeinen Abteilung zu wählen.

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Gegen die Kreditbewilligung des Landrates in Höhe von 17,15 Millionen Franken für die Verlängerung der Tramlinie 14 von Pratteln nach Augst reichte am 25. Januar die Aktionsgruppe "aapacke" Pratteln das Referendum ein.

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