9,5 Jahre für slowenischen Todes-Prügler vom Rheinufer

Der 29-jährige vorbestrafte Slowene, der letzten Sommer am Rheinbord einen 41-jährigen Portugiesen zu Tode geprügelt hat, erhielt vom Basler Strafgericht heute Mittwoch eine Freiheitsstrafe von 9,5 Jahren und zwölf Jahre Landesverweisung.
Basel, 29. Mai 2019

Die Fünferstrafkammer unter dem Vorsitz von Lucius Hagemann hatte das Urteil gegen den Beschuldigten in der Hauptverhandlung vom 18. März ausgestellt, um erst ein Gutachten über den Einfluss von Testosteron einzuholen, unter dem der Schläger zur Tatzeit gestanden haben soll.

"Nicht unter Testosteron-Einfluss"

In der vertiefen Beschäftigung mit dem Gutachter-Auftrag kam das Gericht aber zum Schluss, dass der Angeklagte zur Tatzeit gemäss seinen eigenen Aussagen "gar nicht unter Testosteron-Einfluss gestanden haben kann".

Die heute Mittwochmorgen gefällte Freiheitsstrafe von 9,5 Jahren wegen vorsätzlicher Tötung, Nötigung und Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes beinhaltet auch eine bedingte Vorstrafe von acht Monaten und die bereits abgesessene Haft. Die zwölfjährige Landesverweisung tritt nach Verbüssung der Strafe in Kraft.

Muss der Staat einspringen?

Der Beschuldigte muss zusätzlich 10'000 Franken Genugtuung und 20'600 Franken Schadenersatz an einen Angehörigen des Opfers und 2'600 Franken an die Opferhilfe beider Basel zahlen. Falls er dazu nicht in er Lage ist, muss der Staat diese Entschädigungen übernehmen.

Staatsanwältin Simone Lustenberger ging in ihrem Antrag von einer Freiheitsstrafe von 13 Jahren aus, die um um ein Jahr reduziert werden könne, weil "nicht klar war, wie viele Substanzen er zur Tatzeit intus hatte". Ausserdem sei der Slowene für 15 Jahre des Landes zu verweisen. Sie zeigte sich nach der Urteilsverkündigung nicht ganz zufrieden und will sich eine Appellation noch überlegen.

Brutal und ohne Reue

In seiner Urteilsbegründung sprach der Präsident von einem "sehr schweren Verschulden", von "Rücksichtslosigkeit" und "Brutalität", als der Slowene in der Nacht vom 27. auf den 28. Juli letzten Jahres dem ahnungslosen Portugiesen auf der Rheinberme zahlreiche Faustschläge gegen den Kopf und vor allem gegen das Gesicht versetzte und ihn in regungslosem Zustand von einem halben Meter auf den Boden stürzen liess. Der Täter habe sich entfernt, ohne sich um sein Opfer zu kümmern, und keine Reue gezeigt.

Entlastend sei, dass er damals "psychisch und physisch beeinträchtigt" gewesen sei und möglicherweise unter Drogeneinfluss gestanden habe. Den Täter treffe aber ein "schweres Verschulden".




Weiterführende Links:
- Strafprozess wegen Handy: Am Rhein zu Tode geprügelt
- Tod wegen Handy: Urteil gegen Haupttäter verschoben


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"Lawine geht auf Talabfahrt nieder"

Basler Zeitung
vom 31. Dezember 2019
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Wogegen Lawinen auf Bergfahrt eher selten sind.

Frisch pubertiert

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