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"Begeisterung und Verständnis": Sommerlinde im Hof zur Mücke

Auf Papier und online: Eine feine Ode an die Basler Stadtbäume

Zum Tag des Baumes präsentierte der Verein "Basel erleben" eine prächtige Dokumentation


Von Peter Knechtli


Liebeserklärung an die 26'500 Basler Stadtbäume auf öffentlichem Grund: Zum heutigen Tag des Baumes legte der Verein "Basel erleben" in Kooperation mit der Stadtgärtnerei eine dreiteilige Dokumention zu den "lebenden Zeugen der Stadtgeschichte" vor und pflanzte auf der St. Albantor-Anlage die 300. Rotbuche auf Basler Bann.


Bäume hatten wohl noch nie eine so emotionale Wirkung auf die Menschen wie heute: Sie werden begrüsst, angesprochen – und sogar umarmt. Nur schon ein Blick in die treibende Sommerlinde im Hof des Schulhauses "Mücke" am oberen Ende des Schlüsselbergs genügt, um sich durch ihr goldgrün sanft spriessendes Blatt-Kaleidoskop in Frühlingsstimmung zu versetzen.

Insbesondere Stadtbäume erlangen den Status von Vertrauten, die treu ihren Standort halten und immer da bleiben, wo sie sind. Wehe, wenn es eine Krankheit oder andere Umstände erfordern, dass die Kettensäge in Aktion treten muss – der Aufschrei der Öffentlichkeit ist garantiert.

Der Baum als Polit-Risiko

Am Zürichberg wehren sich alt-Bundesrat Moritz Leuenberger und Autor Martin Suter gegen Fällungen im Wolfbachtobel. In Basel waren es zuletzt 17 Kugelahorne an der Margarethenstrasse, die das Volk in Wallung versetzten und die politisch Verantwortliche zu verstehen gaben: Mit Bäumen lässt sich nicht spassen. Sie sind eigentlich eine mächtige politische Partei. Neutral und äusserst still. Nur manchmal rauschen sie: Fäll-Pläne haben politisches Sprengpotenzial.

Basel und seine Bevölkerung sind besonders baumsensitiv – ganz unabhängig vom politischen Standpunkt. Selbst die Regierung scheut sich nicht, in der Bevölkerung "Begeisterung und Verständnis für die Stadtbäume" zu wecken – auch im Bewusstsein, dass die nächste nötige Fällung Rabatz auslöst.

Im Mittelalter praktisch baumfrei

im Mittelalter war Basel so gut baumfrei. Da und dort stand mal ein Exemplar – wohl nicht zuletzt in seiner Funktion als Galgen. Das hat sich geändert: Heute stehen auf städtischer Allmend nicht weniger als 26'500 Bäume aller Arten – durchschnittlich ein Baum auf sieben Stadtbewohnende. Nicht alle Gewächse – wie etwa die Rosskastanien auf dem Münsterplatz – sind in erfreulichem Zustand. Aber noch nie war die Arten- und Sortenvielfalt so reichhaltig wie heute.

Als erste Stadt der Schweiz setzte Basel-Stadt anfangs achtziger Jahren ein Baumschutzgesetz in Kraft. Die damalige Debatte um das Waldsterben und später die Sorge um den Klimawandel und die Hitzesommer haben dazu beigetragen, dass die Bevölkerung ihre Bäume lieb gewonnen hat.

Ein Buch als Augenöffner

Ausdruck davon ist eine "Trilogie" über Basler Stadtbäume, wie es der bürgerliche Politiker und Mäzen Heiner Vischer (Bild rechts), der Präsident des als Herausgeber und Geldsammler firmierenden Vereins "Basel erleben" nennt: ein grossformatiges eindrücklich illustriertes (Christian Flierl) und geschriebenes Buch, eine dazu gehörende Website und eine mit ihr korrespondierende App, die heute Montag am Tag des Baumes auf der St. Albantor-Anlage vorgestellt wurden.

Im 192 Seiten starken, im Reinhardt-Verlag erschienenen Werk beschreiben der Basler Stadtgärtner und Hauptautor Emanuel Trueb (Bild links) und die bekannte Erwachsenenbildnerin Helen Liebendörfer (Mitte) besondere Bäume, historische Bäume und gewöhnliche Bäume. Sie öffnen damit selbst langjährigen Stadtbewohnenden die Augen für eine bisher in ihrer Diversität und Monumentalität noch gar nie wahrgenommene Realität.

Napoleons Baumscheibe

Einzelne der riesigen Organismen stehen entweder in etwas versteckten Winkeln wie der Tulpenbaum am Rhein oder – so etwa die Riesenplatane beim Theater – unspektakulär an belebten Verkehrsachsen, zu denen sie gehören wie die Fahrbahn-Bemalung. Die ältesten Bäume Basels, so vermutet Helen Liebendörfer, sind die 300-jährigen, teils auf Krücken ruhenden Kastanien auf der Pfalz. Die "Bestandesaufnahme" äussert sich auch über die Baumscheibe einer Platane, die Napoleon nach dem Friedensschluss zwischen Preussen und Frankreich pflanzte.

Die Website besticht insbesondere durch eindrückliche Drohnen-Aufnahmen, die den Betrachtenden ungeahnte Blicke durch Stadtbäume hindurch erschliessen. Kurzporträts und Interviews mit Jung und Alt runden das Angebot ab. Eine App bietet ergänzend vier Baum-Spaziergänge und eine "Velospazierfahrt" durch die Stadt. Sponsoren finanzierten die Dokumentation, sämtliche Akteure arbeiteten ehrenamtlich, wie Vereinspräsident Vischer bemerkte.

Rotbuche setzt sich durch

Aus Anlass des "Tages des Baums" liessen es die Initianten und Autoren nicht nehmen, auf einer kleinen Erhebung der St. Albantor-Anlage und flankiert von Spiel der E. Zunft zu Gartnern eine junge Blutbuche zu pflanzen. Das Aktionsbild finden Sie hier.

Emanuel Trueb widersprach der verbreiteten Meinung vom generellen Buchensterben. Insbesondere die Rotbuche entwickle sich auch unter den neuen klimatischen Verhältnissen gut. Dies betreffe vor allem Anlagen, die von der Stadtgärtnerei gepflegt werden. Bei Bedarf könne durch Wässerung oder mit Eingriffen in die Bodenstrukturen Einfluss genommen werden. Truebs Fazit: "Totgesagte leben länger."

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25. April 2022

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"Wenn ihr etwas verloren habt, gebt es im Fundbüro ab."

Radio SRF
am 27. August 2022
um 17.28 Uhr
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Mir ist entfallen, was ich soeben vergessen habe.

RückSpiegel


In ihrer Analyse über die unklare Gesundheitsversorgung des Laufentals ging die Basler Zeitung auf eine OnlineReports-Recherche ein.

Telebasel konfrontierte die SVP-Regierungsrats-Kandidatin Sandra Sollberger mit einem Kommentar aus OnlineReports (worauf sie die Stellungnahme verweigerte).

Die BZ Basel und die Basler Zeitung nahmen den OnlineReports-Bericht über Pläne zum Abbruch des Spitals Laufen auf.

Die OnlineReports-News über den Wechsel des Telefon-Anbieters durch die Basler Verwaltung wurde von der BZ Basel und Happy Radio aufgenommen.

In seiner Aufstellung über "Politiker, die Wasser predigen und Wein trinken", nahm der Nebelspalter auch auf einen Artikel in OnlineReports Bezug.

20 Minuten griff die OnlineReports-Meldung über einen Autolenker, der bei der verbotenen Fahrt durch eine Einbahnstrasse in Birsfelden eine Radfahrerin schwer verletzte, auf.

Die OnlineReports-Nachricht vom Tod des früheren Baselbieter Regierungsrats Urs Wüthrich nahmen Telebasel, die BZ Basel, die Basler Zeitung, das SRF-Regionaljournal, Prime News, die Nachrichtenagentur SDA, 20 Minuten und Happy Radio auf.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Recherche über Lärm-Überschreitungen im Osten des Gundeldinger-Quartiers auf.

Auf die OnlineReports-News über den Rücktritt der Laufener Finanzkommission reagierte die BZ Basel mit einem Nachzug.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Analyse der Basler FDP auf einen OnlineReports-Artikel aus dem Jahr 2005 Bezug.

Die BZ Basel nahm in ihrem Bericht über den Protest gegen entwässerte Basler Brunnen auf OnlineReports Bezug.

Die OnlineReports-News über stehengelassene BVB-Buspassagiere wurde von der BZ Basel aufgenommen.

Die BZ Basel und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die Aufnahme von Frauen in die drei Kleinbasler Ehrengesellschaften auf.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über Login-Probleme bei der Basler Kantonalbank (BKB) nach. Ebenso das Regionaljournal, das aber keine Quelle nannte.

Die BZ Basel und das SRF-Regionaljournal nahmen die OnlineReports-Meldung vom Tod des ehemaligen Baselbieter LdU-Nationalrats Claudius Alder auf.

In ihrem Bericht über den Störungs-Aufruf von "Basel nazifrei" zitierte die Basler Zeitung aus OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Das Bau- und Verkehrsdepartement erteilt der Wyniger Gruppe den Zuschlag für den Betrieb der Flora-Buvette ab 2023; es soll sich um die "erste klimaneutrale Buvette" handeln.

Per 1. Januar 2023 übernimmt Christopher Henry Tütsch (49) die Geschäftsleitung des Ausländerdienstes Baselland als Nachfolger von Oliver Bolliger, der zum selben Zeitpunkt die Geschäftsleitung der Stiftung Wohnhilfe in Basel übernimmt.

Die Delegierten des Gewerbeverbandes Basel-Stadt haben am 20. September Hansjörg Wilde zum neuen Präsidenten gewählt.

Nach einjährigem Studium am Basler Gymnasium Kirschgarten konnten dieses Jahr 65 junge Erwachsene ihre Passerelle-Ausweise entgegennehmen, die ihnen nach der Berufs- oder Fachmatur den Zugang zu sämtlichen Studiengängen an den Schweizer Hochschulen ermöglichen.

In Muttenz beim Hallenbad beginnen im September /Oktober die Bohrarbeiten zur Erkundung des Untergrundes, da es dort zu Dolineneinstürzen und grossflächigen Absenkungen gekommen ist.

Der Verein "Treffpunkt Arlesheim" (ehemals "Verkehrsverein Arlesheim") beschloss bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung, sich aufzulösen.

Gleichzeitig mit dem Start der Bundeskampagne zum Energiesparen senkt die Basler Regierung die Heiztemperatur in seinen Verwaltungsgebäuden auf 19 Grad Celsius.

Der Liestaler Stadtrat hat beschlossen, den "Engel-Saal" unter dem Namen "Stadtsaal" in eigener Regie zu betreiben, womit er den Liestaler Vereinen zukünftig zu vergünstigten Konditionen angeboten werden kann.

Die Baumann & Cie übernimmt rückwirkend per 30. Juni 100 Prozent der Aktien der Vögeli Vermögensverwaltung AG.

In Basel-Stadt ist am 19. August die aus Lehrerkreisen angeregte Initiative zur Erweiterung der Integrativen Schule durch heilpädagogisch geführte Förderklassen eingereicht worden.

Die beiden Ludotheken Bläsi und St. Johann der Robi-Spiel-Aktionen werden nach 2022 nicht weiter betrieben.

Anouk Feurer, die Co-Präsidentin des "Jungen grünen Bündnisses Nordwest", ist Nachrückende für die zurücktretende grüne Basler Grossrätin Michelle Lachenmeier.

Die grosse Silberlinde im Riehener Solitude-Park musste durch die Stadtgärtnerei gefällt werden, weil sich aufgrund der lang anhaltenden Trockenheit zwei gefährliche Risse im Kronenansatz gebildet haben und der Baum zusätzlich stark in Schieflage geraten ist.

Auch die Gemeinden Arisdorf, Bubendorf, Frenkendorf, Füllinsdorf, Hersberg, Itingen, Lausen, Liestal, Lupsingen, Seltisberg und Ziefen haben per sofort das Feuerwerksverbot beschlossen.

Der Kanton Basel-Stadt unterstützt mit 118'000 Franken aus dem Pendlerfonds den Bau einer Mobilitätsdrehscheibe in Lörrach-Brombach, die dazu beitragen soll, den Pendler- und Besucherverkehr nach Basel auf umweltfreundliche Verkehrsmittel zu verlagern.

Der Landrat hat am 30. Juni Lucia Mikeler Knaack (SP) mit 68 von insgesamt 78 abgegebenen Stimmen zur neuen Präsidentin gewählt.

Die Volksinitiative "Sichere Velorouten in Basel-Stadt" ist am 24. Juni mit 3'176 beglaubigten Unterschriften bei der Basler Staatskanzlei eingereicht worden.

Claraspital-Direktor Peter Eichenberger wird per Jahresende Nachfolger von Fritz Jenny als Präsident des Verwaltungsrats der "Rehab Basel".

Nach 12 Jahren als Delegierte des Vorstands trat Ruth Ludwig-Hagemann an der GGG-Mitgliederversammlung vom 16. Juni zurück; als Nachfolger wurde David Andreetti gewählt.

Markus Leuenberger wird ab  August 2023 neuer Rektor des Gymnasiums Laufental-Thierstein und damit Nachfolger von Isidor Huber, der in Pension gehen wird.

Andreas Eggimann, Chief Digital & Information Officer (CDIO) und Mitglied des Executive Board der MCH Group verlässt das Unternehmen im Verlaufe des Sommers.

Der Liestal Gymnasiums-Rektor Thomas Rätz wird im Sommer 2023 in Pension gehen, worauf die bisherigen Konrektoren Urban Kessler und Andreas Langlotz seine Nachfolge als Co-Rektoren antreten werden.

Die Basler Regierung hat die Wohnschutzkommission gewählt: Rico Michael Maritz (vorsitzender Präsident), Béatrice Elisabeth Müller Schnürle, Piotr Franciszek Brzoza (Präsidium); Vera Gruber, Felix Spiegel, und Markus Anderegg (Vermietende); Beat Leuthardt (Mieterschaft); Martin Schlatter (Schreiber).

Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) des Basler Grossen Rates unterstützt die Beteiligung des Kantons Basel-Stadt an einer Kapitalerhöhung der MCH Group AG, wie es die Regierung vorschlägt.

Die künftige Direktorin des Basler Waisenhauses ist Anita Conrad, die auf den Ende November 2023 pensionierten Uli Hammler folgt.