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"Vor einer stärkeren Umbruchphase": Kantonalbank-CEO Oberlin, Gäste

Die Vorboten knapperer Jahre und Umwälzungen

Am Neujahrs-Apéro 2011 der Wirtschaftskammer Baselland wurde viel gelacht – aber die ernsten Töne waren unüberhörbar


Von Peter Knechtli


Den Marathon der Neujahr-Apéros setzte gestern Donnerstagabend die Wirtschaftskammer Baselland fort. Von Krise ist zwar noch nicht viel zu spüren, aber die Töne werden ernster. Für Hans Rudolf Gysin war es der letzte Neujahrs-Empfang in seiner Funktion als Direktor.


Wirtschaftskammer-Präsident Andreas Schneider vermied es in seiner Ansprache tunlichst, schwarz zu malen: Die ausgewogene Branchenstruktur, die solide Finanzierung und die starke Ausrichtung auf den Binnenmarkt seien die Hauptgründe dafür, dass sich das Baselbieter Gewerbe weiterhin in einer guten Verfassung befinde. Im Gegensatz zur exportorientierten Industrie habe sich auch das Problem des starken Frankens bisher - von Ausnahmen abgesehen - "noch nicht gravierend" auf das Gewerbe ausgewirkt.

Verschärfung der Kreditvergaben

Doch verschiedene Faktoren wie der grenznahe Einkaufstourismus machten nun eine "Vorwärtsstrategie in der kantonalen Wirtschaftspolitik" erforderlich, sagte Schneider vor rund 500 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung: "Nüchtern müssen wir heute feststellen, dass die bisherige Strategie und die heutigen Förderinstrumente offensichtlich ungenügend sind." Es bestehe "dringender Handlungsbedarf". Der Kanton brauche eine wirtschaftliche Dynamik und eine Standort-Offensive. Der Adressat dieser Botschaft - Volkswirtschaftsdirektor Peter Zwick - war, wie die gesamte Regierung abwesend (in Klausur im Berner Oberland).

Auch schon optimistischer klangen die Worte von Beat Oberlin, dem Direktionspräsidenten der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB). Beunruhigend sei die Nullzinspolitik der Schweizerischen Nationalbank, die die Verdienstmöglichkeiten einer Universalbank wie der BLKB einschränke. Schlechtere Ertragsaussichten und knappes Eigenkapital zwängen die Banken, "die Kreditpolitik zu hinterfragen". Eine Kreditverknappung sei nicht mehr auszuschliessen. Folge: Tiefere Kapazität für Kreditsprechungen oder Verteuerung der Kredite.

Oberlins Prognose: "Unser Land steht vor einer stärkeren Umbruchphase, als vielen bewusst ist. Ich bin mir sicher, dass Werte und Tugenden, die schon lange vergessen schienen, wieder an Bedeutung gewinnen werden.

Fünfhundert Hände gedrückt

Für den langjährigen Wirtschaftskammer-Direktor bedeutete der Neujahrsempfang 2012 einen Voraus-Abschied: Zum letzten Mal durfte er fünfhundert Hände schütteln. "Nein", sagte er zu OnlineReports, er empfinde "keinerlei sentimentale Gefühle". Nächstes Jahr wird sein Nachfolger Christoph Buser den Begrüssungs-Cours abnehmen.

Und hier die unwiderstehliche Foto-Galerie!


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Was die Gäste wirklich nicht gesagt haben: Die Zitate sind frei erfunden.




"... dem wachsen Flügel, habe ich in meiner Rede selbst gesagt": Wirtschaftskammer-Präsident Andreas Schneider.


"Wie ich mich beim zahlreichen Händeschütteln vor einem Tennisarm schütze, bleibt mein Geheimnis": Wirtschaftskammer-Direktor Hans Rudolf Gysin, Gelterkinder Kantonalbank-Leiterin Esther Freivogel.


"Wettfrage, bitte nicht weiter erzählen: Wer von uns zwei wechselt nächstens zur Basler Zeitung?": Aktive und ehemalige Wirtschaftskammer-PR-Männer Christian Horisberger und Edi Borer.


"Rot und Weiss(wein) gesellt sich gern": Ehemaliger Regierungsrat, BLKB-CEO und Freizeitgolfer Paul Nyffeler, Landrätin Regina Vogt, Ehemann Hans Vogt.


"War das ein schöner Porzellanladen!": Wirtschaftskammer-Vizedirektor Markus Meier, SVP-Landrat Thomas Weber.


"Ich zeig Euch gleich, welche Nummer auf dem Platz ich bin": TeleBasel-Chef Willy Surbeck (rechts), SVP-Landrat Hanspeter Weibel.


"Wenn's um Lederjacken geht, bin ich gern eine Rote": Ehemalige FDP-Landrätin Christa Oestereicher, ehemaliger Frenkendörfer Gemeindepräsident Franz Hartmann.


"Vertreten wir hier nicht würdig die Basler Regierung?": Handelskammer-Kommunikatorin Martina Hilker, Basler Gewerbeverbands-Präsident Marcel Schweizer.


"Wir haben uns gerade überlegt, ob wir nicht die BaZ übernehmen sollen": Ehemalige Verleger Mathis Lüdin (BZ), Matthias Hagemann (BaZ).


"Wenn die Presse zuhört und es um die Besetzung des Parteipräsidiums geht, sind wir immer ganz schweigsam": FDP-Landräte Michael Herrmann (Mitte, Noch-Kantonalpräsident) und Balz Stückelberger (rechts), BaZ-Baselland-Redaktor Daniel Ballmer.


"Wenn Fragen zu Riehemer Familiengärten auftauchen sollten, sind wir die richtigen Männer für Transparenz": Basler SVP-Präsident und Nationalrat Sebastian Frehner, Gewerberverbands-Vorstand Hansjörg Wilde.


"Wir sind uns einig: Im Journalismus soll auch Kaffeesatzlesen erlaubt sein": BaZ-Chefredaktor Markus Somm, "Regio aktuell"-Verleger Robert Gloor.


"Wir haben eine verblüffende Ähnlichkeit: Wir sind beide Ökonomen": SP-Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholz, designierter Wirtschaftskammer-Direktor Christoph Buser.


"Wir Sissacher sind und bleiben wir Sissacher": Waldenburger Bezirksgerichtspräsident Dieter Gysin, Baselbieter Justizverwalter Martin Leber.


"Wir sind die Sieger der Kategorie: Welcher Mann lacht am schönsten wie ein Maikäfer": Advokat Markus Bürgin, Wirtschaftskammer-Vizedirektor Urs Berger.


"Seit ich mit Knechtli Fussball gespielt habe, weiss ich was Holzen heisst, gell Bea": FDP-Neonationalrätin Daniela Schneeberger, FDP-Landrätin Bea Fünfschilling.


"Gegenüber charmanten FDP-Exponenten habe ich noch nie Berührungsängste gehabt": Reigoldswiler SVP-Landrat und Schnapsbrenner Hansruedi Wirz , FDP-Vizepräsidentin und Gemeinderatskandidatin Christine Pezzetta (links) und FDP-Landrätin Monica Gschwind.


"Den Namen meiner Gesprächspartnerin verrate ich Ihnen erst an der nächsten Grün 80": Gärtnermeister Werner Fischer mit Apéro-Partnerin.


"Wir fusionieren BDP und FDP zur Bürgerlich-Freisinnigen Partei BFP": BDP-Landrat Peter Müller (links), Wirtschaftskammer-Mann Lukas Weisshaar.


"Mit uns FDP- und CVPlern ist nicht nur gut Kirschen essen, sondern auch Säftlein zu trinken": Laufentaler Hauseigentümer-Präsident Donat Steiner (FDP), stellvertretender VGD-Generasekretär René Merz (CVP).


"Ausgerechnet bei den Russen ging meine rechte Schlaghand in Brüche": alt-SVP-Nationalrat Christian Miesch, Syngenta-Manager Christoph Mäder.


"Es war sooo schön, aber noch besser gefällt uns unser SVP-Blättli": SVP-Kantonalpräsident Dieter Spiess, SVP-Kantonalsekretärin Ruth Singer.


"Er möchte auch noch gern Oberreinrat (sic!) werden, falls er's nicht schon ist": FDP-Landrat Werner Rufi (rechts), Liestaler FDP-Einwohnerrat Daniel Spinnler.
6. Januar 2012

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Weitere RückSpiegel

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"Letzte Details zum Neujahrsempfang vom 8. January 2019"

Handelskammer beider Basel
Betreff einer E-Mail
vom 7. Januar 2019
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Thanks. Got ya.

In einem Satz


Anna Ott gibt das Amt als Vizepräsidentin der Grünen Baselland aufgrund ihres Masterstudiums in Nordeuropa ab; eine Nachfolge steht noch nicht fest.

• Das von der Fondation Franz Weber massgeblich unterstützte Referendum gegen ein Ozeanium auf der Basler "Heuwaage" ist mit 4'649 Unterschriften zustande gekommen.

• Der Reinacher Gemeinderat hat beschlossen, ab Februar 2019 mit einem neuen TV-Sendeformat zu starten, das wöchentliche Fernsehsendungen mit Inhalten aus Gemeinde und Vereinen bietet.

• Der Basler "Basta"-Grossrat Daniel Spirgi tritt per 12. Februar 2019 nach nur zweieinhalb Jahren aus dem Kantonsparlament zurück, der Grüne Jérôme Thiriet rückt nach.

Henriette Götz wird am 1. Mai 2019 die Nachfolge von Danièle Gross als Kaufmännische Direktorin am Theater Basel antreten.

• Mit 12'673 Studierenden und Doktorierenden, die sich im Herbstsemester 2018 für ein Studium an der Universität Basel eingeschrieben haben, ist die Gesamtzahl der Studierenden im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen.

• Der EuroAirport begrüsste am 4. Dezember seinen 8 Millionsten Passagier und erzielte damit die höchste Jahres-Frequenz seit Gründung im Jahr 1946.

Erik Rummer (48) ist seit 2002 bei den IWB, seit 2016 als Leiter Public Relations, übernimmt auf Jahresbeginn die Leitung des Bereichs Kommunikation & Marketing und folgt damit auf Lars Knuchel, der sich selbstständig macht.

• Die Baselbieter Regierung will bei der Staatssteuer den Vergütungszins für das Jahr 2019 bei 0,2 Prozent belassen, ebenso bleibt der Verzugszins bei 6 Prozent.

• Die Bau- und Raumplanungs-Kommission des Basler Grossen Rates spricht sich für den Neubau von Staatsarchiv und Naturhistorischem Museum im St. Johann-Quartier aus.

Matthias Gysin, heute Verwaltungsleiter in der Gemeinde Aesch, wird ab 1. April 2019 neuer Geschäftsführer des "Verbandes Basellandschaftlicher Gemeinden" (VBLG) und Nachfolger von Ueli O. Kräuchi.

• Das Projekt eines Ozeaniums des Basler Zoos hat mit starkem Wellengang zu kämpfen: Das gegnerische Komitee reichte fast 5'000 Referendums-Unterschriften ein, wodurch es zu einer Volksabstimmung kommen wird.

Yvette Harder wird per 18. März 2019 neue Generalsekretärin des Basler Finanzdepartements und damit Nachfolgerin von Alexandra Schilling, die in die Kommandoabteilung der Kantonspolizei wechselte.

• Der frühere Baselbieter SP-Regierungsrat Urs Wüthrich-Pelloli übernahm an der ordentlichen Mitgliederversammlung des Fördervereins Universität Basel von Jean-Luc Nordmann das Präsidium.

• In weniger als sieben Wochen sammelte das parteiunabhängige Komitee "Kein Parkhaus unter dem Tschudi-Park" mehr als 3500 Unterschrift'en für seine Petition.

• Die Baselbieter Regierung beantragt dem Landrat, dem Staatspersonal für das Jahr 2019 einen Teuerungsausgleich von 1,4 Prozent auszurichten.

Elena Hermann wird neue Leiterin der Staatlichen Schlichtungsstelle für Mietstreitigkeiten Basel-Stadt und löst Ernst Jost ab, der per Ende Jahr in Pension gehen wird.

• Das Basler Komitee gegen die kantonale Vorlage zur "Steuervorlage 17", das sich aus linken Parteien und Gewerkschaften rekrutiert, hat 3'300 Unterschriften für das Referendum gesammelt.

Andreas Häner, von 2009 bis 2015 schon Vorstandsmitglied, wird neuer Geschäftsführer des Basler Heimatschutzes und damit Nachfolger von Paul Dilitz, der nach elfjähriger Tätigkeit in den Ruhestand tritt.