"Prime News": Eine neue Internet-Zeitung ist online

Basel, 14. August 2018

Herzlich willkommen, liebe Konkurrenz, denn nichts ist besser als Medien-Wettbewerb! Mit "Prime News" erhält die Medienlandschaft der Region Basel einen neuen Online-Titel. Er richtet sich an ein "breites Publikum", das sich "gerne ausführlich über die Vorgänge in der Region Basel informiert und dem Kurzfutter zu wenig ist", und das "bereit ist, für aufwendigen Journalismus zu bezahlen", wie es in einer Mitteilung heisst.

Gründer und Chefredaktor ist der 35-jährige Christian Keller, bis Bekanntgabe der Übernahme Leiter der Lokalredaktion der "Basler Zeitung". Zusammen mit seinem Bruder, der für den Werbeverkauf zuständig ist, und einem Team von rund zehn freien Mitarbeitenden will er auf Kurzmeldungen verzichten zugunsten von längeren Hintergrund-Geschichten von 4'000 bis 6'000 Zeichen Länge. (Vergleich: Dieser OnlineReports-Hintergrundartikel zählt über 12'000 Zeichen.)

Auf der aktuellen Frontseite zu lesen: "Saubannerzug von Basel – Spuren führen in die Juso", die Perspektiven der "Markthalle"-Geschäftsleiterin, was – vor dem "Bebbi-Jazz" – Basel mit New Orleans verbindet oder ein (deklarierter) PR-Artikel einer Weinhandlung. Täglich soll das Portal um zwei Artikel aktualisiert werden.

Kostenpflichtige Artikel

Finanziert wird das Angebot – ein "völlig neues Geschäftsmodell" (so die Ankündigung) – über eine Mischung von Bezahlschranke und Werbung. Gratis ist fast nichts, vielmehr stehen drei Kauf-Optionen offen: ein Jahres-Abo zu 69 Franken, der Kauf eines einzelnen Artikels (1.50 Franken) und die Betrachtung einer 15 Sekunden-Werbung vor der kostenlosen Lektüre. Das Layout ist bewusst sehr schlicht gehalten: Die seit einiger Zeit üblichen Anriss-Kacheln sollen die Lese-Lust wecken.

So erfreulich die Belebung der regionalen Medien-Szene durch einen weiteren Spross ist, so regelmässig kommt es zu Veränderungen: Derzeit verliert Basel mit dem Verkauf der "Basler Zeitung" an die Züricher Tamedia sein letztes selbstständiges Print-Tagesmedium. Und das verbal-enthusiastisch angekündigte Online-Portal "Barfi.ch" von Christian Heeb befindet sich im Status der Nachlassstundung, weil die investierten Millionen innerhalb von drei Jahren förmlich zerrannen.

Auch die langfristige Zukunft der "Tageswoche" ist fraglich. Ziemlich leise wurde in diesen Tagen bekannt, dass die als Wochenzeitung konzipierte Publikation nur noch alle zwei Wochen erscheint. Es besteht also kein Grund, allein aufgrund der Titelvielfalt in Freude auszubrechen.



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"Apéro-Häppchen-Format"

Also ich finde den Schritt mutig. Ob kommerziell erfolgreich, daran zweifle ich und zwar aus verschiedenen Gründen:
 
• Journalistische Qualität
Seine bisherige journalistische Arbeit war, auch auf BaZ-Niveau, höchstens Mittelmass. Das reicht nicht um langfristig einen grösseren Leserstamm an sich zu binden.
 
• Bezahlabo und Qualität
Wenn ich für ein News-Medium bezahle erwarte ich Qualitätsjournalismus. Das ist bei einem Apéro-Häppchen-Format 4'000 bis 6'000 Zeichen nicht gegeben.
 
• "Leserzahlen" und Werbung
Um für Werbetreibende als Medium überhaupt wahrgenommen zu werden, brauche ich locker 20'000 bis 30'000 "Leser". Dass soviel zahlende Abonnenten zusammenkommen, ist sehr zweifelhaft.
 
• Möglicher Polit-Sponsor im Hintergrund
Wäre mittelfristig der Tod des Projekts und der journalistische Abgesang des Herrn Keller.


Nicolas Müller, Westkapelle (NL)




"Konservative Weltanschauung"

Dringend musste Christian Keller nach dem Verkauf der BaZ einen neuen Kanal suchen, um seine konservative (um das Wort reaktionär zu vermeiden) Weltanschauung weiterhin unters Volk bringen zu können. Das Resultat wird ähnlich sein wie das der BaZ.


Peter Bächle, Basel



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"Kapo übt Terror"

Basilea Info
Basler Polizei-Personalmgazin
6/2019
Anriss auf der Frontseite
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Das wäre dann das Gegenteil von Terrorbekämpfung.

Frisch pubertiert

Jahresrückblick? Nein, danke.
RückSpiegel


Telebasel bezog sich im Bericht über den Widerstand gegen die Basler IBA-Rheinterrassen auf einen Bericht von OnlineReports.

Die Basler Zeitung nimmt in ihrem Bericht über den Neujahrs-Empfang der Handelskammer beider Basel auf OnlineReports Bezug.

Die BZ schrieb in derselben Ausgabe zwei OnlineReports-Meldungen ab, ohne die Quelle zu deklarieren. Wiederholungstat!

In ihrem Bericht über Verkehrsprobleme am Aeschenplatz zitierte die Basler Zeitung aus OnlineReports.

Die OnlineReports-Nachricht vom Tod des ersten Baselbieter Kantonsgerichtspräsidenten Peter Meier wurde von der BZ, Telebasel, der Basler Zeitung und vom SRF-Regionaljournal nachgezogen.

Telebasel, die BZ und die Badische Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die technisch bedingte Umkehr einer "Austrian Airlines"-Maschine nach Wien auf

Die Basler Zeitung und die BZ nahmen die OnlineReports-Nachricht zum Tod des Konjunkturforschers Christoph Koellreuter auf.

20 minuten online, Blick, nau.ch, das SRF-Regionaljournal und Telebasel nahmen den OnlineReports-Primeur über den Unfalltod des Basler Umweltschützers Martin Vosseler auf.

nau.ch schrieb die OnlineReports-Recherche über den FDP-Wahlversand an Basler Neu- und Jungwähler zu einem eigenen Artikel um und verwertete auch die OnlineReports-Illustration dazu.

In der Besprechung des Films "Bruno Manser – Stimme des Regenwalds" nahm die BZ auf eine OnlineReports-Recherche Bezug.

Die BZ nahm den OnlineReports-Primeur über eine Rückzahlung der wegen Veruntreuung angeklagten ex-Kassierin der katholischen Kirchgemeinde Grellingen auf.

Die Basler Zeitung greift in ihrem Bericht über die E-Trottinett-Anarchie auf ein OnlineReports-Interview zurück.

In ihrem Bericht über die Hühnerhaltung auf einem Basler Mehrfamiienhaus nimmt die BZ Bezug auf eine frühere Recherche von OnlineReports.

Die BZ bezog sich in ihrer Recherche über die Abgänge von Kaderärzten am Kantonsspital Baselland auf einen Bericht in OnlineReports.

Die BZ berief sich in einem Bericht über die Massenkündigungen am Schorenweg auf eine OnlineReports-News.

Die Schweiz am Wochenende und die Basler Zeitung haben die OnlineReports-News über den Bombenalarm am EuroAirport aufgenommen.

Das SRF-Regionaljournal, Telebasel, die Schweiz am Wochenende und Prime News haben den OnlineReports-Primeur über die Schliessung des Basler Kinos "Rex" nachgezogen.

In ihrem Bericht über den Gelterkinder Antennenposter-Streit bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

Die BZ nahm die OnlineReports-News über den Rücktritt der Basler Unispital-Verwaltungsrätin Irmtraut Gürkan aus dem Vorstand des Universitäts-Klinikums Heidelberg auf.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Die Gemeinde Riehen spendet 10'000 Franken zugunsten eines Nothilfe-Projekts des Roten Kreuzes für Geflüchtete in Bosnien-Herzegowina.

Ein überparteiliches Komitee hat am 15. Januar bei der Basler Staatskanzlei die Unterschriften für die Initiative "für erschwingliche Parkgebühren" eingereicht.

Urs Bucher wird am 1. August 2020 die Leitung der Volksschulen Basel-Stadt übernehmen und damit die Nachfolge von Dieter Baur antreten, der zum Ende des Schuljahres in Pension geht.

Die 53-jährige Juristin Blanche Gilli ist seit Anfang 2020 neue Präsidentin des Vereins gemeinsame Opferhilfe beider Basel.

Der FC Basel leiht seinen 21-jährigen Innenverteidiger Yves Kaiser bis zum Ende der Saison 2019/2020 an den FC Schaffhausen aus der Challenge League aus.

Knut Schmidtke, Marc Schärer und Lucius Tamm werden per 1. April 2020 die Leitung des in Frick domizilierten Forschungsinstituts für biologischen Landbau FiBL von Urs Niggli übernehmen.

Die Baselbieter Grünen reichten am 12. Dezember ihre mit rund 1700 Unterschriften versehene Klimaschutz-Initiative ein, die das Ziel des Pariser Abkommens gesetzlich verankern will.

Die Basler SP-Bürgergemeinderätin Canan Özden tritt auf Anfang 2020 die Nachfolge der zurücktretenden Gabriella Matefi (SP) als Basler Bürgerrätin (Exekutive der Bürgergemeinde) an.

Das Theater Basel konnte im Jahr 2018/2019 die Anzahl der Besuchenden zum vierten Mal in Folge auf 183'705 Personen (+1,6 Prozent) erhöhen, während jedoch die Besucher-Einnahmen um 1,7 Prozent sanken.

Die neue grüne Baselbieter Landrätin Laura Grazioli übernimmt von der frisch gewählten Nationalrätin Florence Brenzikofer das freiwerdende Präsidium der Finanzkommission.

Paola Gallo, die ehemalige Geschäftsleiterin von "Surprise", übernimmt per 1. Oktober 2019 die Geschäftsführung der Job Factory Basel AG und der Stiftung Job Training.

Der 19-jährige Geografie- und Geschichtsstudent Nino Russano wird als Nachfolger von Nicolas Eichenberger neuer Präsident der Juso Basel-Stadt.

Der Basler Bürgerrat hat eine spürbare Senkung der Einbürgerungsgebühren beschlossen, von der sowohl ausländische als auch Schweizer Bewerbende profitieren.

Die Verlängerung der BVB-Tramlinie 3 nach Saint-Louis kostete rund 84 statt 93,7 Millionen Franken und ist somit um fast zehn Millionen Franken günstiger als geplant.

Die Baselbieter Regierung beantragt dem Landrat, dem Staatspersonal per 1. Januar 2020 einen Teuerungsausgleich von 0,5 Prozent auszurichten.

Die Forscherin Michaela Kneissel nimmt anstelle des Ende Jahr ausscheidenden Ulrich Vischer Einsitz im Universitätsrat der Universität Basel.

Nach dem Rücktritt der neuen Basler Regierungsrätin Tanja Soland aus dem Grossen Rat rückt die ehemalige Juso-Präsidentin Jessica Brandenburger ab 1. Dezember ins Parlament nach.

Die ausserordentliche Mitgliederversammlung des Jungen Grünen Bündnisses Nordwest vom 3. November 2019 wählte als Nachfolger von Dominik Beeler Simon Fankhauser in das Co-Präsidium.

Zu sieben Fällen von Sachbeschädigungen an Autos kam es in der Nacht von Freitag auf Samstag, 2. November, in der Umgebung der Tramhaltestelle "Vogesenstrasse" in Reinach.

Der Gemeinderat von Riehen erwartet für die Planperiode 2020 bis 2023 jährliche Defizite von 1,3 bis 2,5 Millionen Franken.

Susanne Wäfler-Müller (42) wird ab dem 1. Mai 2020 die Führung der Kantonsbibliothek Baselland übernehmen und auf Gerhard Matter folgen, der im Frühjahr in den Ruhestand gehen wird.

Zu Beginn des Schuljahrs 2021/22 wird Informatik als obligatorisches Fach in allen Baselbieter Gymnasien eingeführt.