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Strassen-Stau: Gewerbe will nicht auf die Knie gehen

Das Baselbieter Gewerbe will angesichts des Dauer-Staus auf der Strasse nicht in die Knie gehen: Heute Mittwochmorgen reichte es der Regierung einen Fünf Punkte-Forderungskatalog zur Mobilität ein.
Liestal, 4. September 2019

Solche Übergaben von Petitionen und Initiativen an die Regierung haben zuweilen ihre lustigen Seiten. So heute Morgen, als Vertreter der "Konferenz der Gewerbe- und Industrievereine" (KGIV) des Kantons Baselland ihre Mobilitäts-Forderungen an die Erste Landschreiberin Elisabeth Heer (Bild links) übergaben. Bei der Arrangierung des Fototermins ging Tom Weber, der Präsident des Gewerbevereins Lausen, vor der Staatsrepräsentantin scherzeshalber in die Knie.

Sie meinen es ernst

Die Geste hat indes einen ganz ernsten Hintergrund: Die Gewerbetreibenden bitten die Regierung mit Nachdruck, endlich Massnahmen gegen die durch Stau verstopften Strassen – sei es die Autobahn A2 oder überlastete Kantonsstrassen – sowie den Mangel an verfügbaren Parkplätzen zu treffen. Schon mit witzigen Videos in den sogenannten Sozialen Medien versucht die Konferenz, ihrem Anliegen Nachdruck zu verleihen.

Heute Morgen nun doppelte die von gegen zwei Dutzend kommunalen Vereinen getragene "Konferenz" mit ihrem fünfteiligen Forderungskatalog nach. So soll bei Bau- und Sanierungsprojekten der für das Gewerbe "optimale Ausführungs-Zeitpunkt" gewählt werden. Beispielsweise soll die Weihnachtszeit gemieden werden, um das Geschäft der KMU nicht zu beienträchtigen. Weiter sollen Baustellen so eingerichtet werden, dass der Verkehrsfluss gewährleistet bleibt.

Ungenügende Kommunikation

Ungenügend hält das Gewerbe auch die Information über die aktuelle Situation auf den Strassen, weshalb die Systeme zur Verkehrsüberwachung ausgebaut werden sollen. Auch sollen die Behörden "ausreichend Parkplätze" für das Gewerbe und seine Kunden sicherstellen und transparent ausweisen. In der letzten Forderung wird die Regierung aufgefordert, "alles Erdenkliche" zu unternehmen, damit die vom Bundesamt für Strassen geplanten Bauvorhaben in der Region "zügig realisiert" werden. Überdies sollen die Kantonsteile besser und schneller verbunden werden.

In mündlichen Statements betonten die KGIV-Vertreter wiederholt, dass insbesondere eine bessere Kommunikation über Baustellen erforderlich ist, "damit wir richtig planen können." Geschäftsführer der KGIV ist Christoph Buser, der Direktor der Wirtschaftskammer Baselland (Bild Mitte). Er hatte vor sechs Jahren eine radikal neue Strassenführungs-Politik gefordert.




Weiterführende Links:
- Milliarden-Projekt: Buser und Hiltmann fordern radikal neue Verkehrspolitik


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"Auf oder in die Knie?"

Auf die Knie oder in die Knie gehen, das ist hier die Frage ...


Kaspar Geiger, Tenniken



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"In den meisten Gemeinden des Kantons Basel erhalten Sie die Basler Zeitung bis 6.30 Uhr per Frühzustellung durch einen Verträger."

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