© Grafik by EuroAirport
"Geschehen ist nichts": Grenzwert-Überschreitungen am EuroAirport

Massnahmen gegen Südlandungen – Lärmgegner ungeduldig

Jahrelange Grenzwert-Überschreitungen am EuroAirport sollen ein Ende haben / Kritiker reden von einem Sitzstreik


Von Peter Knechtli


In den Streit um Grenzwert-Überschreitungen bei den Südlandungen auf dem EuroAirport Basel-Mulhouse kommt Bewegung. Doch die Gegner wollen endlich konkrete Entlastungen – was die Südlandungen wie die Nachtruhe betrifft. Die Rede ist von einem Sitzstreik.


Der Anteil der Südlandungen mit dem Instrumenten-Landesystem 33 auf dem EuroAirport hat vergangenes Jahr abgenommen: Mit einem Anteil von neun Prozent lag er um zwei Prozent unter der Vorjahres-Frequenz und um ein Prozent unter dem vereinbarten Grenzwert von zehn Prozent, wie der Flughafen heute Donnerstag mitteilte.

In Zahlen: Von total 42'416 Landungen (Vorjahr: 41'165) erfolgten letztes Jahr 3'827 (Vorjahr: 4'514) auf der Südpiste 33. Allerdings lag die Zahl der Südlandungen in den Monaten März, April, Mai, Juli und September über dem Grenzwert (vgl. Grafik). Im Hauptreisemonat Juli wurde ein Spitzenanteil von 22,4 Prozent Südlandungen erreicht.

Behörden wollen "Massnahmen prüfen"

Laut der Analyse zur Nutzung des ILS 33, die 2018 von den schweizerischen und französischen Luftfahrtbehörden erstellt wurde, war der hohe Südlandungsanteil von 11 Prozent "auf die speziellen Windverhältnisse zurückzuführen".

Nun sollen bilateral "Massnahmen geprüft" werden, damit die Grenzwerte der Vereinbarung zwischen der Schweiz und Frankreich aus dem Jahr 2006 eingehalten werden. Das Abkommen legt fest, dass die Piste 15 als Hauptlandepiste dient und die Piste 33 nur zum Einsatz kommt, wenn der Rückenwind fünf Knoten übersteigt. Der EuroAirport schreibt, er begrüsse diese Initiative "ausdrücklich".

Kommt es zum Sitzstreik?

Die grüne Binninger Landrätin Rahel Bänziger, Präsidentin des "Schutzverbandes der Bevölkerung um den Flughafen Basel-Mülhausen", präzisierte gegenüber OnlineReports, dass der Grenzwert schon bei acht Prozent liege und "seit Jahren überschritten" werde. Geschehen sei nichts. Dass eine Analyse vorliegt, begrüsst sie, aber jetzt müssten endlich Taten folgen: "Ich erwarte konkrete Massnahmen bis Ende dieses Jahres."

Als "besonders gravierend" bezeichnete Rahel Bänziger die massive Grenzwert-Überschreitung im Juli. "Das ist der Monat, in dem man sich gern draussen aufhält." Sie sei "ziemlich ungeduldig", meinte die Politikerin weiter, und verwies auf das von allen Schutzverbänden im Dreiländereck identifizierte "Hauptproblem" des nächtlichen Fluglärms: "Wir wollen Ruhe von 23 bis 6 Uhr." In der betroffenen Bevölkerung brodle es, sagt Rahel Bänziger: "Ich höre schon die Ersten, die von einem Sitzstreik reden."

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16. Januar 2020

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"Hohe Lebensgefahr"

Es ist überfällig, dass sich die Aberzehntausenden von Menschen, die durch diese Flugzeuge massiven Lebensqualitäts-Einbussen ausgesetzt sind, unmissverständlich wehren. Zusätzlich aber auch, weil sie dadurch einer hohen Lebensgefahr ausgesetzt werden, die sie nicht anders vermindern können, wie durch eine drastische Reduktion der Südanflüge. Bekanntlich geschehen die meisten Unfälle beim Landeanflug. Natürlich bleiben die andern Menschen unter den andern Anflugschneissen in der Gefahrenzone sitzen. Doch immerhin befindet sich dort keine andere Grossstadt.

Wehren wir uns jetzt. Nicht erst, wenn ein Unglück geschehen ist und mit Bedauern die Toten, Verletzten, die verwaisten Frauen, Männer und Kinder beklagt werden, als ob die Katastrophe unvorhersehbar vom Himmel gefallen wäre.


Viktor Krummenacher, Bottmingen



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"Sie können Ihr Couvert bis am Samstag, 12:00 Uhr, auch in den Briefkasten deiner Gemeinde werfen."

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Alles mit scharf

Der Bart nach dem Maskenball

RückSpiegel


Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-News über einen geplatzten Baselbieter Strafprozess auf.

Die Wochenzeitung ging in ihrem Bericht über den Abbau in grossen Schweizer Zeitungsredaktion auch auf "kleinere Player" wie OnlineReports ein.

Die BZ zieht den OnlineReports-Report über den Verzicht auf das Muttenzer Multiplex-Kino der "Kitag AG" nach.

Die OnlineReports-News über die Schliessung eines Tanzlokals in der Basler Innenstadt nahm die BZ auf.

In ihrer Besprechung von Roland Starks Kolumne-Buch "Stark!" nimmt die Volksstimme auf OnlineReports Bezug.

Die BZ kritisierte den designierten Basler SP-Regierungsrat Beat Jans für seinen Twitter-Tweet: "Wieso muss man in unserer Region eigentlich 'Onlinereports' lesen, wenn man sich umfassend informieren, statt belehren lassen will?"
 

Bajour.ch zitiert OnlineReports in einem Interview mit der Basler Regierungsrats-Kandidatin Stephanie Eymann.

Das SRF-Regionaljournal, die BZ, fasnacht.ch sowie LDP-Grossrat Michael Hug (Interpellation) nahmen die OnlineReports-Recherche über Lärmprobleme durch Trommler, Pfeifer und Gugge in Kleinhüningen auf.

Bajour schreibt, die Berichte von OnlineReports zur Baselbieter Velobahn-Affäre gefielen ihr "am besten".

In ihrem Kommentar über staatliche Medienförderung geht Prime News auf das über zwanzigjährige Bestehen von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung und die BZ zitierten in ihren Berichten über das Velobahn-Amigo-Geschäft von Klaus Kirchmayr und Isaac Reber ausführlich aus OnlineReports.

In ihrem Bericht über die Umgestaltung der Basler Meriangärten nimmt die BZ auf eine zuvor erschienene OnlineReports-Recherche Bezug.

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In der BZ-Kolumne nahm Daniel Wiener Bezug auf den OnlineReports-Kommentar über den Macht-Poker um die Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann.

In ihrem Leitartikel über den Zustand des Kantons Basel-Stadt zitierte die BZ aus dem OnlineReports-Interview mit Michael Hug.

Die BZ nahm die OnlineReports-Geschichte über den Abbruch des Hauses an der Basler Rufacherstrasse 73 auf. Die Basler Zeitung verzichtete auf eine Quellennennung.

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Die Basler Zeitung bezog sich in ihrem Artikel über die Kandidatensuche der Basler SVP auf ein Interview in OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Die Baselbieter Regierung senkt den Verzugszins 2021 bei der Staatssteuer von 6 auf 5 Prozent, während der Vergütungszins unverändert bei 0,2 Prozent bleibt.

Das Budgetdefizit 2021 in Höhe von 2,2 Millionen Franken sei "mehrheitlich coronabedingt", schreibt der Birsfelder Gemeinderat.

Sarah Thönen wird am 1. April 2021 die Leitung des Bereichs "Jugend, Familie und Sport" des Kantons Basel-Stadt übernehmen.

Die Birsfelder Gemeinderätin Regula Meschberger wird ab 1. Januar 2021 als Nachfolgerin von Bianca Maag-Streit den "Verband Basellandschaftlicher Gemeinden" (VBLG) präsidieren.

Gregor Leonhardt (52) übernimmt im Frühjahr 2021 die Leitung des Geschäftsbereichs Infrastruktur im Basler Tiefbauamt.

Der Basler Anwalt und Notar Andreas Waldmann zieht sich per 1. Januar 2021 aus der Kanzlei Waldmann Petitpierre als Partner zurück.

Der Baselbieter Landrat nahm das Gesetz über die Bekämpfung der Schwarzarbeit und das Arbeitsmarktaufsichts-Gesetz mit 71:18 Stimmen an, doch kommt es zur obligatorischen Volksabstimmung, weil die Vierfüntel-Mehrheit nicht erreicht wurde.

Der Baselbieter Polizeikommandant Mark Burkhard ist zum Präsidenten der Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten der Schweiz (KKPKS) gewählt worden.

Die Central Real Estate Basel AG, Eigentümerin im Klybeck-Areal, tritt ab sofort unter dem neuen Namen Rhystadt AG auf.

Das Basler Marionetten Theater unterbricht per sofort seine Saison bis mindestens Ende 2020.

Die Basler FDP nominierte für den zweiten Wahlgang der Regierungsrats-Wahlen erwartungsgemäss ihr Mitglied Baschi Dürr sowie die LDP-Liberale Stephanie Eymann.

Auf der Autobahn A3 bei Eiken, wo 120 km/h erlaubt sind, wurde am frühen Morgen des 24. Oktober eine Autofahrerin mit Tempo 214 km/h als Raserin geblitzt.

Die Basler Juso bitten die Regierung in einer Petition, sich aktiv dafür einzusetzen, 100 Menschen aus dem Camp Moria in den Kanton Basel-Stadt aufzunehmen.

Der Stiftungsrat der Stiftung Brasilea hat die 37-jährige brasilianisch-schweizerische Doppelbürgerin Tatiana Andrade Vieira als neue Geschäftsführerin und Nachfolgerin von Daniel Faust gewählt.

Die Basler SP hat am 16. Oktober ihre Initiative "Kinderbetreuung für alle" mit über 3'000 Unterschriften eingereicht.

Dominik Beeler wird neuer Präsident der Grünen Liestal und damit Nachfolger von Erika Eichenberger.

Die Volksinitiative "für ein klimagerechtes Basel", die die Treibhausgas-Emissionen in Basel-Stadt bis 2030 auf Null senken will, ist am 8. Oktober mit über 3'700 Unterschriften bei der Staatskanzlei eingereicht worden.

Die Stadt Liestal hat die Einführung eines Ortsbusses namentlich in den Quartieren Sichtern und Langhag/Hanro mit 2'246 Ja-Stimmen gegen 2'717 Nein-Stimmen deutlich abgelehnt.

Binningen hat die SP-Initaitive gegen den Verkauf von gemeindeeigenem Boden mit  2'823 Ja gegen 2'809 Nein hauchdünn angenommen.

Münchenstein hat der Quartierplanung "Spenglerpark" mit dem 100 Meter hohen Hochhaus mit einem Ja- Anteil von 58 Prozent zugestimmt.