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"Zu unterschiedliche Interessen": Neue Basler Messehalle

Frustrierte Messe-Aktionäre verlangen ausserordentliche GV

"AMG Fondsverwaltung AG" will den Staatseinfluss innerhalb der MCH Group zurückbinden


Von Peter Knechtli


Frustration unter den Anteilseignern des Basler Messeunternehmen MCH Group AG: Eine Aktionärsgruppe, die durch die "AMG Fondsverwaltung AG" vertreten wird, hat das Begehren auf Einberufung einer ausserordentlichen Generalversammlung gestellt.


Die Gruppe beantragt die Traktandierung folgender Verhandlungs-Gegenstände: der Einleitung einer Sonderprüfung zur Strategie, der Offenlegung von Geschäftsbüchern und einer Statutenänderung.

Aktionäre, die zusammen mindestens zehn Prozent des Aktienkapitals vertreten, können die Einberufung einer Generalversammlung verlangen. Zudem können Aktionäre, die Aktien im Nennwert von mindestens einer Million Franken vertreten, die Traktandierung von Verhandlungsgegenständen beantragen. Die durch die AMG vertretende Gruppe erfülle diese Voraussetzungen, teilt die MCH Group heute Mittwochmorgen mit.

Nach Recherchen von OnlineReports ist die seit längerer Zeit unzufriedene Investorengruppe um Erhard Lee mit der im September kommunizierten Schwerpunkte-Strategie des Verwaltungsrates nicht einverstanden. Deshalb will sie wissen, wie diese Strategie zustande gekommen ist. Die Gruppe kritisiert auch den zu frühen Kauf und späteren Verkauf von Gesellschaften durch den Messeverwaltungsrat.

Vinkulierung soll "gekillt" werden

Die Statutenänderung soll die Vinkulierungsregelung "killen" (so eine Quelle zu OnlineReports), wonach nach geltendem Recht private Investoren höchstens fünf Prozent Aktienanteil halten dürfen, die öffentliche Hand – beide Basel sowie Stadt und Kanton Zürich – dagegen weit höhere Beteiligungen. Künftig soll nach AMG-Vorstellungen der gesamte Verwaltungsrat durch die Generalversammlung gewählt werden. Die AMG ist auch der Meinung, dass sie in die Strategie hätte einbezogen werden sollen.

Wie weit allerdings einem starken Einzelaktionär Akteneinsicht Einsicht gewährt werden kann und ob diesem eine bevorzugte Stellung in strategischen Entscheiden eingeräumt werden kann, ist fraglich. Es ist im Übrigen nicht das erste Mal, dass die Vinkulierung der Messe-Akten aufgehoben werden sollte: Vor einigen Jahren hatten die "Freunde der NZZ" schon einen solchen Versuch gestartet.

Kanton hat Sperrminorität

Private Investoren haben in strategischen Fragen des in der Krise stehenden Messeunternehmens einen schweren Stand, da der Kanton Basel-Stadt mit seinem Kapitalanteil von 33,5 Prozent über eine Sperrminorität verfügt und somit nicht genehme Entscheide an der Generalversammlung blockieren kann.

Der Messe-Verwaltungsrat will nun die Begehren der AMG prüfen und wird noch vor Weihnachten über das weitere Vorgehen informieren.

"Zu unterschiedliche Interessen"

Für den grünliberalen Basler Grossrat David Wüest-Rudin ist der Antrag auf eine ausserordentliche GV "nicht erstaunlich", weil zu "unterschiedliche Interessen" in der Eigentumsstruktur des Unternehmens vertreten sind. Während private Aktionäre wie Lee eine möglichst hohe Rendite erwirtschaften wollen, will die öffentliche Hand primär "die Hallen füllen und damit den Wirtschafts-Standort fördern". "Schönwetter-Konstruktion" (Wüest-Rudin) führe zwangsläufig zu einem "Interessenskonflikt mit den privaten Aktionären".

Einen Ausweg sähe Wüest-Rudin darin, dass der Kanton zu einem fairen Preis die Hallen übernimmt und damit die Bücher des Unternehmens entlastet. Demgegenüber müsste die MCH Group gewisse Auslastungsgarantien bieten. Die öffentliche Hand soll sodann ihre Anteile an das Publikum abgeben, allerdings mit einer gewissen Beteiligungs-Option für den Fall, dass die neue Strategie dereinst wieder zu einer Wertsteigerung der Aktien führt. Basel-Stadt könnte in Zusammenarbeit mit einem Immobilien-Profi die Hallen rentabel betreiben und gleichzeitig Standortmarketing betreiben.

27. November 2019

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"Hallenkauf durch Basel macht erst dann Sinn"

Vielleicht wäre alles einfacher, wenn man "Messe CH" wieder aufgibt, "Basel" und "Zürich" wieder trennt? Tatsache ist doch, dass selbst ein Kauf der Hallen durch den Kanton erst dann Sinn machte.

Die Preise für Standflächen sind in der Regel sehr hoch. Je nach Zielpublikum einer Messe wäre möglicherweise nicht vermietete "Fläche" nötig; zumal für den "unrentablen" Erlebniseffekt, der Leute anlocken sollte; oder auch für "Kindergarten" oder Sitzgelegenheiten für Ältere (ohne Konsumationszwang). Aber auch die "Aussenorganisation" – vom Verkehr bis zu den Rauchern.

Die Schaffung von Zielpublikum-orientiertem Umfeld durch die Messe (oder den Staat) selbst, könnte "Leben in die Bude" bringen. Das wäre "lokal" und mit nicht ganz so starren Renditevorstellungen eher möglich, zumal wenn zur "Rendite" auch die Förderung des Wirtschaftsstandorts gehören soll!


Peter Waldner, Basel



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"Stella Weihofen, seit 2019 im Vorstand, wurde neu als Kassier gewählt."

Juso Basel-Stadt
in einer Medienmitteilung
vom 22. November 2021
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Gender-Polizei her: Stella ist eine Frau.

RückSpiegel


Die Medienwoche verlinkt auf den OnlineReports-Kommentar über das Medienrechts-Urteil des Baselbieter Kantonsgerichts zum Fall Wirtschaftskammer Baselland vs. "Basler Zeitung".

Der Tages-Anzeiger geht in seinem Bericht über die neue Post-Strategie auf OnlineReports-Nachrichten über die Verteuerung der Vereinspostfächer und die allgemeine Kostenpflicht für Postfächer ein.

In ihrem Beitrag über den Prozess der Wirtschaftskammer Baselland gegen einen ehemaligen Journalisten der "Basler Zeitung" nahm die Medienwoche auf OnlineReports Bezug.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Geschichte über einen FCB-Hooligan und vor Appellationsgericht erfolglosen DNA-Verweigerer auf.

Die BZ Basel, Telebasel, Bajour und Prime News nahmen zum Rücktritt des Basler Nationalrats Christoph Eymann Bezug auf ein OnlineReports-Interview.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über die Polizei-Kontrolle von Rechtsextremen in Bubendorf nach.

Telebasel nahm den OnlineReports-Primeur über die Sichtung einer Waschbären-Familie in Gelterkinden auf.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Meldung über die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen den Basler Grossrat Eric W. auf.

20 Minuten, Telebasel und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über die Durchführung der Basler Herbstmesse auf. Die Basler Zeitung kam einen Tag später und unterliess die Quellennennung.

Bajour nahm im Artikel über die Basler Nano-Forschung auf eine OnlineReports-Meldung Bezug.

Im Beitrag von Prime News über die "zunehmende Missachtung der Aufgabentrennung zwischen Staat und Medien" wird OnlineReports zitiert.

Telebasel und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über den Grund des Tramunglücks vom Oktober 2019 auf.

Die OnlineReports-Erstmeldung über die zweite Beschwerde von ex ASE-Präsident Simon Müller vor Bundesgericht wurde von der BZ Basel aufgenommen.

Die Medienwoche nahm den OnlineReports-Leitartikel über die Förderung von Onlinemedien ohne Subventionen in ihr Monitoring auf.

Telebasel, 20 Minuten und Primenews nahmen die OnlineReports-Exklusivmeldung über den Ausnahmezustand im überfüllten Gartenbad St. Jakob auf.

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