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"Möglichst gute Garantie": Sissacher Unternehmen "Rauscher & Stoecklin"

Beteiligungsgesellschaft übernimmt "Rauscher & Stoecklin"

Käuferin "CGS Management" plant Ausbau und will Sissach zum Gruppenhauptsitz machen


Von Marc Gusewski


Die letzte in der Schweiz verbliebene Verteiltrafo-Herstellerin wechselt die Hand: Die Elektrotechnikfirma "Rauscher & Stoecklin" (R&S) in Sissach ist mangels Nachwuchs der Eigentümerfamilien von der Beteiligungsgesellschaft "CGS Management" übernommen worden. Die Gruppe soll gestärkt werden.


Die Beteiligten erhoffen sich durch einen Ausbau, das Überleben der "Rauscher & Stoecklin" langfristig zu sichern. Die in Pfäffikon SZ domizilierte Käuferin CGS Management hat sich auf den Erwerb, Ausbau und anschliessenden Weiterverkauf von schweizerischen KMU mit Nachfolgeproblemen spezialisiert ("buy and build" – "kaufe und baue aus" ungefähr auf Deutsch) und hegt nach eigenen Angaben industrielle Absichten.

Geplant sei, die Geschäftstätigkeit der 1919 gegründeten Firma mit aktuell 87 Mitarbeitenden zu internationalisieren und den Werkplatz Schweiz zu stärken. Die elektrotechnische KMU "Rauscher & Stoecklin", deren Umsatz mit 33 Millionen Franken beziffert wird, ist die einzige in der Schweiz verbliebene Fabrik für Verteiltransformatoren. Daneben baut sie Schaltanlagen, Fahr- und Freileitungsschaltgeräte, Hausanschlusssysteme sowie Hochstromsteckkontakte.

Industrielle Ziele erklärt

Die CGS-Teilhaber, die teilweise selbst aus der Industrie stammen, haben bisher mittelständische Schweizer Firmen gekauft und zu Gruppen ausgebaut, etwa die Formenentwicklungsfirma "Schöttli" in Diessenhofen TG oder die "Maag Pumpen AG" in Oberglatt ZH.

Die Auslöser für die Verkäufe sind vergleichbar: Nachwuchsmangel bei den bisher von den Besitzern geführten Firmen. Ein Problem, das nach einer aktuellen Studie der Hochschule St. Gallen immer mehr KMU in der Schweiz betrifft. Die CGS sucht "industrielle Lösungen". Ein mit den andern Beispielen vergleichbares Vorgehen ist auch in diesem Fall angedacht, erklärt CGS-Teilhaber Rolf Lanz gegenüber OnlineReports: "Wir wollen das Unternehmen weiter entwickeln und es nach aussen öffnen. Es ist in der heutigen Situation wichtig, dass die Firma breiter abgestützt wird."

Handwechsel nicht öffentlich gemacht

Der bereits Ende März besiegelte Sissacher Firmen-Verkauf wurde bisher weder von CGS noch durch die "Rauscher & Stoecklin"-Nachfahren der dritten Generation, den Familien Rauscher und Ruegg, über einen engeren Kreis hinaus publiziert. "Wir arbeiten sonst eigentlich im Privaten. Es ist ja auch der Vorteil, dass wir nicht immer, wie ein kotiertes Unternehmen, an die Öffentlichkeit gelangen müssen", begründet Lanz die an den Tag gelegte Zurückhaltung.

Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart. Von den Alteigentümern mochte gegenüber OnlineReports niemand zum Verkauf Stellung beziehen. Nur so viel gab CGS bekannt, dass sie ihren Fonds CGS III mit Sitz auf der englischen Insel Jersey am 29. Februar mit 55 Millionen Franken grossmehrheitlich im Hinblick auf die Übernahme der Baselbieter Firma in einer ersten Etappe schloss. Geplant ist demnach, mit CGS III ein Finanz- und Investierungsvehikel von insgesamt 180 Millionen Franken auf die Beine zu stellen.

Optimismus in Sissach

Der Impuls für den Verkauf ging von den Alteigentümern aus. Ausdrücklich wollten sie einen Verkauf verhindern, der über kurz oder lang in einer Eingliederung in einen Konzern geendet hätte. Gesucht waren Partner, die den Werkplatz Sissach stärken und die Eigenheiten der Firma schätzen und ausbauen würden, erklärte Geschäftsleiter Marc Jauslin gegenüber OnlineReports die Stossrichtung des gewählten Vorgehens.

Jauslin erhielt vor zehn Jahren die Geschäftsleitung aus den Händen der Familien, die sich damit aus dem aktiven Geschäftsleben zurückzogen, übertragen: "Wir haben einen Weg gesucht, der eine möglichst gute Garantie gibt für den Fortbestand des Unternehmens am Standort Sissach mit der Belegschaft – und das ist in der Konstellation gegeben."

Heimmarkt eng - Euro schwach

Jauslin zeigt sich froh über die nun bewerkstelligte Allianz mit einem finanzstarken Partner im Rücken. Da insbesondere das Geschäft mit Verteiltransformatoren ein langfristiges ist – Erneuerungszyklen von 30 bis 40 Jahren sind die Regel – wird es für das Sissacher Unternehmen zunehmend eng auf dem Heimmarkt, auch wenn es die einzig im Land verbliebene Herstellerin für Transformatoren dieser Art geblieben ist.

Vor zehn Jahren stellte die andere verbliebene Herstellerin die Produktion ein: Moser-Glaser mit Sitz in Muttenz. Namen wie Prometheus (Elektrolux) in Liestal, oder BBC in Münchenstein sind längst Geschichte. Auch haben beide Basel mit der Gründung der Fachhochschule Nordwestschweiz die Ausbildung von Ingenieuren in der Region praktisch aufgegeben – entsprechend schwer ist es heute für Firmen wie "Rauscher & Stoecklin", Nachwuchs anzulocken.

Das Trafo-Geschäft steht zudem unter starkem wirtschaftlichem Druck: Wettbewerber wie produzieren im Ausland oder stammen aus dem Ausland (wie Siemens, Areva, Alstom) und profitieren vom tiefen Euro und ihren globalen Fertigungsstätten, während es für Schweizer Hersteller finanziell und räumlich eng wird.

Trotzdem konnte sich "Rauscher & Stöcklin" in den letzten Jahren gut entwickeln. Das wurde deutlich sichtbar am Neu- und Ausbau der Fabrik, die unweit des Bahnhofs Sissach domiziliert ist. Trotz Finanzkrise konnte die Firma in den letzten zehn Jahren ihren Umsatz fast verdoppeln.

High Speed-Bahn in Taiwan

International stark sind die Oberbaselbieter in den Bereichen Hochleistungssteckverbindungen, die auf Ölbohrinseln oder Tunnelbaustellen zum Einsatz gelangen, oder im Bereich Fahrleitungsschalter, wo sie zu den noch vier weltweit verbliebenen Anbietern zählen. Ein Beispiel für die Leistungsfähigkeit der Fahrleitungsschalter ist etwa die Ausrüstung des "Taiwan High Speed Rail Link", der Hochgeschwindigkeitsbahn der fernöstlichen Insel.

Zu den Schweizer Kunden zählen besonders die Elektrizitätswerke, welche die Trafos für ihre Netze benötigen. So hat sich zwischen Rauscher & Stoecklin und der Elektra Baselland (EBL) in Liestal eine langjährige Zusammenarbeit entwickelt. Durch die örtliche Nähe profitieren beide Seiten, nach Aussage EBL. Für die Zukunft hofft Andrea Zinsli, der Leiter Netze und Infrastruktur der EBL, dass "die bestehende vertrauensvolle und prompte Zusammenarbeit" weitergeführt wird. Er fügt an: "Es wäre schade, wenn die Kundenbetreuung durch eine Expansionsstrategie leiden würde." Er sieht gerade in der Nähe zum Kunden einen grossen Vorteil für die heimische Wirtschaft.

Elektro-Boom erwartet

"Rauscher & Stoecklin"-Geschäftsleiter Marc Jauslin ist für die Zukunft jedoch positiv eingestimmt. Die Elektrifizierung der Haushalte und Wirtschaft nimmt weiterhin zu. Fossile Energieträger werden durch Strom ersetzt, etwa der Benziner durch das E-Auto. Von diesem globalem Trend versprechen sich die Baselbieter ein Stückchen vom Kuchen abzuschneiden.

Es wäre nicht die erste Elektrifizierungswelle, von der sie profitiert hätten. 1919 gründeten Hermann Rauscher und Achilles Stoecklin in einem früheren Lokomotivdepot am Bahnhof Sissach ihre Werkstätte für elektrotechnisches Gerät wie Hausanschlüsse, Schalter und Transformatoren. Nach dem Ersten Weltkrieg lebte die Firma von der gross einsetzenden Elektrifizierung der Haushalte und Industrie. Derzeit sei, so Jauslin, ein langfristiger Investitionszyklus für elektrische Ausrüstungen im Gange: "Die Globalisierung des Stroms hat erst angefangen."

4. Juni 2012


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"9 x 40 (...) wir reden hier von 320 Millionen."

Kaspar Sutter
Ökonom und Basler
SP-Regierungsrats-Kandidat
im Telebasel-Wahltalk
vom 1. September 2020
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Neunerprobe!

RückSpiegel

 

Das SRF-Regionaljournal, die BZ, fasnacht.ch sowie LDP-Grossrat Michael Hug (Interpellation) nahmen die OnlineReports-Recherche über Lärmprobleme durch Trommler, Peiffer und Gugge in Kleinhüningen auf.

Bajour schreibt, die Berichte von OnlineReports zur Baselbieter Velobahn-Affäre gefielen ihr "am besten".

In ihrem Kommentar über staatliche Medienförderung geht Prime News auf das über zwanzigjährige Bestehen von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung und die BZ zitierten in ihren Berichten über das Velobahn-Amigo-Geschäft von Klaus Kirchmayr und Isaac Reber ausführlich aus OnlineReports.

In ihrem Bericht über die Umgestaltung der Basler Meriangärten nimmt die BZ auf eine zuvor erschienene OnlineReports-Recherche Bezug.

Die Badische Zeitung zitierte in ihrer Vorwahl-Analyse der Basler Regierungs-Wahlen aus einem OnlineReports-Kommentar.

In der BZ-Kolumne nahm Daniel Wiener Bezug auf den OnlineReports-Kommentar über den Macht-Poker um die Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann.

In ihrem Leitartikel über den Zustand des Kantons Basel-Stadt zitierte die BZ aus dem OnlineReports-Interview mit Michael Hug.

Die BZ nahm die OnlineReports-Geschichte über den Abbruch des Hauses an der Basler Rufacherstrasse 73 auf. Die Basler Zeitung verzichtete auf eine Quellennennung.

Die BZ nahm die OnlineReports-Story über eine umstrittene Eichen-Fällung auf.

In ihrer News über das Debakel um die Wahl des Gemeindepräsidenten in Schönenbuch nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrem Artikel über die Kandidatensuche der Basler SVP auf ein Interview in OnlineReports.

In ihrem Beitrag über den Protest gegen das "General Sutter"-Denkmal in Rünenberg nahm die BZ auf OnlineReports Bezug.

Die BZ zog die OnlineReports-News über den Rücktritt von Beat Jans als IWB-Verwaltungsrat nach.

Auch das Regionaljournal zog die OnlineReports-Geschichte über Probleme in den Familiengärten nach, verzichtete aber vornehm auf eine Quellenangabe.

Die BZ nahm die OnlineReports-Recherche über die erneute Schliessung der Familiengärten an der Landesgrenze auf.

Die BZ nahm die OnlineReports-Nachricht über die Berufung des Staatsanwalts im Fall der FCZ-Schlägerei im Lehenmattquartier auf.

Das Regionaljournal griff die OnlineReports-Geschichte über Kurzarbeit bei BaZ und BZ auf.

Die BZ nahm die OnlineReports-Nachricht über die Stadtpräsidenten-Ambition von Kantonsspital-CEO Jürg Aebi auf.

Die Volksstimme nahm die OnlineReports-Story über den anstehenden Gerichtsfall zum Rothenflüher Blechpolizisten-Sprenger auf.

In ihrem Basler Medien-Epos nahm die Medienwoche auch auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung, Prime News und die BZ berichteten unter Berufung auf OnlineReports über Adrian Plachesis Abgang bei Telebasel.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Die Basler SP hat am 16. Oktober ihre Initiative "Kinderbetreuung für alle" mit über 3'000 Unterschriften eingereicht.

Dominik Beeler wird neuer Präsident der Grünen Liestal und damit Nachfolger von Erika Eichenberger.

Die Volksinitiative "für ein klimagerechtes Basel", die die Treibhausgas-Emissionen in Basel-Stadt bis 2030 auf Null senken will, ist am 8. Oktober mit über 3'700 Unterschriften bei der Staatskanzlei eingereicht worden.

Die Stadt Liestal hat die Einführung eines Ortsbusses namentlich in den Quartieren Sichtern und Langhag/Hanro mit 2'246 Ja-Stimmen gegen 2'717 Nein-Stimmen deutlich abgelehnt.

Binningen hat die SP-Initaitive gegen den Verkauf von gemeindeeigenem Boden mit  2'823 Ja gegen 2'809 Nein hauchdünn angenommen.

Münchenstein hat der Quartierplanung "Spenglerpark" mit dem 100 Meter hohen Hochhaus mit einem Ja- Anteil von 58 Prozent zugestimmt.

Der Deutsche Florian Röthlingshöfer wird neuer Direktor der Schweizerischen Rheinhäfen und Nachfolger von Hans-Peter Hadorn, der Ende Jahr abtreten wird.

Patricia von Falkenstein, die Präsidentin der Liberalen LDP, wird als Nachfolgerin von Helmut Hersberger neue Präsidentin des Hauseigentümer-Verbandes Basel-Stadt.

Roman Brunner (Muttenz) wird per 1. November 2020 neuer Präsident der Baselbieter SP-Landratsfraktion als Nachfolger von Miriam Locher, die sich für das Amt der Parteipräsidentin bewirbt.

Dem Enkeltrickgewerbe fielen in Basel kürzlich Beträge von 15'000 und 4'000 Franken in die Hände, während ein happiger Beutezug von 80'000 Franken misslang.

Der FC Basel und sein Captain Valentin Stocker verlängern den Vertrag vorzeitig um zwei weitere Jahre bis im Sommer 2023 – mit einer Option auf ein weiteres Jahr.

Im vergangenen Sommer lagen die Ozon-Konzentrationen in der Region Basel zwar tiefer als im Vorjahr, aber immer noch deutlich über den Grenzwerten der Luftreinhalte-Verordnung.

Mit zusätzlichen Städtepartnerschaften mit Abidjan (Elfenbeinküste) und einer Stadt in einem Erstfluchtland im Nahen Osten will die Basler Regierung "ein Zeichen der Solidarität setzen".

Teilerwerbstätigen Beziehenden von Ergänzungsleistungen und Beziehenden von Ergänzungsleistungen, die zu einer medizinischen Behandlung fahren, werden im Baselbiet die Kosten für Schutzmasken mit pauschal 30 Franken vergütet.

Ralph Lewin und Andreas Sturm stellen sich nach über zehnjähriger Amtszeit nicht mehr für eine Wiederwahl für die nächste Amtsperiode im Bankrat der Basler Kantonalbank zur Verfügung.

Die auslaufenden Verträge von Cheftrainer Marcel Koller und den Assistenztrainern Thomas Janeschitz und Carlos Bernegger mit dem FC Basel werden "im gemeinsamen Einvernehmen" nicht verlängert.

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Der Baselbieter Landrat wird vorläufig – mindestens bis zu den Herbstferien – weiterhin im Basler Kongresszentrum tagen, wie die Geschäftsleitung beschlossen hat.

Der Kanton Basel-Stadt unterstützt über den Pendlerfonds das Veloverleihsystem Basel mit 2,15 Millionen Franken.

Wegen der Corona-Situation haben der Gewerbeverband und das Erziehungsdepartement entschieden, die 8. Basler Berufs- und Weiterbildungsmesse  vom 15. bis 17. Oktober nicht durchzuführen.

Auf der A2 bei Birsfelden wurde in der Nacht des 3. August ein in der Region wohnhafter Italiener als Raser erwischt, der bei erlaubten 80 mit 140 Stundenkilometern in Richtung Bern/Luzern unterwegs war.