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Packungen von Sondennahrung in Basler Spitälern: "Keine Ahnung"

Gen-Food in der Magensonde

Tausende Basler Patienten bekamen gentechnisch veränderte Nahrung - und wussten davon nichts. Jetzt stellen die Pharmakonzerne um


Von Peter Knechtli


Ohne dass sie es wussten, erhielten in den staatlichen Basler Spitälern und Universitätskliniken Tausende von künstlich ernährten Patienten während Jahren Nahrungsmittel durch die Magensonde verabreicht, die gentechnisch veränderte Organismen (GVO) enthielten.


Nach Angaben von Christian Surber, dem Chef-Apotheker des Basler Kantonsspitals, geht es um rund zwanzig Produkte verschiedener Geschmacksrichtungen, die gentechnisch verändertes Sojalecitin oder Sojaproteine enthalten.

Laut Packungsangaben, die OnlineReports vorliegen, sind die Produkte mit "GVO-Erzeugnis" und "génétiquement modifié" deklariert. Bei den Nahrungsmittelproduzenten handelt es sich um die Basler Novartis und die deutsche Fresenius. Die Sondennahrung trägt Marken wie "Nutrodrip" und "Ensure Plus".

Tausende Patienten mit Gen-Food versorgt

Surber schliesst nicht aus, dass während Jahren mehrere tausend Patienten mit gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln versorgt wurden. Laut dem Chef-Apotheker kaufen die staatlichen Spitäler mit ihren 2'500 Betten jährlich Sondennahrung im Wert von 700'000 Franken ein. Surber hat aber, wie er einräumt, "keine Ahnung", wann die GVO-Deklaration erstmals auf den Packungen auftauchte.

Auch wenn die Lieferfirmen die Gentech-Freiheit ihres Soja-Rohstoff nicht belegen konnten, mag Surber nicht ausschliessen, dass die Gen-Deklaration nur "aus Sicherheitsgründen" aufgedruckt wurden, obschon die Nahrungsmittel "möglicherweise gar kein GVO-Material enthält". Laut revidierter Lebensmittelverordnung müssen seit 1. Juli 1999 Zutaten als "gentechnisch verändert" deklariert und amtlich bewilligt werden, wenn der Anteil veränderter Substanzen ein Prozent überschreitet.

Unabhängige Fachleute halten die Annahme jedoch für für blauäugig, dass Verpackungen mit GVO-Vermerk gentechfreie Ingredienzien enthalten. Wenn der Beweis für Gentech-Freiheit nicht erbracht werde, müsse angenommen werden, dass die Zutaten manipuliert seien, meinte ein fachlich vertrauter Beamter: "Wenn ein Lebensmittel GVO-deklariert ist, dann bedeutet das, dass das Lebensmittel gentechnisch veränderte Organismen enthält und dass die gentechnisch veränderten Pflanzen in der Schweiz bewilligt sind." Um sicher zu gehen, sei indes möglich, dass ein Hersteller das Lebensmittel als GVO deklariert, auch wenn der Gehalt nicht sicher über einem Prozent liege.

Lag in der Vergangenheit einiges im Düsteren, ist wenigstens in Zukunft Transparenz angesagt: Laut Surber liefert Fresenius seit November gentech-frei zertifizierten Sojarohstoff.

"Garantiert gentech-frei"

Eine ähnliche Entwicklung ist bei Novartis im Gang. Analysen hätten ergeben, dass alle Medizinal-Nahrungsmittel jetzt garantiert gentech-frei seien, sagt Novartis-Sprecherin Marguerite Mamane. Die Sojalecithin-Lieferanten Stern, Lucas Meyer und Hafen-Mühlen-Werke hätten entsprechende Zertifikate vorgelegt. Ab März werden auch die Packungen mit dem unpopulären Hinweis fehlen.

Laut Surber ("Ich persönlich habe hier eine liberale Haltung") waren es nicht die Spitäler, die auf gentechfreie Nahrung drängten: Vielmehr hätten die beiden Produzenten auf öffentliche Kritik reagiert. "Wer gentechfreie Nahrung anbietet, hat einen Wettbewerbsvorteil", sagt der Chef-Apotheker. Denn: "Wenn wir die Wahl haben, entscheiden wir uns bei gleicher Qualität und gleichem Preis für das GVO-freie Produkt."

13. Januar 2000


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Und das in Corona-Zeiten?

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Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


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Der Basler SP-Grossrat Christian von Wartburg übernimmt für das Jahr 2021 die Präsidentschaft des Oberrheinrats.

Über das Referendum gegen den Allschwiler Quartierplan ALBA wid am 13. Juni abgestimmt.

Seit dem 4. Januar werden die Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Laufental in einem Neubau unterrichtet.

Raphael Kissling (29) wird zum Jahresbeginn neuer Geschäftsführer der Luftseilbahn Reigoldswil–Wasserfallen und Nachfolger von Johannes Sutter, der Stiftungsrat bleibt.

Die Muttenzer Gemeindeversammlung vom 9. Januar, 14 Uhr, wird auf Beschluss des Gemeinderates Corona-bedingt in der St. Jakob-Halle durchgeführt.

Für das Herbstsemester 2020 hat sich die Rekordzahl von 13'139 Studierenden und Doktorierenden für ein Studium an der Universität Basel eingeschrieben.

In Allschwil ist das Referendum gegen den Quartierplan "Alba" mit 601 gültigen Unterschriften zustande gekommen.

Michael Rolaz, derzeit Chief Development Officer CDO am Kantonsspital Baselland, wird neuer CEO der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel (UPK).

Für die zurückgetretenen Ralph Lewin und Andreas Sturm wurden neu Kristyna Ters und Mathis Büttiker in den BKB-Bankrat gewählt, während das Präsidium und die bisherigen Mitglieder durch die Regierung bestätigt wurden.

Die Basler Regierung beschloss zur Unterstützung von Unternehmen in der zweiten Corona-Welle, das Kreditbürgschafts-Programm wiederaufzunehmen.

Urs Bühler wird per 1. März 2021 neuer Leiter der "Zentralen Informatik" des Kantons Baselland.

Die Baselbieter Regierung senkt den Verzugszins 2021 bei der Staatssteuer von 6 auf 5 Prozent, während der Vergütungszins unverändert bei 0,2 Prozent bleibt.

Das Budgetdefizit 2021 in Höhe von 2,2 Millionen Franken sei "mehrheitlich coronabedingt", schreibt der Birsfelder Gemeinderat.

Sarah Thönen wird am 1. April 2021 die Leitung des Bereichs "Jugend, Familie und Sport" des Kantons Basel-Stadt übernehmen.

Die Birsfelder Gemeinderätin Regula Meschberger wird ab 1. Januar 2021 als Nachfolgerin von Bianca Maag-Streit den "Verband Basellandschaftlicher Gemeinden" (VBLG) präsidieren.

Gregor Leonhardt (52) übernimmt im Frühjahr 2021 die Leitung des Geschäftsbereichs Infrastruktur im Basler Tiefbauamt.

Der Basler Anwalt und Notar Andreas Waldmann zieht sich per 1. Januar 2021 aus der Kanzlei Waldmann Petitpierre als Partner zurück.

Der Baselbieter Landrat nahm das Gesetz über die Bekämpfung der Schwarzarbeit und das Arbeitsmarktaufsichts-Gesetz mit 71:18 Stimmen an, doch kommt es zur obligatorischen Volksabstimmung, weil die Vierfüntel-Mehrheit nicht erreicht wurde.

Der Baselbieter Polizeikommandant Mark Burkhard ist zum Präsidenten der Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten der Schweiz (KKPKS) gewählt worden.

Die Central Real Estate Basel AG, Eigentümerin im Klybeck-Areal, tritt ab sofort unter dem neuen Namen Rhystadt AG auf.

Das Basler Marionetten Theater unterbricht per sofort seine Saison bis mindestens Ende 2020.

Die Basler FDP nominierte für den zweiten Wahlgang der Regierungsrats-Wahlen erwartungsgemäss ihr Mitglied Baschi Dürr sowie die LDP-Liberale Stephanie Eymann.

Auf der Autobahn A3 bei Eiken, wo 120 km/h erlaubt sind, wurde am frühen Morgen des 24. Oktober eine Autofahrerin mit Tempo 214 km/h als Raserin geblitzt.

Die Basler Juso bitten die Regierung in einer Petition, sich aktiv dafür einzusetzen, 100 Menschen aus dem Camp Moria in den Kanton Basel-Stadt aufzunehmen.

Der Stiftungsrat der Stiftung Brasilea hat die 37-jährige brasilianisch-schweizerische Doppelbürgerin Tatiana Andrade Vieira als neue Geschäftsführerin und Nachfolgerin von Daniel Faust gewählt.

Die Basler SP hat am 16. Oktober ihre Initiative "Kinderbetreuung für alle" mit über 3'000 Unterschriften eingereicht.

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Die Volksinitiative "für ein klimagerechtes Basel", die die Treibhausgas-Emissionen in Basel-Stadt bis 2030 auf Null senken will, ist am 8. Oktober mit über 3'700 Unterschriften bei der Staatskanzlei eingereicht worden.

Die Stadt Liestal hat die Einführung eines Ortsbusses namentlich in den Quartieren Sichtern und Langhag/Hanro mit 2'246 Ja-Stimmen gegen 2'717 Nein-Stimmen deutlich abgelehnt.

Binningen hat die SP-Initaitive gegen den Verkauf von gemeindeeigenem Boden mit  2'823 Ja gegen 2'809 Nein hauchdünn angenommen.

Münchenstein hat der Quartierplanung "Spenglerpark" mit dem 100 Meter hohen Hochhaus mit einem Ja- Anteil von 58 Prozent zugestimmt.