© Foto by OnlineReports.ch
"Deutliche Aufbruchstimmung": Basel-erfahrener Landtags-Abgeordneter Josha Frey

Der Basler "Mister Schappo" wird "unser Mann in Stuttgart"

Josha Frey: Vom Basler Staatsangestellten zum Profi-Politiker in Stuttgart


Von Peter Knechtli


Er war im Basler Präsidialdepartement ein Pionier der Freiwilligenarbeit und des zivilgesellschaftlichen Engagements – jetzt sitzt Josha Frey als Profi-Politiker im baden-württembergischen Landtag. In Basel wird der frühere "Mister Schappo" nun als "unser Mann in Stuttgart" betrachtet.


Für den 52-jährigen Sozialpädagogen Josha Frey fing im Mai ein vollständig neues Kapitel an: Er tauschte seinen Bürostuhl in der Abteilung Kantons- und Stadtentwicklung am Basler Marktplatz mit einem Sitz im 138-köpfigen Stuttgarter Landtag.

In Heidelberg als Sohn eines Zimmermanns geboren, wurde der Deutsche 1987 zu einem richtigen Grenzgänger: Er zog 1987 nach Lörrach, wo seine Frau eine Stelle als Heilpädagogin fand, und arbeitete im "Drop-in" als Fallbetreuer. Später kam Frey über die Abteilung "Kinder- und Jugendschutz" zur damaligen Abteilung "Jugend, Familie und Prävention", in der er für die Suchtprävention ("da habe ich in Basel unheimlich viel gelernt") tätig war.

In dieser Funktion war Frey einer der Väter des "Schappo"-Preises. Dessen Hauptzweck ist die Anerkennung des Engagements zugunsten der Zivilgesellschaft. Im Zuge der Verwaltungs-Reorganisation wurde Frey zuständig für den eigens geschaffenen Bereich "Freiwilligenarbeit/Schappo" in der Abteilung Kantons- und Stadtentwicklung. Die regelmässige "Schappo"-Preisverleihung durch Regierungspräsident Guy Morin war nur ein Aspekt dieser Arbeit, die den Deutschen mit der baselstädtischen und regionalen, aber auch mit der eidgenössischen Politik eng vertraut machte.

Von der "Jungen Union" zu den Grünen

Privat mischte Frey, in Kandern wohnhaft, seit langem in der deutschen Nachbarschaft mit. Als Mitglied des "Bündnis 90 / Die Grünen" amtierte der friedenspolitisch eher radikale Realo, der sich "politisch nicht so leicht einteilen lässt" und bis 1982 Mitglied der "Jungen Union" war, seit 2004 als Fraktionspräsident im Kreistag Lörrach.

Doch Frey, verwaltungsintern als "beharrlich" und als "Persönlichkeit mit langem Atem" bekannt, wollte mehr. Diesen Frühling gelang ihm nach mehrfachen Anläufen der Sprung: Auf der Erfolgswelle der Grünen schaffte er die Wahl in das Parlament des elf Millionen Einwohner starken Bundeslandes Baden-Württemberg, das neuerdings vom Grünen Winfried Kretschmann als Ministerpräsident geführt wird. Aus "Mister Schappo" wurde flugs die Funktion "MdL", wie die Mitglieder des Landtages offiziell abgekürzt werden.

Seit der begeisterte Freizeit-Reiter und Vater eines 16-jährigen Sohnes seine Arbeit als professioneller Politiker aufgenommen hat – am 11. Mai mit der Wahl des Landtagspräsidenten und seiner Stellvertretenden –, hat sich sein berufliches Leben völlig verändert: "Ich bin sehr viel unterwegs im Wahlkreis bei Terminen in Gemeinden und Gesprächen in meinem Wahlkreisbüro in Lörrach." Da er mit dem Zug ("ist ja klar") nach Stuttgart fahre, verbringe er drei bis vier Stunden im öffentlichen Verkehr, was er zur Erledigung der meisten Büroarbeiten und zur Lektüre nutze.

Schweizer ÖV als Massstab

"In meiner Landtagsfraktion und bei der Bevölkerung ist eine deutliche Aufbruchstimmung zu spüren, jetzt vieles besser zu machen und sich zu engagieren", beschreibt Frey seine ersten Eindrücke. Die ersten Wochen seien geprägt vom Strukturaufbau, so die Bürosuche in Lörrach, die Suche von Mitarbeitenden in Lörrach und Stuttgart.

Das Wort hat Josha Frey im Plenum bisher noch nicht ergriffen. Die öffentliche inhaltliche Arbeit habe für ihn mit der kürzlichen Konstituierung des Europa- und des Sozialausschusses, denen er angehört, begonnen. Doch Frey hat schon konkrete Vorstellungen, wie er seine Basler Erfahrungen in die Politik einbringen will. So will er in einer neuen Funktion im Oberrheinrat "die hervorragende ÖV-Qualität der Schweiz als Massstab für den ganzen Oberrhein anlegen". Die Vernetzung des öffentlichen Verkehrs im Dreiländereck werde mit der grün-roten Landesregierung "sicherlich verstärkt, wenn dies auch von der Nordwestschweiz und vom Elsass gewünscht wird".

Vorbild für Bürgerbeteiligung

Ausserdem sieht sich der neue grüne Ministerpräsident Kretschmann im Gegensatz zu seinem CDU-Vorgänger als Chef einer "Bürgerregierung", die sich für eine verstärkte Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger einsetzt. Diese Partizipation der Zivilgesellschaft, wie sie beim Protest gegen das Bahnprojekt "Stuttgart 21" eruptiv zum Ausdruck kam, sei, so der neugewälte Abgeordnete, in Baden-Württemberg "nur sehr rudimentär vorhanden und eingeübt".

Da liegt Josha Frey goldrichtig: Keine und keiner der 138 Landtags-Abgeordneten kennen das direktdemokratische System der Schweiz besser als er: Einerseits kann er in Stuttgart seine konkreten "Beteiligungserfahrungen aus Basel" einbringen. Andererseits will er sich "für einen intensiveren unmittelbaren politischen Diskurs vor allfälligen Abstimmungen einsetzen, wie dies in der Schweiz in den vergangenen Jahren Brauch wurde".

Eine Abstimmung muss laut Frey "am Ende einer intensiven inhaltlichen Auseinandersetzung in vielen kontrovers geführten Diskussionsrunden stehen, wofür die öffentliche Hand entsprechende ergänzende Gefässe zur Verfügung stellen sollte". Baden-Württemberg müsse "die Schweiz nicht kopieren, aber ihre guten Elemente aufnehmen".

Gelegentliche Rollen-Überschneidungen

"Manchmal etwas eigenartige Situationen", erlebte der Basler Regierungspräsident Guy Morin als oberster Chef mit seinem Mitarbeiter Frey: Es kam vor, dass ihm der Basler Staatsangestellte Frey in seiner politischen Funktion als Interessenvertreter des Landkreises Lörrach begegnete. Diese gelegentlichen "Überschneidungen", so Morin zu OnlineReports, "konnten wir aber immer gut trennen". Freys Tätigkeit in Basel zollt Morin viel Lob: "Er leistete ganz tolle Arbeit. In den Basler Organisationen war er sehr anerkannt."

Morin sagte weiter, er sei für Frey "extrem froh, dass er den Sprung in den Landtag schaffte". Morin weiter: "Wir sind froh, wenn die Region Basel im baden-württembergischen Parlament vertreten ist." Unter anderem könne der frühere Mitarbeiter – wie andere Politiker auch – in Stuttgart als "Türöffner" wirken. Zusammen mit dem Baselbieter Bildungsdirektor Urs Wüthrich sei er, Morin, derzeit daran, mit Kretschmann einen ersten Begegnungstermin zu finden. Eines der aktuellen Themen aus Basler Sicht: Der Vierspur-Bahnausbau der Oberrheinstrecke.

Frey: "Unser Mann in Stuttgart"

Noch weiter geht Thomas Kessler, der Leiter der Abteilung Kantons- und Stadtentwicklung: Josha Frey bezeichnet er als "unseren Mann in Stuttgart", der sich dort "für die regionalen Anliegen einsetzen wird". Dies sei dringend nötig: "Aus Stuttgarter Sicht ist die Region Basel der Rand und nicht das Zentrum." Dies schlage sich auch in der abnehmenden Dichte des öffentlichen Verkehrs an der Peripherie nieder. Doch die grosse Bedeutung der Ränder mit ihrer Wirtschaftskraft sei "in den Landeshauptstädten noch nicht so bewusst".

Auch mit seinem "Knowhow in der Direkten Demokratie" könnne Frey in seiner neuen Funktion punkten und Basel als Musterbeispiel bezüglich "Bürgerbeteiligung" anführen. Denn Paragraf 55 der Basler Kantonsververfassung postuliert die Vorabstimmung wichtiger Planungsfragen mit der Bevölkerung. Diese "ausgeweitete Form der direkten zivilgesellschaftlichen Partizipation" sei Frey, der bei der Aufwertung und verstärkten Wahrnehmung der Freiwilligenarbeit eine "Pionierrolle" gespielt habe, bestens bekannt: "Mister Schappo" Frey arbeitete Tür an Tür neben dem Quartierspezialisten Roland Frank, intern "Mister Paragraf 55" genannt.

Lob für Lörrachs Oberbürgermeisterin

Die Beibehaltung des Kontakts zum Abgeordneten Frey hat der Basler Stadtentwickler schon vereinbart. "Wir sehen uns gerade nächste Woche." Kessler windet dabei auch der Lörracher Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm ein Kränzchen: "Die Landesebene sollte ihre gute Arbeit wahrnehmen. Unsere Partner in Lörrach sind topfit. Die Zusammenarbeit mit ihnen ist sehr eng, sie geht hin bis zur gemeinsamen Weiterbildung."

Auch Josha Frey will den Kontakt zu Basel ("ich hatte viele schöne Begegnungen mit Menschen") weiter pflegen. Kommenden 22. Juni wird, ein kleines Jubiläum, der 25. "Schappo" verliehen. Da wird inoffiziell auch MdL Josha Frei dabei sein. "Da mache ich dann Freiwilligenarbeit", scherzt er.

16. Juni 2011


 Ihre Meinung zu diesem Artikel
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)

Was Sie auch noch interessieren könnte

Piccolos und Guggen treiben
Anwohner zur Verzweiflung

25. September 2020

Kleinhüningen: Die musikalischen Dauer-Übungen im Frühherbst stören.


Video: 18.9.2020 Gugge übt in Kleinhüningen

Mauschelei bringt Reber
in grosse Bedrängnis

23. September 2020

Der Landrat ist perplex, die Grünen sind gelähmt: Darum geht es.


Gefährlich: Wessels hebt
über 500 Parkplätze auf

18. September 2020

Ärger und Gefahr für Tram und Velos sollen in Basel verschwinden.


Reaktionen

Velobahn-Test: Das
grüne Amigo-Geschäft

10. September 2020

Peter Knechtli über die unverständliche
Kumpanei des Duos Kirchmayr/Reber.


Reaktionen

Auf dem Velo-Highway
zum Schwing- und Älplerfest

9. September 2020

Prototyp geplant: Eine vierspurige
Velobahn
zwischen Pratteln und Augst.


"Ich habe zum Glück einen gesegneten Schlaf"

5. September 2020

Basler Regierungspräsidentin Elisabeth
Ackermann
im OnlineReports-Interview.


Reaktionen

Meriangärten: Event-Zone
statt Pflanzen-Paradies?

27. August 2020

Botanischer Garten Vorderbrüglingen
steht vor grossen Veränderungen.


Laden Sie doch Facebook
zur Medienkonferenz ein!

26. August 2020

Soziale Medien: Peter Knechtli über
die Illusion der grossen Wirkung.


Corona: Frankreich büsst
Basler Familiengärtner

23. August 2020

Keine Pachtzins-Reduktion trotz
dreimonatiger Areal-Schliessung.


Die SP-Legende
Helmut Hubacher ist tot

20. August 2020

Der langjährige SPS-Präsident starb am 19. August im Alter von 94 Jahren.


Reaktionen

www.onlinereports.ch - Das unabhängige News-Portal der Nordwestschweiz

© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigene Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

Auf dieser Website gibt es Links zu Websites Dritter. Sobald Sie diese anklicken, verlassen Sie unseren Einflussbereich. Für fremde Websites, zu welchen von dieser Website aus ein Link besteht, übernimmt OnlineReports keine inhaltliche oder rechtliche Verantwortung. Dasselbe gilt für Websites Dritter, die auf OnlineReports verlinken.

https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
Dieser Schritt bringt die Entwicklung vom Spital zum zeitgemässen sozialen Unternehmen zum Ausdruck.

Bürgerspital Basel
vom 28. August 2020
über den künftigen Auftritt
unter der Marke "bsb"
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Kürzen Sie Ihren Firmennamen – und Sie sind ein soziales Unternehmen.

Frisch pubertiert

Bitte so lange wie möglich

RückSpiegel

 

Bajour schreibt, die Berichte von OnlineReports zur Baselbieter Velobahn-Affäre gefielen ihr "am besten".

In ihrem Kommentar über staatliche Medienförderung geht Prime News auf das über zwanzigjährige Bestehen von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung und die BZ zitierten in ihren Berichten über das Velobahn-Amigo-Geschäft von Klaus Kirchmayr und Isaac Reber ausführlich aus OnlineReports.

In ihrem Bericht über die Umgestaltung der Basler Meriangärten nimmt die BZ auf eine zuvor erschienene OnlineReports-Recherche Bezug.

Die Badische Zeitung zitierte in ihrer Vorwahl-Analyse der Basler Regierungs-Wahlen aus einem OnlineReports-Kommentar.

In der BZ-Kolumne nahm Daniel Wiener Bezug auf den OnlineReports-Kommentar über den Macht-Poker um die Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann.

In ihrem Leitartikel über den Zustand des Kantons Basel-Stadt zitierte die BZ aus dem OnlineReports-Interview mit Michael Hug.

Die BZ nahm die OnlineReports-Geschichte über den Abbruch des Hauses an der Basler Rufacherstrasse 73 auf. Die Basler Zeitung verzichtete auf eine Quellennennung.

Die BZ nahm die OnlineReports-Story über eine umstrittene Eichen-Fällung auf.

In ihrer News über das Debakel um die Wahl des Gemeindepräsidenten in Schönenbuch nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrem Artikel über die Kandidatensuche der Basler SVP auf ein Interview in OnlineReports.

In ihrem Beitrag über den Protest gegen das "General Sutter"-Denkmal in Rünenberg nahm die BZ auf OnlineReports Bezug.

Die BZ zog die OnlineReports-News über den Rücktritt von Beat Jans als IWB-Verwaltungsrat nach.

Auch das Regionaljournal zog die OnlineReports-Geschichte über Probleme in den Familiengärten nach, verzichtete aber vornehm auf eine Quellenangabe.

Die BZ nahm die OnlineReports-Recherche über die erneute Schliessung der Familiengärten an der Landesgrenze auf.

Die BZ nahm die OnlineReports-Nachricht über die Berufung des Staatsanwalts im Fall der FCZ-Schlägerei im Lehenmattquartier auf.

Das Regionaljournal griff die OnlineReports-Geschichte über Kurzarbeit bei BaZ und BZ auf.

Die BZ nahm die OnlineReports-Nachricht über die Stadtpräsidenten-Ambition von Kantonsspital-CEO Jürg Aebi auf.

Die Volksstimme nahm die OnlineReports-Story über den anstehenden Gerichtsfall zum Rothenflüher Blechpolizisten-Sprenger auf.

In ihrem Basler Medien-Epos nahm die Medienwoche auch auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung, Prime News und die BZ berichteten unter Berufung auf OnlineReports über Adrian Plachesis Abgang bei Telebasel.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Die Stadt Liestal hat die Einführung eines Ortsbusses namentlich in den Quartieren Sichtern und Langhag/Hanro mit 2'246 Ja-Stimmen gegen 2'717 Nein-Stimmen deutlich abgelehnt.
 

Binningen hat die SP-Initaitive gegen den Verkauf von gemeindeeigenem Boden mit  2'823 Ja gegen 2'809 Nein hauchdünn angenommen.

Münchenstein hat der Quartierplanung "Spenglerpark" mit dem 100 Meter hohen Hochhaus mit einem Ja- Anteil von 58 Prozent zugestimmt.

Der Deutsche Florian Röthlingshöfer wird neuer Direktor der Schweizerischen Rheinhäfen und Nachfolger von Hans-Peter Hadorn, der Ende Jahr abtreten wird.

Patricia von Falkenstein, die Präsidentin der Liberalen LDP, wird als Nachfolgerin von Helmut Hersberger neue Präsidentin des Hauseigentümer-Verbandes Basel-Stadt.

Roman Brunner (Muttenz) wird per 1. November 2020 neuer Präsident der Baselbieter SP-Landratsfraktion als Nachfolger von Miriam Locher, die sich für das Amt der Parteipräsidentin bewirbt.

Dem Enkeltrickgewerbe fielen in Basel kürzlich Beträge von 15'000 und 4'000 Franken in die Hände, während ein happiger Beutezug von 80'000 Franken misslang.

Der FC Basel und sein Captain Valentin Stocker verlängern den Vertrag vorzeitig um zwei weitere Jahre bis im Sommer 2023 – mit einer Option auf ein weiteres Jahr.

Im vergangenen Sommer lagen die Ozon-Konzentrationen in der Region Basel zwar tiefer als im Vorjahr, aber immer noch deutlich über den Grenzwerten der Luftreinhalte-Verordnung.

Mit zusätzlichen Städtepartnerschaften mit Abidjan (Elfenbeinküste) und einer Stadt in einem Erstfluchtland im Nahen Osten will die Basler Regierung "ein Zeichen der Solidarität setzen".

Teilerwerbstätigen Beziehenden von Ergänzungsleistungen und Beziehenden von Ergänzungsleistungen, die zu einer medizinischen Behandlung fahren, werden im Baselbiet die Kosten für Schutzmasken mit pauschal 30 Franken vergütet.

Ralph Lewin und Andreas Sturm stellen sich nach über zehnjähriger Amtszeit nicht mehr für eine Wiederwahl für die nächste Amtsperiode im Bankrat der Basler Kantonalbank zur Verfügung.

Die auslaufenden Verträge von Cheftrainer Marcel Koller und den Assistenztrainern Thomas Janeschitz und Carlos Bernegger mit dem FC Basel werden "im gemeinsamen Einvernehmen" nicht verlängert.

Die auf Gebäudetechnik und Energiekonzepte spezialisierte Rapp Gebäudetechnik AG plant die Konzentration ihrer Geschäftstätigkeit am Standort Münchenstein und erwägt die Schliessung ihrer beiden Filialen in Lausanne und Genf.

Der Baselbieter Landrat wird vorläufig – mindestens bis zu den Herbstferien – weiterhin im Basler Kongresszentrum tagen, wie die Geschäftsleitung beschlossen hat.

Der Kanton Basel-Stadt unterstützt über den Pendlerfonds das Veloverleihsystem Basel mit 2,15 Millionen Franken.

Wegen der Corona-Situation haben der Gewerbeverband und das Erziehungsdepartement entschieden, die 8. Basler Berufs- und Weiterbildungsmesse  vom 15. bis 17. Oktober nicht durchzuführen.

Auf der A2 bei Birsfelden wurde in der Nacht des 3. August ein in der Region wohnhafter Italiener als Raser erwischt, der bei erlaubten 80 mit 140 Stundenkilometern in Richtung Bern/Luzern unterwegs war.

Der Kanton Basel-Stadt, die IWB und Pro Innerstadt Basel gaben heute den offiziellen Startschuss für die Erneuerung der Freien Strasse und der angrenzenden Gassen.

Weil bei Bauarbeiten am Hochbergerplatz ein Stromkabel durchtrennt wurde, kam es am 30. Juli kurz vor 7.30 Uhr in Teilen von Kleinhüningen zu einem Stromunterbruch.

Die Friedhöfe Basel schreiben die Dienstleistungen für die Einsargung und die Überführung von Verstorbenen im Rahmen der unentgeltlichen Bestattung neu aus.

Die Universität Basel hat entschieden, ihren Dies academicus auf Grund der Corona-Pandemie nicht durchzuführen.

Die Baselbieter Corona-Abklärungs- und Teststation befindet sich neuerdings im Spenglerpark in Münchenstein.

Daniela Martin wird neue Geschäftsführerin der Basel Sinfonietta.

Am 8. Juli wurde im Basler Rathaus die Initiative für echten Wohnschutz und das Referendum gegen das "mieterfeindliche Nichtwohnschutzgesetz" eingereicht.

Mit über 4'000 Unterschriften ist in Basel-Stadt das Referendum gegen den umstrittenen Bau des Hafenbeckens 3 zustande gekommen, so dass es am 29. November zur Volksabstimmung kommt.

2. Juli: Einreichung der Initiative "Basel baut Zukunft", die 50 Prozent gemeinnützigen Wohn- und Gewerberaum auf Transformations-Arealen verlangt.

Niggi Rechsteiner übernimmt die Geschäftsführung der Basler "Stiftung Sucht" und folgt damit auf Francesco Castelli, der die Stiftung während neun Jahren geführt hat.

Jeanne Locher, seit 2016 Vizepräsidentin des Gemeinderates, ist mit 1'276 Stimmen neue Gemeindepräsidentin von Münchenstein, während Herausforderer Daniel Altermatt (GLP) auf 906 Stimmen kam.

Eveline Sprecher (SP) wurde in Aesch mit 1'087 Stimmen zur Gemeindepräsidentin gewählt, wobei FDP-Gemeinderat Stephan Hohl 726 Stimmen und Andreas Spindler (SVP) 305 stimmen erzielte.

In Allschwil setzte sich FDP-Gemeindepräsidentin Nicole Nüssli mit 2'989 Stimmen klar gegen Gemeinderat Christoph Morat (SP) durch, der 1'696 Stimmen erzielte.

Mike Keller (FDP) bleibt mit 2'162 Stimmen Binninger Gemeindepräsident; seine grüne Herausforderin, Landrätin Rahel Bänziger Keel, kam auf 1'140 Stimmen.