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"Konsequente therapeutische Trennung": Basler Gefängnis "Schällemätteli"

Knatsch um Psychiatrie im Knast

Basler Regierungsrätin Veronika Schaller stoppte private Psychotherapie


Von Peter Knechtli


Ein Streit darüber, wer in den Gefängnissen Psychotherapie betreiben darf, ist in Basel-Stadt ausgebrochen. Die Regierung will bloss Spezialisten der Psychiatrischen Universitätsklinik (PUK) zulassen und bremste private Therapeutinnen aus. Jetzt wird Kritik an der Aemterkumulation laut.


Die psychiatrische Gefangenenbetreuung war in Basel traditionell Aufgabe der Psychiatrischen Poliklinik und allgemein als ungenügend anerkannt. Als sich diese Klinik "aus Kapazitätsgründen" nicht mehr imstande sah, die Sprechstunden in den Gefängnissen "Schällemätteli" und "Waaghof" zu bieten, übernahm Anfang Jahr die PUK diese Aufgabe.

Otmar Jakob, Leiter der Abteilung Gefängnismedizin des Gesundheitsamtes, nutzte in eigener Kompetenz aber die Gunst des Wechsel für die Einführung eines Misch-Systems, indem er für das "Schällemätteli" Anfang Februar zwei privatwirtschaftlich tätige Psychotherapeutinnen engagierte. Doch nur gut einen Monat später bremste die damalige Sanitäts- und heutige Erziehungsdirektorin Veronica Schaller (SP) ihren Amtsarzt aus: Der psychiatrische Konsiliardienst, musste er den beiden verdutzten Psychiaterinnen mitteilen, werde auf Schallers Anordnung "ab sofort eingestellt". Gegenüber der SonntagsZeitung liess Jakob keine Zweifel daran, dass er eine privatwirtschaftliche Therapie-Ergänzung in Gefängnissen für sinnvoll halte.

Kritikerinnen fordern Gewaltentrennung

Deutlicher wurde die engagierte Psychiaterin Christine D'Souza, eine der beiden ausgeladenen Therapeutinnen und wie Veronica Schaller Mitglied der SP. Ihre Kritik zielt auf Professor Volker Dittmann und seine "allesumspannenden Machtansprüche" (D'Souza) als Direktor des Instituts für Rechtsmedizin und gleichzeitiger Leiter der PUK-Abteilung für forensische Psychiatrie. In dieser Doppelfunktion sei Dittmann der Chef jener, die in der Fahndung, Begutachtung und Therapie tätig seien.

Auch die Anwältin des von D'Souza wegen eines Sexualdelikts inhaftierten Gefängnisinsassen ist der Meinung, dass "ein Gutachter nicht gleichzeitig seriös therapieren kann". Die begutachtende Stelle müsse neutral sein, die therapeutische stehe auf Seite des Patienten. Die Juristin fordert in der Gefängnismedizin ein "Gewaltentrennung wie beim Staat" und auch den Einsatz privater Therapiekräfte.

Dittmann weist Kritik zurück

Von einem System, das auch private Psychotherapeutinnen und -therapeuten ins Gefängnis vorlässt, hält Forensik-Chef Volker Dittmann dagegen wenig. "Mit der Therapie in Gefängnissen dürfen nicht irgendwelche Therapeuten beauftragt werden." Vielmehr seien dafür Fachkräfte nötig, die qualifizierte forensisch-therapeutische Erfahrung haben: "Eine normale Ausbildung reicht nicht aus, um Sexualtraftäter zu behandeln."

Dittmann wies auch den Vorwurf der Aemterkumulation und fehlender Abgrenzung von sich. So werde eine "konsequente therapeutische Trennung" eingehalten, kein Therapeut dürfe strafrechtliche Gutachten machen". Umgekehrt gebe es Fälle, in denen Straftäter wünschten, vom Gutachter auch therapiert zu werden. Überdies habe sein Institut für Rechtsmedizin habe mit seiner PUK-Abteilung nichts zu tun.

Häftling wünscht private Therapie

PUK-Direktor Fritz Jenny machte geltend, dass Dittmanns besondere Kenntnisse in der Rechtsmedizin und der forensisch-psychiatrischen Arbeit bei der Berufung zum Ordinarius der Uni als ausdrückliches Qualitätsmerkmal gegolten habe. Damit ist nicht gesagt, dass private Therapieangebote unzweckmässig sind. Im Falle des Klienten von Christine D'Souza bestätigte seine Anwältin, dass die Therapie "erfolgreich" verlaufen sei und der Häftling "weiterhin die Betreuung durch sie wünscht".

11. Juni 2000


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"Fasnacht ist erneut in Gefahr"

Basler Zeitung
vom 8. Juli 2020
im Interview mit dem
Infektiologen Andreas Widmer
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Ausgezeichnete Fragen, ausgezeichnete klare Antworten.

RückSpiegel

 

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrem Artikel über die Kandidatensuche der Basler SVP auf ein Interview in OnlineReports.

In ihrem Beitrag über den Protest gegen das "General Sutter"-Denkmal in Rünenberg nahm die BZ auf OnlineReports Bezug.

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Auch das Regionaljournal zog die OnlineReports-Geschichte über Probleme in den Familiengärten nach, verzichtete aber vornehm auf eine Quellenangabe.

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Die Volksstimme nahm die OnlineReports-Story über den anstehenden Gerichtsfall zum Rothenflüher Blechpolizisten-Sprenger auf.

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Die Basler Zeitung, Prime News und die BZ berichteten unter Berufung auf OnlineReports über Adrian Plachesis Abgang bei Telebasel.

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Die BZ nahm auf die OnlineReports-Recherche zum Konkurs der "Gallenacher"-Schule Bezog.

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In ihrem Bericht über die Bereitschaft zur Regierungskandidatur von Beatriz Greuter zitierte die Basler Zeitung aus OnlineReports.

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Die Volksstimme zitierte in ihrem Bericht über den Konkurs von "Die Medienmacher" aus OnlineReports.

Telebasel bezog sich im Bericht über den Widerstand gegen die Basler IBA-Rheinterrassen auf einen Bericht von OnlineReports.

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Die OnlineReports-Nachricht vom Tod des ersten Baselbieter Kantonsgerichtspräsidenten Peter Meier wurde von der BZ, Telebasel, der Basler Zeitung und vom SRF-Regionaljournal nachgezogen.

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20 minuten online, Blick, nau.ch, das SRF-Regionaljournal und Telebasel nahmen den OnlineReports-Primeur über den Unfalltod des Basler Umweltschützers Martin Vosseler auf.

nau.ch schrieb die OnlineReports-Recherche über den FDP-Wahlversand an Basler Neu- und Jungwähler zu einem eigenen Artikel um und verwertete auch die OnlineReports-Illustration dazu.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz

 

Am 8. Juli wurde im Basler Rathaus die Initiative für echten Wohnschutz und das Referendum gegen das "mieterfeindliche Nichtwohnschutzgesetz" eingereicht.

Mit über 4'000 Unterschriften ist in Basel-Stadt das Referendum gegen den umstrittenen Bau des Hafenbeckens 3 zustande gekommen, so dass es am 29. November zur Volksabstimmung kommt.

2. Juli: Einreichung der Initiative "Basel baut Zukunft", die 50 Prozent gemeinnützigen Wohn- und Gewerberaum auf Transformations-Arealen verlangt.

Niggi Rechsteiner übernimmt die Geschäftsführung der Basler "Stiftung Sucht" und folgt damit auf Francesco Castelli, der die Stiftung während neun Jahren geführt hat.

Jeanne Locher, seit 2016 Vizepräsidentin des Gemeinderates, ist mit 1'276 Stimmen neue Gemeindepräsidentin von Münchenstein, während Herausforderer Daniel Altermatt (GLP) auf 906 Stimmen kam.

Eveline Sprecher (SP) wurde in Aesch mit 1'087 Stimmen zur Gemeindepräsidentin gewählt, wobei FDP-Gemeinderat Stephan Hohl 726 Stimmen und Andreas Spindler (SVP) 305 stimmen erzielte.

In Allschwil setzte sich FDP-Gemeindepräsidentin Nicole Nüssli mit 2'989 Stimmen klar gegen Gemeinderat Christoph Morat (SP) durch, der 1'696 Stimmen erzielte.

Mike Keller (FDP) bleibt mit 2'162 Stimmen Binninger Gemeindepräsident; seine grüne Herausforderin, Landrätin Rahel Bänziger Keel, kam auf 1'140 Stimmen.

"Teufelhof"-Chef Raphael Wyniger wird neuer Präsident des Basler Hotelier-Vereins und Nachfolger von Felix W. Hauser, der dieses Amt seit 2014 ausübte.

Der Baselbieter FDP-Landrat Heinz Lerf wurde heute Donnerstag, 25. Juni, mit 76 von 81 gültigen Stimmen zum Landratspräsidenten für das Amtsjahr 2020/2021 gewählt.

Die BLT und die AAGL nehmen ab Montag, 29. Juni, den Ticketverkauf durch das Fahrpersonal auf ihrem Liniennetz wieder auf.

Mit Carmen Kolp übernimmt zum 1. Juli erstmals eine Frau die Geschäftsführung der IG Kleinbasel (IGK), als Nachfolger von Benny Zeuggin.

An seiner Sitzung vom 22. Juni wählte der Vorstand der CVP Basel-Stadt Marco Natoli zum neuen Vizepräsidenten.

Nachdem die Baselbieter Polizei ihren Postenbetrieb aufgrund der Corona-Pandemie vorübergehend an einigen zentralen Standorten konzentriert hat, wird sie per 29. Juni alle Polizeiposten wieder öffnen.

OnlineReports-Kolumnistin Andrea Strahm wurde per brieflicher Wahl einstimmig als neue Präsidentin der CVP-Sektion Grossbasel-West gewählt.

Ein Baselbieter Automobilist fuhr mit seinem Mercedes auf einer 80 km/h-Strecke bei Schöftland AG mit 131 km/h in eine Tempokontrolle der Aargauer Kantonspolizei.

Die Gemeinde Gelterkinden ist mit 3'824 Franken pro Kopf (6'300 Einwohnende) verschuldet.

Angesichts der positiv verlaufenden Zahlen stellen wir hier die Baselbieter Corona-Angaben ein und fahren mit üblichen Kurzmeldungen weiter.

Coronavirus Baselland, Stand 11. Juni, 14 Uhr: 846 bestätigte Fälle (-); 35 verstorbene Personen (-); 807 Personen (+1) sind genesen.

Coronavirus Baselland, Stand 10. Juni, 14 Uhr: 846 bestätigte Fälle (+1); 35 verstorbene Personen (-); 806 Personen (+1) sind genesen.

Coronavirus Baselland, Stand 9. Juni, 14 Uhr: 845 bestätigte Fälle (-); 35 verstorbene Personen (-); 805 Personen (+1) sind genesen.

Coronavirus Baselland, Stand 8. Juni, 14 Uhr: 845 bestätigte Fälle (-); 35 verstorbene Personen (-); 804 Personen (-) sind genesen.

Am Wochenende des 13./14. Juni beendet das Universitätsspital Basel den Betrieb des Corona-Testcenters in der Predigerkirche.

Coronavirus Baselland, Stand 7. Juni, 14 Uhr: 845 bestätigte Fälle (-); 35 verstorbene Personen (-); 804 Personen (+1) sind genesen.

Coronavirus Baselland, Stand 6. Juni, 14 Uhr: 845 bestätigte Fälle (-); 35 verstorbene Personen (-); 803 Personen (+1) sind genesen.

Coronavirus Baselland, Stand 5. Juni, 14 Uhr: 845 bestätigte Fälle (+1); 35 verstorbene Personen (-); 802 Personen (-) sind genesen.

Coronavirus Baselland, Stand 4. Juni, 14 Uhr: 844 bestätigte Fälle (-); 35 verstorbene Personen (-); 802 Personen (-) sind genesen.

Coronavirus Baselland, Stand 3. Juni, 14 Uhr: 844 bestätigte Fälle (+1); 35 verstorbene Personen (-); 802 Personen (-) sind genesen.

Coronavirus Baselland, Stand 2. Juni, 14 Uhr: 843 bestätigte Fälle (-); 35 verstorbene Personen (-); 802 Personen (-) sind genesen.

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Coronavirus Baselland, Stand 30. Mai, 14 Uhr: 841 bestätigte Fälle (-); 35 verstorbene Personen (-); 802 Personen (-) sind genesen.

Coronavirus Baselland, Stand 29. Mai, 14 Uhr: 841 bestätigte Fälle (+1); 35 verstorbene Personen (-); 802 Personen (-) sind genesen.

Coronavirus Baselland, Stand 28. Mai, 14 Uhr: 840 bestätigte Fälle (+2); 35 verstorbene Personen (-); 802 Personen (-) sind genesen.

Coronavirus Baselland, Stand 27. Mai, 14 Uhr: 838 bestätigte Fälle (-); 35 verstorbene Personen (-); 802 Personen (-) sind genesen.

Coronavirus Baselland, Stand 26. Mai, 14 Uhr: 838 bestätigte Fälle (-); 35 verstorbene Personen (-); 802 Personen (+1) sind genesen.

Coronavirus Baselland, Stand 25. Mai, 14 Uhr: 838 bestätigte Fälle (-); 35 verstorbene Personen (-); 801 Personen (-) sind genesen.

Coronavirus Baselland, Stand 24. Mai, 14 Uhr: 838 bestätigte Fälle (-); 35 verstorbene Personen (-); 801 Personen (+1) sind genesen.

Coronavirus Baselland, Stand 23. Mai, 14 Uhr: 838 bestätigte Fälle (-); 35 verstorbene Personen (-); 800 Personen (+1) sind genesen.

Coronavirus Baselland, Stand 22. Mai, 14 Uhr: 838 bestätigte Fälle (-); 35 verstorbene Personen (-); 799 Personen (+1) sind genesen.