© Foto by Oliver Behounek, Basel
"Mehr geduldet als erwünscht": Reform-Richter Wullschleger und Oser

Justiz und Medien: Der Tatbestand einer Entfremdung

Arbeiten ohne Unterlagen: Akkreditierte Journalisten haben einen schweren Stand / Erste Anzeichen von Reformwillen


Von Peter Knechtli


Es ist jeweils wie eine kurze, intime Beziehung. Im Gerichtssaal sitzen, neben dem Angeklagten und vielleicht wenigen zuhörenden Bürgern, zwei weitere Hauptakteure: Die Richter und die Journalisten. Die Richter stellen Fragen, die Journalisten hören aufmerksam zu. Was hier, während eines Tages oder mehreren Tagen, vor sich geht, ist ein höchst intensiver kommunikativer Prozess mit klar definierten Rollen. Richter und Angeklagte sind die Handelnden, die Medienschaffenden sind Beobachter, die notieren, was sie zu verstehen glauben.

Dennoch ist das Verhältnis zwischen Gerichten und Medien fragil. Im Grund genommen sind sie eher Fremde als Partner. Sicher ist, dass die Richter mit der Gerichtsberichterstattung nicht nur glücklich sind. Einzelne Medien nehmen sie als seriös, andere als weniger seriös wahr. Anderseits gibt es kaum einen Beobachter im Gerichtssaal, der seine Arbeitsumstände als komfortabel bezeichnete. Tatsächlich bieten diese Umstände geeignete Voraussetzungen für fehlerhaften oder unpräzisen Journalismus.

Laut Verfassung ist die Gerichtsbarkeit öffentlich, und die Richter bekennen sich gern und glaubwürdig dazu. Denn wenn Medienschaffende aus den Gerichtssälen die für geeignet scheinenden Prozesse berichtend und kommentierend an die Öffentlichkeit tragen, dann ist dies eine kohärente demokratische Kontrolle darüber, ob und dass die Justiz funktioniert. Dennoch fühlen sich Journalisten mehr geduldet als erwünscht, wenn sie das Gerichtsgebäude betreten. Die Gerichte betonen die hohe Bedeutung der Berichterstattung durch die Medien – aber sie verweigern ihnen dazu das elementare Instrumentarium.

Während nämlich die Rechtsprechenden mit ihren Fällen durch monatelange Vorbereitung und detaillierte Aktenkunde vertraut sind, treten die akkreditierten Journalisten recht jungfräulich in den Beobachterstand. Ihre Fallkenntnis klauben sie in der Regel aus der Anklageschrift zusammen – also jenem zwangsläufig einzigen Dokument, mit dem die Staatsanwaltschaft den Sachverhalt aus ihrer Partei-Optik darlegt und ihre strafrechtlichen Vorwürfe gegen den Angeklagten vor Gericht bringt.


"Baselbieter Gerichte hüten Anklageschriften
immer noch wie Geheimnisse."


M
edienschaffende haben die Möglichkeit, Tage oder Wochen vor Prozessbeginn in einem Kabäuschen der Strafgerichtskanzlei die monatlich aufgetürmten Anklageschriften von einer Dicke bis über dreihundert Seiten zu sichten und sich Notizen zu machen. Dann wird das Papier unverzüglich wieder zu den Kanzlei-Akten gelegt.

Die Baselbieter Gerichte hüten diese Anklageschriften immer noch wie ein Geheimnis. Wenige Minuten vor Prozessbeginn wird ihnen dieses Dokument – am Basler Appellationsgericht zusätzlich das erstinstanzliche Urteil – durch den Weibel wieder ausgehändigt, aber nur, um es unmittelbar nach Verhandlungsschluss wieder einzusammeln. Wenn die Reporter unter Zeitdruck in die Redaktionen eilen, um ihre Berichte zu schreiben, dann bleibt ihnen diese elementare Arbeitsgrundlage vorenthalten. Neben ihren Computern liegen ausschliesslich Blätter mit Notizen aus der Verhandlung und vielleicht einigen kurzen Stellungnahmen.

Basel-Stadt ist hier schon fortschrittlicher: Das Medien- und Informationsreglement gestattet "die Aushändigung der Anklageschrift vor der Hauptverhandlung, sobald deren Termin bekannt gegeben ist". Noch wichtiger ist die Klammerbemerkung: "Diese muss nicht zurückgegeben werden, darf aber nicht an Drittpersonen weitergegeben oder solchen zugänglich gemacht werden." Die Praxis folgt dieser Regel allerdings nicht konsequent: Medienvertreter staunten letzten August nicht schlecht, als der Weibel dieses Dokument nach der Urteilsverkündung vor Appellationsgericht wieder einzog.

Kritisch ist die Situation, wenn der Gerichtsschreiber oder die Gerichtsschreiberin das Urteil verliest. Es ist auch erfahrenen Medienschaffenden nicht möglich, der Verkündung des Strafmasses, die teilweise recht umfangreich ist, schriftlich zu folgen. Hilfsmittel wie Aufnahmegeräte sind im Gerichtssaal verboten. In den Artikeln wird dann verarbeitet, was in der Eile auf dem Notizblock festgehalten wurde.


"Ein institutionalisierter Dialog
existiert nicht."


O
ft ungenügend sind auch die akustischen Verhältnisse. Angeklagte sind, wenn sie schlecht Deutsch sprechen oder nuscheln, oft kaum verständlich: Sie sitzen mehrere Meter vor der schreibenden Gilde, ihr den Rücken zugewandt. Umso dankbarer sind Journalisten jenen Präsidien, die das Genuschel kurz zusammenfassen und die Mikrophonanlage in Betrieb setzen lassen; das fördert die Zusammenhangs-Erkennung – und gilt auch als Zeichen des Respekts gegenüber Publikum, das die Verhandlung allenfalls mitverfolgt.

Die Programme der Baselbieter Gerichtsverhandlungen sind von einem so minimalistischen Informationsgehalt (Bild links), dass Journalisten erst vorrecherchieren müssen, was gegen wen überhaupt verhandelt wird. Basel-Stadt bietet etwas mehr.

Wenn selbst erfahrene Autoren in ihren Berichten dem Vorsitzenden einen falschen Namen zuordnen, dann trägt dafür jener Strafgerichtspräsident Mitverantwortung, der auf das übliche Namensschild verzichtet und seinen Namen auch zu Verhandlungsbeginn nicht nennt.

Dass Gerichte und Medien trotz einiger kleiner Fortschritte eine Zusammenarbeit pflegen, als sei die Zeit still gestanden, geht auch auf das Konto der Medenschaffenden. Sie orientieren sich allesamt an ihren eigenen Interessen und sind unfähig, gemeinsame medienübergreifende Interessen an einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu vertreten. Dies in einer Zeit der Medien-Transformation, die immer stärker eine faktische real time-Berichterstattung und Online-Performance verlangt. Leider sind in den letzten Jahren – sowohl in Basel-Stadt wie im Baselbiet – auch die regelmässigen informellen Treffen zwischen Richtern und Journalisten eingeschlafen, bei denen die Beteiligten ihre Wünsche anbringen konnten (und sich dann doch nichts Entscheidendes änderte). Ein institutionalisierter Dialog existiert nicht.

Am guten Willen der Rechtsprechenden und ihrer Kanzleien fehlt es nicht. Sie arbeiten freundlich und korrekt, ganz nach bewährter Pflege des Bisherigen. Aber dies reicht heute nicht mehr. So müssen auch Lösungen gefunden werden, wie öffentlichkeitsrelevante Fälle einfacher den Weg in die Bevölkerung finden. Tatsächlich decken die Medien nur einen kleinen Prozentsatz der Strafprozesse ab. Berichte über durchaus spannende Zivilprozesse haben Seltenheitswert.

Tauwetter wäre nicht nur im Interesse der Medien, sondern auch in jenem der Gerichte. Es ist wenig hilfreich, die relativ seltene Präsenz von Journalisten an Verhandlungen zu bemängeln. Die Gerichte sollten vielmehr ein modernes Geschäftsmodell entwickeln, das diese Präsenz erleichtert, den Journalisten die Kontrollfunktion der Vierten Gewalt ermöglicht und damit die Tätigkeit der Judikative öffentlich stärker wahrnehmbar macht als bisher. Dass der Gerichtsrat dann die Medien zusammentrommelt, wenn dem Parlament eine Budget-Erhöhung schmackhaft gemacht werden soll, reicht nicht mehr aus.


"Vorsichtige Zeichen des Reformwillens
an Basler Gerichten."


A
n einer kürzlichen Podiumsdiskussion* anlässlich des Tags der offenen Türe der Basler Gerichte wurde die Entfremdung von Medien und Rechtsprechung offenkundig. Jede Gerichts-Sparte kennt ihre eigenen pragmatischen Regeln, es gibt keine übergreifende Kommunikations-Strategie. Richtern sind die kritischen Arbeitsumstände der Journalisten so gut wie nicht bewusst. Anderseits sind auch Gerichtsreporter mit den "Innereien" des Gerichts- und Verfahrensalltags ungenügend vertraut.

Dennoch gab es in der Debatte – allein schon, indem sie stattfand – Lichtblicke, weil letztlich beide "Gewalten" von einer verbesserten Kooperation profitieren: Die Gerichte, weil sie stärker und authentischer von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden – die Journalisten, weil ihre Berichte dank vertiefter Fallkenntnisse fundierter werden.

Es war ein vorsichtig erfreuliches Zeichen des Reformwillens, dass sich sowohl der Basler Appellationsgerichts-Präsident Stephan Wullschleger wie Strafgerichts-Präsident Marc Oser den Wünschen von publizistischer Seite gegenüber offen zeigten. Dazu gehören die vertrauliche Aushändigung der Anklageschrift und der Urteilsdispositive.

Im Fall des Prozesses um den Reinacher Kickboxer-Überfall "Balicha vs. Beqiri" vor dem Baselbieter Strafgericht (Präsidentin: Irène Laeuchli) geschah Exklusives: Die rund ein Dutzend Seiten langen Urteile wurden den Reportern unmittelbar nach Verhandlungsschluss zur Einsicht ausgehändigt (und wieder eingezogen, bevor sie mit Schreiben begannen). Es sollte Standard des Öffentlichkeits-Prinzips werden, dass akkreditierten Journalisten die Urteilsdispositive nach Verhandlungs-Ende ausgehändigt werden.

Mittelfristig sollte akkreditierten und auf einen strengen Vertraulichkeits-Kodex verpflichteten Reportern über ein passwortgeschützes Login Zugang zu den wichtigsten und für die Ausübung einer soliden Berichterstattung unabdingbaren Dokumenten – wie beispielsweise auch unverschlüsselten Verhandlungsprogrammen – ermöglicht werden.

Mit sachgerecht erhöhter Transparenz dürften die Richterinnen und Richter ihrem deklarierten Wunsch nach vermehrter öffentlicher Rezeption ein schönes Stück näher kommen. Und ein bedenkenswerter Satz aus dem Flyer zum Tag der offenen Tür dürfte dann aus vergangenen Zeiten stammen: "Wer an welchem Gericht was macht, ist vielen Einwohnerinnen und Einwohnern kaum bekannt."


* seitens der Medienschaffenden äusserten sich Brigitte Hürlimann ("Plädoyer") und Peter Knechtli ("OnlineReports.ch").

3. Oktober 2018


 Ihre Meinung zu diesem Artikel
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)

Was Sie auch noch interessieren könnte

ZAK-Affäre: Anklage gegen
Regierungsrat Thomas Weber

28. September 2020

"Zu hohe Pauschalentschädigung": Vorwurf der ungetreuen Amtsführung.


Piccolos und Guggen treiben
Anwohner zur Verzweiflung

25. September 2020

Kleinhüningen: Die musikalischen Dauer-Übungen im Frühherbst stören.


Video: 18.9.2020 Gugge übt in Kleinhüningen

Mauschelei bringt Reber
in grosse Bedrängnis

23. September 2020

Der Landrat ist perplex, die Grünen sind gelähmt: Darum geht es.


Gefährlich: Wessels hebt
über 500 Parkplätze auf

18. September 2020

Ärger und Gefahr für Tram und Velos sollen in Basel verschwinden.


Reaktionen

Velobahn-Test: Das
grüne Amigo-Geschäft

10. September 2020

Peter Knechtli über die unverständliche
Kumpanei des Duos Kirchmayr/Reber.


Reaktionen

Auf dem Velo-Highway
zum Schwing- und Älplerfest

9. September 2020

Prototyp geplant: Eine vierspurige
Velobahn
zwischen Pratteln und Augst.


"Ich habe zum Glück einen gesegneten Schlaf"

5. September 2020

Basler Regierungspräsidentin Elisabeth
Ackermann
im OnlineReports-Interview.


Reaktionen

Meriangärten: Event-Zone
statt Pflanzen-Paradies?

27. August 2020

Botanischer Garten Vorderbrüglingen
steht vor grossen Veränderungen.


Laden Sie doch Facebook
zur Medienkonferenz ein!

26. August 2020

Soziale Medien: Peter Knechtli über
die Illusion der grossen Wirkung.


Corona: Frankreich büsst
Basler Familiengärtner

23. August 2020

Keine Pachtzins-Reduktion trotz
dreimonatiger Areal-Schliessung.


www.onlinereports.ch - Das unabhängige News-Portal der Nordwestschweiz

© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigene Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

Auf dieser Website gibt es Links zu Websites Dritter. Sobald Sie diese anklicken, verlassen Sie unseren Einflussbereich. Für fremde Websites, zu welchen von dieser Website aus ein Link besteht, übernimmt OnlineReports keine inhaltliche oder rechtliche Verantwortung. Dasselbe gilt für Websites Dritter, die auf OnlineReports verlinken.

https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Wir von der SP setzen uns vor allem für den unteren und mittleren Mittelstand ein. Also etwa 80 Prozent der Bevölkerung. Und für die oberen 20 Prozent sind die bürgerlichen Parteien zuständig."

Kaspar Sutter
am 31. August 2020
am Wahl-Podium der
Handelskammer beider Basel
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Die pfiffigste Aussage des Abends.

Frisch pubertiert

Bitte so lange wie möglich

RückSpiegel

 

Das SRF-Regionaljournal und die BZ nahmen die OnlineReports-Recherche über Lärmprobleme durch Trommler, Peifer und Gugge in Kleinhüningen auf.

Bajour schreibt, die Berichte von OnlineReports zur Baselbieter Velobahn-Affäre gefielen ihr "am besten".

In ihrem Kommentar über staatliche Medienförderung geht Prime News auf das über zwanzigjährige Bestehen von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung und die BZ zitierten in ihren Berichten über das Velobahn-Amigo-Geschäft von Klaus Kirchmayr und Isaac Reber ausführlich aus OnlineReports.

In ihrem Bericht über die Umgestaltung der Basler Meriangärten nimmt die BZ auf eine zuvor erschienene OnlineReports-Recherche Bezug.

Die Badische Zeitung zitierte in ihrer Vorwahl-Analyse der Basler Regierungs-Wahlen aus einem OnlineReports-Kommentar.

In der BZ-Kolumne nahm Daniel Wiener Bezug auf den OnlineReports-Kommentar über den Macht-Poker um die Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann.

In ihrem Leitartikel über den Zustand des Kantons Basel-Stadt zitierte die BZ aus dem OnlineReports-Interview mit Michael Hug.

Die BZ nahm die OnlineReports-Geschichte über den Abbruch des Hauses an der Basler Rufacherstrasse 73 auf. Die Basler Zeitung verzichtete auf eine Quellennennung.

Die BZ nahm die OnlineReports-Story über eine umstrittene Eichen-Fällung auf.

In ihrer News über das Debakel um die Wahl des Gemeindepräsidenten in Schönenbuch nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrem Artikel über die Kandidatensuche der Basler SVP auf ein Interview in OnlineReports.

In ihrem Beitrag über den Protest gegen das "General Sutter"-Denkmal in Rünenberg nahm die BZ auf OnlineReports Bezug.

Die BZ zog die OnlineReports-News über den Rücktritt von Beat Jans als IWB-Verwaltungsrat nach.

Auch das Regionaljournal zog die OnlineReports-Geschichte über Probleme in den Familiengärten nach, verzichtete aber vornehm auf eine Quellenangabe.

Die BZ nahm die OnlineReports-Recherche über die erneute Schliessung der Familiengärten an der Landesgrenze auf.

Die BZ nahm die OnlineReports-Nachricht über die Berufung des Staatsanwalts im Fall der FCZ-Schlägerei im Lehenmattquartier auf.

Das Regionaljournal griff die OnlineReports-Geschichte über Kurzarbeit bei BaZ und BZ auf.

Die BZ nahm die OnlineReports-Nachricht über die Stadtpräsidenten-Ambition von Kantonsspital-CEO Jürg Aebi auf.

Die Volksstimme nahm die OnlineReports-Story über den anstehenden Gerichtsfall zum Rothenflüher Blechpolizisten-Sprenger auf.

In ihrem Basler Medien-Epos nahm die Medienwoche auch auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung, Prime News und die BZ berichteten unter Berufung auf OnlineReports über Adrian Plachesis Abgang bei Telebasel.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Die Stadt Liestal hat die Einführung eines Ortsbusses namentlich in den Quartieren Sichtern und Langhag/Hanro mit 2'246 Ja-Stimmen gegen 2'717 Nein-Stimmen deutlich abgelehnt.
 

Binningen hat die SP-Initaitive gegen den Verkauf von gemeindeeigenem Boden mit  2'823 Ja gegen 2'809 Nein hauchdünn angenommen.

Münchenstein hat der Quartierplanung "Spenglerpark" mit dem 100 Meter hohen Hochhaus mit einem Ja- Anteil von 58 Prozent zugestimmt.

Der Deutsche Florian Röthlingshöfer wird neuer Direktor der Schweizerischen Rheinhäfen und Nachfolger von Hans-Peter Hadorn, der Ende Jahr abtreten wird.

Patricia von Falkenstein, die Präsidentin der Liberalen LDP, wird als Nachfolgerin von Helmut Hersberger neue Präsidentin des Hauseigentümer-Verbandes Basel-Stadt.

Roman Brunner (Muttenz) wird per 1. November 2020 neuer Präsident der Baselbieter SP-Landratsfraktion als Nachfolger von Miriam Locher, die sich für das Amt der Parteipräsidentin bewirbt.

Dem Enkeltrickgewerbe fielen in Basel kürzlich Beträge von 15'000 und 4'000 Franken in die Hände, während ein happiger Beutezug von 80'000 Franken misslang.

Der FC Basel und sein Captain Valentin Stocker verlängern den Vertrag vorzeitig um zwei weitere Jahre bis im Sommer 2023 – mit einer Option auf ein weiteres Jahr.

Im vergangenen Sommer lagen die Ozon-Konzentrationen in der Region Basel zwar tiefer als im Vorjahr, aber immer noch deutlich über den Grenzwerten der Luftreinhalte-Verordnung.

Mit zusätzlichen Städtepartnerschaften mit Abidjan (Elfenbeinküste) und einer Stadt in einem Erstfluchtland im Nahen Osten will die Basler Regierung "ein Zeichen der Solidarität setzen".

Teilerwerbstätigen Beziehenden von Ergänzungsleistungen und Beziehenden von Ergänzungsleistungen, die zu einer medizinischen Behandlung fahren, werden im Baselbiet die Kosten für Schutzmasken mit pauschal 30 Franken vergütet.

Ralph Lewin und Andreas Sturm stellen sich nach über zehnjähriger Amtszeit nicht mehr für eine Wiederwahl für die nächste Amtsperiode im Bankrat der Basler Kantonalbank zur Verfügung.

Die auslaufenden Verträge von Cheftrainer Marcel Koller und den Assistenztrainern Thomas Janeschitz und Carlos Bernegger mit dem FC Basel werden "im gemeinsamen Einvernehmen" nicht verlängert.

Die auf Gebäudetechnik und Energiekonzepte spezialisierte Rapp Gebäudetechnik AG plant die Konzentration ihrer Geschäftstätigkeit am Standort Münchenstein und erwägt die Schliessung ihrer beiden Filialen in Lausanne und Genf.

Der Baselbieter Landrat wird vorläufig – mindestens bis zu den Herbstferien – weiterhin im Basler Kongresszentrum tagen, wie die Geschäftsleitung beschlossen hat.

Der Kanton Basel-Stadt unterstützt über den Pendlerfonds das Veloverleihsystem Basel mit 2,15 Millionen Franken.

Wegen der Corona-Situation haben der Gewerbeverband und das Erziehungsdepartement entschieden, die 8. Basler Berufs- und Weiterbildungsmesse  vom 15. bis 17. Oktober nicht durchzuführen.

Auf der A2 bei Birsfelden wurde in der Nacht des 3. August ein in der Region wohnhafter Italiener als Raser erwischt, der bei erlaubten 80 mit 140 Stundenkilometern in Richtung Bern/Luzern unterwegs war.

Der Kanton Basel-Stadt, die IWB und Pro Innerstadt Basel gaben heute den offiziellen Startschuss für die Erneuerung der Freien Strasse und der angrenzenden Gassen.

Weil bei Bauarbeiten am Hochbergerplatz ein Stromkabel durchtrennt wurde, kam es am 30. Juli kurz vor 7.30 Uhr in Teilen von Kleinhüningen zu einem Stromunterbruch.

Die Friedhöfe Basel schreiben die Dienstleistungen für die Einsargung und die Überführung von Verstorbenen im Rahmen der unentgeltlichen Bestattung neu aus.

Die Universität Basel hat entschieden, ihren Dies academicus auf Grund der Corona-Pandemie nicht durchzuführen.

Die Baselbieter Corona-Abklärungs- und Teststation befindet sich neuerdings im Spenglerpark in Münchenstein.

Daniela Martin wird neue Geschäftsführerin der Basel Sinfonietta.

Am 8. Juli wurde im Basler Rathaus die Initiative für echten Wohnschutz und das Referendum gegen das "mieterfeindliche Nichtwohnschutzgesetz" eingereicht.

Mit über 4'000 Unterschriften ist in Basel-Stadt das Referendum gegen den umstrittenen Bau des Hafenbeckens 3 zustande gekommen, so dass es am 29. November zur Volksabstimmung kommt.

2. Juli: Einreichung der Initiative "Basel baut Zukunft", die 50 Prozent gemeinnützigen Wohn- und Gewerberaum auf Transformations-Arealen verlangt.

Niggi Rechsteiner übernimmt die Geschäftsführung der Basler "Stiftung Sucht" und folgt damit auf Francesco Castelli, der die Stiftung während neun Jahren geführt hat.

Jeanne Locher, seit 2016 Vizepräsidentin des Gemeinderates, ist mit 1'276 Stimmen neue Gemeindepräsidentin von Münchenstein, während Herausforderer Daniel Altermatt (GLP) auf 906 Stimmen kam.

Eveline Sprecher (SP) wurde in Aesch mit 1'087 Stimmen zur Gemeindepräsidentin gewählt, wobei FDP-Gemeinderat Stephan Hohl 726 Stimmen und Andreas Spindler (SVP) 305 stimmen erzielte.

In Allschwil setzte sich FDP-Gemeindepräsidentin Nicole Nüssli mit 2'989 Stimmen klar gegen Gemeinderat Christoph Morat (SP) durch, der 1'696 Stimmen erzielte.

Mike Keller (FDP) bleibt mit 2'162 Stimmen Binninger Gemeindepräsident; seine grüne Herausforderin, Landrätin Rahel Bänziger Keel, kam auf 1'140 Stimmen.