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"Gefahr für Rheinschwimmer": Geplanter Standort der Rheinterrassen

Temporär-Terrassen am Rheinufer stossen auf Widerstand

Gegen das IBA-Projekt am Oberen Rheinweg in Basel werden mehrere Einsprachen eingereicht


Von Peter Knechtli


Die geplanten Holzterrassen am Kleinbasler Rheinufer stossen auf Widerstand: Es hagelt Einsprachen gegen das temporäre Projekt, das in der Festmeile einer ohnehin sensiblen Wohnzone noch mehr Belebung schaffen soll. Die Einsprachefrist läuft demnächst ab.


In der Öffentlichkeit war das Projekt bisher weder breit bekannt noch ein Thema: Als Teil der grenzüberschreitenden Internationalen Bauausstellung Basel (IBA) sollen am Oberen Rheinweg zwischen den Hausnummern 23 bis 39 im Anschluss an die bestehenden Bermen-Treppen drei übereinander liegende Holzterrassen angebracht werden. Der Perimeter befindet sich in der Nähe des Hotels "Krafft" und somit einer vom sommerlichen Freizeitbetrieb ohnehin besonders betroffenen Festmeile.

48 Meter lange Holzplattform im Rhein

Die drei Reihen, ergänzt durch einige Holzwürfel auf der Höhe der Fussgänger-Promenade sollen 150 Personen eine zusätzliche Sitzgelegenheit mit Blick auf die Grossbasler Altstadt-Fassade bieten. Ein weiteres Element des Projekts ist eine im Wasser fest fixierte und mit dem Ufer verbundene 48 Meter lange und 3,6 Meter breite Holz-Plattform, die laut Projektbeschrieb als "Landestelle und Einstiegsmöglichkeit für Rheinschwimmer" sowie als "grosszügige Sitzfläche" (Visualisierung links) dienen soll.

Das Vorhaben eilt: Schon ab Ende Juni soll es für eine beschränkte Zeit von rund drei Jahren zur Verfügung stehen. Doch derzeit ist die öffentliche Auflage des Bau- und Nutzungsgesuchs auf Allmend im Gange. Die Einsprachefrist endet kommenden Dienstag, am 14. Januar. Ebenso wenig hat der Grosse Rat den erforderlichen Kredit gesprochen.

Mehrere Einsprachen

Doch jetzt kommt Sand ins Getriebe: Anwohner und lokale Vereine ebenso wie namhafte Institutionen erheben Einsprache gegen das Vorhaben. Zu ihnen gehört der Heimatschutz Basel. Laut dessen Geschäftsleiter Andreas Häner widersprechen Bauten in das Gewässer hinein sowohl dem Eidgenössischen Gewässerschutzgesetz wie dem Raumplanungsgesetz. Für solche Bauten in den Fluss, die auch ausserhalb der Bauzonen liegen, wäre eine Ausnahmebewilligung nötig.

Der Heimatschutz sieht in den Holzbauten aber auch eine Verunstaltung des Kleinbasler Rheinufers, "das im ISOS registriert ist und in der baselstädtischen Schutzzone liegt". Zudem bestehe "die Gefahr, dass die nach Ablauf des Provisoriums vorgesehene Sanierung und Neugestaltung der Rheinböschung vorweggenommen wird". Häner wörtlich: "Plötzlich werden dann durchgehende Terrassen gefordert."

Sorge um die Rheinpromenade

Auch die Stiftung für Landschaftsschutz Schweiz erhebt Einsprache. Sie richtet sich zur Hauptsache gegen die im Rhein fest verankerte Holzplattform, die "aus Gewässerschutzgründen gar nicht bewilligbar" sei. Deren temporärer Charakter sei nicht näher begründet und eine Rückbauverpflichtung fehle in den Unterlagen. Deshalb müsse die 168 Quadratmeter grosse Pritsche aus dem Projekt gestrichen werden. Es bestehe zudem die Gefahr, dass die nötige Rheinböschungs-Sanierung durch diese Rheinterrassen verzögert und präjudiziert" werde.

Nach Informationen von OnlineReports wird auch der WWF Region Basel eine Einsprache einreichen und darin insbesondere die Beeinträchtigung der Biotop-Vernetzung und die nur rudimentär aufgelegten Unterlagen durch die Allmendverwaltung geltend machen.

Widerstand geht insbesondere auch von Kleinbasler Organisationen aus. So beschloss der Vorstand des "Vereins Rheinpromenade Kleinbasel" einstimmig, das Projekt rechtlich anzufechten. Dies nicht aus Eigeninteresse, sondern weil sich der Verein "um die ganze Rheinpromenade kümmert", wie Vorstandsmitglied Matthias Rapp gegenüber OnlineReports erklärte. Bei ihrer Eingabe unterstützt wird der Verein vom "Neutralen Quartierverein Oberes Kleinbasel".

Eine Gefahr für Rheinschwimmer

Der bekannte Verkehrsingenieur, der am Schaffhauserrheinweg wohnt und vom Projekt persönlich nicht betroffen ist, kritisiert die Sicherheitsmängel an der Tribüne ("bei jedem andern Bau gibt es Sicherheitsvorschriften") , aber auch an der Holzplattform: "Der Wasserstand des Rheins schwankt im Sommer um einen guten Meter. Da ist die Plattform entweder viel zu hoch oder sie wird überschwemmt, was für Rheinschwimmer eine Gefahr ist."

Ob direkte Anwohner des Hotspots zwischen Mittlerer Brücke und Wettsteinbrücke individuelle Einsprache einreichen, ist nicht bekannt. Ihnen wurde vom "Verein Rheinpromenade Kleinbasel" jedenfalls Hilfe angeboten.

Architekt: Projekt ist "uninspiriert"
 
Scharfe Kritik am Vorhaben übt der Architekt Lukas Gruntz vom gemeinnützigen Kollektiv "Architekturbasel", das am Sonntag vom Sperber-Kollegium mit dem "Sperber-Jugendpreis" ausgezeichnet wurde.

Er hält das Projekt für "uninspiriert" und kritisiert, dass es "keinen Wettbewerb gab für die Gestaltung eines der wichtigsten öffentlichen Räume in der Stadt". Wenn schon etwas Temporäres geschaffen werden müsse, dann "etwas Aufregendes, radikal Poetisches" wie die "Wolke" im Neuenburgersee anlässlich der Landesausstellung "Expo 02", meinte er im Gespräch mit OnlineReports.

2'500 Franken pro Sitzplatz

Gruntz kritisiert in einem Kommentar auf "architekturbasel.ch" auch die Kosten. Die insgesamt 387'000 Franken Steuergelder seien ein stolzer Preis für 150 Sitzplätze mit einer Nutzungsdauer von lediglich drei Jahren". Pro Sitzplatz hat er einen Preis von rund 2'500 Franken Erstellungskosten ausgerechnet.

Auch sei es, so Gruntz weiter, "wenig nachhaltig, für eine Nutzungsdauer von nur drei Jahren Erdanker und Schraubfundamente in die Uferböschung zu schlagen". Gruntz: "Jedes banale Sitzbänkli hält länger als drei Jahre." Der Architekt hätte sich ein Projekt "mit sozialem oder didaktischem Anspruch" beispielsweise unter Einbezug von Lehrlingen gewünscht.

Appell an die Eigenverantwortung

An einer Informationsveranstaltung mit betroffenen Akteuren betonten Vertreter des Bau- und Verkehrsdepartements, Schäden an der Plattform könnten "nicht komplett vermieden" werden. Aber Wasserfahrer würden dafür nicht haftbar gemacht.

Auf Fragen zu möglichen Unfällen vor allem in der Nacht lautete die Antwort: Die Installation entspreche den "geltenden Normen". Im Übrigen werde "an die Eigenverantwortung der Nutzenden appelliert". Littering könne auch im Bereich der Terrassen nicht vermieden werden. Der Raum um das Projekt werde jedoch "in den regulären Reinigungszyklus der Stadtreinigung aufgenommen".

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9. Januar 2020

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"Wir werden überall zugestunken"

Ich schlage Nichtraucher-Zonen am Rhein vor. Kontrollen dürften nicht so viel kosten im Vergleich zu den Gesundheitsschäden. Wir werden überall zugestunken. Sollen es tolerieren. Zumindest sollten jetzt endlich die Parks rauchfrei werden. Im Ausland geht das auch. Ich wohne unfreiwillig in abgasbelastetem Quartier an Kreuzung. Vom Café her ab vier Metern Rauchgestank(Fett, Nikotin), von den Ampeln Abgase und von der Haltestelle und dem Automaten Nikotin. Sollen wir jetzt vermehrt einkehren um dem zu entkommen?


Michael Przewrocki, Basel




"Überflüssige Projekte geplant"

Am besten passt hier sinngemäss mein Lieblingszitat des französischen Staatsmannes De Talleyrand  (1754-1838): "Niemand vermag zu sagen, wie viele politische Dummheiten aus Mangel an Geld schon verhindert worden sind."

Und in Basel haben wir eben ein Problem: Den politischen Behörden und der Verwaltung des Kantons Basel-Stadt stehen (auch gefühlsmässig) so viele Mittel zur Verfügung, dass problemlos unsinnige Dinge legiferiert,  überflüssige Projekte geplant und realisiert werden können und immer noch Geld übrig bleibt ...


Lucas Gerig, Bürgerrat GLP, Basel-Stadt



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Alles mit scharf

Immer wieder Neulinge
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"Am Ostersonntag bleibt einigen Wallfahrern der Zutritt zur Messe verweht."

Telebasel
am 4. April 2021
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Es ging eine fiese Bise.

RückSpiegel


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In ihrem Report über die Basler LDP nimmt die WochenZeitung (WoZ) Bezug auf ein OnlineReports-Interview mit LDP-Grossrat Michael Hug.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Recherche über den Psychoterror in einem Arlesheimer Wohnblock auf.

Die BZ greift in ihrem Artikel "Bikini-Gate im Schrebergarten" einen Artikel von OnlineReports auf.

Den OnlineReports-Bericht über Masken-Sicherheit an Spital-Porten nahm die Konsumenten-Sendung "Espresso" von Radio SRF zum Anlass, das Thema vertieft zu untersuchen.

Blick, Telebasel, 20 Minuten und die BZ nahmen die OnlineReports-News über die Strafanzeigen gegen den ausländerfeindlichen Basler Grossrat E. W. auf.

Die BZ, die zu Recht die Intransparenz der Baselbieter Steuer(ab)rechnungen kritisierte, nahm in ihren Nachzug auf einen bestätigenden OnlineReports-Kommentar Bezug.

Prime News ging in der Kritik an "Weltwoche"-Kolumnist Christoph Mörgeli auf einen satirischen OnlineReports-Text über Lukas Engelberger ein.

Der Tages-Anzeiger bezog sich in einem Artikel über Impf-Privilegien auch auf einen OnlineReports-Artikel über UKBB-CEO Marco Fsicher.

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Die OnlineReports-Todesnachricht über alt-Landrat Peter H. Müller wurde von der BZ aufgenommen.

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Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Das Landratspräsidentinnen-Fest zu Ehren der Grünliberalen Regula Steinemann muss aus Pandemie-Gründen vom 24. Juni auf den 26. August verschoben werden.

Rolf Borner, Geschäftsleiter Immobilien Basel-Stadt, verlässt das Finanzdepartement nach 16 Jahren per 1. August und wird Direktor "Infrastruktur und Betrieb" und Mitglied der Universitätsleitung der Universität Basel.

Ab 19. April sind die Sportanlagen im Kanton Basel-Stadt gemäss den Vorgaben des Bundes und unter Einhaltung der Schutzmassnahmen wieder zugänglich.

Salome Bessenich wird Nachfolgerin des zurücktretenden Basler SP-Grossrats Sebastian Kölliker, der Co-Generalsekretär des Basler Präsidialdepartements wird.

Der 615. Liestaler Banntag vom 10. Mai ist durch einen Beschluss der vier Rottenchefs aus pandemischen Gründen abgesagt worden.

Innerhalb von zwei Wochen sind über 3’000 Unterschriften gegen die vom Grossen Rat beschlossene Abschaffung der Parkplätze beim Friedhof Hörnli zusammengekommen.

Daniel Urech, Gemeinderat der Freien Wähler Dornach und Kantonsrat der Grünen Solothurn, tritt für das Gemeindepräsidium Dornach an.

Mit einer Geschwindigkeit von 124 km/h statt der erlaubten 60 km/h erwischte die Polizei am 29. März auf der Oristalstrasse in Liestal einen 33-jährigen italienischen PW-Lenker, der in Richtung Büren raste und es jetzt mit der Justiz zu tun bekommt.

Die neugewählten Basler Regierungsmitglieder Esther Keller (GLP) und Kaspar Sutter (SP) wurden zu neuen Verwaltungsratsmitgliedern des EuroAirport ernannt.

Das Referendum gegen eine flächendeckende Parkraum-Bewirtschaftung in Allschwil ist mit über 800 Unterschriften zustande gekommen; das Quorum beträgt 500 Unterschriften.

Waltraud Parisot wird neue Verwaltungs-Chefin an der Musik-Akademie Basel und damit Nachfolgerin von Marc de Haller, der nach 18 Dienstjahren regulär pensioniert wird.

Lina Arti hat heute als 10'000. Baslerin im Impfzentrum die Corona-Zweitimpfung und von Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger einen grossen Blumenstrauss erhalten.

Der Kanton Basel-Stadt hat bis 2. März gesamthaft 25,2 Millionen Franken A-fonds-perdu-Beiträge aus dem Härtefall-Programm an Unternehmen ausbezahlt und 4,9 Millionen Franken Bürgschaften für KMU-Kredite bewilligt.

Dominik Scherrer wird als Nachfolger von Titus Hell neuer Präsident der Jungfreisinnigen Basel-Stadt.

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