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"Ob ein Vogel oder eine Wildsau": Baselbieter Jagdfachmann Sutter

Baselbieter Jagd-Profi warnt vor Fütterung von Raubvögeln

Der staatliche Jagdfachmann sagt, die in der Region immer häufiger auftretenden Milane fänden genügend natürliche Nahrung


Von Peter Knechtli


Die Milane sind im Siedlungsraum unserer Region häufiger anzutreffen als früher und sie werden immer zutraulicher. Das hat seine Gründe. Aber der Baselbieter Jagdfachmann Gabriel Sutter warnt: Die prächtig segelnden Raubvögel sollten nicht gefüttert werden.


Der Schreibende schilderte kürzlich, wie in der Sommerperiode ein Rotmilan versuchte, brutzelndes Fleisch vom seinem Grill zu holen und nur kurz vor Ergreifen der Beute von seinem Vorhaben abgehalten werden konnte.

Eigene Beobachtungen und Reaktionen als Reaktion auf den Bericht zeigen verschiedene Aspekte: Es konnten über dem Siedlungsgebiet Schwärme von bis elf Milane beobachtet werden, die Milane werden immer zutraulicher und fliegen unter Firsthöhe der Häuser auf Jagd und zuweilen werden sie auch gefüttert.

Martina Schybli, die Mediensprecherin der Schweizerischen Vogelwarte, erklärte gegenüber OnlineReports, der Rotmilan habe sein Areal in der Schweiz "über die letzten Jahrzehnte kontinuierlich ausdehnen" können. Der Schweizer Brutbestand sei "sogar zunehmend von internationaler Bedeutung, denn in vielen Regionen Europas seien die Vorkommen rückläufig".

Milan holte Wurst vom Grill

Ein Leser aus Thürnen schickte uns ein Video, das zeigt, wie ein Milan – mit einer Spannweite von bis zu 1.60 Metern der drittgrösste Raubvogel der Schweiz – vor seinen Augen einen Köder aus dem Garten holte (ohne den Boden zu berühren), worauf ein weiterer Leser aus derselben Gemeinde schrieb, einer dieser Vögel habe ihm eine Wurst vom Grill geholt.

Eine Leserin aus Basel weiss: "Sehr beliebt bei einer Metzgete auf dem abgelegenen Land ist die Ausschüttung der Schlachtabfälle: ein Festessen für Raubtiere der Lüfte."

Gabriel Sutter (Bild oben), staatlicher Fachspezialist Jagd des Kantons Baselland, hält die Zunahme der Greifvögel "zunächst für erfreulich". Dies habe "mit Sicherheit auch mit den klimatischen Bedingungen zu tun. Wir haben keine strengen Winter mehr", meinte er gegenüber OnlineReports. Dadurch vereinfache sich die Nahrungssuche für Greifvögel – unabhängig von ihrer Art. Das wirke sich positiv auf die natürliche Mortalität aus: "Der Vogel findet das ganze Jahr über Nahrung."

Fütterungsverbot im Baselbiet

Bilder aus Wintern mit viel Schnee und Eis, in denen halb verhungerte Mäusebussarde trostlos auf einer Stange hockten und eine erhöhte Sterblichkeit die Folge sei, seien seltener. "Warme Winter hingegen wirken sich auf alle Wildtierarten aus – ob das nun ein Vogel ist oder eine Wildsau."

Im Frühling, Sommer und Herbst hingegen gelte im Baselbiet ein Fütterungsverbot. Davon ausgenommen ist das massvolle Füttern von Vögeln im Winter. Es sei in dieser Zeit auch "unnötig, die Tiere aktiv zu füttern, weil ein genügendes natürliches Nahrungsangebot verfügbar ist". Wenn Raubvögel – und eben insbesondere Milane in einer Jahreszeit wie jetzt besonders aggressiv und in teils extremer Siedlungsnähe jagen, ist das für Gabriel Sutter nichts als logisch: "Sie sind in der Brut und momentan nonstop damit beschäftigt, Futter für ihren Nachwuchs zu beschaffen. Das ist ein Stress für alle Vögel."

Angriff auf kleinere Jungvögel

Weil die Greifvögel-Jungen einen hohen Anteil an tierischem Eiweiss benötigen, muss möglichst Frischfleisch her. Bevorzugt auf dem Speiseplan der Milane sind Mäuse oder auch Jungtiere anderer Vogelarten.

Gabriel Sutter machte kürzlich eine besondere Beobachtung: Vor meiner Haustür sah ich, wie zwei Krähen einen Rotmilan massiv attackierten. Und ich erkannte dann auch, weshalb: Der Milan hatte eine Jungkrähe in den Fängen." Milane gehen auch auf Krähennester los oder auf Jungvogel, die noch nicht richtig fliegen können und am Boden herumkriechen, wo sie von ihren Eltern noch gefüttert werden.

Das Tier geht der Nahrung nach

"Die gehören ins Beutespektrum der Greifvögel – sei es ein Habicht, ein Milan oder ein Mäusebussard. Und in der Tierwelt ist es natürlich, dass der Stärkere überlebt." Für Sutter ist die Vermehrung der Milane kein Problem: "Greifvögel sind alle geschützt. Es ist ein gutes Zeichen für die Biodiversität, wenn vermehrt Greifvögel auftreten die sich natürlich ernähren können." Nicht wünschenswert sei es, wenn diese Vermehrung "einen Zusammenhang mit einer bewussten Fütterung durch Menschen hätte".

Aber auch ohne aktive Fütterung biete unsere Zivilisation "im Siedlungsraum auch für Wildtierarten ein Spektrum an Nahrung" – sei es in einem Kompost oder an Orten, wo Menschen etwas zurückgelassen haben. Man sieht dies am allerbesten beim Fuchs. "In Zürich gibt es Stadtfüchse, die vermutlich noch nie einen Wald gesehen haben", sagt Sutter. Das Nahrungsangebot in der Stadt sei der einzige Grund.

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19. Juni 2020

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"Get the Rahmenabkommen done!"

Nochmals BZ Basel
Titel über Leitartikel
vom 16. April 2021
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The BZ focusses expats.

RückSpiegel


In ihrem Report über die Basler LDP nimmt die WochenZeitung (WoZ) Bezug auf ein OnlineReports-Interview mit LDP-Grossrat Michael Hug.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Recherche über den Psychoterror in einem Arlesheimer Wohnblock auf.

Die BZ greift in ihrem Artikel "Bikini-Gate im Schrebergarten" einen Artikel von OnlineReports auf.

Den OnlineReports-Bericht über Masken-Sicherheit an Spital-Porten nahm die Konsumenten-Sendung "Espresso" von Radio SRF zum Anlass, das Thema vertieft zu untersuchen.

Blick, Telebasel, 20 Minuten und die BZ nahmen die OnlineReports-News über die Strafanzeigen gegen den ausländerfeindlichen Basler Grossrat E. W. auf.

Die BZ, die zu Recht die Intransparenz der Baselbieter Steuer(ab)rechnungen kritisierte, nahm in ihren Nachzug auf einen bestätigenden OnlineReports-Kommentar Bezug.

Prime News ging in der Kritik an "Weltwoche"-Kolumnist Christoph Mörgeli auf einen satirischen OnlineReports-Text über Lukas Engelberger ein.

Der Tages-Anzeiger bezog sich in einem Artikel über Impf-Privilegien auch auf einen OnlineReports-Artikel über UKBB-CEO Marco Fsicher.

Die Basler Zeitung nahm in ihrem Abschiedstext über den Basler Regierungsrat Hans-Peter Wessels in Text und Bild auf OnlineReports Bezug.

Die OnlineReports-Todesnachricht über alt-Landrat Peter H. Müller wurde von der BZ aufgenommen.

Die BZ nahm die OnlineReports-News über die Schliessung des Zeitungsladens "Press&Books" auf der Basler SBB-Passerelle auf.

Telebasel, das Regionaljournal und die Basler Zeitung nahmen in ihren Nachrufen auf Corina Christen auf OnlineReports Bezug.

Der OnlineReports-Primeur über den Rücktritt das Basler Grünen-Präsidenten Harald Friedl nahmen die BZ, Prime News, das Regionaljournal, die Basler Zeitung und Telebasel auf.

Die Medienwoche berichtete bezüglich einer "Weltwoche"-Falschmeldung über den Basler Regierungsrat Lukas Engelberger darüber, dass Mörgeli die humoristische Gedankenspielerei auf Onlinereports.ch für bare Münze nahm.

In ihrer Presseschau über die Basler Regierungsratswahlen zitierete die BZ ausführlich aus OnlineReports.

Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-News über einen geplatzten Baselbieter Strafprozess auf.

Die Wochenzeitung ging in ihrem Bericht über den Abbau in grossen Schweizer Zeitungsredaktion auch auf "kleinere Player" wie OnlineReports ein.

Die BZ zieht den OnlineReports-Report über den Verzicht auf das Muttenzer Multiplex-Kino der "Kitag AG" nach.

Die OnlineReports-News über die Schliessung eines Tanzlokals in der Basler Innenstadt nahm die BZ auf.

In ihrer Besprechung von Roland Starks Kolumne-Buch "Stark!" nimmt die Volksstimme auf OnlineReports Bezug.

Die BZ kritisierte den designierten Basler SP-Regierungsrat Beat Jans für seinen Twitter-Tweet: "Wieso muss man in unserer Region eigentlich 'Onlinereports' lesen, wenn man sich umfassend informieren, statt belehren lassen will?"

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Ab 19. April sind die Sportanlagen im Kanton Basel-Stadt gemäss den Vorgaben des Bundes und unter Einhaltung der Schutzmassnahmen wieder zugänglich.

Salome Bessenich wird Nachfolgerin des zurücktretenden Basler SP-Grossrats Sebastian Kölliker, der Co-Generalsekretär des Basler Präsidialdepartements wird.

Der 615. Liestaler Banntag vom 10. Mai ist durch einen Beschluss der vier Rottenchefs aus pandemischen Gründen abgesagt worden.

Innerhalb von zwei Wochen sind über 3’000 Unterschriften gegen die vom Grossen Rat beschlossene Abschaffung der Parkplätze beim Friedhof Hörnli zusammengekommen.

Daniel Urech, Gemeinderat der Freien Wähler Dornach und Kantonsrat der Grünen Solothurn, tritt für das Gemeindepräsidium Dornach an.

Mit einer Geschwindigkeit von 124 km/h statt der erlaubten 60 km/h erwischte die Polizei am 29. März auf der Oristalstrasse in Liestal einen 33-jährigen italienischen PW-Lenker, der in Richtung Büren raste und es jetzt mit der Justiz zu tun bekommt.

Die neugewählten Basler Regierungsmitglieder Esther Keller (GLP) und Kaspar Sutter (SP) wurden zu neuen Verwaltungsratsmitgliedern des EuroAirport ernannt.

Das Referendum gegen eine flächendeckende Parkraum-Bewirtschaftung in Allschwil ist mit über 800 Unterschriften zustande gekommen; das Quorum beträgt 500 Unterschriften.

Waltraud Parisot wird neue Verwaltungs-Chefin an der Musik-Akademie Basel und damit Nachfolgerin von Marc de Haller, der nach 18 Dienstjahren regulär pensioniert wird.

Lina Arti hat heute als 10'000. Baslerin im Impfzentrum die Corona-Zweitimpfung und von Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger einen grossen Blumenstrauss erhalten.

Der Kanton Basel-Stadt hat bis 2. März gesamthaft 25,2 Millionen Franken A-fonds-perdu-Beiträge aus dem Härtefall-Programm an Unternehmen ausbezahlt und 4,9 Millionen Franken Bürgschaften für KMU-Kredite bewilligt.

Dominik Scherrer wird als Nachfolger von Titus Hell neuer Präsident der Jungfreisinnigen Basel-Stadt.

Die Fluxdock AG wird den Kasernen-Hauptbau betreiben, in dem Anfang 2022 das Kultur- und Kreativzentrum seine Tore öffnet.

Marcus Vetter ist neuer Chefarzt für Onkologie und Hämatologie des Kantonsspitals Baselland.

Alexa Ipen-Providoli wird ab 1. April neue Leiterin des Amtes für Beistandschaften und Erwachsenenschutz und damit Nachfolgerin von Sarah Thönen, die ins Erziehungsdepartement wechselt.

Bis 1. Februar erhielten in Basel-Stadt über 9'800 Personen eine erste Impfdosis gegen das Coronavirus, über 3'700 weitere Personen haben bereits zwei Dosen erhalten.

Das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt hat bei 36 Haarfärbemittel-Proben neun Produkte mit einem Verkaufsverbot belegt.

Die Wahlvorbereitungs-Kommission beantragt dem Grossen Rat, am 10. März Staatsanwalt Urs Jürg Müller-Egli zum Leitenden Staatsanwalt und Leiter der Allgemeinen Abteilung zu wählen.

Elisabeth Simon wird am 1. August neue Rektorin des Gymnasiums Bäumlihof und somit Nachfolgerin von Anna-Katharina Schmid, die auf diesen Zeitpunkt in Pension geht.

Mit einer Mehrheit von 89,4 Prozent beschlossen die Mitglieder der CVP Basel-Stadt am 25. Januar den Namenswechsel in "Die Mitte Basel-Stadt".

Gegen die Kreditbewilligung des Landrates in Höhe von 17,15 Millionen Franken für die Verlängerung der Tramlinie 14 von Pratteln nach Augst reichte am 25. Januar die Aktionsgruppe "aapacke" Pratteln das Referendum ein.

Mark Eichner (Präsident), Carol Baltermia, Liselotte Henz, Isabelle Mati und Karin Sartorius bilden die Findungskommission zur Evaluation eines neuen Basler FDP-Präsidiums.

Medbase und das Kantonsspital Baselland (KSBL) werden das "Regionale Gesundheitszentrum Laufen" im "Birs Center" betreiben und damit ein breites ambulantes Angebot mit Notfallversorgung anbieten.