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"Volle Auftragsbücher": Basler Solarenergie-Förderer*

Die Solar-Installateure boomen in der Wirtschaftskrise

Dank IWB-Programm "1'000 Solardächer" sind die Auftragsbücher des Gewerbes voll


Von Peter Knechtli


Ermutigende staatliche Anreiz-Politik – auch zum Nutzen der KMU: Dank des im Jahr 2003 gestarteten Programms "1'000 Solardächer für Basel" hat das Installationsgewerbe auch in wirtschaftlichen Krisenzeiten alle Hände voll zu tun. Demnächst wird das tausendste Solardach montiert.


Dank seinem einzigartigen Förderprogramm weist der Versorgungsraum der Industriellen Werke Basel (IWB) in und um Basel die höchste Dichte an thermischen Solaranlagen in der Schweiz auf. Die Nachfrage nach dem dezentralen Wärmelieferanten auf dem Hausdach ist so gross, dass Interessenten derzeit mehrere Wochen Wartefristen in Kauf nehmen müssen. Roger Ruch, Leiter der IWB-Energieberatung: "Die Auftragsbücher der Installateure sind übervoll."

Einzigartige Basler Förderpolitik

Hauptgrund für den Boom ist das im Jahr 2003 lancierte Programm "1'000 Solardächer für die Nordwestschweiz" – gemeint ist das IWB-Einzugsgebiet in Basel-Stadt sowie in 25 Agglomerationsgemeinden. Geplant war, das Ziel von tausend zusätzlichen Kollektoranlagen bis im Jahr 2010 zu erreichen. Nun ist es deutlich früher schon so weit: Mitte Juni, so erklärten heute Mittwoch IWB-Verantwortliche an einer Medienkonferenz in Basel, wird die tausendste Anlage in Betrieb genommen. Wöchentlich werden derzeit zwei bis vier Anlagen gebaut. Vor 2003 waren im IWB-Enzugsgebiet rund 400 Anlagen installiert. Mit dem 1'000 Dächer-Programm sind nun am Juranordfuss schätzungsweise 3'000 thermische Solaranlagen in Betrieb.

Der Solar-Boom in Basel-Stadt ist eine direkte Folge der einzigartigen Förderpolitik: Dank der Förderabgabe auf Strom von acht Prozent der Netzkosten häufen sich jährlich 10 Millionen Franken an, aus denen jeweils rund zwei Millionen Franken zur Förderung thermischer Solaranlagen zu Verfügung stehen. Bis zu 40 Prozent der Gesamtkosten einer Kollektorenanlage werden in Basel-Stadt staatlich suventioniert. Der Rest der Förderabgabe verteilt sich auf die Sanierung von Gebäudehüllen (50 Prozent), Photovoltaikanlagen (10 Prozent) sowie auf grössere förderungswürdige Einzelprojekte wie die "Stücki"-Abwärmenutzung (20 Prozent), wie Thomas Fisch, Leiter der Abteilung Energie im Basler Amt für Umwelt und Energie, ausführte.

25 Millionen-Umsatz für Installateure

Dass die "1'000 Solardächer" schneller Realität wurden als geplant, hat vor allem mit der wachsenden Investitionsbereitschaft zu tun: Allein vergangenes Jahr wurden im IWB-Gebiet 225 Anlagen erstellt, die der Wassererwärmung dienen – dem zweitgrössten Energieverbraucher im Haushalt. Allein ein Quadratmeter Sonnenkollektor ersetzt jährlich 50 Kilogramm Erdöl. Die tausend Solardächer reduzieren die jährlichen CO2-Emissionen um rund 550 Tonnen. Positiver Effekt auf das Gewerbe: Allein mit dem Bau der tausend Anlagen setzten regionalen Installateure rund 25 Millionen Franken um.

Der neue Basler Umweltdirektor Christoph Brutschin (SP) zeigte sich denn auch "erfreut" über das nachhaltige energiepolitische Erbe, das er antreten durfte. Er erinnerte daran, dass die IWB 80 Prozent ihres Stroms aus erneuerbarer Quelle bereitstellen müssen. Ebenso bekräftigte er, dass sich Basel-Stadt auch künftig gegen die Nutzung von Atomenergie wende und auch keine Beteiligungen an Atomkraftwerken halten werde.

Wichtige Rolle der IWB

Eine entscheidende Rolle am Solardach-Programm spielten die IWB als Initiantin, Marketingführerin, Anlauf- und neutrale sowie kostenlose Beratungsstelle. Laut Vertriebsleiter Heinrich Schwendener habe bei Bauherren die neutrale Information und Beratung den zweithöchsten Stellenwert.

Obschon das 1'000-Solardächer-Programm nun vorzeitig beendet werden kann, setzt die staatliche Hilfe künftig nicht aus: Sie läuft "automatisiert" weiter, wie heute Morgen zu erfahren war, es werden einzig keine weiteren besonderen Marketing-Aktionen mehr durchgeführt. Der staatliche Anreiz ist auch nötig, wie Erhebungen zeigen: Nach Abschluss der ersten Aktion "222 Solardächer" in den Jahren 1997 bis 1998 sank die Investitionsbereitschaft privater Interessenten drastisch ab.

 

* von links: Thomas Fisch, Christoph Brutschin, Roger Ruch, Heinrich Schwendener

20. Mai 2009

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Und das in Corona-Zeiten?

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Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Am 1. April 2021 tritt Thomas Wenk (48) die neu geschaffene Stelle des Leiters der zentralisierten Informatik des Erziehungsdepartements an.

Der Basler SP-Grossrat Christian von Wartburg übernimmt für das Jahr 2021 die Präsidentschaft des Oberrheinrats.

Über das Referendum gegen den Allschwiler Quartierplan ALBA wid am 13. Juni abgestimmt.

Seit dem 4. Januar werden die Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Laufental in einem Neubau unterrichtet.

Raphael Kissling (29) wird zum Jahresbeginn neuer Geschäftsführer der Luftseilbahn Reigoldswil–Wasserfallen und Nachfolger von Johannes Sutter, der Stiftungsrat bleibt.

Die Muttenzer Gemeindeversammlung vom 9. Januar, 14 Uhr, wird auf Beschluss des Gemeinderates Corona-bedingt in der St. Jakob-Halle durchgeführt.

Für das Herbstsemester 2020 hat sich die Rekordzahl von 13'139 Studierenden und Doktorierenden für ein Studium an der Universität Basel eingeschrieben.

In Allschwil ist das Referendum gegen den Quartierplan "Alba" mit 601 gültigen Unterschriften zustande gekommen.

Michael Rolaz, derzeit Chief Development Officer CDO am Kantonsspital Baselland, wird neuer CEO der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel (UPK).

Für die zurückgetretenen Ralph Lewin und Andreas Sturm wurden neu Kristyna Ters und Mathis Büttiker in den BKB-Bankrat gewählt, während das Präsidium und die bisherigen Mitglieder durch die Regierung bestätigt wurden.

Die Basler Regierung beschloss zur Unterstützung von Unternehmen in der zweiten Corona-Welle, das Kreditbürgschafts-Programm wiederaufzunehmen.

Urs Bühler wird per 1. März 2021 neuer Leiter der "Zentralen Informatik" des Kantons Baselland.

Die Baselbieter Regierung senkt den Verzugszins 2021 bei der Staatssteuer von 6 auf 5 Prozent, während der Vergütungszins unverändert bei 0,2 Prozent bleibt.

Das Budgetdefizit 2021 in Höhe von 2,2 Millionen Franken sei "mehrheitlich coronabedingt", schreibt der Birsfelder Gemeinderat.

Sarah Thönen wird am 1. April 2021 die Leitung des Bereichs "Jugend, Familie und Sport" des Kantons Basel-Stadt übernehmen.

Die Birsfelder Gemeinderätin Regula Meschberger wird ab 1. Januar 2021 als Nachfolgerin von Bianca Maag-Streit den "Verband Basellandschaftlicher Gemeinden" (VBLG) präsidieren.

Gregor Leonhardt (52) übernimmt im Frühjahr 2021 die Leitung des Geschäftsbereichs Infrastruktur im Basler Tiefbauamt.

Der Basler Anwalt und Notar Andreas Waldmann zieht sich per 1. Januar 2021 aus der Kanzlei Waldmann Petitpierre als Partner zurück.

Der Baselbieter Landrat nahm das Gesetz über die Bekämpfung der Schwarzarbeit und das Arbeitsmarktaufsichts-Gesetz mit 71:18 Stimmen an, doch kommt es zur obligatorischen Volksabstimmung, weil die Vierfüntel-Mehrheit nicht erreicht wurde.

Der Baselbieter Polizeikommandant Mark Burkhard ist zum Präsidenten der Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten der Schweiz (KKPKS) gewählt worden.

Die Central Real Estate Basel AG, Eigentümerin im Klybeck-Areal, tritt ab sofort unter dem neuen Namen Rhystadt AG auf.

Das Basler Marionetten Theater unterbricht per sofort seine Saison bis mindestens Ende 2020.

Die Basler FDP nominierte für den zweiten Wahlgang der Regierungsrats-Wahlen erwartungsgemäss ihr Mitglied Baschi Dürr sowie die LDP-Liberale Stephanie Eymann.

Auf der Autobahn A3 bei Eiken, wo 120 km/h erlaubt sind, wurde am frühen Morgen des 24. Oktober eine Autofahrerin mit Tempo 214 km/h als Raserin geblitzt.

Die Basler Juso bitten die Regierung in einer Petition, sich aktiv dafür einzusetzen, 100 Menschen aus dem Camp Moria in den Kanton Basel-Stadt aufzunehmen.

Der Stiftungsrat der Stiftung Brasilea hat die 37-jährige brasilianisch-schweizerische Doppelbürgerin Tatiana Andrade Vieira als neue Geschäftsführerin und Nachfolgerin von Daniel Faust gewählt.

Die Basler SP hat am 16. Oktober ihre Initiative "Kinderbetreuung für alle" mit über 3'000 Unterschriften eingereicht.

Dominik Beeler wird neuer Präsident der Grünen Liestal und damit Nachfolger von Erika Eichenberger.

Die Volksinitiative "für ein klimagerechtes Basel", die die Treibhausgas-Emissionen in Basel-Stadt bis 2030 auf Null senken will, ist am 8. Oktober mit über 3'700 Unterschriften bei der Staatskanzlei eingereicht worden.

Die Stadt Liestal hat die Einführung eines Ortsbusses namentlich in den Quartieren Sichtern und Langhag/Hanro mit 2'246 Ja-Stimmen gegen 2'717 Nein-Stimmen deutlich abgelehnt.

Binningen hat die SP-Initaitive gegen den Verkauf von gemeindeeigenem Boden mit  2'823 Ja gegen 2'809 Nein hauchdünn angenommen.

Münchenstein hat der Quartierplanung "Spenglerpark" mit dem 100 Meter hohen Hochhaus mit einem Ja- Anteil von 58 Prozent zugestimmt.