© Fotos by G. & B. Schachenmann, ZGF, GF, AWS
"Nicht wieder gut zu machende Zerstörung": Gnu-Wanderung in der Serengeti

Jetzt soll die Serengeti doch noch sterben müssen

Dem tansanischen Weltnaturerbe und seinen einzigartigen Wildtierwanderungen droht eine todbringende Schnellstrasse


Von Ruedi Suter


Die weltberühmte Serengeti ist bedroht: Tansanias Regierung will 2012 eine Handelsstrasse mitten durch das Gebiet der grössten Tierwanderungen der Welt treiben. Das Vorhaben hat einen internationalen Aufschrei provoziert – und die im Gebiet dank Bernhard Grzimek engagierte Zoologische Gesellschaft Frankfurt gezwungen, endlich Stellung zu beziehen: Für den Nationalpark wäre eine "Trans-Serengeti" das sichere Ende.


Hoch oben am Himmel kreisen grosse Vögel in weiten Schlaufen. Es sind Geier. Sie halten Ausschau nach Kadavern oder Tieren, die tief unter ihnen im wildreichsten Gebiet der Erde verletzt oder altersgeschwächt ihrem Ende entgegensehen. Meistens sind es Antilopen wie Gnus, aber auch andere Arten wie Zebras, Giraffen, Büffel, Strausse, Warzenschweine, Flusspferde, Krokodile, Hyänen, Löwen, Leoparden und viele kleinere Tiere. Sie alle bevölkern die riesigen Weiten des Serengeti-Nationalparks im nördlichen Tansania.

Auch Elefanten gibt es hier seit einigen Jahren wieder zahlreicher zu sehen, und selbst ein paar der in Ostafrika beinahe ausgerotteten Spitzmaulnashörner trotten dank den verschärften Schutzmassnahmen wieder durch den Akazienbusch des 14'763 Quadratkilometer grossen Schutzgebiets. Doch neuerdings symbolisiert das Kreisen der Geier eine ganz andere Gefahr – das einzigartige Wildparadies mit den riesigen Tierwanderungen ist durch politische Ränkespiele und wirtschaftliche Begehrlichkeiten existenziell bedroht. Was seit Jahren schon diskutiert wird, soll 2012 endlich Wirklichkeit werden: Eine Schnellstrasse quer durch den Norden der Serengeti. Ihre Realisierung wäre der Anfang vom Ende des wertvollen Biosphärenreservats.

"Serengeti darf nicht sterben"

"Da sitze ich nun, achtundvierzig Jahre alt, am trüben Morgen des 11. Dezember 1957 in unserem einmotorigen Flugzeug und fliege in 200 Meter Höhe den Rhein entlang nach Süden, nach der Schweiz. (...) Mir ist etwas beklommen zumute. Wir sind am Beginn eines 10'000 Kilometer langen Fluges über das Mittelmeer, die Wüste, Ägypten, Zentralafrika bis über den Äquator hinweg. (...) Nie hätte ich geglaubt, dass ich einmal als Pilot in einem Maschinchen bis an den Victoriasee fliegen würde."

 

So beginnt der Bestseller "Serengeti darf nicht sterben" des deutschen Tierarztes, Naturschützers und Zoodirektors Bernhard Grzimek (1909-1987, Bild). Sein engagiertes Buch und der gleichnamige Film über die Gefährdung des 1951 gegründeten Nationalparks machten die Serengeti weltweit und gerade noch rechtzeitig zu einem Begriff: Der Appell des weitsichtigen Professors für die Erhaltung der Tiere und der Landschaften rettete der Menschheit eine einzigartige Wildnis.

Nicht zuletzt dank Bernhard Grzimek, den eine Männerfreundschaft mit Tansanias erstem Präsidenten Julius Nyerere verband, schuf das Land musterhaft viele neue Nationalparks und konnte die Serengeti bis in die Gegenwart vor allzu vielen zivilisatorischen Einflüssen bewahrt werden. Die Naturschutzorganisation Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF), deren Präsident Bernhard Grzimek war, hat bis heute ihr richtungsweisendes Engagement in der Serengeti aufrechterhalten. Doch den längst fälligen Alarm hat nicht sie ausgelöst. Das waren andere, die couragierter sind und sich weniger im Dorngebüsch afrikanischer Interessenspolitik verheddert haben.

Im Visier der Grossinvestoren

Fakt ist, dass der von der Regierung geplante Highway und die ihn umrankenden Gerüchte die Gemüter schon seit Jahren immer wieder erregt. Nach allen bislang vorliegenden Informationen handelt es sich letzten Endes um eine strategische Handelsstrasse, welche Häfen wie jenen von Tanga am Indischen Ozean direkt mit den Binnenländern des zentralen Afrikas verbinden soll.

"Leider ist diese geplante Strasse kein Einzelfall, sondern Teil des gesamten 'Northern Corridor'-Projektes, das auch eine Sodafabrik am Natronsee und einen neuen 'Tiefseehafen' in der Mwambani-Bucht in Tanga vorsieht: Also mitten im neuen, 2009 deklarierten Marinepark für Quastenflosser", erklärte eine Umweltschützerin gegenüber OnlineReports. Hinter solchen Vorhaben steckt auch das zunehmende Interessen der Grossmächte und des Welthandels an Ostafrika und Tansania. Um das politisch immer noch stabile, jedoch von Korruption gebeutelte Land mit seinen grossen Rohstoffreserven und Touristenattraktionen buhlen heute vor allem Investoren aus westlichen Industrieländern, China und den arabischen Staaten.

Die geplante "Trans-Serengeti" würde von der Ortschaft Loliondo – parallel zur Grenze Kenias und dessen angrenzendem Massai-Mara-Wildschutzgebiet – in Richtung Westen durch die Serengeti zum Ort Mugumu und weiter nach Musoma zum Victoriasee führen.

 

Die Regierung gibt sich entschlossen, das Vorhaben durchzuboxen. Im Oktober sind Wahlen, und so argumentiert sie mit ausschliesslich wirtschaftlichen Aspekten: Von der Verbindung könnten endlich auch die schlecht zugänglichen Ortschaften und ihre Einwohner westlich der Serengeti profitieren. Eine bessere Route bedeute mehr Handel, Erleichterungen und Fortschritt. Auf dem Highway würden jedoch neben Bussen und Personenwagen Tag für Tag auch Kolonnen schwerer Lastwagen rollen. Just das Teilstück durch den Nationalpark ist aber für das Ökosystem Serengeti von eminenter Bedeutung. Grund: Hier zieht jedes Jahr die grösste Tierwanderung der Welt mit gegen zwei Millionen Gnus und Zebras durch.

Wichtige Kritiker kaltgestellt

Die Asphaltpiste hätte ein brutales Durchschneiden der Wanderrouten zur Folge. Darum befürchten Parkbehörden, Ökologen und Zoologen ein noch nie dagewesenes Massaker. Tausende angefahrener, verletzter und überfahrener Wildtiere müssten in Kauf genommen werden, befürchtet unter anderem auch Professor Claude Mung'ong'o vom Ressourcen-Institut der Universität Dar-es-Salaam. Überdies würde die nördliche Serengeti für die dort ohnehin grassierende Wilderei noch besser zugänglich.

Schlaflose Nächte verursachte das Projekt vor Jahren schon dem damaligen und langjährigen Generaldirektor der Tansanischen Nationalparkbehörde (Tanapa), dem Zoologen Gerald Bigurube. Er wie auch andere führende Tanapa-Beamte wehrten sich lange gegen die "commercial road" und erklärten den Ministerien mutig, diese Strasse dürfe niemals gebaut werden.

Der als integer geltende Bigurube musste dann aber aufgrund dubioser Korruptionsvorwürfe seinen Posten räumen – gleich wie zuvor sein Vorgänger Lota Melamari, der bei anderen Ärgernissen ebenfalls kein Blatt vor den Mund nahm und schliesslich seinen Hut zu nehmen hatte. Bigurube wurde unlängst von der ZGF angestellt, und Melamari setzt sich heute als Direktor der tansanischen Wildschutzgesellschaft (WCST) vehement gegen das "destruktive Strassenprojekt" ein, "welches alle bisherigen Anstrengungen zur Erhaltung dieses kulturellen und natürlichen Erbes" zunichte mache. Auch die Weltbank will vom Projekt nichts wissen. Ihr zuständiger Mitarbeiter Dieter Schelling erklärte öffentlich, seine Institution sei bereits südlich der Serengeti beim Ausbau einer Alternativstrasse nach Musoma am Victoriasee engagiert. Doch diese wird, da sie länger ist, von Wirtschafts- und Regierungskreisen als kostspieliger "Umweg" schlecht gemacht.

Protest aus der Schweiz

Der Sturm der Entrüstung, zuerst von besorgten Individuen und kleineren Nichtregierungsorganisationen (NGO) angefacht, hat in den letzten Wochen an Heftigkeit massiv zugenommen, der nationale und internationale Druck via Medien, Protestnoten und Internet auf die tansanische Regierung ebenfalls. In der Wirtschaftsmetropole und früheren Hauptstadt Dar-es-Salaam raten die meisten Diplomaten, worunter auch die Vertreter der Schweiz, so vernehmbar wie möglich von einer Realisierung der Strasse ab. Tourismus-Organisationen protestieren, weil sie massive finanzielle Einbussen befürchten. Und der Nachbarstaat Kenia mit seinem an die Serengeti grenzenden Touristenmagnet, dem Massai-Mara-Schutzgebiet, zeigte sich empört über das Strassenvorhaben. Es würde auch den Wildtierwanderungen in den Massai-Mara übel mitspielen.

 

Aktiv wurde überdies der Verein "Freunde der Serengeti Schweiz" (FSS).
Diese NGO setzt sich seit über einem Vierteljahrhundert in der Schweiz und in Tansania schwerpunktmässig für den berühmten Nationalpark ein. Ihr Präsident, der Schlierener Arzt Beni Arnet, fordert nun in einem am Wochenende abgeschickten Schreiben Tansanias Präsident Jakaya Mrisho Kikwete auf, das Projekt umgehend fallen zu lassen: "Aus unzähligen anderen Beispielen auf der Welt wissen wir, dass sensible Ökosysteme Handelsstrassen dieser Art niemals verkraften."

 

Der Bau des Highways, so Arnet weiter, wäre der Beginn einer nicht wieder gut zu machenden Zerstörung des Serengeti-Ökosystems. "Wir können nicht ein Gebiet unterstützen, das von einer Regierung mit ruinösen Bauplänen als nicht mehr schutzwürdig erachtet wird", warnt der FSS-Präsident mit einem Blick in die Zukunft. Sein Schreiben schliesst mit der Befürchtung, sich beim Bau aus dem Schutzgebiet zurückziehen zu müssen und der Bitte, doch der Serengeti ihren Frieden zu lassen.

"Grzimek-Nachfolger" wiegelt ab


Arnet hatte auf einer Informationsreise bereits 2007 im östlichen Projektgebiet Strassenbau-Profile entdeckt. Seine Nachfrage bei Landsmann Markus Borner, zuständig für alle Afrika-Projekte der ZGF, wurde jedoch verharmlosend beantwortet. Die Sache sei vom Tisch, meinte der seit Jahrzehnten in der Serengeti lebende und von den Medien als "Grzimek-Nachfolger" hoch stilisierte Schweizer. Auch gegenüber Medienleuten, die ihm damals bereits konkrete Fragen stellten, hielt sich Borner bedeckt.

Seine Begründung: Die ZGF arbeite "auf Vertrauensbasis mit der Regierung zusammen" und könne und wolle sich deshalb nicht äussern. So bezieht er im Einverständnis mit der Zentrale in Frankfurt – und ganz im Gegensatz zu seinem "Ziehvater" Bernhard Grzimek – nur im höchsten Notfall klar Stellung. Dies allerdings nicht nur aus persönlichen Gründen: Tansania hat sich seit Grzimeks Tagen verändert, dessen Klartext-Sprache würde kaum mehr geduldet. Überdies müssen sich heute Markus Borner und die ZGF in einem politisch schwierigen, zunehmend von Korruption geprägten Umfeld behaupten. Konfrontationen werden darum tunlichst vermieden.

Bedrohte Wildtiere

So reagierte die Zoologische Gesellschaft Frankfurt, die in Tansania nach wie vor ein beträchtliches Gewicht hat, erst durch den Druck der allgemeinen Empörung auf die Bedrohung. Doch wenigstens ist ihre späte und von Gerald Bigurube mitformulierte Erklärung gegen das Strassenbauprojekt ausführlich und unmissverständlich ausgefallen. Die ZGF lässt keine Zweifel offen, dass eine "Trans-Serengeti" verheerende Folgen auf das Ökosystem hätte. Mit der Schnellstrasse würden überdies Tierkrankheiten in den Park geschleppt, die den Wildbestand rasch reduzieren könnten, warnt die Organisation unter anderem.

Die von ihrem Direktor Christof Schenck gezeichnete und an die tansanische Regierung gerichtete Stellungnahme endet diplomatisch versöhnlich: "Wir sind überzeugt, dass die Leader und das Volk Tansanias nichts unternehmen werden, was die berühmte Serengeti zerstören würde."

Dem steht unter anderem eine Wahlrede des heutigen Präsidenten Kikwete entgegen. Der als Hoffnungsträger für die Umwelt und gegen die Korruption angetretene Politiker hatte bereits 2005 im Serengeti-Distrikt klar gemacht, dass er den Highway zur Aufwertung der wirtschaftlich vernachlässigten Region auf jeden Fall bauen lassen wolle. Dass das dem Biosphären-Reservat schadet – zu ihm gehören auch der Ngorongoro-Krater und das Massai-Mara-Schutzgebiet –, scheint ihn zurzeit nicht weiter zu bekümmern.

Partnerschaft mit US-Amerikaner


Allerdings stecken die Frankfurter auch noch aus einem anderen Grund im Schlamm. Sie haben sich mit dem US-Milliardär und Hedge Funds-Spezialisten Paul Tudor Jones (PTI) eingelassen, der in Tansania über seine "Grumeti"-Unternehmen schon gegen 100 Millionen Dollar investiert haben soll. Dies vor allem in erfolgreiche Wildschutzprojekte unweit des Grumeti-Flusses in der westlichen Serengeti und in den Bau einsamer Luxus-Lodges für die Super-Reichen dieser Welt.

Der Namen des betuchten Obama-Unterstützers fiel in den letzten Jahren jedoch regelmässig auch im Zusammenhang mit dem Bau eines internationalen Flughafens beim Städtchen Mugumu knapp ausserhalb der West-Serengeti – und dem daran gekoppelten Strassenprojekt quer durch die Serengeti. Gemäss verschiedener Quellen habe der angeblich überzeugte Umweltschützer PTJ seine Bereitschaft kundgetan, für die beiden teuren Vorhaben auch gleich das nötige Geld aufzuwerfen.

Gefährdetes Prestigeprojekt

Nicht genug: Paul Tudor Jones steckte nun gegen sechs Millionen Euro in ein Prestige-Projekt der ZGF: Die Wiederansiedlung von 32 Ostafrikanischen Spitzmaulnashörnern aus Südafrika in der Serengeti. Kauf, Einfangen, Transport, Auswilderung und der Schutz durch eine extra ausgebildete Spezialtruppe werden vom Amerikaner finanziert. Am 21. Mai landete vor 500 geladenen Gästen aus aller Welt eine Lockheed C-130 Hercules-Transportmaschine mit den ersten fünf Nashörnern auf der Sandpiste des Serengeti-Hauptquartiers Seronera.

Unter den Augenzeugen der Landung und des Beginns der "grössten Umsiedlung dieser Art" (ZGF) gab sich ein Mann bei seiner Ansprache besonders begeistert – Tansanias Regierungsoberhaupt Kikwete. Das von ihm geforderte und von Milliardär Jones befürwortete Highway-Projekt wurde zu dieser Zeit längst schon heftig diskutiert. Doch die ZGF hielt still, wohl aus Furcht, den Präsidenten wie auch Mäzen Paul Tudor Jones vor den Kopf zu stossen. Ihre öffentliche Stellungnahme gegen die Strasse erfolgte erst drei Wochen später, nachdem die deutsche Gesellschaft endgültig ihre Glaubwürdigkeit zu verlieren drohte. Dies wiederum war für besorgte Kritiker selbst innerhalb der Nationalparkbehörde um Monate, wenn nicht gar um Jahre zu spät.

Heilloses Durcheinander

Geradezu widersinnig scheint da die Wahl des neuen Lebensraums für die aus Südafrika eingeflogenen Nashörner: Er befindet sich ebenfalls im Norden der Serengeti und könnte von Wilderern über die geplante Handelsstrasse relativ einfach erreicht werden. Dass Nashornwilderer, zumeist von chinesischen Verbrechersyndikaten angeheuert, heute keine Mittel mehr scheuen und neuerdings sogar mit Helikoptern operieren, zeigen die Zustände im bislang beim Wildschutz sehr gut organisierten Südafrika. Allein 2009 wurden dort – trotz der professionellen Antiwilderei-Einheiten – über 120 Nashörner ihres Nasenhorns wegen umgebracht. Hier stellt sich vor allem die Frage, wie die tansanischen Ranger mit ihren relativ beschränkten Mitteln die Nashornkiller abwehren wollen.


Rettet also Milliardär Paul Tudor Jones (Bild) mit Hilfe der ZGF Ostafrikanische Nashörner aus Südafrika, um sie in Tansania auszuwildern und später den Wilderern durch eine mitfinanzierte Schnellstrasse quer durch die geöffnete Serengeti auf dem Silbertablett zu präsentieren? Dies anzunehmen, halten selbst seine misstrauischten Kritiker für absurd. Klar scheint nur: Bei der Planung der gross angekündigten Nashorn-Rückführung nach Tansania wurden wichtige Zusammenhänge nicht erkannt – oder aus politischen Überlegungen oder Prestigegründen bewusst ignoriert.

US-Milliardär krebst zurück


So begeistert Tansanias Präsident Kikwete die Ankunft der ersten fünf Nashörner aus Südafrika bejubelte, so unnachgiebig tönen er und seine Regierung beim Projekt: Der Highway werde gebaut. Ob er das wirklich wird, ob Tansania tatsächlich das UNESCO-Weltnaturerbe Serengeti so leichtfertig opfert, ist noch nicht in Stein gemeisselt. Unterdessen hat der internationale Druck auf das Land enorm zugenommen. Unterdessen hat sich aber auch Paul Tudor Jones persönlich ein Bild von der Lage im tansanischen Busch gemacht. Diesen Juli soll er nun versichert haben, die geplante Strasse nicht mehr zu unterstützen und dies in diesen Tagen dem Präsidenten auch persönlich zu begründen. Damit dürften Tansania auch die Finanzen zur Realisierung der "Trans-Serengeti" fehlen. Zumindest so lange, bis ein neuer Geldgeber einspringt, China zum Beispiel.

Ob die Serengeti bald sterben wird, bleibt vorderhand offen. Sicher ist nur, dass das prächtige Biosphärenreservat wie auch Tansania mit seinen attraktiven Ressourcen zunehmend die Begierden grosser Investoren wie Staaten, Minen- und Tourismuskonzernen weckt. Überdies nehmen Bevölkerungsdruck und der Kampf um Land an den Grenzen des Nationalparks weiter zu: Die letzte Schlacht um die Serengeti ist in vollem Gang – und das Kreisen der Geier über diesem von vielen Seiten bedrohten Paradies auf Erden dürfte so schnell seine Doppeldeutigkeit nicht verlieren.

 

Transparenz: OnlineReports-Autor Ruedi Suter ist auch Redaktor von "HABARI", der Zeitschrift des Vereins "Freunde der Serengeti Schweiz" (FSS).

20. Juli 2010

Weiterführende Links:


 Ihre Meinung zu diesem Artikel
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)

Was Sie auch noch interessieren könnte

Ersatz fossiler Heizungen:
Zehntausende verunsichert

5. Mai 2022

Noch rasch eine Öl- oder Gasheizung
kaufen? Fakten zur Entscheidung.


Eine Liebeserklärung an
die Basler Stadtbäume

25. April 2022

Verein "Basel erleben" legt eindrückliche
Multimedia-Dokumentation vor.


Baselbieter Wahlen: GLP
will den Freisinn angreifen

19. April 2022

Präsident Thomas Tribelhorn will
"mindestens Fraktionstärke erreichen".


Der "Chilchacher" von
Tenniken bleibt grün

8. Februar 2022

Gemeindeversammlung schiebt Überbauungs-
plänen einen zonenrechtlichen Riegel.


Audio: "Chilchacher" bleibt grün: Abstimmungsresultat Bekanntgabe

Grosser Rat zündet bisher härteste Klima-Stufe

16. Dezember 2021

Ende für fossile Basler Heizungen bis 2035: SVP blieb mit Widerstand chancenlos.


Reaktionen

An Zwang und Freiheit
scheiden sich die Geister

16. November 2021

Peter Knechtli zum Schlussbericht
der baselstädtischen Klima-Kommission.


Reaktionen

Ab 2035: Verbot von
Öl- und Gasheizungen

15. November 2021

Die Basler Klimakommission legt ihren
umfangreichen Forderungskatalog vor.


Vorder Brüglingen weniger
romantisch erneuert

10. November 2021

Der Totalumbau in den Merian Gärten
ist in der Halbzeit angelangt.


Deutsche Bahn: Blindflug
ins Fussball-Stadion

1. November 2021

Roland Stark staunt über Schattenseiten
des Autotechnologie-Landes Deutschland.


Ein Wunderwerk holt Metall
aus Verbrennungs-Schlacke

29. Oktober 2021

Elbisgraben: Hier steht die modernste Anlage
für Metallrückgewinnung der Schweiz.


Reaktionen

www.onlinereports.ch - Das unabhängige News-Portal der Nordwestschweiz

© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigene Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

Auf dieser Website gibt es Links zu Websites Dritter. Sobald Sie diese anklicken, verlassen Sie unseren Einflussbereich. Für fremde Websites, zu welchen von dieser Website aus ein Link besteht, übernimmt OnlineReports keine inhaltliche oder rechtliche Verantwortung. Dasselbe gilt für Websites Dritter, die auf OnlineReports verlinken.

Frisch pubertiert

Als Studi in der Zwangspause

Theater Basel

"Milf" im Theater Basel
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Die Segel des Ordnungsrahmens im Strommarkt neu setzen"

Avenir Suisse
Wochenbulletin
vom 22. April 2022
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
Avenir-Speech: Der Strommarkt hat einen Rahmen, und der hat sogar Segel.

RückSpiegel


Die BZ Basel und das SRF-Regionaljournal nahmen die OnlineReports-Meldung vom Tod des ehemaligen Baselbieter LdU-Nationalrats Claudius Alder auf.

In ihrem Bericht über den Störungs-Aufruf von "Basel nazifrei" zitierte die Basler Zeitung aus OnlineReports.

Der Tages-Anzeiger bezog sich in seinem Artikel über das "Russengrab" auf dem Friedhof "Hörnli" auf die vorausgegangene OnlineReports-Recherche.

In ihrem Bericht über die Forderung nach einer Neudiskussion über ein Windkrafwerk im Muttenzer Hardacker nimmt die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-News über den Abgang von BLT-Direktor Andreas Büttiker kommendes Jahr auf.

In ihren Bericht über den Streit um öffentliche Wege durch Basler Schrebergärten zitierte die Basler Zeitung aus OnlineReports.

Der SF-Bericht von Schweiz aktuell zitiert OnlineReports mit der Erstmeldung über die defekten Gummieinlagen in Basler Tramschienen.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über den Wegzug der Bank Vontobel aus der Basler Rittergasse nach.

Die BZ Basel, die Basler Zeitung, das Regionaljournal und 20 Minuten nahmen die OnlineReports-News über beschädigte Gummiprofile auf der Tram-Teststrecke im Gundeldingerquartier auf.

Das Regionaljournal bezog sich in seinem Bericht über die gescheiterte Ausschreibung zum Betrieb des Gärtnerhauses auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung thematisiert den Flächenmiete-Vorschlag von OnlineReports zu einer kantonalen Medienförderung.

Im Bericht über den Ausstieg der BKB aus dem FCB-Sponsoring bezieht sich 20 Minuten auf OnlineReports.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Erstmeldung über die Planung von fünf Kraftwerken an Birs und Ergolz auf.

In ihrem Artikel über die hohe "Swisslos"-Vergabung an "Primeo Energie" bezieht sich die BZ Basel auf OnlineReports.

Die OnlineReports-Forderung nach kantonaler Medienhilfe nahmen Bajour, das Regionaljournal und die BZ Basel auf.

Die Basler Zeitung beruft sich in ihrem Bericht über den Zubringer Bachgraben auf eine Erstmeldung in OnlineReports.

Die BZ Basel bezieht sich in ihrem Bericht über Gemeindewahlen in Riehen auf OnlineReports.

Im Einspieler zum "Sonntagstalk" nahm Telebasel Bezug auf eine OnlineReports-Kolumne von Andrea Strahm.

Die OnlineReports-News über die Beschwerde gegen "Tempo 30" auf Teilen der Kantonsstrassen wird von der BZ Basel aufgenommen.

Die Badische Zeitung bezieht sich in ihrem Bericht über den Kauf das Kleinbasler Clara-Areals durch den Staat auf OnlineReports.

Im Interview mit dem Medienökonomen Matthias Künzler stellt Bajour die Frage, ob es fair sei, dass OnlineReports, da kostenlos zugänglich, von der Medienförderung nicht profitieren könnte.

Prime News nimmt im Kommentar gegen das "Medienförderungsgesetz" auf die Position von OnlineReports Bezug.

Die BZ Basel und Happy Radio bezogen sich in ihrer Meldung über die Kündgung der Gelterkinder Schulleitung auf eine OnlineReports-News.

Die Badische Zeitung bezog sich in ihrem Bericht über die Absage des internationalen Reitsport-Turniers "CHI Classics" in der St. Jakobshalle auf OnlineReports.

In ihrer Meldung über den Widerstand gegen ein Kirchenglocken-Läutverbot geht die BZ Basel auf OnlineReports ein.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Meldung über die Traiferhöhung auf den Basler Fähren auf.

Bajour interviewt OnlineReports-Gründer Peter Knechtli zu seiner Ablehnung des vor der Volksabstimmung stehenden "Medienförderungsgesetzes". Die Medienwoche nimmt das Interview auf.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Die künftige Direktorin des Basler Waisenhauses ist Anita Conrad, die auf den Ende November 2023 persionierten Uli Hammler folgt.

In der Gemeinderats-Ersatzwahl in Füllinsdorf wurde Christoph Keigel als Kandidat der Ortspartei "Pro Füllinsdorf" und Nachfolger des verstorbenen Beat Keller gewählt.

Die Initiative zum Bau einer neuen Stadthalle für Liestal ist bei einer Stimmbeteiligung von 44 Prozent mit einer Mehrheit von fast 69 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt worden.

Einen Unterstützungsbeitrag in Höhe von 25'000 Franken aus dem Swisslos-Fonds hat die Basler Regierung dem türkisch-islamischen Sozial- und Kulturverein an die Infrastruktur von Küche und Aufenthaltsraum am Leimgrubenweg bewilligt.

Lukas Fischler wird neuer Chefarzt Anästhesie, Chief Medical Officer und Mitglied der Geschäftsleitung der Merian Iselin Klinik.

Der bei der Basler Zeitung in Ungnade gefallene Lokalredaktor Daniel Wahl ist in Markus Somms Nebelspalter untergekommen.

Die Gemeinde Reinach budgetierte war ein Defizit von 9,2 Millionen Franken, herausgekommen ist ein Verlust von 440'000 Franken.

Samuel Meyer, Leiter des Geschäftsbereichs Vertrieb der Bank Cler, wird per 1. Mai neuer CEO und Nachfolger von Mariateresa Vacalli.

Bei einem budgetierten Defizit von 5,7 Millionen Franken schliesst die Liestaler Rechnung 2021 nun ausgeglichen ab "dank höherer Steuereinnahmen und tieferen Sozialhilfekosten als erwartet".


Susanne Fisch und Noé Pollheimer sind die Nachfolgenden von Martin Leschhorn Strebel im Präsidium der SP Riehen.


Marc-Oliver Möller wird am 1. August neuer der Zentralen Dienste im Basler Erziehungsdepartement und Nachfolger von Thomas Riedtmann, der im Sommer pensioniert wird.

Der frühere Basler Regierungsrat Baschi Dürr (45) wird Verwaltungsrat bei der Sicherheitsfirma Pantex.

Die Findungskommission für die Direktion des Historischen Museums Basel ab 1. Mai 2024 ist konstituiert und nimmt ihre Arbeit auf, während der Vertrag mit dem interimistischen Direktor Marc Zehntner bis Ende April 2024 verlängert wurde.

Anstelle des zurücktretenden André Auderset soll Anita Treml Nidecker (64) das Präsidium der "Interessen-Gemeinschaft Kleinbasel" (IGK) übernehmen.

Die 35-jährige Zahnärztin Anja von Büren wird per 25. April 2022 neue Baselbieter Kantonszahnärztin und Leiterin des Kantonszahnärztlichen Dienstes im Amt für Gesundheit – als Nachfogerin von Ludmilla Strickler, die in Pension geht.

Für die zurücktretende Grossrätin Grüne Marianne Hazenkamp-von Arx (Riehen) rückt Béla Bartha nach.

In Riehen steigen EVP, Grüne und SP im dritten Wahlgang der Gemeinderatswahlen vom 24. April mit Daniele Agnolazza (EVP) ins Rennen.

Wegen massiven Preissteigerungen der letzten Monate an den internationalen Energiemärkten bei Gas sowie laufenden Investitionen in die CO2-Neutralität erhöhen die IWB die Fernwärmetarife ab 1. April um 12,25 Prozent.

Stephan Erni wird Chefarzt der neuen "Rehaklinik Basel", die in den Neubau Hirzbrunnen des Claraspitals integriert wird.

Die Justiz-, Sicherheits- und Sportkommission (JSSK) des Basler Grossen Rates beantragt dem Plenum einstimmig, der Stimmbevölkerung die Volksinitiative "Abschaffung des Präsidialdepartements und Reduktion der Anzahl der Mitglieder des Regierungsrats von 7 auf 5 Mitglieder" ohne Gegenvorschlag zur Ablehnung zu empfehlen.

Der Betrieb des neuen Tagesrestaurants mit Cateringbetrieb, das derzeit im ehemaligen Ökonomiegebäude der Merian Gärten entsteht, wird von der Christoph Merian Stiftung an das Basler Gastronomieunternehmen "Berest" übertragen.

Das Basler Staatsarchiv sichert die Geschichte der Anti-AKW-Bewegung, die sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Zusammenhang mit Plänen eines Atomkraftwerks in Kaiseraugst formierte.

Elena Kasper und Clara Bonk, beide 21-jährig, heissen die neuen Co-Präsidentinnen der Baselbieter Juso.

Die Frenkendörfer SP-Landrätin Mirjam Würth tritt per Ende Februar aus dem Landrat zurück, der Birsfelder FDP-Landrat Christof Hiltmann demissioniert per 1. Juni.

Der emeritierte Basler Soziologieprofessor Ueli Mäder wird am 21. März in Stuttgart für sein gesellschaftspolitisches Engagement mit dem Erich Fromm-Preis geehrt.

Aus 573 steuerbezogenen Selbstanzeigen im Jahr 2021 resultierten im Baselbiet zusätzliche Steuererträge in Höhe von 5,6 Millionen Franken.

Im Baselbiet funktionierten 149 von 150 Sirenen beim Test einwandfrei, in Basel-Stadt heulten alle 39 Sirenen ordnungsgemäss auf.

Aufgrund der stark gesunkenen Nachfrage nach Impfungen stellt das Impfzentrum West in Laufen seinen Betrieb Ende Februar 2022 ein.

Die Basler Kantonalbank (BKB) erweitert jetzt ihr Produktangebot für Firmenkunden, weil dort "ein wachsender Beratungs- und Finanzierungsbedarf mit Blick auf den Klimaschutz, aber auch in anderen Bereichen der Nachhaltigkeit" bestehe.

Die Juso-Initiative für ein Gratis-U-Abo für alle Baselbieter und -innen ist mit über 1'900 Unterschriften zustandegekommen.