© Foto by Bruno Manser Fonds
"Letzte Foto": Manser, kurz vor Grenzübertritt nach Sarawak um den 22. Mai 2000

Das unerklärliche Verschwinden von Bruno Manser

Schweizer Diplomatie eingeschaltet: Was ist mit dem Regenwaldschützer geschehen?


Von Ruedi Suter


Seit letztem Mai gibt es vom Schweizer Regenwaldschützer Bruno Manser kein Lebenszeichen mehr. Der Menschenrechtler wollte zu seinen von Holzkonzernen, Militär und Polizei eingeschlossenen Freunden in Sarawak, den Penan-Waldnomaden auf Borneo. Er scheint dort nie angekommen zu sein. Jetzt schaltet sich die Schweizer Diplomatie ein. Manser könnte gefangen genommen, verunglückt oder ermordet worden sein.


Was ist mit Bruno Manser geschehen? Eine Frage, die seine Angehörigen, den Bruno-Manser-Fonds (BMF) und die engsten Freunde des Basler Regenwaldschützers in den letzten Monaten nicht mehr zur Ruhe kommen lässt. Sie kann bis heute nicht beantwortet werden. Denn klar ist nur: Der 47jährige Oeko-Aktivist ist auf der Insel Borneo im malaysischen Gliedstaat Sarawak verschollen. Dort wollte er im Frühjahr auf Dschungelpfaden vom indonesischen Kalimantan aus zu den von Holzfällern, Armee und Polizei umstellten Penan-Waldnomaden stossen. Seither fehlt von ihm jede Spur.

Bei den letzten nomadisch lebenden Penan hatte Bruno Manser sechs Jahre verbracht (1984 -1990), hatte ihre Sprache, ihr Wissen und ihre Überlebenstechniken als Jäger und Sammler gelernt und eine immense Fülle an Aufzeichnungen und Skizzen angefertigt. So war der Weisse zu einem der ihren geworden, zum "Laki Penan", dem "Penan-Mann".

Hohes Ansehen bei den Waldnomaden

Der "Schweizer Penan" genoss ein ausserordentlich hohes Ansehen bei den Waldnomaden. Wie sie bewegte er sich nackt durch den Dschungel, kannte die Tiere und Früchte des Waldes, schoss mit dem Blasrohr und erkannte als Erster, dass gegen die neuen, ungewohnten und immer näher rückenden Geräusche von Motorsägen und Bulldozern organisierter Protest nötig wurde, um die Lebensgrundlagen der Penan zu verteidigen.

So wurden die im Urwald bislang unbekannten und von den Holzkonzernen mit dem Segen und unter dem Schutz der Regierung hineingetriebenen Strassen blockiert. Die gewaltfreien Aktionen und Nadelstiche der Ureinwohner gegen den ihre Welt zerstörenden Vormarsch der technischen Zivilisation lenkten Ende der achtziger Jahre die Aufmerksamkeit des Westens auf Sarawak.

Manser als Widersacher des Chief Ministers

Bruno Manser wurde für die in ihrer Existenz bedrohten Penan-Nomaden und später für die Weltöffentlichkeit zum Leitsymbol des Widerstandes gegen das skrupellose Niedermachen von Sarawaks Urwäldern. Für Sarawaks Chief Minister Taib Mahmud begann damals der Basler zum lästigen Widersacher zu werden. "Tahib Mahmud", erklärte Manser noch vor seiner Abreise am 15. Februar 2000 gegenüber OnlineReports, "ist mit seiner Lizenzvergabe an die Holzkonzerne persönlich dafür verantwortlich, dass innerhalb einer Generation fast der ganze Urwald Sarawaks in ein Schlachtfeld verwandelt wurde".

1990 musste der Regenwaldschützer die Penan - "meine zweite Familie" - und das Land fluchtartig verlassen. Malaysia hatte den Schweizer zum ersten Staatsfeind erklärt und Spezialeinheiten auf ihn angesetzt.

Meistersenn mit Matura

Doch der gelernte Meistersenn mit Matura liess nicht locker. In Basel wurde der Bruno-Manser-Fonds (BMF) gegründet, dessen Büro mit Hilfe von zahlreichen Spenderinnen und Spendern zuerst von Sekretär Roger Graf und später von John Künzli zu einem angesehenen Aktions- und Informationszentrum für Tropenwaldbelange ausgebaut wurde. Manser selbst sorgte einerseits mit seinem Wagemut, anderseits mit seiner sachkundigen, ruhigen und glaubwürdigen Art für eine medienwirksame Thematisierung des Klima- und Tropenwaldschutzes in der Schweiz.

Dabei ging der Dickschädel - seine Vorfahren sind Appenzeller - häufig bis an seine physischen und psychischen Grenzen. 1993 harrte er, besucht von Bundesrätin Ruth Dreifuss, vor dem Bundeshaus in Bern 60 Tage ohne Essen aus, um dem Bundesrat und den Schweizer Konsumenten die dringende Notwendigkeit einer Deklarationspflicht für alle Hölzer und einen Importstopp für Tropenholz klar zu machen. Die von 37 Organisationen und Parteien, dem Basler Stadtparlament und zahlreichen Persönlichkeiten unterstützte Aktion hat später einiges bewegt, eine verbindliche Deklarationspflicht gibt es in der Schweiz aber bis heute nicht.

Spektakuläre Aktionen mit wenig Wirkung

Mit zahlreichen Vorträgen im In- und Ausland, Kontakten zu Nichtregierungsorganisationen, EU, UNO, Regierungen, mit Blossstellungen von Tropenholzfrevlern und weiteren Aktionen wie jene von "Fünf vor Zwölf", bei der sich Manser an einem Seil der Klein-Matterhorn-Bahn 800 Meter in die Tiefe stürzte, versuchte der Umweltaktivist gegen die rasende Vernichtung der Regenwälder anzukämpfen. Doch trotz kleiner Fortschritte schien ihm, der stets mit den Penan fühlte, alles viel zu schleppend voranzukommen.

Darunter litt Bruno Manser. Er meinte schon im März 1998: "Solange weitergeholzt wird in Sarawak und solange die Bulldozer weiterwühlen, solange haben unsere Aktionen nichts bewirkt. Ich bin müde, aber ich kann nicht aufhören, bis die Versprechen der Malaysier eingelöst sind: Das 1987 versprochene Biosphärenreservat für die Penan und ihre Selbstbestimmung."

Holzkonzerne entwurzeln auch Ureinwohner

Die Urwälder liessen ihn nie in Ruhe. So hielt er sich wochenlang in amerikanischen und afrikanischen Urwäldern auf. Mehrmals schlug er sich unerkannt auch wieder nach Sarawak durch, um seine ihn erwartenden Freunde wiederzusehen. Gleichzeitig wurde er jedesmal wieder Zeuge der rasch fortschreitenden Zerstörung ihres Lebensraumes vorab durch die weltweit agierenden malaysischen Holzkonzerne Samling Company, Rimbunan Hijau Sdn. Bhd. und W.T.K. Company: Entwurzelte Ureinwohner, neue Strassen, kahlgeschlagene Landschaften, erodierte Berge, leblose Flüsse, verschwundene Pflanzen- und Tierwelten. Manser spürte, dass den Penan, dem Wald und ihm die Zeit davonlief.

Mitte 1998 beschloss er, fortan alles zu riskieren. Zuerst mit Diplomatie. So bot er dem Verantwortlichen Chief Minister Taib Mahmud seine Mitarbeit für die Sicherung des Biosphärenreservats an und bat um Vergebung, die malaysischen Einwanderergesetze missachtet zu haben. Keine Reaktion. Ebenso vergeblich waren verschiedene weitere Versuche, mit Mahut ins Gespräch zu kommen.

Gleitschirmflug um Behördenresidenz

Darauf lernte Manser das Fallschirmspringen, um dem muslimischen Chief Minister in Kuching aus der Luft am Ende des Fastenmonats Ramadan beim Friedenstag des Hara Ray zum Zeichen der Versöhnung ein symbolträchtiges Lämmchen namens "Gumperli" zu überbringen. Da das Lamm auf Druck der Malaysischen Botschaft in Genf von den Fluggesellschaften nicht transportiert wurde, scheiterte auch dieser Versuch. Hierauf sprang der Basler mit dem Tier am 6. April 1998 über dem UNO-Sitz in Genf ab, um zunehmend verzweifelter auf die Lage in Sarawak aufmerksam zu machen.

Wiederum keine offizielle Reaktion aus Sarawaks Hauptstadt Kuching. Dort liessen dann im März 1999 die Zollbeamten einen kleingewachsenen athletischen Geschäftsmann einreisen, der den Anzug seines Vaters, einen Aktenkoffer und eine schlecht geknöpfte Krawatte trug. Am 29. März 1999 drehte Bruno Manser anlässlich der Feierlichkeiten zu Ehren der Rückkehr der Mekkapilger (Hari Raya Haji) mit einem motorisierten Gleitschirm medienwirksam einige Runden über Taibs Residenz, landete absichtlich daneben, liess sich verhaften - und wurde eilends nach Kuala Lumpur und später in die Schweiz ausgeschafft. Sein mit Humor, Risikofreude und Naivität angepeiltes Ziel, Chefminister Taib Mahmud von der Notwendigkeit des Regenwaldschutzes zu überzeugen, war wiederum gescheitert.

Letzter Brief an seine Lebenspartnerin

Mit der Angst im Nacken, dass offensichtlich auch die kümmerlichen Überreste des Penanwaldes der Holzindustrie geopfert werden sollten, brach der Umweltschützer am 15. Februar 2000 wieder Richtung Borneo auf. Im indonesischen Kalimantan stiessen BMF-Sekretär Künzli und das schwedische Filmteam zu ihm, das früher mit ihm den Film "Tong Tana" drehte und diesmal den Aktivisten auf seinem Weg durch den Dschungel in Richtung Sarawak filmen wollte. Nachher marschierte Künzli mit Manser allein weiter. Bevor sie sich trennten, schrieb dieser einer alten Gewohnheit entsprechend noch Postkarten an seinen Freundeskreis. Rund 400 Stück waren es diesmal.

Bis an die Grenze vertraute sich der Menschenrechtler einem ortskundigen Schweizer an. Über zwei anstrengende Wochen dauerte die Reise. Zunächst im Boot, dann schwer beladen zu Fuss durch unwegsames Gelände mit Primärwald und gefährlichen Steilhängen. Nachts schlief Manser in der Hängematte, sein Freund auf dem Boden. Es regnete täglich, und als die beiden nach zwei Wochen einen Tagemarsch vor der Grenze ihre letzte gemeinsame Nacht verbrachten, waren sie völlig erschöpft. Am 18. Mai übergab Bruno Manser dem zurückgehenden Landsmann einen Brief an seine Lebenspartnerin, in dem er von Durchfall und einer gebrochenen Rippe berichtet. Der in der Gegend lebende Schweizer ist der letzte Europäer, der den Verschollenen gesehen hat. "Als wir uns trennten, fühlte sich Bruno gut. Er machte mir einen starken Eindruck", erklärte der Begleiter gegenüber OnlineReports.

Auf gefährlichen Holzfällerstrassen

Wie BMF-Sekretär Künzli später herausfand, muss Bruno Manser um den 22. Mai mit Hilfe eines einheimischen Führers die bewaldete Grenze nach Sarawak überschritten haben. Sein letztes Lebenszeichen stammt aus dem Städtchen Bareo. In dessen Nähe verfasste der Regenwaldschützer am 23. Mai in einem Gebüsch versteckt einen Brief an seine Freundin. Er sei müde und warte auf die Dunkelheit, um dann den Holzfällerstrassen zu folgen. Das Schreiben, mutmasst Künzli, sei von jemandem in der Post in Bareo aufgegeben worden. Es traf in der Schweiz ein, mit malaysischen Briefmarken, doch ohne Stempel.

Seither hat das BMF-Büro in Basel zahlreiche Versuche unternommen, über vertrauenswürdige Verbindungsleute den Kontakt zum Umweltaktivisten aufzunehmen und seinen Aufenthaltsort herauszufinden. Alles umsonst. Ebenfalls keine neuen Erkenntnisse brachten ausgesandte Penan-Suchtrupps heim, die wochenlang diskret die Wälder, die Abholzgebiete und das vom Basler angepeilte Quellgebiet des Limbang-Flusses durchkämmten. Immerhin konnten zwei Männer bestätigen, dass sie den Vermissten eine Weile geführt hatten: auf Dschungelpfaden in Sarawak.

Deutungen sagen: Manser lebt

Im Herbst geriet das BMF-Büro zunehmend unter Druck. Einige der besorgten Verwandten und Freundeskreise forderten, die Diplomatie einzuschalten mit einer Vermisstmeldung die Öffentlichkeit zu alarmieren. Das Büro zögerte, weil mit einer Vermisstmeldung die malaysischen Sicherheitskräfte auf den Umweltschützer angesetzt würden. Die nagende Ungewissheit führte zur Befragung von Pendlerinnen, Hellsehern und Traumdeutern. Alle Hinweise deuteten darauf hin, dass Manser noch lebt, was auch durch die Geisterbeschwörungen der Penan bestätigt wurde.

Sonst aber nichts Konkretes. Bestenfalls Indizien wie im Juli das Auftauchen eines in Malaysisch verfassten Schreibens der Nomaden vom Limbang-Gebiet mit Forderungen an den Chiefminister. Oder das überraschende Errichten eine der grössten Strassenblockaden seit den achtziger Jahren durch 100 Penan am 11. August bei Long Kevok. Steckt hinter dem neu erwachten Protestwillen etwa der womöglich absichtlich abgetauchte Schweizer "Laki Penan"?

Gerüchte jagen sich - Krisensitzung seiner Familie

Im September verbreitete sich im Penangebiet das Gerücht, Manser sei in der Gegend. Es blieb nicht das einzige: Manser sei bei der Blockade in Long Kevok von der Armee erschossen worden. Oder im Wald sei die Leiche eines Europäers gefunden worden. Darauf flog am 21. Oktober der Fallschirmspringerlehrer und enge Freund des Verschollenen von der Schweiz ins Bario-Gebiet, wo Bruno Manser das letztemal gesehen wurde. Alle Befragten geben an, sie wüssten nichts vom vermissten Umweltaktivisten.

Am 10. November fand im Büro des BMF in Basel eine Krisensitzung statt, zu der Mansers Mutter, seine beiden Schwestern und Brüder, seine Freundin und ein paar ihm Nahestehende eingeladen wurden. John Künzli informierte die gefasst wirkenden Anwesenden über die letzten mageren Erkenntnisse. Nach wie vor müsse mit allem gerechnet werden. Und keine Version könne ausgeschlossen werden:

• Bruno Manser ist abgetaucht, um den Penan in ihrem letzten Kampf zu helfen und die Weltöffentlichkeit auf Sarawaks Kahlschläge zu lenken. Als Einzelkämpfer, der häufig die Bedenken seiner Freunde in den Wind schlug und immer wieder Kopf und Kragen riskierte, ist diese Version zumindest nicht abwegig. Dagegen spricht allerdings Mansers enge Bindung zu seiner Familie und seinem Freundeskreis. Diesen hatte er, egal in welcher Lage er gerade war, bislang immer irgendein Lebenszeichen zukommen lassen. "Nein, nein, er war noch nie so lange weg, ohne ein Zeichen zu geben", sagte seine Mutter gegenüber OnlineReports. Seine Geschwister und Freunde sind gleicher Meinung. Sie befürchten deshalb Schlimmes.

• Bruno Manser liegt krank oder verletzt bei einer Nomadenfamilie. Im teils mit Felsstürzen durchzogenen Urwald von Sarawak lauern zahlreiche Gefahren wie Malaria, Infektionen, Schlangenbisse und Unfälle jeder Art. Deshalb bewegen sich die Waldnomaden selten allein durch den Dschungel, was Manser wiederholt tun musste, um zu seinen Leuten durchzukommen. Dagegen spricht, dass keiner der Penan-Suchtrupps auf den Patienten Manser gestossen ist. Dieser ist überdies ein erfahrener Buschläufer und Survival-Experte, der über einen eisernen Willen mit einer ebenso eisernen Kondition verfügt, sich gut im Gelände bewegen kann und dank seiner Jagd- und Sammlererfahrung auch nicht zu verhungern braucht.

• Bruno Manser sitzt im Gefängnis. Da er sich auch auf Holzfällerstrassen fortbewegte und in ein von Militär und Polizei stark überwachtes Gebiet wagte, muss mit einer Gefangennahme gerechnet werden, die strikt geheimgehalten wird, um internationales Aufsehen zu vermeiden.

• Bruno Manser bleibt unsichtbar und wird auf seinen Wunsch von einem Teil der noch rund 9000 Penan (davon leben bestenfalls noch etwa 300 als Vollnomaden) gedeckt und versteckt gehalten. Dafür sprechen nach jahrelanger Ruhe die plötzlich wieder aufgeflammten Strassenblockaden und Protestaktionen. Dagegen spricht laut dem ortskundigen Roger Graf die Tatsache, dass die Penan diesbezüglich keine Geheimnisse behalten und es schon längst durchgesickert wäre, wenn sich der Umweltaktivist tatsächlich irgendwo versteckt halte.

• Bruno Manser ist tot. Das von ihm angepeilte Urwaldgebiet ist gefährlich. Im zerklüfteten und mit Flüssen durchzogenen Gebiet können Menschen abstürzen, ertrinken, sich hoffnungslos verirren oder an einer Blutvergiftung sterben. Nebst den natürlichen Todesursachen muss auch mit einem Mord gerechnet werden. Auf Manser ist immer noch ein Kopfgeld ausgesetzt. Am Tod des aufsässigen Schweizers könnten insbesondere Teile der im Gebiet stationierten Armee- und Polizeieinheiten interessiert sein. Eine grosse Gefahr, befürchten Kenner, sind für den Regenwaldschützer auch wütende Holzfäller und ihre Auftraggeber, die den verhassten Aufwiegler bei der ersten Gelegenheit ohne viel Federlesens für immer verschwinden lassen könnten.

Diplomaten eingeschaltet

Was mit Bruno Manser geschehen ist, versuchen nun auch die Schweizer Diplomaten herauszufinden. Der Bruno-Manser-Fonds hat - wie von OnlineReports am 18. November erstmals gemeldet - das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) um Hilfe gebeten. Dieses soll via die Schweizerische Botschaft in Kuala Lumpur und das Schweizer Honorarkonsulat in Sarawaks Hauptstadt Kuching diskret mit den ersten Nachforschungen begonnen haben. Ergeben diese keine konkreten Resultate, wird die Schweiz in Malaysia eine Vermisstmeldung aufgeben müssen.

Dann werden alle - auch Chiefminister Tahib Mahmud - erfahren, dass Bruno Manser tot oder lebendig im Lande ist. Und dann werden an allen Polizeiposten sowie an öffentlichen Orten Fotos aufgehängt. Fahndungsbilder von einem "Staatsfeind", der sich für das Überleben der Ohnmächtigsten im Staate Sarawak einsetzt. Und für jene, die verzweifelt der Zerstörung ihrer letzten Lebensgrundlagen zusehen müssen - die Penan.

 

OnlineReports-Autor Ruedi Suter war der letzte Journalist, der Bruno Manser vor seiner Abreise dieses Frühjahr getroffen hat. Er verfolgt und dokumentiert Mansers Arbeit und Projekte seit Jahren.

19. November 2000

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(Kurz vor dem Suizid.) Das sind jene Geräte, deren Sprengsätze hinten rausgehen.

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