© Fotos by OnlineReports.ch und Novatec
"Ein Gesamt-Schmuckstück": EBL-Direktor Steiner, Solarkraftwerk Calasparra

Im Süden Spaniens baut die kleine EBL ganz gross an der Energie-Zukunft

Das 30 Megawatt-Solarkraftwerk bei Calasparra soll ab nächstem Jahr 15'000 Haushalte versorgen


Von Peter Knechtli


In der Schweiz unvorstellbar: Eine Fläche von 80 Fussballfeldern, auf der ein Solarkraftwerk zur nachhaltigen Energie-Zukunft beisteuert. Die Anlage steht in Südspanien, treibende Kraft dahinter ist die Elektra Baselland (EBL) in Liestal. Nächstes Jahr geht sie in Betrieb.


Im Osten ziehen zwar bedrohliche Wolken auf, doch hier brennt die Sonne unerbittlich nieder. Es ist eine der sonnenreichsten Gegenden Spaniens. Wir stehen im ausladenden Tal beim Städtchen Calasparra in der Provinz Murcia, rund hundert Kilometer westlich von Alicante. Hier, wo jeder Tritt auf den Boden eine kleine Staubwolke auslöst, wachsen dank künstlicher Bewässerung aus dem Rio Segura Mandeln, Nektarinen, Zitrusfrüchte und selbst Reis. Fast ein Quadratkilometer Landwirtschaftsland musste weichen: Jetzt wächst hier ein Puzzle der Energie-Zukunft.

375'000 Spiegel als Energie-Bündel

Auf dem leicht abfallenden Gelände stehen auf einer Fläche von 700 mal 1'000 Metern 375'000 Spiegel, die das Sonnenlicht auf ein rund acht Meter über ihnen liegendes Absorberrohr von sechs Zentimetern Durchmesser lenken. Das darin in einem geschlossenen Kreislauf zirkulierende vollentsalzte Wasser wird so auf 280 Grad erhitzt.

Im technischen Teil der Anlage mit dem Namen "Tubo Sol Puerto Errado 2" (PE2), der eine ebenso eindrückliche Dimension aufweist wie das Spiegelfeld, treiben zwei Dampfturbinen einen Generator an, der Strom erzeugt und in das lokale Netz einspeist. Die elektrische Leistung beträgt 30 Megawatt – genügend, um 15'000 Haushalte mit Elektrizität zu versorgen. Für Spanien perfekt: Während in der Schweiz die Verbrauchsspitze am Abend eintritt, verzeichnet die Iberische Halbinsel zwischen 15 und 16 Uhr den höchsten Stromverbrauch. Grund: "Die Klimaanlagen laufen dann auf Hochtouren und "brauchen brutal viel Strom". Sollten einmal Wolken die Sonne verdecken, hilft ein Dampfspeicher kurzfristig aus der Not. Später kann zur Überbrückung eine gewisse Menge Gas aus einer nahe gelegenen Pipeline zugeführt werden.

Wenn der ausgebildete Maschinenbau-Ingenieur Leo Voser (Bild links) die Journalisten-Gruppe durch die immense Anlage führt, prangt auf dem Rücken seiner roten Leuchtweste nicht das Signet eines spanischen Stromkonzerns, sondern ein vertrautes Logo: jenes der Elektra Baselland (EBL). Die Oberbaselbieter Stromverteilerin mit Sitz in Liestal war nicht nur die treibende Ideen-Kraft der Investition von 160 Millionen Euro, sie trägt mit einem Kapitalanteil von derzeit noch 73 Prozent auch das unternehmerische Hauptrisiko. Der auf maximal 40 Jahre festgelegte Pachtzins auf dem 655'000 Quadratmeter grossen Gelände beträgt 140'000 Euro pro Jahr.

Schon bald will die EBL ihren Anteil auf eine Mehrheit von 51 reduzieren, indem drei weitere Werke aus Zürich und Bern beteiligt werden sollen. Weitere Eigner sind die "Industriellen Werke Basel" (IWB) mit 12 Prozent sowie die deutsche Novatec Solar GmbH mit 15 Prozent. Novatec, derzeit mehrheitlich im Besitz der australischen Infrastrukturkonzerns "Transfield Holdings", ist eine innovative Kleinfirma, an welcher der Grosskonzern ABB seinen Gefallen mit einer Beteiligung und wohl demnächst mit einer vollständigen Übernahme Ausdruck gibt.

Manager spricht von "Gesamt-Schmuckstück"

Novatec mit Sitz in Karlsruhe ist die Entwicklerin eines neuen Technologie-Typs ("Linear Fresnel"), der auf einem 1,4 Megawatt-Probefeld gleich neben dem EBL-Solarkraftwerk im Feldversuch erprobt und weiterentwickelt wurde. Was auf den ersten Blick wie profane Technik erscheint, enthüllt sich beim genauen Hinsehen als ausgeklügeltes System. Damit die Sonnenwärme optimal ausgebeutet werden kann, werden die jeweils gruppenartig angeordneten zwei mal acht Spiegelbahnen (Bild) auf Rollen gleitend und über Lichtsensoren auf den aktuellen Sonnenstand navigiert, dass die Energie optimal ausgebeutet werden kann. Entscheidendes, aber kaum erkennbares Detail: Die äusseren Spiegel weisen eine leichte konkave Wölbung auf, dank der das Sonnenlicht optimal auf das Heizrohr gelenkt wird.

Vertrags-Manager Dietmar Schiedeck, ein erfahrener Kraftwerk-Kenner mit EBL-Logo am Kragen, sprach am Medientermin von einem "Gesamt-Schmuckstück", obschon es den Elchtest noch nicht bestanden hat. Der Bau nähert sich zwar dem Ende, aber noch bleibt der letzte Rest der Spiegelkästen zu montieren. "In sechs bis acht Monaten werden wir erstmals Strom produzieren", schätzt EBL-Direktor Urs Steiner, anschliessend wird das Kraftwerk eingefahren und im ersten Halbjahr 2012 nach einer Bauzeit von zwei Jahren in Regelbetrieb gehen. Doch auch der jetzige Stand der Technik, so Steiner, werde "laufend weiter entwickelt".

Präzisionsarbeit mit GPS

Da die auf 25 Jahre ausgelegte Anlage beträchtlichen Temperatur-Unterschieden ausgesetzt ist, war beispielsweise bezüglich Materialausdehnung bei einer Spiegelbahnlänge von mehreren hundert Metern beträchtliches Ingenieurs-Wissen und grundsolides spanisches Handwerk erforderlich, um nicht plötzlich vor physikalischen Überraschungen mit ungeahnten Folgen zu stehen. Weil ausserdem die Positionierung der Spiegelkästen Präzisionsarbeit ist, mussten die 14'196 Verankerungen per GPS mit einer Toleranz von wenigen Millimetern gesetzt werden.

Die Entwickler betonen auch den gegenüber bisherigen Technologien "massiv geringen Materialverbrauch" – beispielsweise durch die Aluminium-Leichtbauweise der Spiegelkästen. Extrem wasserschonend ist die Spiegelreinigung durch einen Roboter, der mit dem Inhalt einer Spritzkanne gut und gern einen Kilometer Spiegelfläche blank poliert.

Spiegelproduktion ganz in der Nähe

Anderseits mussten auf dem leicht abschüssigen Gelände grosse Regenwasserkanäle gebaut werden. Denn setzt hier einmal Regen ein, dann gleich sintflutartig. Der komplett ausgetrocknete Boden kann das Wasser nicht aufsaugen, so dass es – wie die Solarpioniere schon erfahren mussten – auch mal ganze Zäune wegreisst. Möglich ist auch eine gewisse Gefahr von Schäden durch Erdbeben. Reparaturen an der Spiegelanlage seien jedoch relativ einfach durchzuführen, betonen die Techniker. Droht Hagel, können die Spiegel kurzum in die Vertikale gedreht werden.

Die Produktion der 75'000 Spiegelkästen erfolgt in einer eigens angemieteten Fabrik am Rande der knapp 50 Kilometer entfernten Stadt Fortuna durch die Firma Novatec. Dort, wo Aussentemperaturen von vierzig Grad keine Seltenheit sind, werden die angelieferten Aluminium-Elemente im Drei Schichten-Betrieb "so kostengünstig wie möglich" (so Produktions-Manager Kurt Drewes) montiert. 22 spanische Mitarbeitende erledigen, was es an Handarbeit noch zu besorgen gibt. Den Rest – die Montage der Aluminium-Elemente und die millimetergenaue Platzierung der Spiegel und ihre Wölbung – besorgen Roboter. Tagesausstoss: 250 Spiegelkästen.

Auch hier: Was einfach tönt, hat es in sich. Das Fotografieren in der Fabrikhalle ist zum Schutz von Betriebsgeheimnissen nicht gestattet. Zur Illustration der Produktion durfte nur ein Firmen-Foto (Bild) verwendet werden. Von Bürokratie-Auswüchsen in Zusammenarbeit mit den staatlichen Behörden ist hier nichts zu vernehmen. Auf dem Gelände des Solarkraftwerks in Calasparra hingegen dringen immer wieder Bemerkungen über "umständliche und ineffiziente Verwaltungen" durch.

Warten auf das "goldene Zeitalter"

Das Engagement der EBL in Südspanien "hat nichts mit Spekulation zu tun", betont Direktor Steiner, der als Verwaltungsratspräsident der "Tubo Sol PE 2" (so der offizielle Name der spanischen Solarfirma) firmiert. Vielmehr gehe es der Genossenschaft darum, den Anteil an eigener erneuerbarer Energie zusammen mit andern Erzeugungsarten wie Wasser, Wind, Biomasse oder Geothermie von 20 Prozent auf 60 bis 70 Prozent zu erhöhen.

Dennoch kann das Investment für die EBL auch finanziell interessant werden. Der spanische Staat zahlt eine Einspeisevergütung von 28 Euro Cents pro Kilowattstunde. Mit den Einnahmen kann die Anlage in rund 15 Jahren abgeschrieben werden. Steiner: "Danach kommt für uns das goldene Zeitalter – insbesondere weil die Primärenergie Sonne kostenlos ist." Dann kann der spanische Sonnenstrom auch physisch im EBL-Netz angeboten werden.

EBL will Wissen verkaufen

Das Engagement der EBL-Führung und ihrem Puerto Errado-Projektleiter Tobias Andrist ist ein wesentliches Element ihrer Strategie, voll auf erneuerbare Energie zu setzen. Erst vor wenigen Wochen beschloss der Verwaltungsrat den "geordneten Ausstieg aus der Kernenergie".

Der Stromverteiler hat es wie bei der Biomasse auch im Bereich der Solarstrom-Produktion darauf angelegt, sich "technisches Wissen als unser grösstes Asset neben dem Strom anzueignen, um es andern Investoren anzubieten" (Steiner). Zu diesen Zweck ist bereits die Gründung einer "EBL Engineering AG" in Vorbereitung. Kommenden Herbst will der Liestaler Stromversorger auch seine Ausstiegs-Strategie und Positionierung im Nach-Atom-Zeitalter öffentlich vorstellen.

Laut Steiner soll es dabei nicht beim einen solarthermischen Kraftwerk in Spanien bleiben: Bereits sondiert die EBL 60 Kilometer südwestich bei Lorca ein Gelände der Partnerin Novatec mit ihr zusammen solarthermisch zu nutzen – es ist doppelt so gross wie jenes in Calasparra. Die Liestaler Stromversorger wollen dort aber nicht als Bauherrin auftreten, sondern Investoren suchen und ihnen ihr Wissen verkaufen.

22. Juni 2011

Weiterführende Links:



 Ihre Meinung zu diesem Artikel
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)

Was Sie auch noch interessieren könnte

Rangierbahnhof Muttenz,
Lange Erlen und Hard

9. Oktober 2020

"Gateway Basel Nord"-Chef Martin Haller enthüllt Standorte für Ersatzflächen.


Reaktionen

Piccolos und Guggen treiben
Anwohner zur Verzweiflung

25. September 2020

Kleinhüningen: Die musikalischen Dauer-Übungen im Frühherbst stören.


Video: 18.9.2020 Gugge übt in Kleinhüningen

Velobahn-Test: Das
grüne Amigo-Geschäft

10. September 2020

Peter Knechtli über die unverständliche
Kumpanei des Duos Kirchmayr/Reber.


Reaktionen

Auf dem Velo-Highway
zum Schwing- und Älplerfest

9. September 2020

Prototyp geplant: Eine vierspurige
Velobahn
zwischen Pratteln und Augst.


Meriangärten: Event-Zone
statt Pflanzen-Paradies?

27. August 2020

Botanischer Garten Vorderbrüglingen
steht vor grossen Veränderungen.


200 Meter hohe
Windturbinen an der A2

11. August 2020

"Primeo Energie" plant zwei Windkraftwerke am Randes des Hardwaldes.


"Genossenschaft zur Eiche"
will ihre Eiche fällen

13. Juli 2020

WWF und "Pro Natura" wehren sich mit Einsprachen gegen Neubau.


Reaktionen

Immer häufiger und
zutraulicher: Die Milane

19. Juni 2020

Der Baselbieter Jagdexperte Gabriel Sutter warnt vor Fütterung durch Menschen.


Grosspeter: Gute Architektur
wird Abbruchobjekt

20. Mai 2020

Markantes Swisscom-Bürogebäude soll
schon nach dreissig Jahren ersetzt werden.


Werte-Wandel spürbar:
Hafenbecken und "Chilchacher"

26. Februar 2020

Gross-Projekte in Basel und Tenniken:
Peter Knechtli erkennt Parallelen.


Reaktionen

www.onlinereports.ch - Das unabhängige News-Portal der Nordwestschweiz

© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigene Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

Auf dieser Website gibt es Links zu Websites Dritter. Sobald Sie diese anklicken, verlassen Sie unseren Einflussbereich. Für fremde Websites, zu welchen von dieser Website aus ein Link besteht, übernimmt OnlineReports keine inhaltliche oder rechtliche Verantwortung. Dasselbe gilt für Websites Dritter, die auf OnlineReports verlinken.

Frisch pubertiert

Knutschen im Thermalbad
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Sie können Ihr Couvert bis am Samstag, 12:00 Uhr, auch in den Briefkasten deiner Gemeinde werfen."

FDP Basel-Stadt
im Newsletter
vom 24. November 2020
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Machen Sie/du von dieser Möglichkeit Gebrauch.

Alles mit scharf

Der Bart nach dem Maskenball

RückSpiegel


Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-News über einen geplatzten Baselbieter Strafprozess auf.

Die Wochenzeitung ging in ihrem Bericht über den Abbau in grossen Schweizer Zeitungsredaktion auch auf "kleinere Player" wie OnlineReports ein.

Die BZ zieht den OnlineReports-Report über den Verzicht auf das Muttenzer Multiplex-Kino der "Kitag AG" nach.

Die OnlineReports-News über die Schliessung eines Tanzlokals in der Basler Innenstadt nahm die BZ auf.

In ihrer Besprechung von Roland Starks Kolumne-Buch "Stark!" nimmt die Volksstimme auf OnlineReports Bezug.

Die BZ kritisierte den designierten Basler SP-Regierungsrat Beat Jans für seinen Twitter-Tweet: "Wieso muss man in unserer Region eigentlich 'Onlinereports' lesen, wenn man sich umfassend informieren, statt belehren lassen will?"
 

Bajour.ch zitiert OnlineReports in einem Interview mit der Basler Regierungsrats-Kandidatin Stephanie Eymann.

Das SRF-Regionaljournal, die BZ, fasnacht.ch sowie LDP-Grossrat Michael Hug (Interpellation) nahmen die OnlineReports-Recherche über Lärmprobleme durch Trommler, Pfeifer und Gugge in Kleinhüningen auf.

Bajour schreibt, die Berichte von OnlineReports zur Baselbieter Velobahn-Affäre gefielen ihr "am besten".

In ihrem Kommentar über staatliche Medienförderung geht Prime News auf das über zwanzigjährige Bestehen von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung und die BZ zitierten in ihren Berichten über das Velobahn-Amigo-Geschäft von Klaus Kirchmayr und Isaac Reber ausführlich aus OnlineReports.

In ihrem Bericht über die Umgestaltung der Basler Meriangärten nimmt die BZ auf eine zuvor erschienene OnlineReports-Recherche Bezug.

Die Badische Zeitung zitierte in ihrer Vorwahl-Analyse der Basler Regierungs-Wahlen aus einem OnlineReports-Kommentar.

In der BZ-Kolumne nahm Daniel Wiener Bezug auf den OnlineReports-Kommentar über den Macht-Poker um die Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann.

In ihrem Leitartikel über den Zustand des Kantons Basel-Stadt zitierte die BZ aus dem OnlineReports-Interview mit Michael Hug.

Die BZ nahm die OnlineReports-Geschichte über den Abbruch des Hauses an der Basler Rufacherstrasse 73 auf. Die Basler Zeitung verzichtete auf eine Quellennennung.

Die BZ nahm die OnlineReports-Story über eine umstrittene Eichen-Fällung auf.

In ihrer News über das Debakel um die Wahl des Gemeindepräsidenten in Schönenbuch nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrem Artikel über die Kandidatensuche der Basler SVP auf ein Interview in OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Das Budgetdefizit 2021 in Höhe von 2,2 Millionen Franken sei "mehrheitlich coronabedingt", schreibt der Birsfelder Gemeinderat.

Sarah Thönen wird am 1. April 2021 die Leitung des Bereichs "Jugend, Familie und Sport" des Kantons Basel-Stadt übernehmen.

Die Birsfelder Gemeinderätin Regula Meschberger wird ab 1. Januar 2021 als Nachfolgerin von Bianca Maag-Streit den "Verband Basellandschaftlicher Gemeinden" (VBLG) präsidieren.

Gregor Leonhardt (52) übernimmt im Frühjahr 2021 die Leitung des Geschäftsbereichs Infrastruktur im Basler Tiefbauamt.

Der Basler Anwalt und Notar Andreas Waldmann zieht sich per 1. Januar 2021 aus der Kanzlei Waldmann Petitpierre als Partner zurück.

Der Baselbieter Landrat nahm das Gesetz über die Bekämpfung der Schwarzarbeit und das Arbeitsmarktaufsichts-Gesetz mit 71:18 Stimmen an, doch kommt es zur obligatorischen Volksabstimmung, weil die Vierfüntel-Mehrheit nicht erreicht wurde.

Der Baselbieter Polizeikommandant Mark Burkhard ist zum Präsidenten der Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten der Schweiz (KKPKS) gewählt worden.

Die Central Real Estate Basel AG, Eigentümerin im Klybeck-Areal, tritt ab sofort unter dem neuen Namen Rhystadt AG auf.

Das Basler Marionetten Theater unterbricht per sofort seine Saison bis mindestens Ende 2020.

Die Basler FDP nominierte für den zweiten Wahlgang der Regierungsrats-Wahlen erwartungsgemäss ihr Mitglied Baschi Dürr sowie die LDP-Liberale Stephanie Eymann.

Auf der Autobahn A3 bei Eiken, wo 120 km/h erlaubt sind, wurde am frühen Morgen des 24. Oktober eine Autofahrerin mit Tempo 214 km/h als Raserin geblitzt.

Die Basler Juso bitten die Regierung in einer Petition, sich aktiv dafür einzusetzen, 100 Menschen aus dem Camp Moria in den Kanton Basel-Stadt aufzunehmen.

Der Stiftungsrat der Stiftung Brasilea hat die 37-jährige brasilianisch-schweizerische Doppelbürgerin Tatiana Andrade Vieira als neue Geschäftsführerin und Nachfolgerin von Daniel Faust gewählt.

Die Basler SP hat am 16. Oktober ihre Initiative "Kinderbetreuung für alle" mit über 3'000 Unterschriften eingereicht.

Dominik Beeler wird neuer Präsident der Grünen Liestal und damit Nachfolger von Erika Eichenberger.

Die Volksinitiative "für ein klimagerechtes Basel", die die Treibhausgas-Emissionen in Basel-Stadt bis 2030 auf Null senken will, ist am 8. Oktober mit über 3'700 Unterschriften bei der Staatskanzlei eingereicht worden.

Die Stadt Liestal hat die Einführung eines Ortsbusses namentlich in den Quartieren Sichtern und Langhag/Hanro mit 2'246 Ja-Stimmen gegen 2'717 Nein-Stimmen deutlich abgelehnt.

Binningen hat die SP-Initaitive gegen den Verkauf von gemeindeeigenem Boden mit  2'823 Ja gegen 2'809 Nein hauchdünn angenommen.

Münchenstein hat der Quartierplanung "Spenglerpark" mit dem 100 Meter hohen Hochhaus mit einem Ja- Anteil von 58 Prozent zugestimmt.