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"Gärtnerhaus Schwarzpark": BVD bricht Ausschreibung ab

Die erste Ausschreibung des Basler Bau- und Verkehrsdepartements zum Betrieb des ehemaligen Gärtnerhauses im Schwarzpark ist gescheitert. Verwunderlich ist das nicht.
Basel, 19. März 2022

Der Abbruch des Vergabeprojekts, der seit einiger Zeit schon gerüchtehalber die Runde machte, ist nun offiziell: Im heutigen Kantonsblatt wird der Sachverhalt nun unter der Rubrik "Weitere Bekanntmachung" bestätigt. Das Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) suchte eine Betriebsorganisation, die das Gärtnerhaus "nach einer sanften Sanierung zum Leben erweckt und sich dazu selbst finanziert". Um das Haus und den Park angemessen zu beleben, sei "eine Nutzungskoordination vor Ort notwendig". Zudem ist der Betrieb eines Parkcafés vorgesehen.

In einer sprachlich etwas normierten Art begründet das Departement den Abbruch damit, dass "kein Angebot die technischen Spezifikationen oder die weiteren Anforderungen erfüllt".

Eine bürokratische Nummer zu gross

Die Ausschreibung war ein Murks von Anfang an. Eine administrativ-bürokratische Nummer zu gross war die Ausschreibung nach GATT/WTO-Vorgaben, die zumindest Teile der potenziellen Interessenten überforderte und politisch auf Unverständnis stiess. Dies führte dazu, dass der "Verein Gärtnerhuus Schwarzpark", der sich seit über zwanzig Jahren bürgernah und niederschwellig um Aktivitäten bemüht, departemental aus dem Verfahren ausgeschlossen wurde, bevor der Entscheidungsprozess überhaupt in Gang kommen konnte.

Hinzu kamen mit – mit "hoher Arbeitslast" begründete – zeitliche Verzögerungen seitens des Departements. Dies führte dazu, dass die Mitbewerberin "Stadtschmiede GmbH" ihr Angebot zurückzog, so dass kaum noch Interessenten übrigblieben – vermutlich gar keine.

"Stadtschmiede": Rückzug und Empfehlung

"Stadtschmiede"-Mann Daniel Jansen begründete gegenüber OnlineReports den offiziellen Rückzug damit, "dass wir die Vorgaben des Projekts baulich und inhaltlich als nicht realistisch betrachteten". So ziele die geplante Sanierung des geschützten Gebäudes "an den Bedürfnissen der Nutzung vorbei".

Im Abbruch der ersten Runde sieht er eine "Chance für einen Neustart", wobei er sich an einer zweiten Ausschreibung nicht mehr beteiligen werde. Denkbar wäre, dass er "beim Aufgleisen Ideen und Unterstützung einbringen" könnte, falls dies erwünscht sei. Er hofft nun, dass die Verwaltung das Vorhaben "neu aufrollt und dabei die Erfahrungswerte potenzieller Nutzer abruft, damit das Projekt erfolgreich verläuft.

Verein "Gärtnerhuus" weiterhin interessiert

Mittlerweile ist Jansen der Meinung, der Verein "Gärtnerhuus" sei als Betreiber "der einzig Richtige". Ihn zu vertreiben sei "nicht richtig". Vorsichtig zuversichtlich zeigt sich der Verein "Gärtnerhuus Schwarzpark" selbst. Co-Präsidentin Rosmarie Schwarz zu OnlineReports: "Wir sind weiterhin am Betrieb des Gärtnerhauses interessiert und offen für Gespräche mit der Verwaltung."

Eine Anfrage an die Medienstelle des BVD über das weitere Vorgehen in der Projektbearbeitung ist seit Samstag unterwegs. Laut vom Bescheid von heute Montagmorgen
brach das Departement die Ausschreibung ab, "weil am Ende kein Angebot vorhanden war, das die technischen Spezifikationen oder die weiteren Anforderungen erfüllt hätte".

Departement kann freihändig vergeben

Weiter schreibt die BVD-Medienstelle: "Wir haben nun die Möglichkeit, die Betriebsorganisation des Gärtnerhauses freihändig zu vergeben. Die Vorgaben der abgebrochenen Ausschreibung müssen dabei eingehalten werden, da ansonsten eine neue Ausschreibung notwendig wäre. Wir gehen davon aus, dass es mit geeigneten Partnerschaften dem 'Verein Gärtnerhaus' möglich wäre, die bestehenden Eignungskriterien zu erfüllen."




Weiterführende Links:
- Die Basler Schwarzpark-Pioniere im Banne des amtlichen Imperativs
- "Gärtnerhuus"-Ausschluss: Kritik an BVD-Ausschreibung
- Vorstoss gegen "Vertreibung" aus dem "Gärtnerhuus"
- "Gärtnerhuus": Regierung vertröstet auf "Untermiete"
- "Gärtnerhaus"-Auftrag: Verwaltungsgericht lehnt Rekurs ab


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"Entsprechend hat sie die aktuellen Proben aus dem Roemislochbach im benachbarten elsässischen Neuwiller vom entsprechenden Amt des Kantons Basel-Stadt analysieren lassen."

SDA
am 10. Juli 2024
in einer Meldung
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Das ist entsprechend ansprechend zu lesen.

RückSpiegel

 

Die BaZ und 20 Minuten beziehen sich in einem Artikel über den tödlichen Unfall im St. Johann auf einen Bericht aus dem OnlineReports-Archiv.

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Eine Findungskommission sucht eine Nachfolge für Anna Schmid, Direktorin des Museums der Kulturen Basel, die 2025 in Pension geht.

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übergibt nach über 23 Jahren seine Stelle als Leiter Unternehmenskommunikation von Primeo Energie an Nachfolger Fabian Hildbrand.

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 von der Universität Basel erhält den mit 200'000 Franken dotierten Otto-Naegeli-Preis für ihre patientenorientierte klinische Forschung.

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