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Und das an der Fasnacht: Zürcher moderiert Basler Radio!

Basel, 15. Februar 2005

Der Basler Lokalsender "Radio Basilisk" lässt während den drei Fasnachtstagen die Morgensendung ausgerechnet von einem Zürcher moderieren: Andreas Meier (32), regulärererweise Moderater und Musikchef bei "Radio 24".

OnlineReports: Herr Meier, Radio Basilisk hat Sie als waschechten Ziircher während der Fasnacht als Morgen-Moderator engagiert. Haben Sie einige Konfetti abgekriegt?

Andreas Meier: Ja jetzt eben, als ich zur OnlineReports-Redaktion kam. Ich kam aber bisher nie einem Waggis unter die Räder, der mir angesehen hätte, dass ich aus Zürich komme.

OnlineReports: In Basel werden Konfetti "Räppli" genannt...

Meier: 1:0 für Sie.

OnlineReports: Haben Sie das Medienhaus am Fischmärt problemlos gefunden?

Meier: Jawohl, völlig zweifelsfrei - dank dem Taxifahrer.

OnlineReports: Welche Themen moderieren Sie während den vier Morgenstunden?

Meier: Ich schiesse vor allem gegen die Zürcher, weil das den Baslern gefällt. Ich sprach mit Zürcher Promis, so mit Frank Baumann, "Miss Schweiz" Fiona Hefti. Morgen kommt Roger Schawinski dran. Ich griff Zürich-kritische Fragen wie Fussball oder Stadion-Neubau auf. Am Montag hatte ich den Initianten des "Züri Carneval" ...

OnlineReports: ... wie bitte? ...

Meier: ...ja, das heisst so, im Interview. Der gab zu, dass die Basler bezüglich Fasnacht um einiges besser sind als die Zürcher.

OnlineReports: Nicht nur bezüglich Fasnacht.

Meier: Das ist Ansichtssache. Ich will gar nicht vergleichen, wer besser ist. Basel ist einfach ein grosse Kulturstadt, Zürich ist eine Party-Stadt mit der grössten Clubdichte Europas und eine Medienstadt.

OnlineReports: Wie waren die Reaktionen des Publikums?

Meier: Ich ging davon aus, dass die Reaktionen mehrheitlich schlecht oder gar vernichtend seien. Mit dieser Einstellung kam ich nach Basel. Doch 70 bis 80 Prozent der Reaktionen waren positiv. Die "positiven" wussten gar nicht, dass es so sympathische Züricher gibt. Die "negativen" finden es jenseitig, dass sich ein Zürcher an den drei Heiligen Basler Tagen erlaubt, auf dem grössten Sender der Region zu moderieren. Es gab Mails und Telefonanrufe.

OnlineReports: Haben Sie sich auch richtig ins Fasnachtsgetümmel gewagt?

Meier: Wenn ich nicht auf Sendung bin, bin ich an der Fasnacht. Ich war gestern Abend in einigen Cliquenkellern, hörte Schnitzelbänke und machte Tonbandaufnahmen für die nächste Morgensendung. Die Bänke waren sehr gut und kreativ, ebenso die Helgen. Diese Basler Fasnacht ist einfach 100-prozentig von der ersten bis zur letzen Sekunde.

OnlineReports: Vor unserem Fenster hören wir eben ein Schyssdräggziigli. Was empfinden Sie dabei?

Meier: Ich denke immer an meine Grossmutter zurück, die in Basel aufgewachsen ist, die aber längst schon Zürcher Dialekt spricht, weil sie in Zürich wohnt. Gestern rief sie mich an und bat, ich soll ihr Schnitzelbänke heimbringen.

OnlineReports: Mit welchem Erfahrungsgewinn kehren Sie am Mittwochabend nach Ziiri zurück?

Meier: Dass der Krieg zwischen Basel und Zürich nicht so schlimm ist, wie beide Seiten meinen. Wenn Basel aufhörte, immer gegen Zürich zu schiessen, und Zürich nicht so arrogant täte, dann wäre alles nur halb so schlimm. Aber das Leben wäre ohne diesen Krieg nur halb so spannend.



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"Anwätltin"

Schweizer Fernsehen
Text auf einem Standbild
der Verteidigerin
des Fussballers Dani Alves
am 22. Februar 2024
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Drippelfehler.

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